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RSSFutterkrippe
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Über diese Seite

Sinn und Zweck

Die Informationsflut im Internet ist schier unerschöpflich. Mit dieser Seite möchte ich versuchen, Interessantes, Wichtiges, Informatives, Verblüffendes und Lustiges aus der Vielfalt des Netzes zu bündeln und dies möglichst aktuell. Dazu eignen sich RSS-Feeds besonders gut, da viele Internetseiten ihre News und Meldungen ständig aktuell via RSS der Netzgemeinde zur Verfügung stellen. So hat man bei jedem Aufruf der einzelnen Unterseiten die neuesten Informationen zu allen wichtigen Themen aus Weltgeschehen, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Panorama und Recht. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Cartoons, lustige Bilder, Satirisches und Kuriositäten kann man ebenso finden wie Witze und Videos.

Die Technik

Mit dem in PHP geschriebenen RSS-Parser SimplePie werden die Feeds eingelesen, direkt verarbeitet und als HTML wieder ausgegeben. Bei jedem Seitenaufruf werden die jeweils verlinkten Feeds vom Anbieter geladen, an den Parser gesendet und danach als Internetseite dargestellt. Eine selbstständige Aktualisierung erfolgt dabei nicht. Ein Klick auf F5 oder Aktualisieren im Browser lädt dann den Feed neu und stellt - wenn vorhanden - neue Infos zur Verfügung. Aktueller geht es kaum noch. Also viel Spaß mit dem HomeStory Futterautomaten.

Design & Programmierung:
hirni
Template: SiS Papenburg
RSS-Parsing: SimplePie
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Interne Links

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Das Design

Willkommen zum HomeStory RSS Futterautomaten. Design-Name: "Dunkle Seite".

Das Design ist bewusst düster gehalten, da die Realität auch oft düster ist. Außerdem gefällt mir dieser Gothic-Stil sehr gut. Selbstverständlich ist trotzdem Platz für gute Nachrichten und Spaß. Ihr kennt ja meine Vorliebe für schwarzen Humor...

Die merkwürdige Überschrift geht auf anfängliche Probleme mit Umlauten und Sonderzeichen zurück. Es bestand das Problem, dass entweder die Seite selbst oder die Fütterung Sonderzeichen falsch dargestellt hat und diente daher zu Testzwecken. Irgendwie habe ich die Überschrift dann aber lieb gewonnen und so gelassen.


Der Inhalt


Hier könnt Ihr stets die neuesten Nachrichten abrufen, interessante Infos zum Weltgeschehen, der aktuellen Politik und aus der Welt des Finanzwesens. Neues vom Sport, den aktuellen Wetterbericht, Wissenswertes aus Forschung und Technik, das neueste Netzgeflüster, Infos zu Gesundhiets- und Lifestylethemen, aktuelle Umwelt- und Tierschutzvorhaben sowie Klatsch und Tratsch aus der Promiwelt.

Auch Spaß und Freizeit kommen hier nicht zu kurz. Seht Euch lustige Bilder und Videos an, lacht über Satire, Witze und Cartoons oder träumt Euch in ferne Länder beim Lesen der neuesten Reiseinfos. Wer nicht verreisen kann, schaut einfach, was im Fernsehen oder im Kino so los ist oder guckt mal in die Rubrik Kurioses...

Rechtsthemen und Verbraucherinfos findet man im Service. Stöbert einfach mal durch die Kategorien, da ist bestimmt für jeden was dabei. In vielen Bereichen gibt es Informationen aus unterschiedlichen Quellen, um auch Vergleiche anstellen zu können. Unter den Einträgen habt Ihr die Möglichkeit, die Artikel komplett aufzurufen, wenn sie Euch interessieren, oder direkt ins Forum zurück zu gelangen.

Bei jedem Klick auf die einzelnen Themen werden die neusten Informationen aufgerufen, sodass man ständig aktuell informiert und unterhalten wird. Es lohnt sich also, öfters mal reinzuschauen, denn viele Feeds bieten sogar stündlich Neues. Über besonders interessante Sachen können wir dann ausgiebig im Forum sprechen.


Die Technik


Ausgelesen und angezeigt werden sogenannte RSS-Feeds. Vom englischen Wort Feed (dt. füttern/Fütterung) kam die Idee zur Bezeichnung Futterautomat. Die Seite funktioniert wie ein RSS-Reader, wobei eine interessante Auswahl an Feeds bereits vorgegeben ist.

Was ist eigentlichh RSS? Das ist ein spezielles, standardisiertes Format zur Bereitstellung von Informationen, meist von Internetseiten mit sich ständig ändernden Inhalten, die mit diesen Feeds auf diese neuen Inhalte hinweisen. Es steht für Really Simple Syndication. Unser Forum generiert z.B. auch RSS-Feeds, die Ihr hier lesen könnt... Wer es ganz genau wissen möchte, kann bei Wikipedia den Artikel zu RSS lesen.

Die Seite hier ist mein allererstes PHP-Projekt. Also verzeiht es mir, wenn hier und da nicht alles perfekt ist. Das liegt teils auch an den Feeds selbst.

Noch ganz kurz: Die einzelnen Teile der Seite (Menüs, Textblöcke, Kopf und Fuß) werden zentral gespeichert und von jeder Unterseite verwendet. Daher ist es möglich, globale Änderungen in nur einer Datei vorzunehmen, die sich dann auf alle Seiten auswirkt.

Wenn Ihr beispielsweise auch einen interessanten RSS-Feed kennt und diesen hier lesen möchtet, kann ich den problemlos hinzufügen. Wendet Euch dafür einfach per PN an mich. Weitere Infos zur Technik findet Ihr links unter dem Hauptmenü.

Euer hirni

So, dann lasst Euch mal ordentlich füttern:





Beginn der Fütterung



duden.de - Newsletter

Der Newsletter der Duden-Sprachberatung bietet alle zwei Wochen eine unterhaltsame Mischung aus Informationen zu Rechtschreibung und Grammatik, Tipps zum Sprachgebrauch und Wissenswertem rund um die deutsche Sprache.

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Die-G%C3%A4stin-und-der-Rotzl%C3%B6ffel-wie-Luther-und-die-Br%C3%BCder-Grimm-unsere-Sprache">Die Gästin und der Rotzlöffel: wie Luther und die Brüder Grimm unsere Sprache prägten (März 2017)</a>

Header
Header
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
über den geschlechtergerechten Sprachgebrauch haben wir Sie in unserem Newsletter schon verschiedentlich informiert. Lesen Sie heute, was es auf diesem Gebiet an interessanten neuen Entwicklungen gibt.
Nachgeschlagen haben wir für Sie, was die Bezeichnung Gästin mit den Brüdern Grimm zu tun hat.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
über den geschlechtergerechten Sprachgebrauch haben wir Sie in unserem Newsletter schon verschiedentlich informiert. Lesen Sie heute, was es auf diesem Gebiet an interessanten neuen Entwicklungen gibt.
Nachgeschlagen haben wir für Sie, was die Bezeichnung Gästin mit den Brüdern Grimm zu tun hat.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – der Schrägstrich
 
Die Doppelnennung femininer und maskuliner Formen (Kolleginnen und
Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Assistentin oder Assistent, jede und jeder)
ist die höflichste und eindeutigste Variante der sprachlichen Gleichstellung. Sie ist vor allem in der Anrede üblich.
Die häufigste und zugleich von den amtlichen Rechtschreibregeln abgedeckte verkürzte Form der sprachlichen Gleichstellung der Geschlechter war bisher die Variante mit Schrägstrich und Bindestrich: Mitarbeiter/-innen, Lektor/-in, Buchhalter/-innen. Dabei ist zwar der Bindestrich den amtlichen Rechtschreibregeln zufolge nach wie vor vorgeschrieben, allerdings wurde und wird aus typografischen Gründen häufig auf ihn verzichtet: Mitarbeiter/innen, Lektor/in.
Der Verwendung der Schrägstrichvariante sind aus grammatischen Gründen jedoch häufig Grenzen gesetzt. Wortpaare, bei denen die feminine Form nicht nur durch Anhängen einer Endung an die maskuline gebildet wird, lassen sich nicht einfach durch den Schrägstrich verkürzen. In solchen Fällen sollten alle Formen ausgeschrieben werden: Kollegen und Kolleginnen, Beamte und Beamtinnen, Bischöfe und Bischöfinnen.
Zu beobachten ist auch, dass sich der Sprachgebrauch in letzter Zeit von starren Regeln loslöst. Aus praktischen Gründen werden Doppelformen häufig wie ein Gesamtwort behandelt und entsprechend unkompliziert flektiert: den Mitarbeiter/innen, den Kolleg/innen.
Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – der Schrägstrich
Die Doppelnennung femininer und maskuliner Formen (Kolleginnen und
Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Assistentin oder Assistent, jede und jeder)
ist die höflichste und eindeutigste Variante der sprachlichen Gleichstellung. Sie ist vor allem in der Anrede üblich.
Die häufigste und zugleich von den amtlichen Rechtschreibregeln abgedeckte verkürzte Form der sprachlichen Gleichstellung der Geschlechter war bisher die Variante mit Schrägstrich und Bindestrich: Mitarbeiter/-innen, Lektor/-in, Buchhalter/-innen. Dabei ist zwar der Bindestrich den amtlichen Rechtschreibregeln zufolge nach wie vor vorgeschrieben, allerdings wurde und wird aus typografischen Gründen häufig auf ihn verzichtet: Mitarbeiter/innen, Lektor/in.
Der Verwendung der Schrägstrichvariante sind aus grammatischen Gründen jedoch häufig Grenzen gesetzt. Wortpaare, bei denen die feminine Form nicht nur durch Anhängen einer Endung an die maskuline gebildet wird, lassen sich nicht einfach durch den Schrägstrich verkürzen. In solchen Fällen sollten alle Formen ausgeschrieben werden: Kollegen und Kolleginnen, Beamte und Beamtinnen, Bischöfe und Bischöfinnen.
Zu beobachten ist auch, dass sich der Sprachgebrauch in letzter Zeit von starren Regeln loslöst. Aus praktischen Gründen werden Doppelformen häufig wie ein Gesamtwort behandelt und entsprechend unkompliziert flektiert: den Mitarbeiter/innen, den Kolleg/innen.
Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – Asterisk und Unterstrich
 
Zwei weitere, recht kreative verkürzte Schreibvarianten zur Gleichstellung der Geschlechter finden sich immer häufiger, und zwar der Asterisk (das Sternchen) und der Unterstrich: Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen; Besucher_innen, Händler_innen.
Das Sternchen – ursprünglich überwiegend im universitären Umfeld verwendet – findet man oft in Kontexten, in denen aufgrund aktueller Transgender- und Intersexualitätsdebatten nicht mehr von einem rein binären System der Geschlechter ausgegangen wird. Ähnliches gilt für den Unterstrich, den sogenannten „Gendergap“. Beiden Formen gemein ist, dass sie das herkömmliche Schriftbild bewusst irritieren.
Empfohlen werden können Asterisk und Unterstrich seitens der Dudenredaktion nicht, da sie vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind – wer sich jedoch nicht im amtlichen Kontext bewegt, wird sich mit einer dieser Lösungen vielleicht anfreunden können.

Rotzlöffel, Denkzettel, Morgenland

Es gibt wohl keine Einzelperson in der Geschichte, die unsere Sprache so geprägt hat wie Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung. Vor ihm gab es keine einheitliche deutsche Sprache. Er aber schaute „dem Volk aufs Maul“ und wählte sorgsam Wörter und Formulierungen aus, die sich nach und nach in ganz Deutschland durchsetzten und bis heute in unserer Alltagssprache präsent sind.
Erfahren Sie die überraschende Geschichte von Wörtern und Redewendungen, die auf den großen Reformator zurückgehen.

Mehr erfahren
Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – Asterisk und Unterstrich
Zwei weitere, recht kreative verkürzte Schreibvarianten zur Gleichstellung der Geschlechter finden sich immer häufiger, und zwar der Asterisk (das Sternchen) und der Unterstrich: Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen; Besucher_innen, Händler_innen.
Das Sternchen – ursprünglich überwiegend im universitären Umfeld verwendet – findet man oft in Kontexten, in denen aufgrund aktueller Transgender- und Intersexualitätsdebatten nicht mehr von einem rein binären System der Geschlechter ausgegangen wird. Ähnliches gilt für den Unterstrich, den sogenannten „Gendergap“. Beiden Formen gemein ist, dass sie das herkömmliche Schriftbild bewusst irritieren.
Empfohlen werden können Asterisk und Unterstrich seitens der Dudenredaktion nicht, da sie vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind – wer sich jedoch nicht im amtlichen Kontext bewegt, wird sich mit einer dieser Lösungen vielleicht anfreunden können.

Rotzlöffel, Denkzettel, Morgenland

Es gibt wohl keine Einzelperson in der Geschichte, die unsere Sprache so geprägt hat wie Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung. Vor ihm gab es keine einheitliche deutsche Sprache. Er aber schaute „dem Volk aufs Maul“ und wählte sorgsam Wörter und Formulierungen aus, die sich nach und nach in ganz Deutschland durchsetzten und bis heute in unserer Alltagssprache präsent sind.
Erfahren Sie die überraschende Geschichte von Wörtern und Redewendungen, die auf den großen Reformator zurückgehen.

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Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Ist die Bezeichnung „Gästin“ korrekt und was hat sie mit den Brüdern Grimm zu tun?
 
Längst hat die weibliche Emanzipation auch in die Märchenwelt Einzug gehalten – sprachlich zumindest. In der Geschichte von Ingo Siegner über den „kleinen Drachen Kokosnuss“, der in die Schule kommt, begegnen uns neben vielen kleinen Drachenjungen auch Drachinnen. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf eine spannende Sprachfrage, die die korrekte Bildung des weiblichen Pendants zu einem männlichen Wesen betrifft. Das ist einfach, solange wir uns mit dem üblichen Anhängen eines -in behelfen können. So wird aus dem Zuhörer die Zuhörerin und aus dem Kunden die Kundin. […]
 
Wie aber sprechen wir von einem weiblichen Gast? Auch hier die übliche in-Form zu wählen und sich über eine Gästin zu freuen, wird von allerhöchster Sprachwahrerinstanz als korrekt bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch aber irritiert diese Form. Dabei ist sie keineswegs weiblicher Sprachemanzipation geschuldet – ganz im Gegenteil: Gästin gehört zu den weiblichen Formen, die – wie auch die Engelin oder die Geistin – bereits im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm aufgeführt und mit zahlreichen Belegstellen unterfüttert wurden. Auf dem Weg vom späten 19. ins 21. Jahrhundert war sie aus der Alltagssprache verschwunden: Umso erfreulicher, dass sie jetzt wiederentdeckt wurde und ihren Sprachplatz wiedererobert.
 
Aus: Duden – Du hast das Wort, Schätzchen! Berlin, März 2017
Ist die Bezeichnung „Gästin“ korrekt und was hat sie mit den Brüdern Grimm zu tun?
Längst hat die weibliche Emanzipation auch in die Märchenwelt Einzug gehalten – sprachlich zumindest. In der Geschichte von Ingo Siegner über den „kleinen Drachen Kokosnuss“, der in die Schule kommt, begegnen uns neben vielen kleinen Drachenjungen auch Drachinnen. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf eine spannende Sprachfrage, die die korrekte Bildung des weiblichen Pendants zu einem männlichen Wesen betrifft. Das ist einfach, solange wir uns mit dem üblichen Anhängen eines -in behelfen können. So wird aus dem Zuhörer die Zuhörerin und aus dem Kunden die Kundin. […]
 
Wie aber sprechen wir von einem weiblichen Gast? Auch hier die übliche in-Form zu wählen und sich über eine Gästin zu freuen, wird von allerhöchster Sprachwahrerinstanz als korrekt bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch aber irritiert diese Form. Dabei ist sie keineswegs weiblicher Sprachemanzipation geschuldet – ganz im Gegenteil: Gästin gehört zu den weiblichen Formen, die – wie auch die Engelin oder die Geistin – bereits im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm aufgeführt und mit zahlreichen Belegstellen unterfüttert wurden. Auf dem Weg vom späten 19. ins 21. Jahrhundert war sie aus der Alltagssprache verschwunden: Umso erfreulicher, dass sie jetzt wiederentdeckt wurde und ihren Sprachplatz wiedererobert.
 
Aus: Duden – Du hast das Wort, Schätzchen! Berlin, März 2017
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Aus Deutschland: 09001 870098
(1,99 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus Österreich: 0900 844144
(1,80 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/%C3%9Cber-Konjunktionen-Semmeln-Schrippen-und-Wecken-Februar-2017">Über Konjunktionen, Semmeln, Schrippen und Wecken (Februar 2017)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
diesmal beginnen wir den Newsletter mit zwei guten Freunden, nämlich sowohl und als auch. Ob die beiden tatsächlich immer gemeinsam auftauchen und ob man sie auch mal durch ein Komma trennen darf, erfahren Sie gleich.
 
Im zweiten Teil geht es um die Frage, ob Formulierungen wie er hatte ziemlich einen über den Durst getrunken gehabt korrekt sind.
 
Und zum Abschluss bringen wir etwas Licht in die morgendliche Sprachverwirrung beim Kauf von kleinen, runden gebackenen Teigstücken.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
diesmal beginnen wir den Newsletter mit zwei guten Freunden, nämlich sowohl und als auch. Ob die beiden tatsächlich immer gemeinsam auftauchen und ob man sie auch mal durch ein Komma trennen darf, erfahren Sie gleich.
 
Im zweiten Teil geht es um die Frage, ob Formulierungen wie er hatte ziemlich einen über den Durst getrunken gehabt korrekt sind.
 
Und zum Abschluss bringen wir etwas Licht in die morgendliche Sprachverwirrung beim Kauf von kleinen, runden gebackenen Teigstücken.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
sowohl – als auch
 
Die Konjunktionen sowohl und als auch machen es dem Sprecher bzw. Schreiber in vielerlei Hinsicht nicht einfach. Zunächst ist da die Unfähigkeit von sowohl, allein zu stehen. Doch was seine Gesellschaft anbelangt, ist das Wort recht wählerisch. Am liebsten tritt es zusammen mit als auch auf, gelegentlich auch mit wie auch. Geduldet werden auch wie oder als ohne zusätzliches auch: Sowohl der Kater wie/als die Katze verweigerte[n] das Dosenfutter.
Sicher haben Sie im Beispielsatz das eingeklammerte n bemerkt, das gleich auf eine weitere Schwierigkeit hinweist. Sollte das Verb in einem Sowohl-als-auch-Satz im Singular oder im Plural stehen? Nun, beides ist denkbar und beides ist richtig. Sie können hier Kater und Katze als mehrteiliges Subjekt auffassen, was den Plural rechtfertigt. Oder Sie können hinter der Konstruktion zwei Einzelsätze erkennen, von denen einer nur noch elliptisch vorliegt: Sowohl der Kater [verweigerte das Dosenfutter] als auch die Katze verweigerte das Dosenfutter. Diese Sichtweise spricht für den Singular beim Verb.
Schließlich ist noch die Kommasetzung zu betrachten. Vor als auch steht, da es sich um eine nebenordnende Konjunktion handelt, kein Komma. Wenn sowohl eine Infinitivgruppe einleitet, folgt die Kommasetzung den Regeln für die Infinitivgruppen: Der Kater versuchte [,] sowohl an das Hühnchen zu gelangen als auch die Katze fernzuhalten. Gehören sowohl und als auch jedoch zum Hauptsatz und verbinden Nebensätze miteinander, müssen Kommas gesetzt werden: Der Kater bemerkte sowohl, dass er zu kurz gesprungen war, als auch, dass die Katze ihm zuvorgekommen war.

Sowohl lernen als auch Spaß haben
 
Schwünge, Bogen, Arkaden und Girlanden nachfahren, das Abc kennenlernen und erste Buchstaben schreiben – „Das hasenstarke Abc für die Vorschule“ bereitet Vorschulkinder spielerisch und mit viel Witz auf das Schreibenlernen in der Grundschule vor.
Vorlesegeschichten, Übungen und Ausmalspaß in einem!

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sowohl – als auch
Die Konjunktionen sowohl und als auch machen es dem Sprecher bzw. Schreiber in vielerlei Hinsicht nicht einfach. Zunächst ist da die Unfähigkeit von sowohl, allein zu stehen. Doch was seine Gesellschaft anbelangt, ist das Wort recht wählerisch. Am liebsten tritt es zusammen mit als auch auf, gelegentlich auch mit wie auch. Geduldet werden auch wie oder als ohne zusätzliches auch: Sowohl der Kater wie/als die Katze verweigerte[n] das Dosenfutter.
Sicher haben Sie im Beispielsatz das eingeklammerte n bemerkt, das gleich auf eine weitere Schwierigkeit hinweist. Sollte das Verb in einem Sowohl-als-auch-Satz im Singular oder im Plural stehen? Nun, beides ist denkbar und beides ist richtig. Sie können hier Kater und Katze als mehrteiliges Subjekt auffassen, was den Plural rechtfertigt. Oder Sie können hinter der Konstruktion zwei Einzelsätze erkennen, von denen einer nur noch elliptisch vorliegt: Sowohl der Kater [verweigerte das Dosenfutter] als auch die Katze verweigerte das Dosenfutter. Diese Sichtweise spricht für den Singular beim Verb.
Schließlich ist noch die Kommasetzung zu betrachten. Vor als auch steht, da es sich um eine nebenordnende Konjunktion handelt, kein Komma. Wenn sowohl eine Infinitivgruppe einleitet, folgt die Kommasetzung den Regeln für die Infinitivgruppen: Der Kater versuchte [,] sowohl an das Hühnchen zu gelangen als auch die Katze fernzuhalten. Gehören sowohl und als auch jedoch zum Hauptsatz und verbinden Nebensätze miteinander, müssen Kommas gesetzt werden: Der Kater bemerkte sowohl, dass er zu kurz gesprungen war, als auch, dass die Katze ihm zuvorgekommen war.

Sowohl lernen als auch Spaß haben
Schwünge, Bogen, Arkaden und Girlanden nachfahren, das Abc kennenlernen und erste Buchstaben schreiben – „Das hasenstarke Abc für die Vorschule“ bereitet Vorschulkinder spielerisch und mit viel Witz auf das Schreibenlernen in der Grundschule vor.
Vorlesegeschichten, Übungen und Ausmalspaß in einem!

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Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Vergangenheitsformen – doppeltes Perfekt und doppeltes Plusquamperfekt
 
Normalerweise bildet man im Deutschen die zusammengesetzten Vergangenheitsformen mit einer Form von haben und dem Partizip II. Für das Perfekt wird haben in den Präsensformen verwendet (ich habe geschrieben), für das Plusquamperfekt, also die Vorvergangenheit, in den Präteritumsformen (ich hatte geschrieben).
Nun gibt es aber durchaus Situationen, in denen die ‚Vorvorvergangenheit‘ ausgedrückt werden soll, wenn z. B. eine Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen ist, bevor die nächste Handlung in der Vergangenheit beginnt. Dazu kann das sogenannte Doppelplusquamperfekt verwendet werden: Ich hatte das Haus bereits verlassen gehabt und war ein Stück weit gegangen, als ich ein merkwürdiges Geräusch hörte. Diese Formen tauchen durchaus in geschriebener Sprache auf.
In gesprochener Sprache trifft man hingegen häufig das sogenannte Doppelperfekt, das anstelle des Plusquamperfekts gebraucht wird: Wir haben uns gestritten gehabt, aber danach haben wir uns gleich wieder versöhnt. Diese Doppelformen bieten auch einen Ausweg, wenn man Vorzeitigkeit im Konjunktiv ausdrücken möchte, da dies mit den üblichen Konjunktivformen nicht möglich ist: Sie sagte, er habe ihr die Ehe versprochen gehabt, sei dann aber wortbrüchig geworden. Stilistisch sind die Doppelformen aufgrund der Wiederholung von haben sicher nicht besonders schön, aber von Zeit zu Zeit erweisen sie sich als ganz nützlich, um Lücken im System zu füllen.
Vergangenheitsformen – doppeltes Perfekt und doppeltes Plusquamperfekt
Normalerweise bildet man im Deutschen die zusammengesetzten Vergangenheitsformen mit einer Form von haben und dem Partizip II. Für das Perfekt wird haben in den Präsensformen verwendet (ich habe geschrieben), für das Plusquamperfekt, also die Vorvergangenheit, in den Präteritumsformen (ich hatte geschrieben).
Nun gibt es aber durchaus Situationen, in denen die ‚Vorvorvergangenheit‘ ausgedrückt werden soll, wenn z. B. eine Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen ist, bevor die nächste Handlung in der Vergangenheit beginnt. Dazu kann das sogenannte Doppelplusquamperfekt verwendet werden: Ich hatte das Haus bereits verlassen gehabt und war ein Stück weit gegangen, als ich ein merkwürdiges Geräusch hörte. Diese Formen tauchen durchaus in geschriebener Sprache auf.
In gesprochener Sprache trifft man hingegen häufig das sogenannte Doppelperfekt, das anstelle des Plusquamperfekts gebraucht wird: Wir haben uns gestritten gehabt, aber danach haben wir uns gleich wieder versöhnt. Diese Doppelformen bieten auch einen Ausweg, wenn man Vorzeitigkeit im Konjunktiv ausdrücken möchte, da dies mit den üblichen Konjunktivformen nicht möglich ist: Sie sagte, er habe ihr die Ehe versprochen gehabt, sei dann aber wortbrüchig geworden. Stilistisch sind die Doppelformen aufgrund der Wiederholung von haben sicher nicht besonders schön, aber von Zeit zu Zeit erweisen sie sich als ganz nützlich, um Lücken im System zu füllen.
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Semmeln, Schrippen oder Wecken
 
Wer im Urlaub morgens zum Bäcker geht, sollte sich vorher informieren, wie man in jener Gegend das Backwerk aus Weizenmehl nennt, auf das man seine Marmelade streichen möchte. Am sichersten ist man, wenn man ein Brötchen verlangt. Das ist zwar vor allem in Nord- und Mitteldeutschland gebräuchlich, aber die Verkleinerungsform von Brot ist sicher auch im süddeutschen Raum verständlich. In Bayern und auch in Österreich ist allerdings der Ausdruck Semmel gebräuchlicher, was von lateinisch simila für „fein gemahlenes Weizenmehl“ kommt. Nicht auf die Zutaten, sondern auf die Form nehmen der südwestdeutsch-österreichische Wecken oder das Weckla (schweizerisch Weggli) und die berlinerische Schrippe Bezug. Der Wecken geht auf althochdeutsch wecki = „Keil“ zurück, die Schrippe auf frühneuhochdeutsch schripfen = „(auf)kratzen“; sie bezeichnet also die Einkerbung auf der Oberseite des (länglichen) Gebäcks. Runde Brötchen ohne oder mit sternförmigen Einkerbungen heißen auch in Berlin Kaisersemmel. Welcher Kaiser hier Pate stand, ist allerdings ungeklärt. Ein Preuße war es wohl nicht.
 
Aus: Duden – Die Tomate und das Paradies. Berlin 2016
Semmeln, Schrippen oder Wecken
Wer im Urlaub morgens zum Bäcker geht, sollte sich vorher informieren, wie man in jener Gegend das Backwerk aus Weizenmehl nennt, auf das man seine Marmelade streichen möchte. Am sichersten ist man, wenn man ein Brötchen verlangt. Das ist zwar vor allem in Nord- und Mitteldeutschland gebräuchlich, aber die Verkleinerungsform von Brot ist sicher auch im süddeutschen Raum verständlich. In Bayern und auch in Österreich ist allerdings der Ausdruck Semmel gebräuchlicher, was von lateinisch simila für „fein gemahlenes Weizenmehl“ kommt. Nicht auf die Zutaten, sondern auf die Form nehmen der südwestdeutsch-österreichische Wecken oder das Weckla (schweizerisch Weggli) und die berlinerische Schrippe Bezug. Der Wecken geht auf althochdeutsch wecki = „Keil“ zurück, die Schrippe auf frühneuhochdeutsch schripfen = „(auf)kratzen“; sie bezeichnet also die Einkerbung auf der Oberseite des (länglichen) Gebäcks. Runde Brötchen ohne oder mit sternförmigen Einkerbungen heißen auch in Berlin Kaisersemmel. Welcher Kaiser hier Pate stand, ist allerdings ungeklärt. Ein Preuße war es wohl nicht.
 
Aus: Duden – Die Tomate und das Paradies. Berlin 2016
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Aus Deutschland: 09001 870098
(1,99 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus Österreich: 0900 844144
(1,80 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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Aus Deutschland: 09001 870098
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Aufschlussreiches-%C3%BCber-Synonyme-und-die-ber%C3%BChmte-Extrawurst-Januar-2017">Aufschlussreiches über Synonyme und die berühmte Extrawurst (Januar 2017)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
im richtigen Zusammenhang das treffende Wort zu finden und einen Text dadurch lebendig, interessant oder differenzierter zu gestalten, ist oft gar nicht einfach. Helfen können uns hierbei Synonyme oder sinnverwandte Wörter.

Erfahren Sie auch gleich Genaueres zu einem Synonympaar, das manchmal Probleme bereitet.

Zum Schluss noch etwas Kulinarisches: die berühmte Extrawurst.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
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Zum Schluss noch etwas Kulinarisches: die berühmte Extrawurst.

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Hätten Sie’s gewusst?
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Synonyme
 
Synonyme oder sinnverwandte Wörter sind Wörter mit gleicher oder doch sehr ähnlicher Bedeutung. Die Suche nach einem Synonym kann ganz unterschiedliche Motive haben, etwa die sachliche Differenzierung in einem Fachtext (schleifen, schärfen, glätten), die Präzisierung einer Aussage (sie wurde befragt, regelrecht verhört) oder das Ersetzen eines sozial oder regional konnotierten Ausdrucks durch einen standardsprachlichen (Penner/Obdachloser; klönen / sich unterhalten).
Wirklich bedeutungsgleiche Wörter sind allerdings sehr selten, es gilt also zu beachten, dass die Ersetzung eines Wortes durch ein synonymes meist eine stilistische oder inhaltliche Veränderung der Aussage zur Folge hat.
Sterben/entschlafen/abkratzen; Gesicht/Antlitz/Visage/Fresse – an diesen Beispielen für Synonymgruppen wird deutlich, wie nuancenreich man mit sinnverwandten Wörtern häufig formulieren kann.


Deutsch verstehen, begreifen, durchschauen, durchblicken ...

Duden begleitet alle, die Deutsch lernen: Der „Wortschatztrainer Deutsch als Fremdsprache“ bietet mehr als 300 abwechslungsreiche Übungen und authentische kommunikative Situationen und Textsorten für die Niveaustufen A1 bis B1.
Das „Bildwörterbuch Deutsch als Fremdsprache“ zeigt 3500 Bilder und 6000 Wörter und Wendungen, zusätzlich finden Sie auf Extraseiten einfache und praktische Sätze für viele Situationen des Alltags.
Beide Bücher haben ein Register in Deutsch, Englisch und Arabisch.

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Synonyme
Synonyme oder sinnverwandte Wörter sind Wörter mit gleicher oder doch sehr ähnlicher Bedeutung. Die Suche nach einem Synonym kann ganz unterschiedliche Motive haben, etwa die sachliche Differenzierung in einem Fachtext (schleifen, schärfen, glätten), die Präzisierung einer Aussage (sie wurde befragt, regelrecht verhört) oder das Ersetzen eines sozial oder regional konnotierten Ausdrucks durch einen standardsprachlichen (Penner/Obdachloser; klönen / sich unterhalten).
Wirklich bedeutungsgleiche Wörter sind allerdings sehr selten, es gilt also zu beachten, dass die Ersetzung eines Wortes durch ein synonymes meist eine stilistische oder inhaltliche Veränderung der Aussage zur Folge hat.
Sterben/entschlafen/abkratzen; Gesicht/Antlitz/Visage/Fresse – an diesen Beispielen für Synonymgruppen wird deutlich, wie nuancenreich man mit sinnverwandten Wörtern häufig formulieren kann.


Deutsch verstehen, begreifen, durchschauen, durchblicken ...

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Das „Bildwörterbuch Deutsch als Fremdsprache“ zeigt 3500 Bilder und 6000 Wörter und Wendungen, zusätzlich finden Sie auf Extraseiten einfache und praktische Sätze für viele Situationen des Alltags.
Beide Bücher haben ein Register in Deutsch, Englisch und Arabisch.

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Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
besitzen/haben
 
Das Verb besitzen bezieht sich auf alles, was man als materiellen oder geistigen Besitz erwerben kann. Einbezogen sind hier auch Eigenschaften, die mit dem betreffenden Menschen fest verbunden sind und ihn – wenn auch vielleicht nur vorübergehend – charakterisieren, sei es im positiven wie im negativen Sinn: Er besitzt einen Ferrari. Sie besaß die Dreistigkeit, ihn anzulügen. Wir besitzen sein vollstes Vertrauen.
Das Verb haben geht hingegen nur von einem Vorhandensein aus und sagt über den tatsächlichen Besitz nichts aus: Sie hat einen ganz reizenden Mann. Er hat eine leitende Position.
Fast immer kann haben synonym für besitzen verwendet werden, nicht aber umgekehrt. Wir haben sein vollstes Vertrauen, aber nicht: Sie besitzt einen ganz reizenden Mann.
besitzen/haben
Das Verb besitzen bezieht sich auf alles, was man als materiellen oder geistigen Besitz erwerben kann. Einbezogen sind hier auch Eigenschaften, die mit dem betreffenden Menschen fest verbunden sind und ihn – wenn auch vielleicht nur vorübergehend – charakterisieren, sei es im positiven wie im negativen Sinn: Er besitzt einen Ferrari. Sie besaß die Dreistigkeit, ihn anzulügen. Wir besitzen sein vollstes Vertrauen.
Das Verb haben geht hingegen nur von einem Vorhandensein aus und sagt über den tatsächlichen Besitz nichts aus: Sie hat einen ganz reizenden Mann. Er hat eine leitende Position.
Fast immer kann haben synonym für besitzen verwendet werden, nicht aber umgekehrt. Wir haben sein vollstes Vertrauen, aber nicht: Sie besitzt einen ganz reizenden Mann.
Für Sie nachgeschlagen
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Extra lecker: Extrawürste
 
In Österreich gibt es bei jedem Metzger Extrawurst. Das ist dort der Name einer gängigen Brühwurstsorte. Was sie charakterisiert? Nur dieses eine: Es gibt sie in zahllosen, mehr oder weniger beliebigen Zusammenstellungen, sodass die Bezeichnung „Extrawurst“ im Sinne einer Wurst mit markanten Besonderheiten eigentlich fehl am Platze ist. Im restlichen deutschsprachigen Raum, vor allem in Deutschland und der Schweiz, wird „Extrawurst“ hingegen fast ausschließlich redensartlich und im übertragenen Sinne benutzt. Wenn jemand unzulässige oder anmaßende Sonderwünsche anmeldet oder eine Bevorzugung beansprucht, wirft man ihm vor, er wolle sich wohl „eine Extrawurst braten“ lassen. Wird sein Ansinnen abgelehnt, heißt es, es würden eben „keine Extrawürste gebraten“ beziehungsweise niemand „bekäme/kriege eine Extrawurst“ – wo käme man denn da hin?
Eine mögliche Erklärung findet sich im Mittelalter: Die Armen konnten sich die Delikatessen aus dem Wurstkessel in der Regel nicht leisten – überließ man ihnen doch einmal eine, kam das einer großen Bevorzugung gleich. Die Redensart wird dem barockzeitlichen Augustinerprediger Abraham a Santa Clara (1644–1709) zugeschrieben; zumindest soll er sie gekannt und verwendet haben. Die Österreicher hingegen verweisen auf eine urkundliche Erwähnung erst aus dem Jahr 1814 – was sehr nach einer Extrawurst riecht.

Aus: Duden – Die Tomate und das Paradies. Berlin 2016
Extra lecker: Extrawürste
In Österreich gibt es bei jedem Metzger Extrawurst. Das ist dort der Name einer gängigen Brühwurstsorte. Was sie charakterisiert? Nur dieses eine: Es gibt sie in zahllosen, mehr oder weniger beliebigen Zusammenstellungen, sodass die Bezeichnung „Extrawurst“ im Sinne einer Wurst mit markanten Besonderheiten eigentlich fehl am Platze ist. Im restlichen deutschsprachigen Raum, vor allem in Deutschland und der Schweiz, wird „Extrawurst“ hingegen fast ausschließlich redensartlich und im übertragenen Sinne benutzt. Wenn jemand unzulässige oder anmaßende Sonderwünsche anmeldet oder eine Bevorzugung beansprucht, wirft man ihm vor, er wolle sich wohl „eine Extrawurst braten“ lassen. Wird sein Ansinnen abgelehnt, heißt es, es würden eben „keine Extrawürste gebraten“ beziehungsweise niemand „bekäme/kriege eine Extrawurst“ – wo käme man denn da hin?
Eine mögliche Erklärung findet sich im Mittelalter: Die Armen konnten sich die Delikatessen aus dem Wurstkessel in der Regel nicht leisten – überließ man ihnen doch einmal eine, kam das einer großen Bevorzugung gleich. Die Redensart wird dem barockzeitlichen Augustinerprediger Abraham a Santa Clara (1644–1709) zugeschrieben; zumindest soll er sie gekannt und verwendet haben. Die Österreicher hingegen verweisen auf eine urkundliche Erwähnung erst aus dem Jahr 1814 – was sehr nach einer Extrawurst riecht.

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Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Und-wann-werden-Sie-schwach-Frohe-Weihnachten-und-schwache-Adjektive">Und wann werden Sie schwach? Frohe Weihnachten und schwache Adjektive (Dezember 2016)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
geben wir es doch zu: Manchmal könnten wir durchaus schwach werden.
 
Die meisten von uns werden beim Anblick der Weihnachtsplätzchen schwach – Adjektive werden schwach, wenn sie nach sogenannten Artikelwörtern stehen. In anderen Fällen schaffen sie es aber, stark zu bleiben. Dazu mehr in den ersten beiden Abschnitten des Newsletters.

Und damit Ihre Weihnachtswünsche nicht nur herzlich, sondern auch ganz korrekt sind, haben wir heute für Sie nachgeschlagen, wie das Wort Weihnacht(en) richtig verwendet wird.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
geben wir es doch zu: Manchmal könnten wir durchaus schwach werden.
 
Die meisten von uns werden beim Anblick der Weihnachtsplätzchen schwach – Adjektive werden schwach, wenn sie nach sogenannten Artikelwörtern stehen. In anderen Fällen schaffen sie es aber, stark zu bleiben. Dazu mehr in den ersten beiden Abschnitten des Newsletters.

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Hätten Sie’s gewusst?
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Da werden selbst Adjektive schwach
 
Während Substantive festen Deklinationsarten folgen, passen sich Adjektive (und auch Partizipien) im Deutschen an, sie können auf zwei unterschiedliche Weisen dekliniert werden: stark oder schwach.

Starke Endungen sind etwa: -er, -en, -em, -e, -es im Singular und -e, -er, -en im Plural:
(Maskulinum:) holder Knabe, holdem Knaben, holde Knaben,
(Femininum:) schaurige Ballade, schauriger Ballade, schaurige Balladen,
(Neutrum:) dunkles Moor, dunklem Moor, dunkle Moore.
 
In schwacher Deklination sind die Endungen -e und -en zu finden:
(Maskulinum:) der holde Knabe, dem holden Knaben, die holden Knaben,
(Femininum:) die schaurige Ballade, der schaurigen Ballade, die schaurigen Balladen,
(Neutrum:) das dunkle Moor, dem dunklen Moor, die dunklen Moore.
 
Ob ein Adjektiv nun stark oder schwach dekliniert wird, hängt von der Umgebung innerhalb der Nominalphrase ab, in der das Adjektiv (oder Partizip) auftritt.
Es wird stets stark dekliniert, wenn ihm in der Nominalphrase kein Artikelwort vorangeht: In schaurigen Balladen eilen holde Knaben oft durch dunkles Moor. Komm herbei, holder Knabe!
Stets schwach dekliniert wird das Adjektiv nach den Artikelwörtern der, die, das; dieser, diese, dieses; jener, jene, jenes; derselbe, dieselbe, dasselbe; jeder, jede, jedes; welcher, welche, welches: Der holde Knabe eilte durch das dunkle Moor. Welche schaurigen Balladen liest du am liebsten?
Im Grunde wird auch nach ein, kein, mein, dein, sein, ihr/Ihr, unser und euer schwach dekliniert: mit einem holden Knaben, keine dunklen Moore, mit deiner schaurigen Ballade. Allerdings haben diese Wörter im Singular des Nominativs Maskulinum und Neutrum sowie im Singular des Akkusativs Neutrum keine Endung. In solch einem Fall wird stark dekliniert: ein holder Knabe, kein dunkles Moor.


 
Knaben, Könige, Moore und Kraniche – Das Balladenbuch

Diese Sammlung von über 750 spannenden, schaurigen, anrührenden und erheiternden Balladen umfasst die schönsten Beispiele der Gattung von ihren Anfängen bis heute. So schlägt sie einen Bogen von Klassikern wie Goethe und Schiller über Annette von Droste-Hülshoff und Heinrich Heine bis Bertolt Brecht, Georg Kreisler und Sarah Kirsch, birgt aber auch unbekannte Schätze. Ein echtes Familienbuch – zum Schmökern, Schaudern und Staunen. In edler Halbleinen-Ausstattung mit Lesebändchen.

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Da werden selbst Adjektive schwach
Während Substantive festen Deklinationsarten folgen, passen sich Adjektive (und auch Partizipien) im Deutschen an, sie können auf zwei unterschiedliche Weisen dekliniert werden: stark oder schwach.

Starke Endungen sind etwa: -er, -en, -em, -e, -es im Singular und -e, -er, -en im Plural:
(Maskulinum:) holder Knabe, holdem Knaben, holde Knaben,
(Femininum:) schaurige Ballade, schauriger Ballade, schaurige Balladen,
(Neutrum:) dunkles Moor, dunklem Moor, dunkle Moore.
 
In schwacher Deklination sind die Endungen -e und -en zu finden:
(Maskulinum:) der holde Knabe, dem holden Knaben, die holden Knaben,
(Femininum:) die schaurige Ballade, der schaurigen Ballade, die schaurigen Balladen,
(Neutrum:) das dunkle Moor, dem dunklen Moor, die dunklen Moore.
 
Ob ein Adjektiv nun stark oder schwach dekliniert wird, hängt von der Umgebung innerhalb der Nominalphrase ab, in der das Adjektiv (oder Partizip) auftritt.
Es wird stets stark dekliniert, wenn ihm in der Nominalphrase kein Artikelwort vorangeht: In schaurigen Balladen eilen holde Knaben oft durch dunkles Moor. Komm herbei, holder Knabe!
Stets schwach dekliniert wird das Adjektiv nach den Artikelwörtern der, die, das; dieser, diese, dieses; jener, jene, jenes; derselbe, dieselbe, dasselbe; jeder, jede, jedes; welcher, welche, welches: Der holde Knabe eilte durch das dunkle Moor. Welche schaurigen Balladen liest du am liebsten?
Im Grunde wird auch nach ein, kein, mein, dein, sein, ihr/Ihr, unser und euer schwach dekliniert: mit einem holden Knaben, keine dunklen Moore, mit deiner schaurigen Ballade. Allerdings haben diese Wörter im Singular des Nominativs Maskulinum und Neutrum sowie im Singular des Akkusativs Neutrum keine Endung. In solch einem Fall wird stark dekliniert: ein holder Knabe, kein dunkles Moor.

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Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Wann Adjektive schwach werden oder stark bleiben
 
Bei einigen Wörtern schwankt die Deklination des folgenden Adjektivs, es wird mal stark, mal schwach dekliniert. Das liegt daran, dass der Status dieser Wörter nicht ganz eindeutig ist. Mal werden sie wie Artikelwörter verwendet, mal wie Adjektive.
Das sich anschließende attributive Adjektiv oder Partizip wird nach
einige, so es im Singular eingesetzt wird, im Nominativ Masku­linum, im Genitiv und Dativ Femininum stark dekliniert: einiger abzusehender Schaden, mit einiger zusätzlicher Anstrengung, im Genitiv Maskulinum und Neutrum eher schwach: einigen literarischen Vergnügens. Im Nominativ und Akkusativ Neutrum überwiegt die starke Deklination etwas: einiges lächerliches/lächerliche Getue. Im Dativ Masku­linum und Neutrum wird die schwache Deklination deutlich bevorzugt: mit einigem moralischen/moralischem Elan, nach einigem feuchtfröhlichen/feuchtfröhlichem Gebecher. Im Plural wird in der Regel stark dekliniert: einige verblüffte Hausfrauen, einiger verwelkter Blumen.
manche im Singular schwach dekliniert: mancher elegante Gedanke, während im Plural ebenso häufig stark wie schwach gebeugt wird: manche schwierige/schwierigen Fragen.
mehrere stark dekliniert: mehrere nachhaltige Verbesserungen. Allerdings wird im Genitiv Plural gleich häufig schwach wie stark dekliniert: trotz mehrerer verpatzter/verpatzten Vorstellungen.
sämtliche im Singular stark oder schwach dekliniert: sämtlicher wahrer/wahre Unsinn, während im Plural und bei substantivierten Adjektiven und Partizipien in der Regel schwach dekliniert wird: sämtliche möglichen Fragen, sämtliche Gefangenen. Nur im Genitiv Plural wird häu­figer stark dekliniert: sämtlicher geometrischer/geometrischen Konstruktionen, sämtlicher gefakter/gefakten Interviews.
Auch bei alle, andere, beide, solche und viele werden Adjektive nicht immer schwach.
 
Wann Adjektive schwach werden oder stark bleiben
Bei einigen Wörtern schwankt die Deklination des folgenden Adjektivs, es wird mal stark, mal schwach dekliniert. Das liegt daran, dass der Status dieser Wörter nicht ganz eindeutig ist. Mal werden sie wie Artikelwörter verwendet, mal wie Adjektive.
Das sich anschließende attributive Adjektiv oder Partizip wird nach
  • einige, so es im Singular eingesetzt wird, im Nominativ Masku­linum, im Genitiv und Dativ Femininum stark dekliniert: einiger abzusehender Schaden, mit einiger zusätzlicher Anstrengung, im Genitiv Maskulinum und Neutrum eher schwach: einigen literarischen Vergnügens. Im Nominativ und Akkusativ Neutrum überwiegt die starke Deklination etwas: einiges lächerliches/lächerliche Getue. Im Dativ Masku­linum und Neutrum wird die schwache Deklination deutlich bevorzugt: mit einigem moralischen/moralischem Elan, nach einigem feuchtfröhlichen/feuchtfröhlichem Gebecher. Im Plural wird in der Regel stark dekliniert: einige verblüffte Hausfrauen, einiger verwelkter Blumen.
  • manche im Singular schwach dekliniert: mancher elegante Gedanke, während im Plural ebenso häufig stark wie schwach gebeugt wird: manche schwierige/schwierigen Fragen.
  • mehrere stark dekliniert: mehrere nachhaltige Verbesserungen. Allerdings wird im Genitiv Plural gleich häufig schwach wie stark dekliniert: trotz mehrerer verpatzter/verpatzten Vorstellungen.
  • sämtliche im Singular stark oder schwach dekliniert: sämtlicher wahrer/wahre Unsinn, während im Plural und bei substantivierten Adjektiven und Partizipien in der Regel schwach dekliniert wird: sämtliche möglichen Fragen, sämtliche Gefangenen. Nur im Genitiv Plural wird häu­figer stark dekliniert: sämtlicher geometrischer/geometrischen Konstruktionen, sämtlicher gefakter/gefakten Interviews.
Auch bei alle, andere, beide, solche und viele werden Adjektive nicht immer schwach.
Für Sie nachgeschlagen
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die Weihnacht / das Weihnachten / die Weihnachten

Das endungslose Substantiv die Weihnacht (Femininum Singular) wird gelegentlich neben der üblichen Form Weihnachten gebraucht: Ich wünsche dir eine frohe Weihnacht / frohe Weihnachten. Es ist vor allem in der religiösen Sprache zu finden, ebenso in der Wendung zu Weihnacht. Die Form Weihnachten ist aber standardsprachlich im Allgemeinen als ein Neutrum Singular anzusehen: Es war ein schönes Weihnachten. Es wird vorwiegend ohne Artikel gebraucht: Weihnachten ist längst vorbei. Weihnachten steht vor der Tür.
Im regionalen Sprachgebrauch wird Weihnachten aber häufig als Plural aufgefasst (so auch meist in Österreich und der Schweiz) und dann überwiegend mit einem Artikelwort oder Adjektiv gebraucht: Ich werde diese Weihnachten in Berlin verleben. Nächste Weihnachten werde ich nicht zu Hause bleiben (dafür üblicher: Nächstes Jahr Weihnachten oder zu Weihnachten ...).
In bestimmten formelhaften Wendungen, vor allem als Wunschformel zum Weihnachtsfest, ist der Plural allgemeinsprachlich und nicht auf den regionalen Sprachgebrauch begrenzt: Fröhliche Weihnachten! Weiße Weihnachten sind zu erwarten.
Standardsprachlich wird Weihnachten heute meist nicht als Subjekt oder Objekt mit Artikel(wort) gebraucht; dafür treten dann Komposita ein: Die Weihnachts[feier]tage waren sehr anstrengend. Das Weihnachtsfest wird in diesem Jahr sicher schön werden. Die herrlichsten Weihnachtstage habe ich dort verlebt. Es ist also standardsprachlich nicht üblich, zu sagen: Die Weihnachten waren / Das Weihnachten war sehr anstrengend.
All diese Schwankungen im Gebrauch des Artikels, des Numerus und des Genus bei der Festbezeichnung Weihnachten lassen sich sprachhistorisch erklären. Weihnachten ist ein erstarrter Dativ Plural, der sich im Mittelhochdeutschen aus der pluralischen Fügung ze wi̅hen nahten (= in den heiligen Nächten) losgelöst hat und jetzt weitgehend als ein selbstständiger Nominativ Singular behandelt wird.
 
Aus: Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. 8. Aufl., Berlin 2016
die Weihnacht / das Weihnachten / die Weihnachten

Das endungslose Substantiv die Weihnacht (Femininum Singular) wird gelegentlich neben der üblichen Form Weihnachten gebraucht: Ich wünsche dir eine frohe Weihnacht / frohe Weihnachten. Es ist vor allem in der religiösen Sprache zu finden, ebenso in der Wendung zu Weihnacht. Die Form Weihnachten ist aber standardsprachlich im Allgemeinen als ein Neutrum Singular anzusehen: Es war ein schönes Weihnachten. Es wird vorwiegend ohne Artikel gebraucht: Weihnachten ist längst vorbei. Weihnachten steht vor der Tür.
Im regionalen Sprachgebrauch wird Weihnachten aber häufig als Plural aufgefasst (so auch meist in Österreich und der Schweiz) und dann überwiegend mit einem Artikelwort oder Adjektiv gebraucht: Ich werde diese Weihnachten in Berlin verleben. Nächste Weihnachten werde ich nicht zu Hause bleiben (dafür üblicher: Nächstes Jahr Weihnachten oder zu Weihnachten ...).
In bestimmten formelhaften Wendungen, vor allem als Wunschformel zum Weihnachtsfest, ist der Plural allgemeinsprachlich und nicht auf den regionalen Sprachgebrauch begrenzt: Fröhliche Weihnachten! Weiße Weihnachten sind zu erwarten.
Standardsprachlich wird Weihnachten heute meist nicht als Subjekt oder Objekt mit Artikel(wort) gebraucht; dafür treten dann Komposita ein: Die Weihnachts[feier]tage waren sehr anstrengend. Das Weihnachtsfest wird in diesem Jahr sicher schön werden. Die herrlichsten Weihnachtstage habe ich dort verlebt. Es ist also standardsprachlich nicht üblich, zu sagen: Die Weihnachten waren / Das Weihnachten war sehr anstrengend.
All diese Schwankungen im Gebrauch des Artikels, des Numerus und des Genus bei der Festbezeichnung Weihnachten lassen sich sprachhistorisch erklären. Weihnachten ist ein erstarrter Dativ Plural, der sich im Mittelhochdeutschen aus der pluralischen Fügung ze wi̅hen nahten (= in den heiligen Nächten) losgelöst hat und jetzt weitgehend als ein selbstständiger Nominativ Singular behandelt wird.
 
Aus: Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. 8. Aufl., Berlin 2016
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Bitte beachten Sie, dass die Sprachberatung in der Woche vom 26.12. bis zum 30.12. eine Weihnachtspause macht und am 2. Januar 2017 wieder für Sie da ist.
 
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Alles-andere-als-fatigant-Fremdw%C3%B6rter-im-Deutschen-November-2016">Alles andere als fatigant - Fremdwörter im Deutschen (November 2016)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
wie stark wird das Deutsche von anderen Sprachen beeinflusst? Darum dreht es sich im heutigen Newsletter.
 
Zunächst geht es um die Frage, wie hoch der Fremdwortanteil im Deutschen in etwa ist. In bestimmten Textsorten scheint ja fast jedes zweite Wort aus dem Englischen zu stammen – aber stimmt das auch?
 
Anschließend betrachten wir Wörter und Wortbildungen, die uns vielleicht gar nicht mehr fremd vorkommen und am Schluss erfahren Sie noch, wie man Wörter ausspricht, die vom griechischen hierós abstammen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
wie stark wird das Deutsche von anderen Sprachen beeinflusst? Darum dreht es sich im heutigen Newsletter.
 
Zunächst geht es um die Frage, wie hoch der Fremdwortanteil im Deutschen in etwa ist. In bestimmten Textsorten scheint ja fast jedes zweite Wort aus dem Englischen zu stammen – aber stimmt das auch?
 
Anschließend betrachten wir Wörter und Wortbildungen, die uns vielleicht gar nicht mehr fremd vorkommen und am Schluss erfahren Sie noch, wie man Wörter ausspricht, die vom griechischen hierós abstammen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Anteil der Fremdwörter am deutschen Wortschatz
 
Manchmal sieht man Texte, die aus der Wirtschaft oder dem IT-Bereich stammen, und denkt sich: „Wenn man jetzt noch die Pronomen, Präpositionen und Konjunktionen ins Englische übersetzt, hat man einen komplett englischen Text.“ Auch in der Werbung werden gern mal ein „cooles Outfit“ oder „Casual Wear“ angepriesen, was bei der älteren Generation meist ratloses Kopfschütteln bewirkt. Grund genug, nachzusehen, wie hoch der Anteil von Fremdwörtern im Deutschen eigentlich ist. Und da stellt sich heraus, dass er geringer ist, als man zunächst annimmt. So enthält ein durchschnittlicher Zeitungstext 8–9 % Fremdwörter, in bestimmten Bereichen können es, wenn viele Fachbegriffe verwendet werden, auch deutlich mehr sein. Diese Zahlen beziehen sich jedoch allgemein auf Fremdwörter und umfassen das „Interesse“ genauso wie die „Information“ oder den „Helikopter“. Blickt man nur auf die aus dem Englischen übernommenen Fremdwörter, die häufig in der Kritik stehen, so sieht man, dass selbst Texte aus der Werbung in der Regel nur rund 4 % enthalten.
Hat sich der Fremdwortgebrauch damit im Vergleich zu früheren Zeiten erhöht? Überraschenderweise kaum. Dies liegt daran, dass vor hundert oder hundertfünfzig Jahren ebenfalls viele Fremdwörter als „chic“ galten, die heute kaum noch verwendet werden. Oder flanieren Sie noch über den Trottoir und säubern sich am Waschlavoir? Das Deutsche integriert die Fremdwörter, die es längerfristig übernimmt, meist sehr gut und passt sie den einheimischen Wörtern in Aussprache, Schreibung und Flexion an. Wie Sie erst kürzlich in einem Newsletter erfahren konnten, merkt dann irgendwann kaum noch einer, dass der „Onkel“ ursprünglich aus Frankreich kommt und der „Keks“ aus England.


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Anteil der Fremdwörter am deutschen Wortschatz
Manchmal sieht man Texte, die aus der Wirtschaft oder dem IT-Bereich stammen, und denkt sich: „Wenn man jetzt noch die Pronomen, Präpositionen und Konjunktionen ins Englische übersetzt, hat man einen komplett englischen Text.“ Auch in der Werbung werden gern mal ein „cooles Outfit“ oder „Casual Wear“ angepriesen, was bei der älteren Generation meist ratloses Kopfschütteln bewirkt. Grund genug, nachzusehen, wie hoch der Anteil von Fremdwörtern im Deutschen eigentlich ist. Und da stellt sich heraus, dass er geringer ist, als man zunächst annimmt. So enthält ein durchschnittlicher Zeitungstext 8–9 % Fremdwörter, in bestimmten Bereichen können es, wenn viele Fachbegriffe verwendet werden, auch deutlich mehr sein. Diese Zahlen beziehen sich jedoch allgemein auf Fremdwörter und umfassen das „Interesse“ genauso wie die „Information“ oder den „Helikopter“. Blickt man nur auf die aus dem Englischen übernommenen Fremdwörter, die häufig in der Kritik stehen, so sieht man, dass selbst Texte aus der Werbung in der Regel nur rund 4 % enthalten.
Hat sich der Fremdwortgebrauch damit im Vergleich zu früheren Zeiten erhöht? Überraschenderweise kaum. Dies liegt daran, dass vor hundert oder hundertfünfzig Jahren ebenfalls viele Fremdwörter als „chic“ galten, die heute kaum noch verwendet werden. Oder flanieren Sie noch über den Trottoir und säubern sich am Waschlavoir? Das Deutsche integriert die Fremdwörter, die es längerfristig übernimmt, meist sehr gut und passt sie den einheimischen Wörtern in Aussprache, Schreibung und Flexion an. Wie Sie erst kürzlich in einem Newsletter erfahren konnten, merkt dann irgendwann kaum noch einer, dass der „Onkel“ ursprünglich aus Frankreich kommt und der „Keks“ aus England.


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Was Sie schon immer wissen wollten
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Substantive auf -ation und -ierung
 
Aus dem Lateinischen haben wir (oft auf dem Umweg über das Französische) die Endung -ation übernommen. Wörter mit dieser Endung sind feminine Substantive, die etwas Abstraktes bezeichnen und meist mit Verben auf -ieren korrespondieren. Zugleich lassen sich aber auch mit der einheimischen Endung -ung feminine Abstrakta ableiten. Diese Endung bildet im Deutschen sowohl Substantive, die einen Vorgang bezeichnen (= Nomina Actionis: die Isolierung = der Vorgang des Isolierens), als auch Substantive, die das Ergebnis einer Handlung bezeichnen (Nomina Acti: die Isolierung = das Material, mit dem etwas isoliert wird). Prinzipiell erfüllt die lateinische Endung -ation die gleiche Funktion. Deshalb kommt es vor, dass von manchen Verben auf -ieren zwei Substantive existieren, die zumindest in bestimmten Kontexten synonym sind: Kolonisation/Kolonisierung, Isolation/Isolierung.
Häufiger jedoch nutzt die Sprache diese Erweiterung des Wortschatzes, um zu differenzieren. So bezeichnen die Substantive auf -ation oft in erster Linie das Ergebnis der Handlung: Kanalisation, Proklamation, Ratifikation. Die Substantive auf -ierung hingegen beziehen sich eher auf den Vorgang der Tätigkeit: Kanalisierung, Proklamierung, Ratifizierung. Auf diese Weise hat das Deutsche die Fremdwörter integriert und gleichzeitig seinen Wortschatz bereichert.
Die gehäufte Anwendung von Substantivierungen wird meistens übrigens als stilistisch unschön empfunden und kann einen Text sehr schwer lesbar machen.
Statt Wegen Außerachtlassung aller Sicherheitsmaßnahmen und Nichtbefolgung der Betriebsvorschriften wurden bei der Tieferlegung der Rohre drei Arbeiter verletzt könnte man also zum Beispiel besser schreiben: Während des Tieferlegens von Rohren wurden drei Arbeiter verletzt, da sie die Sicherheitsmaßnahmen außer Acht gelassen und die Betriebsvorschriften nicht beachtet hatten.
 
Substantive auf -ation und -ierung
Aus dem Lateinischen haben wir (oft auf dem Umweg über das Französische) die Endung -ation übernommen. Wörter mit dieser Endung sind feminine Substantive, die etwas Abstraktes bezeichnen und meist mit Verben auf -ieren korrespondieren. Zugleich lassen sich aber auch mit der einheimischen Endung -ung feminine Abstrakta ableiten. Diese Endung bildet im Deutschen sowohl Substantive, die einen Vorgang bezeichnen (= Nomina Actionis: die Isolierung = der Vorgang des Isolierens), als auch Substantive, die das Ergebnis einer Handlung bezeichnen (Nomina Acti: die Isolierung = das Material, mit dem etwas isoliert wird). Prinzipiell erfüllt die lateinische Endung -ation die gleiche Funktion. Deshalb kommt es vor, dass von manchen Verben auf -ieren zwei Substantive existieren, die zumindest in bestimmten Kontexten synonym sind: Kolonisation/Kolonisierung, Isolation/Isolierung.
Häufiger jedoch nutzt die Sprache diese Erweiterung des Wortschatzes, um zu differenzieren. So bezeichnen die Substantive auf -ation oft in erster Linie das Ergebnis der Handlung: Kanalisation, Proklamation, Ratifikation. Die Substantive auf -ierung hingegen beziehen sich eher auf den Vorgang der Tätigkeit: Kanalisierung, Proklamierung, Ratifizierung. Auf diese Weise hat das Deutsche die Fremdwörter integriert und gleichzeitig seinen Wortschatz bereichert.
Die gehäufte Anwendung von Substantivierungen wird meistens übrigens als stilistisch unschön empfunden und kann einen Text sehr schwer lesbar machen.
Statt Wegen Außerachtlassung aller Sicherheitsmaßnahmen und Nichtbefolgung der Betriebsvorschriften wurden bei der Tieferlegung der Rohre drei Arbeiter verletzt könnte man also zum Beispiel besser schreiben: Während des Tieferlegens von Rohren wurden drei Arbeiter verletzt, da sie die Sicherheitsmaßnahmen außer Acht gelassen und die Betriebsvorschriften nicht beachtet hatten.
Für Sie nachgeschlagen
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Hierarch, Hierarchie, Hieroglyphe
 
In der traditionellen Kodifikation ist bei allen Entlehnungen mit der griechischen Grundlage hierós »heilig« die Aussprache [hier…] bzw. [hi̯er…] angesetzt worden, z. B. Hierarchie [hi̯erar'çi:], Hieroglyphe [hi̯ero'ɡly:fə]. Im heutigen Standardsprachgebrauch ist diese etymologiegetreue Aussprache besonders bei gängigen Entlehnungen wie Hierarchie, Hieroglyphe selten, üblich ist [hir…], d. h. [hirar'çi:], [hiro'ɡly:fə].

Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
 
Hierarch, Hierarchie, Hieroglyphe
In der traditionellen Kodifikation ist bei allen Entlehnungen mit der griechischen Grundlage hierós »heilig« die Aussprache [hier…] bzw. [hi̯er…] angesetzt worden, z. B. Hierarchie [hi̯erar'çi:], Hieroglyphe [hi̯ero'ɡly:fə]. Im heutigen Standardsprachgebrauch ist diese etymologiegetreue Aussprache besonders bei gängigen Entlehnungen wie Hierarchie, Hieroglyphe selten, üblich ist [hir…], d. h. [hirar'çi:], [hiro'ɡly:fə].

Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
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14197 Berlin

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Umsatzsteuer-ID: DE143872392
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Duden-Newsletter-vom-10102016">Duden-Newsletter vom 10.10.2016</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
der Vorname, den uns unsere Eltern ausgesucht haben, ist der persönlichste Teil unseres Namens. Schon das Kleinkind nimmt sich beim Klang seines Namens als Individuum wahr. Lesen Sie heute allerhand Interessantes zum Thema.
 
Zur Namenwahl haben wir dann auch einige Empfehlungen aus dem „Großen Vornamenlexikon“ nachgeschlagen.
 
Unsicherheit entsteht häufig bei der Frage nach der Kommasetzung zwischen
selbstständigen Hauptsätzen. Wir zeigen Ihnen, dass Sie (fast) nichts falsch machen können.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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Zur Namenwahl haben wir dann auch einige Empfehlungen aus dem „Großen Vornamenlexikon“ nachgeschlagen.
 
Unsicherheit entsteht häufig bei der Frage nach der Kommasetzung zwischen
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Hätten Sie’s gewusst?
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Vornamen
 
Noch nie zuvor war die Namengebung so individuell wie in der heutigen Zeit. Vielfältige Einflüsse sorgen zuweilen für eine äußerst originelle Namenwah. Film, Funk, Fernsehen und Internet liefern unzählige Ideen; Reisen sowie Zuwanderung aus aller Welt ermöglichen Einblicke in fremde Namenwelten.
Es werden in Deutschland so viele verschiedene Namen vergeben, dass sogar die am häufigsten vergebenen Namen (2015) nur ca. zwei bis drei Prozent eines Jahrgangs ausmachen: Mia, Emma, Hanna(h), Sofia/Sophia, Anna, Emilia, Lina, Marie, Lena und Mila bei den Mädchen und Ben, Jonas, Leon, Elias, Finn/Fynn, Noah, Paul, Luis/Louis, Lukas/Lucas und Luca/Luka bei den Jungen.
Im Spätmittelalter beeinflussten vor allem die Heiligennamen die Namenwahl, in Regensburg etwa trugen im 14. Jh. 18,8 % der Frauen den Namen Elisabeth, im 15. Jh. 22,6 % der Männer den Namen Johannes.
Generell sind Eltern nach den Grundsätzen des deutschen Rechts in der Wahl des oder der Vornamen ihres Kindes frei. Allerdings sollte der gewählte Name „Sitte und Ordnung“ nicht verletzen. Ein Kind hat ein Recht darauf, nicht mit einem Namen belastet zu werden, der aus dem einen oder anderen Grund zu negativen Reaktionen seiner Umwelt führen könnte. Namen wie Judas, Satan, Störenfried oder Verleihnix werden von Standesbeamten aus gutem Grund zurückgewiesen.


8000 Vornamen und wo sie herkommen
 
Ob traditionell, modern, vertraut oder exotisch, „Das große Vornamenlexikon“ erklärt Herkunft und Bedeutung von über 8000 Vornamen und ist damit eines der umfangreichsten und aktuellsten Nachschlagewerke auf diesem Gebiet.

Lassen Sie sich inspirieren und erfahren Sie z. B., welche Namen wir als schön empfinden oder wann der Vorname besonders gut zum Familiennamen passt.

Mehr zum Buch
Vornamen
Noch nie zuvor war die Namengebung so individuell wie in der heutigen Zeit. Vielfältige Einflüsse sorgen zuweilen für eine äußerst originelle Namenwah. Film, Funk, Fernsehen und Internet liefern unzählige Ideen; Reisen sowie Zuwanderung aus aller Welt ermöglichen Einblicke in fremde Namenwelten.
Es werden in Deutschland so viele verschiedene Namen vergeben, dass sogar die am häufigsten vergebenen Namen (2015) nur ca. zwei bis drei Prozent eines Jahrgangs ausmachen: Mia, Emma, Hanna(h), Sofia/Sophia, Anna, Emilia, Lina, Marie, Lena und Mila bei den Mädchen und Ben, Jonas, Leon, Elias, Finn/Fynn, Noah, Paul, Luis/Louis, Lukas/Lucas und Luca/Luka bei den Jungen.
Im Spätmittelalter beeinflussten vor allem die Heiligennamen die Namenwahl, in Regensburg etwa trugen im 14. Jh. 18,8 % der Frauen den Namen Elisabeth, im 15. Jh. 22,6 % der Männer den Namen Johannes.
Generell sind Eltern nach den Grundsätzen des deutschen Rechts in der Wahl des oder der Vornamen ihres Kindes frei. Allerdings sollte der gewählte Name „Sitte und Ordnung“ nicht verletzen. Ein Kind hat ein Recht darauf, nicht mit einem Namen belastet zu werden, der aus dem einen oder anderen Grund zu negativen Reaktionen seiner Umwelt führen könnte. Namen wie Judas, Satan, Störenfried oder Verleihnix werden von Standesbeamten aus gutem Grund zurückgewiesen.


8000 Vornamen und wo sie herkommen
Ob traditionell, modern, vertraut oder exotisch, „Das große Vornamenlexikon“ erklärt Herkunft und Bedeutung von über 8000 Vornamen und ist damit eines der umfangreichsten und aktuellsten Nachschlagewerke auf diesem Gebiet.

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Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Kommasetzung zwischen vollständigen Hauptsätzen
 
Die gute Nachricht zuerst: Bei der Verbindung aus zwei vollständigen Hauptsätzen, die durch und, oder, entweder – oder, weder – noch oder beziehungsweise verknüpft sind, ist die Kommasetzung freigestellt. Es liegt also im Ermessen des Schreibenden, ob er sich für ein Komma entscheidet oder nicht. Sie war wie vom Erdboden verschwunden[,] und er blieb ratlos zurück. Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit[,] oder du beauftragst einen Kollegen. Er fährt mit dem Auto zur Arbeit[,] beziehungsweise seine Frau fährt ihn. Ein Komma empfiehlt sich vor allem dann, wenn man die Gliederung eines solchen Gefüges hervorheben will, oder auch, wenn die Sätze besonders lang sind.
Vorsicht ist geboten, wenn ein Einschub oder Nebensatz zwischen zwei Hauptsätzen steht; in solchen Fällen muss das schließende Komma in jedem Fall erhalten bleiben: Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit, und zwar schonend, oder du beauftragst einen Kollegen. Ihn freute es sehr, dass sich die Lage entspannt hatte, und sie schien sich auch wieder beruhigt zu haben.
Werden vollständige Hauptsätze durch sogenannte adversative Konjunktionen verknüpft, d. h. Konjunktionen, die einen Gegensatz ausdrücken, muss immer ein Komma gesetzt werden: Er wollte ihr reinen Wein einschenken, doch sie weigerte sich, ihn anzuhören. Wir hatten ihm von einem Besuch abgeraten, aber er kam trotzdem.
Kommasetzung zwischen vollständigen Hauptsätzen
Die gute Nachricht zuerst: Bei der Verbindung aus zwei vollständigen Hauptsätzen, die durch und, oder, entweder – oder, weder – noch oder beziehungsweise verknüpft sind, ist die Kommasetzung freigestellt. Es liegt also im Ermessen des Schreibenden, ob er sich für ein Komma entscheidet oder nicht. Sie war wie vom Erdboden verschwunden[,] und er blieb ratlos zurück. Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit[,] oder du beauftragst einen Kollegen. Er fährt mit dem Auto zur Arbeit[,] beziehungsweise seine Frau fährt ihn. Ein Komma empfiehlt sich vor allem dann, wenn man die Gliederung eines solchen Gefüges hervorheben will, oder auch, wenn die Sätze besonders lang sind.
Vorsicht ist geboten, wenn ein Einschub oder Nebensatz zwischen zwei Hauptsätzen steht; in solchen Fällen muss das schließende Komma in jedem Fall erhalten bleiben: Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit, und zwar schonend, oder du beauftragst einen Kollegen. Ihn freute es sehr, dass sich die Lage entspannt hatte, und sie schien sich auch wieder beruhigt zu haben.
Werden vollständige Hauptsätze durch sogenannte adversative Konjunktionen verknüpft, d. h. Konjunktionen, die einen Gegensatz ausdrücken, muss immer ein Komma gesetzt werden: Er wollte ihr reinen Wein einschenken, doch sie weigerte sich, ihn anzuhören. Wir hatten ihm von einem Besuch abgeraten, aber er kam trotzdem.
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Empfehlungen zur Namenwahl
 
Wird ein fremder, noch nicht eingebürgerter Name gewählt, sollte man sich über Aussprache und Bedeutung des Namens völlig im Klaren sein, damit es später zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt.
Durch den Vornamen sollte das Kind nicht zum Aushängeschild elterlicher Weltanschauungen und Vorlieben gemacht werden.
Es empfiehlt sich, bei der Wahl des Vornamens auf das Zusammenspiel mit dem Familiennamen zu achten. Zu einem langen Familiennamen passt gut ein kurzer Vorname. Nachnamen, die mit dem gleichen Buchstaben beginnen (Alliteration), werden von vielen als wohlklingend empfunden (Daniel Daum, Marie Messner), endreimende Verbindungen gelten als weniger schön (Rose Klose). […]
Wer sich für eine Kurz- oder Koseform entscheidet, sollte dennoch die volle Namenform im Stammbuch eintragen lassen. Manche Susi möchte als erwachsene Frau vielleicht doch lieber als Susanne unterschreiben.

 
Empfehlungen zur Namenwahl
  • Wird ein fremder, noch nicht eingebürgerter Name gewählt, sollte man sich über Aussprache und Bedeutung des Namens völlig im Klaren sein, damit es später zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt.
  • Durch den Vornamen sollte das Kind nicht zum Aushängeschild elterlicher Weltanschauungen und Vorlieben gemacht werden.
  • Es empfiehlt sich, bei der Wahl des Vornamens auf das Zusammenspiel mit dem Familiennamen zu achten. Zu einem langen Familiennamen passt gut ein kurzer Vorname. Nachnamen, die mit dem gleichen Buchstaben beginnen (Alliteration), werden von vielen als wohlklingend empfunden (Daniel Daum, Marie Messner), endreimende Verbindungen gelten als weniger schön (Rose Klose). […]
  • Wer sich für eine Kurz- oder Koseform entscheidet, sollte dennoch die volle Namenform im Stammbuch eintragen lassen. Manche Susi möchte als erwachsene Frau vielleicht doch lieber als Susanne unterschreiben.

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<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Ein-Grand-Cru-zu-einem-Cordon-bleu-%E2%80%93-die-Schreibung-von-Fremdw%C3%B6rtern">Ein Grand Cru zu einem Cordon bleu – die Schreibung von Fremdwörtern (05.09.2016)</a>

 
 
 
Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
der heutige Newsletter steht ganz im Zeichen der Fremdwörter.

Zunächst geht es um die Groß- oder Kleinschreibung von Fremdwörtern – vor allem von solchen, die in festen Fügungen verwendet werden.
Man wäre ja schon fast etwas enttäuscht, wenn eine Rechtschreibregelung ohne Ausnahme daherkäme – diese Enttäuschung bleibt uns hier aber erspart.
 
Becher, Bluse, Keks, Wanne, Zwiebel: Was haben diese Wörter gemein? Zumindest dies: Man kann ihnen nicht mehr so ohne Weiteres ansehen, dass sie einer fremden Sprache entlehnt worden sind. Um so auszusehen, wie Wörter aus unserem Kernwortschatz eben aussehen, haben einige ganz schön lange gebraucht, andere nicht so lange. Wir haben für Sie nachgeschlagen, wie solche Angleichungen von fremden Wörtern an unsere Lautung und Schreibung vor sich gehen.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
     
     
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
der heutige Newsletter steht ganz im Zeichen der Fremdwörter.

Zunächst geht es um die Groß- oder Kleinschreibung von Fremdwörtern – vor allem von solchen, die in festen Fügungen verwendet werden.
Man wäre ja schon fast etwas enttäuscht, wenn eine Rechtschreibregelung ohne Ausnahme daherkäme – diese Enttäuschung bleibt uns hier aber erspart.
 
Becher, Bluse, Keks, Wanne, Zwiebel: Was haben diese Wörter gemein? Zumindest dies: Man kann ihnen nicht mehr so ohne Weiteres ansehen, dass sie einer fremden Sprache entlehnt worden sind. Um so auszusehen, wie Wörter aus unserem Kernwortschatz eben aussehen, haben einige ganz schön lange gebraucht, andere nicht so lange. Wir haben für Sie nachgeschlagen, wie solche Angleichungen von fremden Wörtern an unsere Lautung und Schreibung vor sich gehen.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
     
 
Hätten Sie’s gewusst?
 
Hätten Sie’s gewusst?
     
     
     
Die Groß- oder Kleinschreibung von Fremdwörtern in festen Fügungen
 
 
Substantivische Fremdwörter werden in der Regel großgeschrieben, auch wenn die zugrunde liegenden fremdsprachigen Wörter in ihrer Herkunftssprache kleingeschrieben würden:
Eine vernünftige Time to Market ist die Conditio sine qua non des wirtschaftlichen Erfolges. Der State of the Art ist für uns allenfalls notwendige, nie aber hinreichende Bedingung.
Die Kenntnis der richtigen Schreibung ändert natürlich nichts daran, dass die gehäufte Verwendung solcher Fügungen aus stilistischer Sicht nicht unbedingt ratsam ist!

Übrigens wird in mehrteiligen fremdwörtlichen Wendungen der erste Teil auch dann großgeschrieben, wenn er kein Substantiv ist – ein Adjektiv etwa, das ja ansonsten kleingeschrieben würde:
Ein Grand Cru zu einem Cordon bleu – das hat schon was Snobistisches, oder?
     
     
Die Groß- oder Kleinschreibung von Fremdwörtern in festen Fügungen
 
Substantivische Fremdwörter werden in der Regel großgeschrieben, auch wenn die zugrunde liegenden fremdsprachigen Wörter in ihrer Herkunftssprache kleingeschrieben würden:
Eine vernünftige Time to Market ist die Conditio sine qua non des wirtschaftlichen Erfolges. Der State of the Art ist für uns allenfalls notwendige, nie aber hinreichende Bedingung.
Die Kenntnis der richtigen Schreibung ändert natürlich nichts daran, dass die gehäufte Verwendung solcher Fügungen aus stilistischer Sicht nicht unbedingt ratsam ist!

Übrigens wird in mehrteiligen fremdwörtlichen Wendungen der erste Teil auch dann großgeschrieben, wenn er kein Substantiv ist – ein Adjektiv etwa, das ja ansonsten kleingeschrieben würde:
Ein Grand Cru zu einem Cordon bleu – das hat schon was Snobistisches, oder?
     
     
     
     
     
     
 
Was Sie schon immer wissen wollten
 
Was Sie schon immer wissen wollten
     
     
     

Feste adverbiale Wendungen aus fremden Sprachen

 
Jetzt aber rasch zur Ausnahme von der Substantivgroßschreibung, was Fremdwörter bzw. fremde Wörter angeht. Denn in festen adverbialen Wendungen, die als Ganzes einer fremden Sprache entlehnt worden sind, bleibt es bei der ursprünglichen Kleinschreibung:
Natürlich läuft das bei uns alles just in time. Können wir das nicht einfach en bloc erledigen?
Diese adverbialen Wendungen erkennt man daran, dass sie mit „wie“ erfragt werden können.
Gelegentlich ist schon in der Ursprungssprache solch eine Wendung zu einem Wort, einem Adverb, geworden. Dann bleibt es natürlich auch im Deutschen so:
Recherchieren kann man so etwas höchstens undercover.
Erweitert man adverbiale Wendungen um ein Substantiv zu einem zusammengesetzten Substantiv, koppelt man mit Bindestrichen durch und der erste Buchstabe der Zusammensetzung wird, wie bei Substantiven im Deutschen so üblich, großgeschrieben. Die substantivischen Bestandteile der zugrunde liegenden Wendung werden auch in der Zusammensetzung kleingeschrieben: unsere effiziente Just-in-time-Produktion, diese gelungene En-bloc-Transplantation, leckere Al-dente-Zubereitung, In-vivo-Experiment etc.
Wird die Fügung in der Ursprungssprache schon zusammgeschrieben, brauchen wir auch im Deutschen keinen Bindestrich: ein miserabler Undercoveragent.
 
 
 

Indispensabel
 
 
Wissen Sie aus dem Gedächtnis, was dieses aus dem Lateinischen stammende Adjektiv bedeutet?

Unser Klassiker, „Das Fremdwörterbuch“ von Duden, lässt keine Fragen offen, wenn es darum geht, Fremdwörter zu verstehen und zu verwenden. Über 60 000 Stichwörter zeigen sowohl den traditionellen als auch den aktuellen Fremdwortschatz.  

Mehr zum Fremdwörterbuch erfahren
     
     

Feste adverbiale Wendungen aus fremden Sprachen

Jetzt aber rasch zur Ausnahme von der Substantivgroßschreibung, was Fremdwörter bzw. fremde Wörter angeht. Denn in festen adverbialen Wendungen, die als Ganzes einer fremden Sprache entlehnt worden sind, bleibt es bei der ursprünglichen Kleinschreibung:
Natürlich läuft das bei uns alles just in time. Können wir das nicht einfach en bloc erledigen?
Diese adverbialen Wendungen erkennt man daran, dass sie mit „wie“ erfragt werden können.
Gelegentlich ist schon in der Ursprungssprache solch eine Wendung zu einem Wort, einem Adverb, geworden. Dann bleibt es natürlich auch im Deutschen so:
Recherchieren kann man so etwas höchstens undercover.
Erweitert man adverbiale Wendungen um ein Substantiv zu einem zusammengesetzten Substantiv, koppelt man mit Bindestrichen durch und der erste Buchstabe der Zusammensetzung wird, wie bei Substantiven im Deutschen so üblich, großgeschrieben. Die substantivischen Bestandteile der zugrunde liegenden Wendung werden auch in der Zusammensetzung kleingeschrieben: unsere effiziente Just-in-time-Produktion, diese gelungene En-bloc-Transplantation, leckere Al-dente-Zubereitung, In-vivo-Experiment etc.
Wird die Fügung in der Ursprungssprache schon zusammgeschrieben, brauchen wir auch im Deutschen keinen Bindestrich: ein miserabler Undercoveragent.
 

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Für Sie nachgeschlagen
 
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Angleichungen an die heimischen Schreibungen
 
 
Häufig gebrauchte Fremdwörter, vor allem solche, die keine dem Deutschen fremden Laute enthalten, gleichen sich nach und nach der deutschen Schreibweise an:
Bluse (für: Blouse), Fassade (für: Façade), Likör (für: Liqueur).
 
In anderen Fällen folgt die orthografische der lautlichen Integration:
franz. sauce [sos] zu Soße ['zo:sə], engl. cakes [keɪks] zu Keks [ke:ks].
 
Die reformierte Rechtschreibung lässt seit 1996 in vielen Fällen weitere Integrationen als Varianten zu bisherigen Schreibweisen zu. In diesem Zeitraum haben sich die Varianten in unterschiedlichem Maß durchgesetzt:
 
Das ph in den aus dem Griechischen stammenden Wortteilen -phon-, -phot- und -graph- wird über die früheren Einzelfälle hinaus in allgemein gebräuchlichen Wörtern immer häufiger durch f ersetzt (f / ph):
Saxofon (neben älterem: Saxophon); Fotosynthese (neben älterem: Photosynthese); Geografie (neben älterem: Geographie) usw.
 
Eine Reihe von Wörtern aus dem Französischen, die auf enden, wird immer häufiger mit -ee geschrieben:
passé / passee, Exposé / Exposee u. a.
 
Die Wortbestandteile -tial und -tiell werden, wenn zur entsprechenden Wortfamilie ein Wort gehört, das auf -z endet, häufig -zial und -ziell geschrieben:
essenziell (zu Essenz), differenzial (zu Differenz), Potenzial (zu Potenz), daneben wie bisher: essentiell, differential, Potential u. a.
 
Daneben gibt es eine begrenzte Anzahl Einzelfestlegungen für weitere Schreibvarianten, die sich bisher in unterschiedlichem Maß durchgesetzt haben:
Delfin (immer häufiger neben älterem: Delphin); aber: Panther (wesentlich häufiger als neues: Panter), Spaghetti (wesentlich häufiger als neues: Spagetti), Joghurt (wesentlich häufiger als neues: Jogurt) u. a.
 
Eine kleine Gruppe von Wörtern wird an andere Wörter derselben Wortfamilie angeglichen: So schreibt man beispielsweise statt Stukkateur inzwischen Stuckateur (zu Stuck) und statt plazieren mittlerweile platzieren (zu Platz).
 
Aus: „Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle“, Ab Oktober 2016 neu in der 8. Auflage.
Bisher: „Duden – Richtiges und gutes Deutsch“, 7. Auflage 2011
 
 
     
     
Angleichungen an die heimischen Schreibungen
 
Häufig gebrauchte Fremdwörter, vor allem solche, die keine dem Deutschen fremden Laute enthalten, gleichen sich nach und nach der deutschen Schreibweise an:
Bluse (für: Blouse), Fassade (für: Façade), Likör (für: Liqueur).
 
In anderen Fällen folgt die orthografische der lautlichen Integration:
franz. sauce [sos] zu Soße ['zo:sə], engl. cakes [keɪks] zu Keks [ke:ks].
 
Die reformierte Rechtschreibung lässt seit 1996 in vielen Fällen weitere Integrationen als Varianten zu bisherigen Schreibweisen zu. In diesem Zeitraum haben sich die Varianten in unterschiedlichem Maß durchgesetzt:
 
  • Das ph in den aus dem Griechischen stammenden Wortteilen -phon-, -phot- und -graph- wird über die früheren Einzelfälle hinaus in allgemein gebräuchlichen Wörtern immer häufiger durch f ersetzt (f / ph):
    Saxofon (neben älterem: Saxophon); Fotosynthese (neben älterem: Photosynthese); Geografie (neben älterem: Geographie) usw.
     
  • Eine Reihe von Wörtern aus dem Französischen, die auf enden, wird immer häufiger mit -ee geschrieben:
    passé / passee, Exposé / Exposee u. a.
     
  • Die Wortbestandteile -tial und -tiell werden, wenn zur entsprechenden Wortfamilie ein Wort gehört, das auf -z endet, häufig -zial und -ziell geschrieben:
    essenziell (zu Essenz), differenzial (zu Differenz), Potenzial (zu Potenz), daneben wie bisher: essentiell, differential, Potential u. a.
     
  • Daneben gibt es eine begrenzte Anzahl Einzelfestlegungen für weitere Schreibvarianten, die sich bisher in unterschiedlichem Maß durchgesetzt haben:
    Delfin (immer häufiger neben älterem: Delphin); aber: Panther (wesentlich häufiger als neues: Panter), Spaghetti (wesentlich häufiger als neues: Spagetti), Joghurt (wesentlich häufiger als neues: Jogurt) u. a.
 
Eine kleine Gruppe von Wörtern wird an andere Wörter derselben Wortfamilie angeglichen: So schreibt man beispielsweise statt Stukkateur inzwischen Stuckateur (zu Stuck) und statt plazieren mittlerweile platzieren (zu Platz).
 
Aus: „Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle“, Ab Oktober 2016 neu in der 8. Auflage.
Bisher: „Duden – Richtiges und gutes Deutsch“, 7. Auflage 2011
 
     
 
Wir sind ganz Ohr
 
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Woher-stammt-der-Morgen-01082016">Woher stammt der Morgen? (01.08.2016)</a>

 
 
 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
heute erfahren Sie im aktuellen Newsletter zunächst viel Interessantes über morgen und Morgen.
 
Im Anschluss werfen wir einen Blick auf welche, welchen und welches und klären, welche der Formen in welcher Situation passend ist.
 
Nachgeschlagen haben wir diesmal die Aussprache von Body- bzw. -body in aus dem Englischen übernommenen Wörtern.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
     
     
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Nachgeschlagen haben wir diesmal die Aussprache von Body- bzw. -body in aus dem Englischen übernommenen Wörtern.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
 
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Woher stammt der Morgen? Und woher das d in morgendlich?
 
 
Das Wort Morgen lässt sich von einer indogermanischen Verbalwurzel *mer- herleiten, die so viel wie „schimmern, dämmern“ bedeutet. Somit ist der Morgen, durchaus nachvollziehbar, die Zeit der Dämmerung.
Von der Wortart her ist Morgen ein Nomen und wird dementsprechend großgeschrieben: Jeden Morgen übt mein Nachbar lautstark Cello. Dies gilt auch in Verbindung mit Tagesbezeichnungen: Heute Morgen zwitscherte lieblich die Amsel.
Wenn man ihn in den Plural setzen möchte, gerät man leicht in die Versuchung, -de anzuhängen (warum, dazu später mehr), doch ist die einzig korrekte Pluralform die Morgen.
Aus dem Dativ Singular von Morgen entstand das Adverb morgen, welches den folgenden Tag bezeichnet und kleingeschrieben wird: Gestern waren wir im Museum. Und morgen gehen wir in den Zoo.
Ebenfalls eine erstarrte Flexionsform, nämlich der Genitiv Singular, liegt dem Adverb morgens zugrunde. Dieses wird synonym zu am Morgen verwendet: Mir ist morgens häufig schwindlig. Nicht damit zu verwechseln ist der Ausdruck eines Morgens, bei dem am Artikel erkennbar ist, dass es sich hierbei um das Nomen handelt.
Schließlich wurde von Morgen auch noch ein Adjektiv abgeleitet, das die ungewöhnliche Form morgendlich aufweist. Woher stammt nun das d mitten im Wort morgendlich?
Vermutlich ist es eine Analogiebildung zu abendlich, wobei hier das d als Bestandteil des Grundworts Abend durchaus seine Berechtigung hat. Und mit diesem Wissen lässt sich auch die falsche Pluralform Morgende erklären: Hier zeigt sich wohl ebenfalls der Einfluss von Abend bzw. Abende.
 


Für alle, die Deutsch lernen und lehren
 
 

„Ich biege ab, ich bog ab, ich böge ab, ich sei abgebogen ...“ – die richtigen Formen sind nicht immer gleich bei der Hand. Der handliche und übersichtliche Ratgeber „Grammatiktabellen Deutsch“ zeigt alle Flexionsformen der deutschen Sprache einfach und kompakt zum schnellen Nachschlagen.
Der ideale Helfer für Lehrende und Lernende von Deutsch als Zweit- und Fremdsprache sowie Schüler und Studierende.
 
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Woher stammt der Morgen? Und woher das d in morgendlich?
 
Das Wort Morgen lässt sich von einer indogermanischen Verbalwurzel *mer- herleiten, die so viel wie „schimmern, dämmern“ bedeutet. Somit ist der Morgen, durchaus nachvollziehbar, die Zeit der Dämmerung.
Von der Wortart her ist Morgen ein Nomen und wird dementsprechend großgeschrieben: Jeden Morgen übt mein Nachbar lautstark Cello. Dies gilt auch in Verbindung mit Tagesbezeichnungen: Heute Morgen zwitscherte lieblich die Amsel.
Wenn man ihn in den Plural setzen möchte, gerät man leicht in die Versuchung, -de anzuhängen (warum, dazu später mehr), doch ist die einzig korrekte Pluralform die Morgen.
Aus dem Dativ Singular von Morgen entstand das Adverb morgen, welches den folgenden Tag bezeichnet und kleingeschrieben wird: Gestern waren wir im Museum. Und morgen gehen wir in den Zoo.
Ebenfalls eine erstarrte Flexionsform, nämlich der Genitiv Singular, liegt dem Adverb morgens zugrunde. Dieses wird synonym zu am Morgen verwendet: Mir ist morgens häufig schwindlig. Nicht damit zu verwechseln ist der Ausdruck eines Morgens, bei dem am Artikel erkennbar ist, dass es sich hierbei um das Nomen handelt.
Schließlich wurde von Morgen auch noch ein Adjektiv abgeleitet, das die ungewöhnliche Form morgendlich aufweist. Woher stammt nun das d mitten im Wort morgendlich?
Vermutlich ist es eine Analogiebildung zu abendlich, wobei hier das d als Bestandteil des Grundworts Abend durchaus seine Berechtigung hat. Und mit diesem Wissen lässt sich auch die falsche Pluralform Morgende erklären: Hier zeigt sich wohl ebenfalls der Einfluss von Abend bzw. Abende.


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„Ich biege ab, ich bog ab, ich böge ab, ich sei abgebogen ...“ – die richtigen Formen sind nicht immer gleich bei der Hand. Der handliche und übersichtliche Ratgeber „Grammatiktabellen Deutsch“ zeigt alle Flexionsformen der deutschen Sprache einfach und kompakt zum schnellen Nachschlagen.
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Was Sie schon immer wissen wollten
 
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Welche Form ist richtig: welche, welchen oder welches?

 
Das Pronomen kann unter anderem als Interrogativpronomen in Fragesätzen gebraucht werden, zum Beispiel: Welches Kaninchen gefällt dir am besten?
Der Genitiv Maskulinum und Neutrum Singular kann sich nicht recht entscheiden und lässt zwei Formen zu: Der Stall welchen/welches Kaninchens ist das?
Wenn das Nomen nicht direkt folgt, wird in der Regel welches als Fragepronomen verwendet – unabhängig davon, ob man nach einem Neutrum, einem Femininum oder einem Maskulinum fragt. Auch der Numerus spielt keine Rolle. So kann man fragen: Welches sind die beliebtesten Kaninchenrassen? Welches ist der Hauptgrund, sich ein Kaninchen zuzulegen?
Die Form welche wird hingegen nur selten gebraucht, und zwar dann, wenn das Bezugswort im gleichen Satz gar nicht genannt ist: Ich möchte Futterpflanzen für meine Kaninchen anbauen. Welche sind besonders anspruchslos?
 
     
     

Welche Form ist richtig: welche, welchen oder welches?

Das Pronomen kann unter anderem als Interrogativpronomen in Fragesätzen gebraucht werden, zum Beispiel: Welches Kaninchen gefällt dir am besten?
Der Genitiv Maskulinum und Neutrum Singular kann sich nicht recht entscheiden und lässt zwei Formen zu: Der Stall welchen/welches Kaninchens ist das?
Wenn das Nomen nicht direkt folgt, wird in der Regel welches als Fragepronomen verwendet – unabhängig davon, ob man nach einem Neutrum, einem Femininum oder einem Maskulinum fragt. Auch der Numerus spielt keine Rolle. So kann man fragen: Welches sind die beliebtesten Kaninchenrassen? Welches ist der Hauptgrund, sich ein Kaninchen zuzulegen?
Die Form welche wird hingegen nur selten gebraucht, und zwar dann, wenn das Bezugswort im gleichen Satz gar nicht genannt ist: Ich möchte Futterpflanzen für meine Kaninchen anbauen. Welche sind besonders anspruchslos?
 
     
 
Für Sie nachgeschlagen
 
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Body-, -body
 
 
Für Wörter, in denen das englische Element Body-, -body enthalten ist, kommen die beiden Ausspracheweisen [‘bɔdi] und [‘badi] vor, von denen die erste dem britischen, die zweite dem amerikanischen Englisch folgt.
Dabei gibt es eine klare Präferenz für [‘badi] in Nobody oder Everybody’s Darling, während in Bodylotion, Bodysuit usw. viel eher [‘bɔdi] verwendet wird.
 
Nach: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
 
 
     
     
Body-, -body
 
Für Wörter, in denen das englische Element Body-, -body enthalten ist, kommen die beiden Ausspracheweisen [‘bɔdi] und [‘badi] vor, von denen die erste dem britischen, die zweite dem amerikanischen Englisch folgt.
Dabei gibt es eine klare Präferenz für [‘badi] in Nobody oder Everybody’s Darling, während in Bodylotion, Bodysuit usw. viel eher [‘bɔdi] verwendet wird.
 
Nach: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
 
     
 
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/%C3%9Cber-die-Notwendigkeit-des-Buchstabens-Y-04072016">Über die Notwendigkeit des Buchstabens &quot;Y&quot; (04.07.2016)</a>

 
 
 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
wer seine Schäfchen im Trockenen hat, ist bekanntlich fein raus. Warum der Umgang mit dem Trockenen jedoch gar nicht so einfach ist, lesen Sie im heutigen Newsletter.
 
Anschließend geht es weniger trocken weiter: Wir gehen ganz hart ins Gericht mit dem Buchstaben Y und haben schließlich für Sie nachgeschlagen, wie Buchstabe, Buch und Buche zusammenhängen.
 
Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
     
     
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wer seine Schäfchen im Trockenen hat, ist bekanntlich fein raus. Warum der Umgang mit dem Trockenen jedoch gar nicht so einfach ist, lesen Sie im heutigen Newsletter.
 
Anschließend geht es weniger trocken weiter: Wir gehen ganz hart ins Gericht mit dem Buchstaben Y und haben schließlich für Sie nachgeschlagen, wie Buchstabe, Buch und Buche zusammenhängen.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
 
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Trocken – getrennt oder zusammen, groß oder klein, haben oder sein?
 
 
Wie bei vielen Adjektiven, die einen Zustand bezeichnen, ergeben sich auch bei trocken häufig Probleme. Schreiben wir in verbalen Zusammensetzungen zusammen oder getrennt? Grundsätzlich gilt: Wird trocken in übertragener Bedeutung gebraucht, schreibt man zusammen: Sie hat gerade die Kleine trockengelegt (= mit frischen Windeln versehen). Unsere beste Kuh hat viele Wochen trockengestanden (= keine Milch gegeben).
Getrennt oder zusammen darf geschrieben werden, wenn vom Ergebnis einer Handlung die Rede ist: Ich muss noch die Haare trocken föhnen / trockenföhnen. Hat er wenigstens den Fußboden trocken gewischt / trockengewischt?
Substantivierungen des Adjektivs trocken werden grundsätzlich großgeschrieben: Er hat es verstanden, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Das intransitive Verb trocknen gehört übrigens zu den Verben, die eine allmähliche Veränderung beschreiben. Verben dieser Art – dazu gehören beispielsweise auch faulen oder gären – können das Perfekt sowohl mit haben als auch mit sein bilden: Dank der frischen Brise ist/hat die Wäsche gut getrocknet. In neuerem Sprachgebrauch ist allerdings die Verwendung von sein zur Perfektbildung bei diesem Verbtypus die häufigere Variante.
 
 


Unentbehrlich für richtiges Deutsch
 

Seit 81 Jahren begleitet „Duden – Die Grammatik“ Tausende von Wissenschaftlern, Lehrern und Studierenden. Jetzt liegt die Neuauflage dieses Standardwerks vor, mit hoher Benutzerfreundlichkeit dank zahlreicher Beispiele und Grafiken. Darüber hinaus hat die Dudenredaktion alle Beispiele aus dem Kapitel „Intonation“ für Sie hörbar gemacht – gesprochen von Moderator und Sprecher Marc Bator.
 
Mehr zu „Duden – Die Grammatik“
 
     
     
Trocken – getrennt oder zusammen, groß oder klein, haben oder sein?
 
Wie bei vielen Adjektiven, die einen Zustand bezeichnen, ergeben sich auch bei trocken häufig Probleme. Schreiben wir in verbalen Zusammensetzungen zusammen oder getrennt? Grundsätzlich gilt: Wird trocken in übertragener Bedeutung gebraucht, schreibt man zusammen: Sie hat gerade die Kleine trockengelegt (= mit frischen Windeln versehen). Unsere beste Kuh hat viele Wochen trockengestanden (= keine Milch gegeben).
Getrennt oder zusammen darf geschrieben werden, wenn vom Ergebnis einer Handlung die Rede ist: Ich muss noch die Haare trocken föhnen / trockenföhnen. Hat er wenigstens den Fußboden trocken gewischt / trockengewischt?
Substantivierungen des Adjektivs trocken werden grundsätzlich großgeschrieben: Er hat es verstanden, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Das intransitive Verb trocknen gehört übrigens zu den Verben, die eine allmähliche Veränderung beschreiben. Verben dieser Art – dazu gehören beispielsweise auch faulen oder gären – können das Perfekt sowohl mit haben als auch mit sein bilden: Dank der frischen Brise ist/hat die Wäsche gut getrocknet. In neuerem Sprachgebrauch ist allerdings die Verwendung von sein zur Perfektbildung bei diesem Verbtypus die häufigere Variante.


Unentbehrlich für richtiges Deutsch

Seit 81 Jahren begleitet „Duden – Die Grammatik“ Tausende von Wissenschaftlern, Lehrern und Studierenden. Jetzt liegt die Neuauflage dieses Standardwerks vor, mit hoher Benutzerfreundlichkeit dank zahlreicher Beispiele und Grafiken. Darüber hinaus hat die Dudenredaktion alle Beispiele aus dem Kapitel „Intonation“ für Sie hörbar gemacht – gesprochen von Moderator und Sprecher Marc Bator.
 
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Was Sie schon immer wissen wollten
 
Was Sie schon immer wissen wollten
     
     
     

Warum brauchen wir im Deutschen eigentlich den Buchstaben Y?

 
Es gibt fortdauernde Bestrebungen, die deutsche Rechtschreibung unkomplizierter zu machen. Aber auf die Idee, das Y ersatzlos abzuschaffen, ist noch niemand gekommen, obwohl dieser Buchstabe sich etwas widerspenstig verhält:
Es gibt kein einziges heimisches Wort, das mit Y beginnt, Eigennamen einmal ausgenommen, und auch sonst ist das Y ein ziemlich seltsamer Buchstabe. Je nachdem, wo es im Wort steht, kann es mal ein Konsonant, mal ein Vokal sein und sich sogar wie ein Umlaut oder ein Diphthong aufführen: Am Wort- oder Silbenanfang verhält es sich normalerweise wie ein Konsonant, etwa in Yacht, Yoga oder Mayonnaise – Wörter, die man übrigens allesamt auch mit J bzw. j schreiben kann. Im Wortinnern als Teil eines Diphthongs steht es für i: Bayrisch und bairisch sind sprachlich (wenn auch nicht inhaltlich) das Gleiche.
Bei der Aussprache stellt sich die Frage, ob man es als i ausspricht, wie in Ysop (ein Gewürzkraut) und in Syke (eine Stadt in Niedersachsen), oder wie ü in Sylt und in Pyromane.
Aber keine Angst, natürlich bleibt uns das Y erhalten, denn wir wollen ja auch zukünftig Herrn Meyer von Herrn Meier unterscheiden und auch Fremdwörter wie Gully, Youngster und Cyberspace richtig schreiben können.

 
     
     

Warum brauchen wir im Deutschen eigentlich den Buchstaben Y?

Es gibt fortdauernde Bestrebungen, die deutsche Rechtschreibung unkomplizierter zu machen. Aber auf die Idee, das Y ersatzlos abzuschaffen, ist noch niemand gekommen, obwohl dieser Buchstabe sich etwas widerspenstig verhält:
Es gibt kein einziges heimisches Wort, das mit Y beginnt, Eigennamen einmal ausgenommen, und auch sonst ist das Y ein ziemlich seltsamer Buchstabe. Je nachdem, wo es im Wort steht, kann es mal ein Konsonant, mal ein Vokal sein und sich sogar wie ein Umlaut oder ein Diphthong aufführen: Am Wort- oder Silbenanfang verhält es sich normalerweise wie ein Konsonant, etwa in Yacht, Yoga oder Mayonnaise – Wörter, die man übrigens allesamt auch mit J bzw. j schreiben kann. Im Wortinnern als Teil eines Diphthongs steht es für i: Bayrisch und bairisch sind sprachlich (wenn auch nicht inhaltlich) das Gleiche.
Bei der Aussprache stellt sich die Frage, ob man es als i ausspricht, wie in Ysop (ein Gewürzkraut) und in Syke (eine Stadt in Niedersachsen), oder wie ü in Sylt und in Pyromane.
Aber keine Angst, natürlich bleibt uns das Y erhalten, denn wir wollen ja auch zukünftig Herrn Meyer von Herrn Meier unterscheiden und auch Fremdwörter wie Gully, Youngster und Cyberspace richtig schreiben können.

 
     
 
Für Sie nachgeschlagen
 
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Buch, Buche, Buchstabe
 
 
Ein Beispiel für die Verflechtung der Sphären „Natur“ und „Kultur“ bieten die Wörter Buche, Buch und Buchstabe. Bereits im Althochdeutschen bezeichnet buohha die Buche, buoh ein Buch oder Schriftstück und buohstab meist einen Buchstaben oder das gesamte Alphabet. Unter einem Buch verstand man wohl zunächst Schreibtafeln aus Holz; das Wort für den Baum und das Wort für den daraus verfertigten Gegenstand haben dabei wohl den gleichen Ursprung. Nebeneinander standen germanisch * bōk-s  „Buch” und * bōk-ō „Buche“ aus indogermanisch * bhāg-. Es ist gut vorstellbar, dass die Germanen gerade das leicht zu spaltende Holz der heimischen Buche für die Herstellung von Schreibtafeln verwendeten. Auch als die zusammengebundenen Holztafeln in späterer Zeit durch Pergamentkodizes ersetzt worden waren, blieb die Bezeichnung Buch erhalten, denn die als Buchdeckel verwendeten äußeren Bretter bestanden bis ins 16. Jahrhundert hinein fast immer aus Buchenholz. Als dann auch die hölzernen Buchdeckel aus der Mode kamen, hatte sich das Wort Buch bereits so fest im Sprachgebrauch verankert, dass es ohne Schwierigkeiten weiterverwendet werden konnte.
Das Wort buohstab schließlich ist eine Zusammensetzung aus germanisch * bōk- „Buch“ und * staba- „Stab, Rune, Buchstabe“ und bedeutet im Althochdeutschen „Buchschriftzeichen“. Die überlieferten Belege wurden ausschließlich für die lateinische Buchschrift verwendet. Da * staba- auch „Rune“ heißt und in germanischer Zeit Holzstäbe mit Runenzeichen zur Vorhersage der Zukunft verwendet wurden, ist es wahrscheinlich, dass vor der Ausbreitung der lateinischen Schriftkultur die „Buchstaben“ Runenzeichen waren. Die Verbindung von buohha „Buche” und buohstab ist auch deshalb naheliegend. Dazu passt eine mögliche, aber nicht weiter überprüfbare Deutung der gemeinsamen Ausgangsform indogermanisch * bhāg- als „Los-, Schicksalsanteil“. Die Buche heißt dann „Los- oder Schicksalsbaum“, weil seine Zweige mit den eingeritzten Zeichen (den Buchstaben) zur Deutung des Schicksals verwendet wurden.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. Berlin 2013
 
     
     
Buch, Buche, Buchstabe
 
Ein Beispiel für die Verflechtung der Sphären „Natur“ und „Kultur“ bieten die Wörter Buche, Buch und Buchstabe. Bereits im Althochdeutschen bezeichnet buohha die Buche, buoh ein Buch oder Schriftstück und buohstab meist einen Buchstaben oder das gesamte Alphabet. Unter einem Buch verstand man wohl zunächst Schreibtafeln aus Holz; das Wort für den Baum und das Wort für den daraus verfertigten Gegenstand haben dabei wohl den gleichen Ursprung. Nebeneinander standen germanisch * bōk-s  „Buch” und * bōk-ō „Buche“ aus indogermanisch * bhāg-. Es ist gut vorstellbar, dass die Germanen gerade das leicht zu spaltende Holz der heimischen Buche für die Herstellung von Schreibtafeln verwendeten. Auch als die zusammengebundenen Holztafeln in späterer Zeit durch Pergamentkodizes ersetzt worden waren, blieb die Bezeichnung Buch erhalten, denn die als Buchdeckel verwendeten äußeren Bretter bestanden bis ins 16. Jahrhundert hinein fast immer aus Buchenholz. Als dann auch die hölzernen Buchdeckel aus der Mode kamen, hatte sich das Wort Buch bereits so fest im Sprachgebrauch verankert, dass es ohne Schwierigkeiten weiterverwendet werden konnte.
Das Wort buohstab schließlich ist eine Zusammensetzung aus germanisch * bōk- „Buch“ und * staba- „Stab, Rune, Buchstabe“ und bedeutet im Althochdeutschen „Buchschriftzeichen“. Die überlieferten Belege wurden ausschließlich für die lateinische Buchschrift verwendet. Da * staba- auch „Rune“ heißt und in germanischer Zeit Holzstäbe mit Runenzeichen zur Vorhersage der Zukunft verwendet wurden, ist es wahrscheinlich, dass vor der Ausbreitung der lateinischen Schriftkultur die „Buchstaben“ Runenzeichen waren. Die Verbindung von buohha „Buche” und buohstab ist auch deshalb naheliegend. Dazu passt eine mögliche, aber nicht weiter überprüfbare Deutung der gemeinsamen Ausgangsform indogermanisch * bhāg- als „Los-, Schicksalsanteil“. Die Buche heißt dann „Los- oder Schicksalsbaum“, weil seine Zweige mit den eingeritzten Zeichen (den Buchstaben) zur Deutung des Schicksals verwendet wurden.

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<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Ein-Bund-f%C3%BCrs-Leben-und-ein-Bund-Spargel-06062016">Ein Bund fürs Leben und ein Bund Spargel (06.06.2016)</a>

 
 
 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
der aktuelle Newsletter widmet sich heute zunächst dem Wort Bund – ob es der Bund oder das Bund heißt, können Sie ja schon mal überlegen.
 
Da die Spargelzeit erst im Juni zu Ende geht, ist es für Sie vielleicht interessant zu erfahren, was Sie da grammatisch gesehen zu sich nehmen.
 
Und auch im letzten Absatz bleiben wir thematisch beim Kulinarischen: Hier haben wir für Sie die Aussprache des Substantivs Orange und des Adjektivs orange nachgeschlagen.
 
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Da die Spargelzeit erst im Juni zu Ende geht, ist es für Sie vielleicht interessant zu erfahren, was Sie da grammatisch gesehen zu sich nehmen.
 
Und auch im letzten Absatz bleiben wir thematisch beim Kulinarischen: Hier haben wir für Sie die Aussprache des Substantivs Orange und des Adjektivs orange nachgeschlagen.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
 
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Der und das Bund
 
 
Als Homonyme im engeren Sinne bezeichnet man zwei Wörter unterschiedlicher Herkunft, die aufgrund lautlicher Entwicklungen zu einem gleich klingenden und gleich geschriebenen Wort zusammengefallen sind (wie bei Bauer = „Landwirt“ und Bauer = „Vogelkäfig“).
Beim Bund handelt es sich um ein Homonym im weiteren Sinne. Hier hat sich ein ursprüngliches Wort ausdifferenziert und weist nun unterschiedliche Genera und unterschiedliche Pluralformen auf.
Abgeleitet ist Bund vom Verb binden; das Wort bezeichnet folglich Dinge, die auf die ein oder andere Weise miteinander verbunden sind. Zu unterscheiden sind neusprachlich der Bund und das Bund.
Der Bund hat zwei Hauptbedeutungen, nämlich einmal „Verbindung von Personen, Bündnis“ (z. B. Staatenbund, Bund fürs Leben, Geheimbund) und dann noch „Einfassung eines Rocks, einer Hose in der Taille durch einen festen Stoffstreifen oder ein Gurtband“. Die Pluralform zum maskulinen Bund lautet die Bünde, also z. B. die Hosenbünde, wobei sie gerade für die erste Bedeutung, also „Verbindung von Personen“, nur sehr selten verwendet wird.
Das Bund bezeichnet etwas, das zu einem Bündel zusammengebunden ist, z. B. ein Bund Spargel, ein Bund Stroh. Der passende Plural hierzu lautet die Bunde.
Falls Sie bei unseren Beispielen den Schlüsselbund vermisst haben: Dieser fällt etwas aus der Reihe. Er kann sowohl maskulin, was die üblichere Form ist, als auch neutral (das Schlüsselbund) auftreten. Pluralform ist in beiden Fällen die Schlüsselbunde.
 
 
Im Bunde mit Ihren Kindern – Hausaufgaben ohne Stress
 
 

Wie berechnet man eigentlich Prozentsätze? Was hat es noch mal mit den binomischen Formeln auf sich? Und was steckt hinter den newtonschen Gesetzen? Egal, ob die eigene Schulzeit schon weiter zurückliegt oder noch gar nicht so lange her ist – wie hilfreich wäre es doch, wenn man sich auf Knopfdruck an das damals Gelernte erinnern könnte. Der „Elterncoach“ liefert dafür die Frischzellenkur und ist der perfekte Begleiter, um Ihre Kinder beim Lernen oder bei den Hausaufgaben zu unterstützen.

Zum Elterncoach Mathe
     
     
Der und das Bund
 
Als Homonyme im engeren Sinne bezeichnet man zwei Wörter unterschiedlicher Herkunft, die aufgrund lautlicher Entwicklungen zu einem gleich klingenden und gleich geschriebenen Wort zusammengefallen sind (wie bei Bauer = „Landwirt“ und Bauer = „Vogelkäfig“).
Beim Bund handelt es sich um ein Homonym im weiteren Sinne. Hier hat sich ein ursprüngliches Wort ausdifferenziert und weist nun unterschiedliche Genera und unterschiedliche Pluralformen auf.
Abgeleitet ist Bund vom Verb binden; das Wort bezeichnet folglich Dinge, die auf die ein oder andere Weise miteinander verbunden sind. Zu unterscheiden sind neusprachlich der Bund und das Bund.
Der Bund hat zwei Hauptbedeutungen, nämlich einmal „Verbindung von Personen, Bündnis“ (z. B. Staatenbund, Bund fürs Leben, Geheimbund) und dann noch „Einfassung eines Rocks, einer Hose in der Taille durch einen festen Stoffstreifen oder ein Gurtband“. Die Pluralform zum maskulinen Bund lautet die Bünde, also z. B. die Hosenbünde, wobei sie gerade für die erste Bedeutung, also „Verbindung von Personen“, nur sehr selten verwendet wird.
Das Bund bezeichnet etwas, das zu einem Bündel zusammengebunden ist, z. B. ein Bund Spargel, ein Bund Stroh. Der passende Plural hierzu lautet die Bunde.
Falls Sie bei unseren Beispielen den Schlüsselbund vermisst haben: Dieser fällt etwas aus der Reihe. Er kann sowohl maskulin, was die üblichere Form ist, als auch neutral (das Schlüsselbund) auftreten. Pluralform ist in beiden Fällen die Schlüsselbunde.
 
Im Bunde mit Ihren Kindern – Hausaufgaben ohne Stress

Wie berechnet man eigentlich Prozentsätze? Was hat es noch mal mit den binomischen Formeln auf sich? Und was steckt hinter den newtonschen Gesetzen? Egal, ob die eigene Schulzeit schon weiter zurückliegt oder noch gar nicht so lange her ist – wie hilfreich wäre es doch, wenn man sich auf Knopfdruck an das damals Gelernte erinnern könnte. Der „Elterncoach“ liefert dafür die Frischzellenkur und ist der perfekte Begleiter, um Ihre Kinder beim Lernen oder bei den Hausaufgaben zu unterstützen.

Zum Elterncoach Mathe
     
     
     
     
     
     
 
Was Sie schon immer wissen wollten
 
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Der Genuss und das Genus von Spargel

 
Ob nun die weißen oder die grünen Stangen besser schmecken, ist nur eine der Diskussionen, die jedes Jahr im Mai geführt werden. Eine beliebte Streitfrage ist auch das grammatische Geschlecht von Spargel. Standardsprachlich heißt es im Singular der Spargel (Nominativ), des Spargels (Genitiv), dem Spargel (Dativ) und den Spargel (Akkusativ). Die Pluralformen lauten die Spargel (Nominativ), der Spargel (Genitiv), den Spargeln (Dativ) und die Spargel (Akkusativ).
In der Schweiz und zum Teil auch in Süddeutschland ist Spargel auch als Femininum gebräuchlich: die Spargel (Nominativ Singular), der Spargel (Genitiv und Dativ Singular), die Spargel (Akkusativ Singular); im Plural heißt es dann die/der/den/die Spargeln.

 
     
     

Der Genuss und das Genus von Spargel

Ob nun die weißen oder die grünen Stangen besser schmecken, ist nur eine der Diskussionen, die jedes Jahr im Mai geführt werden. Eine beliebte Streitfrage ist auch das grammatische Geschlecht von Spargel. Standardsprachlich heißt es im Singular der Spargel (Nominativ), des Spargels (Genitiv), dem Spargel (Dativ) und den Spargel (Akkusativ). Die Pluralformen lauten die Spargel (Nominativ), der Spargel (Genitiv), den Spargeln (Dativ) und die Spargel (Akkusativ).
In der Schweiz und zum Teil auch in Süddeutschland ist Spargel auch als Femininum gebräuchlich: die Spargel (Nominativ Singular), der Spargel (Genitiv und Dativ Singular), die Spargel (Akkusativ Singular); im Plural heißt es dann die/der/den/die Spargeln.

 
     
 
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Die Aussprache von Orange und orange
 
 
Die Aussprache des französischen Lehnworts Orange mit oder ohne Vokal im Auslaut hat bedeutungsanzeigende Wirkung.

Ist die Frucht gemeint, wird Orange in aller Regel dreisilbig mit Auslautvokal artikuliert [o'rɑ̃:ʒə] oder [o'raŋʒə].
Ist die Farbe gemeint, wird Orange zweisilbig [o'rɑ̃:ʃ] gesprochen. Das Farbadjektiv orange wird zweisilbig ausgesprochen, wenn es in prädikativer Position gebraucht wird, bspw. das Hemd ist orange […ʃ], wohingegen bei attributiver Verwendung eine dreisilbige Aussprachevariante üblich ist, bspw. das orange […ʒə] Hemd.
 
Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
 
     
     
Die Aussprache von Orange und orange
 
Die Aussprache des französischen Lehnworts Orange mit oder ohne Vokal im Auslaut hat bedeutungsanzeigende Wirkung.

Ist die Frucht gemeint, wird Orange in aller Regel dreisilbig mit Auslautvokal artikuliert [o'rɑ̃:ʒə] oder [o'raŋʒə].
Ist die Farbe gemeint, wird Orange zweisilbig [o'rɑ̃:ʃ] gesprochen. Das Farbadjektiv orange wird zweisilbig ausgesprochen, wenn es in prädikativer Position gebraucht wird, bspw. das Hemd ist orange […ʃ], wohingegen bei attributiver Verwendung eine dreisilbige Aussprachevariante üblich ist, bspw. das orange […ʒə] Hemd.
 
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Von-Lachsen-und-Buchen-W%C3%B6rter-auf-Wanderschaft-02052016">Von Lachsen und Buchen - Wörter auf Wanderschaft (02.05.2016)</a>

 
     
 
 
 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
der Lachsschinken ist ja schon ein Schinken, aber halt nicht vom Lachs. Das unterscheidet ihn vom Lachsargument, das durchaus mit dem Lachs zu tun hat, allerdings nicht wirklich als Argument verbucht werden kann. Von Buchen und Lachsen unten mehr in unserem Newsletter, der dieses Mal der Herkunft der Wörter gewidmet ist.
 
Dass das Wandern nicht nur des Müllers Lust ist, wissen wir alle. Aber hätten Sie gewusst, dass auch Wörter schon mal recht gern auf Wanderschaft gehen, ja als regelrechte Wanderwörter berüchtigt sind?
 
Bei in neuerer Zeit ins Deutsche gekommenen Wörtern ist die Herkunft zwar meist klar, aber trotzdem bereiten sie so manchem Kopfzerbrechen: Heißt es eigentlich ich upgrade oder ich grade up?
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
 
     
 
     
 
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
der Lachsschinken ist ja schon ein Schinken, aber halt nicht vom Lachs. Das unterscheidet ihn vom Lachsargument, das durchaus mit dem Lachs zu tun hat, allerdings nicht wirklich als Argument verbucht werden kann. Von Buchen und Lachsen unten mehr in unserem Newsletter, der dieses Mal der Herkunft der Wörter gewidmet ist.
 
Dass das Wandern nicht nur des Müllers Lust ist, wissen wir alle. Aber hätten Sie gewusst, dass auch Wörter schon mal recht gern auf Wanderschaft gehen, ja als regelrechte Wanderwörter berüchtigt sind?
 
Bei in neuerer Zeit ins Deutsche gekommenen Wörtern ist die Herkunft zwar meist klar, aber trotzdem bereiten sie so manchem Kopfzerbrechen: Heißt es eigentlich ich upgrade oder ich grade up?
 
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Hätten Sie’s gewusst?
   
 
 
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Von Buchen und Lachsen
 

Der Etymologe ordnet die Sprachen, aktuelle wie auch nicht mehr gesprochene, gern Sprachfamilien zu. Die meisten europäischen Sprachen (z. B. Deutsch, Englisch, Friesisch, Französisch, Latein, Polnisch, Griechisch) zählen zur indoeuropäischen Sprachfamilie. Woher aber kommen die Indoeuropäer eigentlich?
Um das herauszufinden, hat man Wörter wie Buche oder Lachs herangezogen, da sie in verschiedenen sehr alten indoeuropäischen Sprachen vorkommen. So hat man beispielsweise argumentiert, dass die Heimat der Indoeuropäer Mitteleuropa gewesen sein müsse, da die Buche östlich einer Linie von Königsberg nach Odessa nicht vorkomme. Nicht bedacht hatte man dabei aber, dass mit dem Wort Buche in den verschiedenen Sprachen nicht immer die gleiche Baumart bezeichnet wurde und wird. So bezeichnen z. B. die griechische Version phegos und die albanische Version bug die Eiche.
Auch das Lachsargument erwies sich als trügerisch: Denn hier wurde mal der Lachs, mal die Lachsforelle mit dem gleichen Wort bezeichnet.
Heute argumentiert man nicht mehr allein sprachlich, sondern zieht viele Wissenschaften zurate. Nach dem aktuellen Stand der Forschung nomadisierten die Proto-Indoeuropäer (proto-, denn sie waren damals ja noch weder nach Westeuropa noch nach Indien aufgebrochen) ursprünglich, also etwa ab dem 7. Jahrtausend v. Chr., eher in den Steppen nördlich und nordöstlich des Schwarzen Meeres. Diese sind damit als die Urheimat der indoeuropäischen Sprache anzusehen; von dort entwickelten sich etwa ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. die indoeuropäischen Sprachen.
 
     
 
     
 
Von Buchen und Lachsen

Der Etymologe ordnet die Sprachen, aktuelle wie auch nicht mehr gesprochene, gern Sprachfamilien zu. Die meisten europäischen Sprachen (z. B. Deutsch, Englisch, Friesisch, Französisch, Latein, Polnisch, Griechisch) zählen zur indoeuropäischen Sprachfamilie. Woher aber kommen die Indoeuropäer eigentlich?
Um das herauszufinden, hat man Wörter wie Buche oder Lachs herangezogen, da sie in verschiedenen sehr alten indoeuropäischen Sprachen vorkommen. So hat man beispielsweise argumentiert, dass die Heimat der Indoeuropäer Mitteleuropa gewesen sein müsse, da die Buche östlich einer Linie von Königsberg nach Odessa nicht vorkomme. Nicht bedacht hatte man dabei aber, dass mit dem Wort Buche in den verschiedenen Sprachen nicht immer die gleiche Baumart bezeichnet wurde und wird. So bezeichnen z. B. die griechische Version phegos und die albanische Version bug die Eiche.
Auch das Lachsargument erwies sich als trügerisch: Denn hier wurde mal der Lachs, mal die Lachsforelle mit dem gleichen Wort bezeichnet.
Heute argumentiert man nicht mehr allein sprachlich, sondern zieht viele Wissenschaften zurate. Nach dem aktuellen Stand der Forschung nomadisierten die Proto-Indoeuropäer (proto-, denn sie waren damals ja noch weder nach Westeuropa noch nach Indien aufgebrochen) ursprünglich, also etwa ab dem 7. Jahrtausend v. Chr., eher in den Steppen nördlich und nordöstlich des Schwarzen Meeres. Diese sind damit als die Urheimat der indoeuropäischen Sprache anzusehen; von dort entwickelten sich etwa ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. die indoeuropäischen Sprachen.
     
 
 
   
Was Sie schon immer wissen wollten
   
 
 
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Wanderwörter

 
Zur Zeit der Völkerwanderung sind Völker gewandert – das ist bekannt. Aber über längere Zeiträume betrachtet, sind Stämme wie Individuen eigentlich immer gewandert. Mit diesen Wanderungen wandert auch so manches Wort mit. Andere Wörter dagegen werden eher geholt, zum Beispiel zusammen mit der Sache (oder der Idee), die sie bezeichnen. Das ergibt ein munteres Hin und Her, das die Etymologie vor schwere Aufgaben stellt – bisweilen auch vor unlösbare. Die Herkunft mancher Wörter will sich partout nicht sicher herleiten lassen und der Etymologe kann nur im Ungefähren herumtasten. Wenn man ein Wort zwar ein paar Stationen zurückverfolgen, aber eben nicht auf seinen Ursprung zurückführen kann, kommt der Begriff des „Wanderwortes“ ins Spiel.
Im Herkunftswörterbuch von Duden ist das z. B. bei folgenden Wörtern vermerkt: Axt – wahrscheinlich Wanderwort kleinasiatischen Ursprungs, Erz – vielleicht ein Wanderwort kleinasiatischen Ursprungs, Gerste – vielleicht Wanderwort nicht indoeuropäischer Herkunft, Kar (Mulde vor Hochgebirgswänden, Hochgebirgskessel) – vielleicht Wanderwort kleinasiatischer Herkunft (vgl. z. B. assyr. kāsu „Schale“), Kater/Katze – altes Wanderwort (vielleicht von nubisch kadis), Kren (süddeutsch, österreichisch: Meerrettich) – wohl ein altes Wanderwort, Narzisse – wahrscheinlich Wanderwort ägäischen Ursprungs, Ratte – vielleicht altes Wanderwort, Ross – vielleicht ein Wanderwort asiatischen Ursprungs, Schatz – vielleicht ein östliches Wanderwort.

Aber: Ist es nicht irgendwie auch beruhigend und aufregend gleichzeitig, dass nicht alles geklärt, wenn man so will: entzaubert ist?

 
 
Sprach-Entdeckungen für Neugierige
 
 
  Duden - Wolke Sieben
 
Zeit ist nicht nur naturwissenschaftlich eine interessante Größe, sie hat auch sprachlich viel zu bieten. Manchmal begegnet uns die Zeit in etwas exotischer Begleitung, etwa mit den Attributen nachtschlafend oder bleiern. Gerne schmückt sie sich auch mit Superlativen. So begegnet uns sowohl die längste Zeit als auch die höchste Zeit, gelegentlich ist es sogar allerhöchste Zeit!
Jetzt ist übrigens genau die richtige Zeit, sich unsere Neuerscheinung „Wolke sieben. Warum es dort so schön ist und andere wunderbare Sprachgeschichten“ genauer anzusehen:
 
Nur ein Klick und Sie sind auf Wolke sieben
 
     
 
     
 

Wanderwörter

Zur Zeit der Völkerwanderung sind Völker gewandert – das ist bekannt. Aber über längere Zeiträume betrachtet, sind Stämme wie Individuen eigentlich immer gewandert. Mit diesen Wanderungen wandert auch so manches Wort mit. Andere Wörter dagegen werden eher geholt, zum Beispiel zusammen mit der Sache (oder der Idee), die sie bezeichnen. Das ergibt ein munteres Hin und Her, das die Etymologie vor schwere Aufgaben stellt – bisweilen auch vor unlösbare. Die Herkunft mancher Wörter will sich partout nicht sicher herleiten lassen und der Etymologe kann nur im Ungefähren herumtasten. Wenn man ein Wort zwar ein paar Stationen zurückverfolgen, aber eben nicht auf seinen Ursprung zurückführen kann, kommt der Begriff des „Wanderwortes“ ins Spiel.
Im Herkunftswörterbuch von Duden ist das z. B. bei folgenden Wörtern vermerkt: Axt – wahrscheinlich Wanderwort kleinasiatischen Ursprungs, Erz – vielleicht ein Wanderwort kleinasiatischen Ursprungs, Gerste – vielleicht Wanderwort nicht indoeuropäischer Herkunft, Kar (Mulde vor Hochgebirgswänden, Hochgebirgskessel) – vielleicht Wanderwort kleinasiatischer Herkunft (vgl. z. B. assyr. kāsu „Schale“), Kater/Katze – altes Wanderwort (vielleicht von nubisch kadis), Kren (süddeutsch, österreichisch: Meerrettich) – wohl ein altes Wanderwort, Narzisse – wahrscheinlich Wanderwort ägäischen Ursprungs, Ratte – vielleicht altes Wanderwort, Ross – vielleicht ein Wanderwort asiatischen Ursprungs, Schatz – vielleicht ein östliches Wanderwort.

Aber: Ist es nicht irgendwie auch beruhigend und aufregend gleichzeitig, dass nicht alles geklärt, wenn man so will: entzaubert ist?

 
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Zeit ist nicht nur naturwissenschaftlich eine interessante Größe, sie hat auch sprachlich viel zu bieten. Manchmal begegnet uns die Zeit in etwas exotischer Begleitung, etwa mit den Attributen nachtschlafend oder bleiern. Gerne schmückt sie sich auch mit Superlativen. So begegnet uns sowohl die längste Zeit als auch die höchste Zeit, gelegentlich ist es sogar allerhöchste Zeit!
Jetzt ist übrigens genau die richtige Zeit, sich unsere Neuerscheinung „Wolke sieben. Warum es dort so schön ist und andere wunderbare Sprachgeschichten“ genauer anzusehen:
 
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Ich grade up oder ich upgrade?
 

Die meisten Begriffe aus dem Englischen werden ohne Probleme ins grammatische System der deutschen Sprache integriert. So erhalten beispielsweise Substantive im Allgemeinen das Genus eines bedeutungsähnlichen deutschen Wortes: das Meeting, die Story, die Lady, der Lover.
Wie bei heimischen Wörtern bilden sich auch bei Fremdwörtern aus dem Englischen oft Reihen mit gleichem Wortausgang im selben Genus: das Skating, das Walking, das Mobbing; die Publicity, die Community, die Society.
Aus dem Englischen übernommene Verben werden im Allgemeinen regelmäßig konjugiert, folgen also der schwachen Konjugation: ich surfe, ich surfte, ich habe gesurft; er jobbt, er jobbte, er hat gejobbt; wir managen, wir managten, wir haben gemanagt.
Verben wie downloaden oder upgraden werden als zusammengehörige Einheit gesehen, der erste Bestandteil ist also nicht abtrennbar: ich downloade/upgrade, ich habe downgeloadet/upgegradet.

Aus: Duden ­ Wolke sieben. Warum es dort so schön ist und andere wunderbare Sprachgeschichten. Berlin 2016
 
 
 
     
 
     
 
Ich grade up oder ich upgrade?

Die meisten Begriffe aus dem Englischen werden ohne Probleme ins grammatische System der deutschen Sprache integriert. So erhalten beispielsweise Substantive im Allgemeinen das Genus eines bedeutungsähnlichen deutschen Wortes: das Meeting, die Story, die Lady, der Lover.
Wie bei heimischen Wörtern bilden sich auch bei Fremdwörtern aus dem Englischen oft Reihen mit gleichem Wortausgang im selben Genus: das Skating, das Walking, das Mobbing; die Publicity, die Community, die Society.
Aus dem Englischen übernommene Verben werden im Allgemeinen regelmäßig konjugiert, folgen also der schwachen Konjugation: ich surfe, ich surfte, ich habe gesurft; er jobbt, er jobbte, er hat gejobbt; wir managen, wir managten, wir haben gemanagt.
Verben wie downloaden oder upgraden werden als zusammengehörige Einheit gesehen, der erste Bestandteil ist also nicht abtrennbar: ich downloade/upgrade, ich habe downgeloadet/upgegradet.

Aus: Duden ­ Wolke sieben. Warum es dort so schön ist und andere wunderbare Sprachgeschichten. Berlin 2016
     
 
 
   
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Vertrauen-Vertrauliches-und-Kontrolle-statt-Vertrauen-04042016">Vertrauen, Vertrauliches und Kontrolle statt Vertrauen (04.04.2016)</a>

 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Diesem Motto zu folgen hat sich sicherlich schon manches Mal bewährt. Welche sprachlichen Besonderheiten beim Gebrauch des Verbs vertrauen und des Substantivs Vertrauen zu beachten sind, lesen Sie gleich.
 
Wie man beim Briefeschreiben vorgeht, wenn man sichergehen möchte, dass ein Schreiben einen bestimmten Adressaten erreicht, zeigen wir im zweiten Teil des heutigen Newsletters.
 
Nachgeschlagen haben wir heute, wem die eingangs erwähnte Redensart zugeschrieben wird.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
 
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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Diesem Motto zu folgen hat sich sicherlich schon manches Mal bewährt. Welche sprachlichen Besonderheiten beim Gebrauch des Verbs vertrauen und des Substantivs Vertrauen zu beachten sind, lesen Sie gleich.
 
Wie man beim Briefeschreiben vorgeht, wenn man sichergehen möchte, dass ein Schreiben einen bestimmten Adressaten erreicht, zeigen wir im zweiten Teil des heutigen Newsletters.
 
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vertrauen/Vertrauen
 

Das Verb vertrauen kann sowohl mit einem Dativobjekt als auch mit einem Präpositionalobjekt mit auf verbunden werden: Ich konnte ihm in jeder Lebenslage vertrauen. Es war ihr unerklärlich, wie sie ihm so blind hatte vertrauen können. Ihr Verhalten ließ sich nur dadurch erklären, dass sie auf die baldige Ankunft neuer Truppen vertrauten.
Das Substantiv Vertrauen wird heute im Allgemeinen mit den Präpositionen auf, in oder zu verbunden, der Anschluss mit gegen oder gegenüber gilt als veraltend: Er setzte sein ganzes Vertrauen auf ihre Begabung. Ihr unerschütterliches Vertrauen zu ihrem Bruder war nur schwer nachzuvollziehen. In das Gelingen der Aktion setzte sie volles Vertrauen. In Verbindung mit haben wird Vertrauen fast ausschließlich mit zu verknüpft: Seine Eltern hatten immer grenzenloses Vertrauen zu ihm.
 
   
 
   
 
vertrauen/Vertrauen

Das Verb vertrauen kann sowohl mit einem Dativobjekt als auch mit einem Präpositionalobjekt mit auf verbunden werden: Ich konnte ihm in jeder Lebenslage vertrauen. Es war ihr unerklärlich, wie sie ihm so blind hatte vertrauen können. Ihr Verhalten ließ sich nur dadurch erklären, dass sie auf die baldige Ankunft neuer Truppen vertrauten.
Das Substantiv Vertrauen wird heute im Allgemeinen mit den Präpositionen auf, in oder zu verbunden, der Anschluss mit gegen oder gegenüber gilt als veraltend: Er setzte sein ganzes Vertrauen auf ihre Begabung. Ihr unerschütterliches Vertrauen zu ihrem Bruder war nur schwer nachzuvollziehen. In das Gelingen der Aktion setzte sie volles Vertrauen. In Verbindung mit haben wird Vertrauen fast ausschließlich mit zu verknüpft: Seine Eltern hatten immer grenzenloses Vertrauen zu ihm.
   
 
   
 
   
 
Leichte Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe
 
 
 Duden - Leichte Sprache
 
Leichte Sprache ist eine sehr leicht
verständliche Form des Deutschen und richtet sich u. a. an Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Behinderung, Demenzkranke, funktionale Analphabeten oder an Personen mit geringen Deutschkenntnissen. Insgesamt beläuft sich der Adressatenkreis auf rund 10 Millionen Menschen. Leichte Sprache bedeutet barrierefreie Texte und somit Teilhabe an der Gesellschaft für jeden.
Gemeinsam mit zwei Expertinnen für Leichte Sprache, den Hildesheimer Professorinnen Ursula Bredel und Christiane Maaß, legen wir das erste Grundlagenwerk für Wissenschaftler, Studierende, Leichte-Sprache-Übersetzer und Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen vor.
 
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Leichte Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe
 
Leichte Sprache ist eine sehr leicht
verständliche Form des Deutschen und richtet sich u. a. an Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Behinderung, Demenzkranke, funktionale Analphabeten oder an Personen mit geringen Deutschkenntnissen. Insgesamt beläuft sich der Adressatenkreis auf rund 10 Millionen Menschen. Leichte Sprache bedeutet barrierefreie Texte und somit Teilhabe an der Gesellschaft für jeden.
Gemeinsam mit zwei Expertinnen für Leichte Sprache, den Hildesheimer Professorinnen Ursula Bredel und Christiane Maaß, legen wir das erste Grundlagenwerk für Wissenschaftler, Studierende, Leichte-Sprache-Übersetzer und Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen vor.
 
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Streng vertraulich

 
Steht im Adressfeld eines Briefes der Name des Ansprechpartners hinter dem der Firma oder Organisation, gibt es keine Gewähr dafür, dass der Brief auch tatsächlich von ihm geöffnet wird; häufig kommt die Poststelle oder das Sekretariat zum Zug. In vielen Unternehmen gibt es allerdings eine interne Regel, wonach Briefe weder von der Poststelle noch vom Sekretariat geöffnet werden dürfen, wenn der Name des Adressaten vor der Firmenadresse steht. Rechtlich bindend ist diese Regelung jedoch nicht.
Will man also sichergehen, dass vertrauliche Inhalte tatsächlich nur vom gewünschten Empfänger gelesen werden, sollte der Brief unbedingt mit dem Zusatz Persönlich oder Vertraulich versehen werden. Dann darf er ausschließlich vom Adressaten geöffnet werden.
 
 
   
 
   
 

Streng vertraulich

Steht im Adressfeld eines Briefes der Name des Ansprechpartners hinter dem der Firma oder Organisation, gibt es keine Gewähr dafür, dass der Brief auch tatsächlich von ihm geöffnet wird; häufig kommt die Poststelle oder das Sekretariat zum Zug. In vielen Unternehmen gibt es allerdings eine interne Regel, wonach Briefe weder von der Poststelle noch vom Sekretariat geöffnet werden dürfen, wenn der Name des Adressaten vor der Firmenadresse steht. Rechtlich bindend ist diese Regelung jedoch nicht.
Will man also sichergehen, dass vertrauliche Inhalte tatsächlich nur vom gewünschten Empfänger gelesen werden, sollte der Brief unbedingt mit dem Zusatz Persönlich oder Vertraulich versehen werden. Dann darf er ausschließlich vom Adressaten geöffnet werden.
 
   
 
 
  
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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
 

Die Redensart bringt zum Ausdruck, dass man sich nur auf das verlassen soll, was man nachgeprüft hat.
Ursprünglich ist sie vielleicht aus einer ungenauen Übersetzung der Schriften oder Reden Lenins hervorgegangen, der die russische Redewendung „Vertraue, aber prüfe nach“ häufig gebrauchte.
 
Nach: Duden – Redewendungen. 4. Auflage (2013)
 
 
 
   
 
   
 
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Die Redensart bringt zum Ausdruck, dass man sich nur auf das verlassen soll, was man nachgeprüft hat.
Ursprünglich ist sie vielleicht aus einer ungenauen Übersetzung der Schriften oder Reden Lenins hervorgegangen, der die russische Redewendung „Vertraue, aber prüfe nach“ häufig gebrauchte.
 
Nach: Duden – Redewendungen. 4. Auflage (2013)
   
 
 
  
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Der-Trennungsschmerz-und-der-tote-Punkt-07032016">Der Trennungsschmerz und der tote Punkt (07.03.2016)</a>

 
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mit dem Trennungsschmerz ist es so eine Sache. Früher empfanden ihn bekanntlich die Buchstaben s und t, heutzutage tritt er – zumindest bei der Worttrennung – nicht mehr ganz so häufig auf, da die Regeln liberaler geworden sind.
Welche (Wort-)Trennungen weiterhin schmerzhaft sind, erfahren Sie gleich.
 
Im Anschluss widmen wir uns der Verwendung eines Verbs, das man nicht so gerne hört, egal ob es um die Freundschaft oder um die Arbeitsstelle geht.
 
Und nachgeschlagen haben wir diesmal für Sie, woran der tote Punkt gestorben ist – im übertragenen Sinne.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
 
   
 
   
 
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
mit dem Trennungsschmerz ist es so eine Sache. Früher empfanden ihn bekanntlich die Buchstaben s und t, heutzutage tritt er – zumindest bei der Worttrennung – nicht mehr ganz so häufig auf, da die Regeln liberaler geworden sind.
Welche (Wort-)Trennungen weiterhin schmerzhaft sind, erfahren Sie gleich.
 
Im Anschluss widmen wir uns der Verwendung eines Verbs, das man nicht so gerne hört, egal ob es um die Freundschaft oder um die Arbeitsstelle geht.
 
Und nachgeschlagen haben wir diesmal für Sie, woran der tote Punkt gestorben ist – im übertragenen Sinne.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
   
 
 
  
Hätten Sie’s gewusst?
  
 
 
Hätten Sie’s gewusst?
   
 
   
 
   
 
Worttrennungen
 

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Zu Beginn der Rechtschreibreform durften sogar einzelne Vokale abgetrennt werden. Da jedoch ein Vokal allein etwas verloren wirkt, wurde diese Regelung wieder rückgängig gemacht, sodass nun weder am Wortanfang noch am Wortende einzelne Vokale abgetrennt werden dürfen – obwohl sie eine eigene Sprechsilbe darstellen. Somit sind Esel, Adel, neue nur ungetrennt korrekt.  
Steht der Vokal nicht allein, sondern tritt er als Doppelvokal oder als Diphthong (ei, eu etc.) auf, ist die Trennung erlaubt: Eu-le, Ei-sen, Aa-le. Wenn die Vokale keine solche Einheit bilden, werden sie übrigens ganz normal getrennt: trau-en, be-eiden, li-iert.
Als Nächstes werfen wir einen Blick auf die zusammengesetzten oder präfigierten Wörter, die im Deutschen prinzipiell nach ihren Bestandteilen getrennt werden: ge-schrieben, ver-stehen, Müll-ab-fuhr. Doch was tun, wenn diese Bestandteile nicht mehr so ohne Weiteres erkennbar sind? Dies betrifft vor allem Adverbien wie war-um, dar-in, wor-über etc. Hier hat die neue Rechtschreibung für Vereinfachung gesorgt, indem auch hier jetzt nach dem Silbenprinzip getrennt werden darf: wa-rum/war-um, da-rin/dar-in, wo-rüber/wor-über.
Dies gilt auch für Fremdwörter. Musste man früher wissen, dass der Helikopter mit dem griechischen pterón (= Flügel) zusammenhängt, um korrekt Heliko-pter zu trennen, ist es mittlerweile ausreichend, die Silbenstruktur zu durchschauen, womit auch Helikop-ter richtig ist. Dasselbe gilt für Inter-esse/Inte-resse, Päd-agogik/Pä-dagogik und autoch-thon/au-tochthon.
Was übrigens jedoch weiterhin den Regeln widerspricht, ist die Trennung von bio, weshalb Bio-loge nur nach dem o getrennt werden darf.
 
   
 
   
 
Worttrennungen

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Zu Beginn der Rechtschreibreform durften sogar einzelne Vokale abgetrennt werden. Da jedoch ein Vokal allein etwas verloren wirkt, wurde diese Regelung wieder rückgängig gemacht, sodass nun weder am Wortanfang noch am Wortende einzelne Vokale abgetrennt werden dürfen – obwohl sie eine eigene Sprechsilbe darstellen. Somit sind Esel, Adel, neue nur ungetrennt korrekt.  
Steht der Vokal nicht allein, sondern tritt er als Doppelvokal oder als Diphthong (ei, eu etc.) auf, ist die Trennung erlaubt: Eu-le, Ei-sen, Aa-le. Wenn die Vokale keine solche Einheit bilden, werden sie übrigens ganz normal getrennt: trau-en, be-eiden, li-iert.
Als Nächstes werfen wir einen Blick auf die zusammengesetzten oder präfigierten Wörter, die im Deutschen prinzipiell nach ihren Bestandteilen getrennt werden: ge-schrieben, ver-stehen, Müll-ab-fuhr. Doch was tun, wenn diese Bestandteile nicht mehr so ohne Weiteres erkennbar sind? Dies betrifft vor allem Adverbien wie war-um, dar-in, wor-über etc. Hier hat die neue Rechtschreibung für Vereinfachung gesorgt, indem auch hier jetzt nach dem Silbenprinzip getrennt werden darf: wa-rum/war-um, da-rin/dar-in, wo-rüber/wor-über.
Dies gilt auch für Fremdwörter. Musste man früher wissen, dass der Helikopter mit dem griechischen pterón (= Flügel) zusammenhängt, um korrekt Heliko-pter zu trennen, ist es mittlerweile ausreichend, die Silbenstruktur zu durchschauen, womit auch Helikop-ter richtig ist. Dasselbe gilt für Inter-esse/Inte-resse, Päd-agogik/Pä-dagogik und autoch-thon/au-tochthon.
Was übrigens jedoch weiterhin den Regeln widerspricht, ist die Trennung von bio, weshalb Bio-loge nur nach dem o getrennt werden darf.
   
 
   
 
   
   
   
 
   
 
   
 
 
  
Was Sie schon immer wissen wollten
  
 
 
Was Sie schon immer wissen wollten
   
 
   
 
   
 

Die Verwendung von kündigen

 
Das Verb kündigen hatte ursprünglich eine neutrale Bedeutung. Es ist vom Adjektiv kundig abgeleitet und hieß so viel wie „bekannt machen, kundtun“, was ja erst einmal sowohl gute als auch schlechte Nachrichten verheißen kann. Erst vor ca. 200 Jahren wurde es anstelle von aufkündigen verwendet, wodurch sich seine Bedeutung zu „entlassen, aufheben“ verschob.
Auch in Bezug auf die grammatische Verwendung kündigen sich einige Schwierigkeiten an: In der Standardsprache wird kündigen bei Personen mit dem Dativ verwendet: Die Chefin hat den Mitarbeiterinnen gekündigt. Bei Dingen dagegen verwendet man den Akkusativ: Die Bank hat den Kredit gekündigt. Vor allem in übertragener Bedeutung werden Dativ und Akkusativ auch gerne kombiniert: Sie hat ihrer Firma die Treue gekündigt.
Nur umgangssprachlich und im Österreichischen wird auch bei Personen der Akkusativ verwendet: Der Direktor hat ihn gekündigt. Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich gibt es auch beim Partizip: Während Dinge im gesamten deutschsprachigen Raum mit dem Partizip II von kündigen verbunden werden können (der gekündigte Job, die gekündigte Versicherung), ist dies für Personen nur in Österreich Standard (die gekündigte Mitarbeiterin).
 
 

Und hätten Sie gedacht, dass es 12 Synonyme für kündigen gibt?
 
 
 Duden - Das Wörterbuch der Synonyme
 
Wie Sie abwechslungsreich, stilsicher und kreativ in Alltag und Beruf schreiben – nicht nur in Bezug auf das Thema Kündigung –, das zeigt Ihnen unser neues „Wörterbuch der Synonyme“. Es enthält 100.000 Synonyme sowie 1000 neue, sinnverwandte Wörter aus dem aktuellen Wortschatz unserer Zeit, wie z. B. Aufreger, beratungsresistent oder wellnessen.

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Die Verwendung von kündigen

Das Verb kündigen hatte ursprünglich eine neutrale Bedeutung. Es ist vom Adjektiv kundig abgeleitet und hieß so viel wie „bekannt machen, kundtun“, was ja erst einmal sowohl gute als auch schlechte Nachrichten verheißen kann. Erst vor ca. 200 Jahren wurde es anstelle von aufkündigen verwendet, wodurch sich seine Bedeutung zu „entlassen, aufheben“ verschob.
Auch in Bezug auf die grammatische Verwendung kündigen sich einige Schwierigkeiten an: In der Standardsprache wird kündigen bei Personen mit dem Dativ verwendet: Die Chefin hat den Mitarbeiterinnen gekündigt. Bei Dingen dagegen verwendet man den Akkusativ: Die Bank hat den Kredit gekündigt. Vor allem in übertragener Bedeutung werden Dativ und Akkusativ auch gerne kombiniert: Sie hat ihrer Firma die Treue gekündigt.
Nur umgangssprachlich und im Österreichischen wird auch bei Personen der Akkusativ verwendet: Der Direktor hat ihn gekündigt. Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich gibt es auch beim Partizip: Während Dinge im gesamten deutschsprachigen Raum mit dem Partizip II von kündigen verbunden werden können (der gekündigte Job, die gekündigte Versicherung), ist dies für Personen nur in Österreich Standard (die gekündigte Mitarbeiterin).
 

Und hätten Sie gedacht, dass es 12 Synonyme für kündigen gibt?
 
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Für Sie nachgeschlagen
  
 
 
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Der tote Punkt
 
 
1. ein Stadium, im dem keine Fortschritte mehr erzielt werden, in dem etwas stagniert: Die Verhandlungen waren auf dem toten Punkt angelangt.
2. ein Zustand stärkster Ermüdung, Erschöpfung: Ein starker Kaffee sollte ihr über den toten Punkt hinweghelfen.
Diese Wendung stammt aus dem Bereich der Technik. Wenn die Pleuelstange1 und die Kurbel einer Antriebsmaschine eine gerade Linie bilden, spricht man von einem toten Punkt, denn dann bewegt sich die Pleuelstange weder vor noch zurück; es ist der Punkt, an dem sie ihre Bewegungsrichtung umkehrt.

1 (bei Kolbenmaschinen) Teil, das Kolben und Kurbelwelle verbindet und die Hin-und-her-Bewegung des Kolbens in die Kreisbewegung der Kurbelwelle umsetzt.
 
Nach: Duden - Redewendungen. 4. Auflage (2013)
 
 
 
   
 
   
 
Der tote Punkt
 
1. ein Stadium, im dem keine Fortschritte mehr erzielt werden, in dem etwas stagniert: Die Verhandlungen waren auf dem toten Punkt angelangt.
2. ein Zustand stärkster Ermüdung, Erschöpfung: Ein starker Kaffee sollte ihr über den toten Punkt hinweghelfen.
Diese Wendung stammt aus dem Bereich der Technik. Wenn die Pleuelstange1 und die Kurbel einer Antriebsmaschine eine gerade Linie bilden, spricht man von einem toten Punkt, denn dann bewegt sich die Pleuelstange weder vor noch zurück; es ist der Punkt, an dem sie ihre Bewegungsrichtung umkehrt.

1 (bei Kolbenmaschinen) Teil, das Kolben und Kurbelwelle verbindet und die Hin-und-her-Bewegung des Kolbens in die Kreisbewegung der Kurbelwelle umsetzt.
 
Nach: Duden - Redewendungen. 4. Auflage (2013)
   
 
 
  
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
was man nicht alles regeln kann! Vielleicht alles? Hm ... vielleicht doch nicht. Aber geregelt ist zumindest, welche Kennwörter man zum Buchstabieren von Eigennamen und schwierigen Wörtern verwendet (besonders beim Telefonieren, beim Sprechfunk, bei Diktaten usw.). Diese Kennwörter stellen wir Ihnen hier vor.
 
Allerdings waren das nicht von Anfang an dieselben Kennwörter wie die, welche wir heute benutzen. Und dass sich diese Kennwörter geändert haben, hatte durchaus auch einen politischen Hintergrund. Was also machte Nathan zum Nordpol?
 
Nachgeschlagen haben wir dann noch für Sie, woher eigentlich das Wort Alphabet stammt.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
was man nicht alles regeln kann! Vielleicht alles? Hm ... vielleicht doch nicht. Aber geregelt ist zumindest, welche Kennwörter man zum Buchstabieren von Eigennamen und schwierigen Wörtern verwendet (besonders beim Telefonieren, beim Sprechfunk, bei Diktaten usw.). Diese Kennwörter stellen wir Ihnen hier vor.
 
Allerdings waren das nicht von Anfang an dieselben Kennwörter wie die, welche wir heute benutzen. Und dass sich diese Kennwörter geändert haben, hatte durchaus auch einen politischen Hintergrund. Was also machte Nathan zum Nordpol?
 
Nachgeschlagen haben wir dann noch für Sie, woher eigentlich das Wort Alphabet stammt.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
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Hätten Sie’s gewusst?
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Das Buchstabieralphabet

Wenn wir schwierige Wörter buchstabieren wollen, bedienen wir uns der Deutlichkeit halber oft markanter Kennwörter, die wir uns auch schon einmal ganz spontan selbst ausdenken. Aber es gibt dafür in den deutschsprachigen Ländern auch Empfehlungen (etwa in der DIN 5009 oder in der ÖNORM A 1081), die sich von Land zu Land ein wenig unterscheiden. Bis auf einige Ausnahmen sind es Personennamen:
 
A wie Anton, Anna1, Ä wie Ärger, B wie Berta, C wie Cäsar, Ch wie Charlotte, Christine2, D wie Dora, Daniel1, E wie Emil, F wie Friedrich, G wie Gustav, H wie Heinrich, I wie Ida, J wie Julius, Jakob1, K wie Kaufmann, Kaiser1, Konrad2, L wie Ludwig, Leopold1, M wie Martha, Marie1, N wie Nordpol, Niklaus1, Norbert2, O wie Otto, Ö wie Ökonom, Österreich2, P wie Paula, Peter1, Q wie Quelle, R wie Richard, Rosa1, S wie Samuel, Sophie1, Siegfried2, Sch wie Schule, T wie Theodor, U wie Ulrich, Ü wie Übermut, Übel2, V wie Viktor, W wie Wilhelm, X wie Xanthippe, Xaver1, 2, Y wie Ypsilon, Yverdon1, Z wie Zacharias, Zürich1
   
1 = in der Schweiz
2 = in Österreich
 

Auf ins Buchstaben-Abenteuer!
 
Erinnern Sie sich noch an Ihre ersten Leseerfahrungen? Wie Sie eine neue Welt kennen gelernt haben, wie Buchstaben zu Sätzen und Bildern wurden?
Lesenlernen ist ein Abenteuer, welches Kinder jetzt gemeinsam mit Paul, dem listig-lustigen Hasen und seinen Freunden erleben können.
Paul begleitet die Erstleser bei spielerischen Leseübungen sowie als Hauptdarsteller in liebevollen Geschichten, die auch erwachsene Vorleser schmunzeln lassen.

Schauen Sie bei Paul und seinen Freunden vorbei!
Das Buchstabieralphabet

Wenn wir schwierige Wörter buchstabieren wollen, bedienen wir uns der Deutlichkeit halber oft markanter Kennwörter, die wir uns auch schon einmal ganz spontan selbst ausdenken. Aber es gibt dafür in den deutschsprachigen Ländern auch Empfehlungen (etwa in der DIN 5009 oder in der ÖNORM A 1081), die sich von Land zu Land ein wenig unterscheiden. Bis auf einige Ausnahmen sind es Personennamen:
 
A wie Anton, Anna1, Ä wie Ärger, B wie Berta, C wie Cäsar, Ch wie Charlotte, Christine2, D wie Dora, Daniel1, E wie Emil, F wie Friedrich, G wie Gustav, H wie Heinrich, I wie Ida, J wie Julius, Jakob1, K wie Kaufmann, Kaiser1, Konrad2, L wie Ludwig, Leopold1, M wie Martha, Marie1, N wie Nordpol, Niklaus1, Norbert2, O wie Otto, Ö wie Ökonom, Österreich2, P wie Paula, Peter1, Q wie Quelle, R wie Richard, Rosa1, S wie Samuel, Sophie1, Siegfried2, Sch wie Schule, T wie Theodor, U wie Ulrich, Ü wie Übermut, Übel2, V wie Viktor, W wie Wilhelm, X wie Xanthippe, Xaver1, 2, Y wie Ypsilon, Yverdon1, Z wie Zacharias, Zürich1
   
1 = in der Schweiz
2 = in Österreich

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Was Sie schon immer wissen wollten
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Die Geschichte des Buchstabieralphabets

Fangen wir doch einmal 1890 an. Da wurden im Berliner Telefonbuch den Buchstaben ganz einfach Zahlen zugeordnet. Ganz einfach? Den Namen Abel buchstabierte man beispielsweise: eins, zwei, fünf, zwölf. Das war – muss man sagen – dann doch nicht so ganz einfach und daher führte man 1903 Kennwörter für Buchstaben ein. Das klappte besser. Abel buchstabierte man nun: Albert, Berta, Emil, Ludwig.
Insgesamt lautete die Buchstabiertafel: Albert, Ärger, Berta, Cäsar, David, Emil, Friedrich, Gustav, Heinrich, Isidor, Jacob, Karl, Ludwig, Marie, Nathan, Otto, Ökonom, Paul, Quelle, Richard, Samuel, Theodor, Ulrich, Überfluss, Viktor, Wilhelm, Xanthippe, Ypsilon, Zacharias.
Kleine Änderungen nahm man in Deutschland 1926 vor, erhebliche Änderungen gab es dann aber 1934. Unter nationalsozialistischer Herrschaft waren da besonders biblische Namen betroffen, die als jüdisch aufgefasst und daher „arisiert“ wurden. So wurde aus David Dora, aus Jacob Jot, aus Nathan Nordpol, aus Samuel Siegfried und aus Zacharias Zeppelin. Übrigens hat u. a. auch Ypsilon für „y“ nicht überlebt, hier hielt man damals Ypern anscheinend für angemessener – der Name der westflandrischen Stadt, bei der deutsche Truppen am 22.4.1915 zum ersten Mal in großem Umfang Giftgas eingesetzt hatten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland nur zwei der biblischen Namen restituiert: Samuel und Zacharias. David, Nathan und Jakob fehlen weiterhin in der Buchstabiertafel. (Immerhin hat Ypsilon wieder Ypern verdrängt.) In Österreich wurde kein einziger der biblischen Namen wieder in die Buchstabiertafel aufgenommen.

Die Geschichte des Buchstabieralphabets

Fangen wir doch einmal 1890 an. Da wurden im Berliner Telefonbuch den Buchstaben ganz einfach Zahlen zugeordnet. Ganz einfach? Den Namen Abel buchstabierte man beispielsweise: eins, zwei, fünf, zwölf. Das war – muss man sagen – dann doch nicht so ganz einfach und daher führte man 1903 Kennwörter für Buchstaben ein. Das klappte besser. Abel buchstabierte man nun: Albert, Berta, Emil, Ludwig.
Insgesamt lautete die Buchstabiertafel: Albert, Ärger, Berta, Cäsar, David, Emil, Friedrich, Gustav, Heinrich, Isidor, Jacob, Karl, Ludwig, Marie, Nathan, Otto, Ökonom, Paul, Quelle, Richard, Samuel, Theodor, Ulrich, Überfluss, Viktor, Wilhelm, Xanthippe, Ypsilon, Zacharias.
Kleine Änderungen nahm man in Deutschland 1926 vor, erhebliche Änderungen gab es dann aber 1934. Unter nationalsozialistischer Herrschaft waren da besonders biblische Namen betroffen, die als jüdisch aufgefasst und daher „arisiert“ wurden. So wurde aus David Dora, aus Jacob Jot, aus Nathan Nordpol, aus Samuel Siegfried und aus Zacharias Zeppelin. Übrigens hat u. a. auch Ypsilon für „y“ nicht überlebt, hier hielt man damals Ypern anscheinend für angemessener – der Name der westflandrischen Stadt, bei der deutsche Truppen am 22.4.1915 zum ersten Mal in großem Umfang Giftgas eingesetzt hatten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland nur zwei der biblischen Namen restituiert: Samuel und Zacharias. David, Nathan und Jakob fehlen weiterhin in der Buchstabiertafel. (Immerhin hat Ypsilon wieder Ypern verdrängt.) In Österreich wurde kein einziger der biblischen Namen wieder in die Buchstabiertafel aufgenommen.
Für Sie nachgeschlagen
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Alphabet
 
„Abc“: Die seit mittelhochdeutscher Zeit bezeugte, aus der Schulsprache übernommene Bezeichnung führt über entsprechend kirchenlateinisch alphabetum auf gleichbedeutend griechisch alphábētos zurück. Wie deutsch Abc ist auch das griechische Wort aus den Anfangsbuchstaben des (griechischen) Alphabets (álpha und bēta) gebildet, die ihrerseits (wie die Buchstabenschrift überhaupt) aus dem Semitischen stammen und den Griechen durch die Phönizier vermittelt wurden (man beachte: hebräisch ạlef „a“ und bêt „b“). ‒ Ableitungen: alphabetisch „das Alphabet betreffend“ (Ende 17. Jh.); alphabetisieren „alphabetisch einreihen, nach der Buchstabenfolge ordnen“ (Ende 19. Jh.), „Analphabeten Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben vermitteln“ (Ende 20. Jh.); Analphabet „jemand, der nicht lesen und schreiben gelernt hat“ (Anfang 19. Jh., aus entsprechend griechisch an-alphábētos; [...]).

Aus Duden ‒ Das Herkunftswörterbuch, 5. Aufl., Berlin 2014
Alphabet
„Abc“: Die seit mittelhochdeutscher Zeit bezeugte, aus der Schulsprache übernommene Bezeichnung führt über entsprechend kirchenlateinisch alphabetum auf gleichbedeutend griechisch alphábētos zurück. Wie deutsch Abc ist auch das griechische Wort aus den Anfangsbuchstaben des (griechischen) Alphabets (álpha und bēta) gebildet, die ihrerseits (wie die Buchstabenschrift überhaupt) aus dem Semitischen stammen und den Griechen durch die Phönizier vermittelt wurden (man beachte: hebräisch ạlef „a“ und bêt „b“). ‒ Ableitungen: alphabetisch „das Alphabet betreffend“ (Ende 17. Jh.); alphabetisieren „alphabetisch einreihen, nach der Buchstabenfolge ordnen“ (Ende 19. Jh.), „Analphabeten Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben vermitteln“ (Ende 20. Jh.); Analphabet „jemand, der nicht lesen und schreiben gelernt hat“ (Anfang 19. Jh., aus entsprechend griechisch an-alphábētos; [...]).

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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Frei-will-ich-sein-im-Denken-und-im-Dichten-07012016">Frei will ich sein im Denken und im Dichten (07.01.2016)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
„Frei will ich sein im Denken und im Dichten“, sagt Torquato Tasso im gleichnamigen Schauspiel Goethes. Dass wir beim Schreiben nicht ganz so frei sind, wenn es um das Adjektiv frei geht, zeigen wir Ihnen gleich. Im letzten Teil unseres heutigen Newsletters haben wir dann auch den genauen Hintergrund besagten Zitats nachgeschlagen.
 
Zwischendurch befassen wir uns noch mit den orthografischen Besonderheiten einiger englischsprachiger Begriffe, bei denen es ebenfalls um frei bzw. free geht.
 
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
„Frei will ich sein im Denken und im Dichten“, sagt Torquato Tasso im gleichnamigen Schauspiel Goethes. Dass wir beim Schreiben nicht ganz so frei sind, wenn es um das Adjektiv frei geht, zeigen wir Ihnen gleich. Im letzten Teil unseres heutigen Newsletters haben wir dann auch den genauen Hintergrund besagten Zitats nachgeschlagen.
 
Zwischendurch befassen wir uns noch mit den orthografischen Besonderheiten einiger englischsprachiger Begriffe, bei denen es ebenfalls um frei bzw. free geht.
 
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Die Schreibung von Verbindungen mit frei
 
Bei der Frage, ob man das Adjektiv frei mit einem Verb zusammenschreibt oder nicht, entsteht häufig Unsicherheit.
Grundsätzlich getrennt wird geschrieben, wenn das Wort mit sein, werden, bleiben oder scheinen verbunden bzw. in Verbindung mit anderen Verben in seiner konkreten Bedeutung verwendet wird: Es bedeutet ihm alles, frei zu sein. In dieser Position sollte sie bei ihren Reden endlich einmal frei sprechen. Alle Hunde können hier frei laufen.
Getrennt wie auch zusammen kann man jedoch schreiben, wenn frei zwar in seiner konkreten Bedeutung gebraucht wird, es aber das Ergebnis einer Handlung oder eines Zustandes bezeichnet: Sie können jetzt bitte den Oberkörper frei machen / freimachen. Auf Drängen der Kommission wurden die Gefangenen frei gelassen / freigelassen.
Stets zusammen schreibt man, wenn eine übertragene Bedeutung, also eine sogenannte idiomatisierte Gesamtbedeutung vorliegt: Der Angeklagte wurde freigesprochen. Wir sollten ihm die Mitarbeit freistellen. Die Briefe waren nicht freigemacht worden.
Verbindungen aus frei und einem Partizip können bei konkreter Bedeutung getrennt oder zusammengeschrieben werden: Wir kaufen grundsätzlich nur Eier von frei laufenden / freilaufenden Hühnern. Sie haben ein frei stehendes / freistehendes Haus gekauft.


333 Mal schöner schimpfen
 
Lusche!, Döskopp!, Warmduscher! Unsere Sprache ist reich an wunderbaren Schimpfwörtern. Viele sind uns geläufig – doch wissen Sie, was eine kesse Motte ist? Oder was sich hinter der Bezeichnung Otto Normalverbraucher versteckt?
Der Band „Von Arschgeige bis Wuchtbrumme“ präsentiert 333 Schimpfwörter aus verschiedenen deutschsprachigen Regionen.
Freuen Sie sich auf kuriose, altbekannte und nie gehörte Wortschöpfungen und deren Entstehungsgeschichte.

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Die Schreibung von Verbindungen mit frei
Bei der Frage, ob man das Adjektiv frei mit einem Verb zusammenschreibt oder nicht, entsteht häufig Unsicherheit.
Grundsätzlich getrennt wird geschrieben, wenn das Wort mit sein, werden, bleiben oder scheinen verbunden bzw. in Verbindung mit anderen Verben in seiner konkreten Bedeutung verwendet wird: Es bedeutet ihm alles, frei zu sein. In dieser Position sollte sie bei ihren Reden endlich einmal frei sprechen. Alle Hunde können hier frei laufen.
Getrennt wie auch zusammen kann man jedoch schreiben, wenn frei zwar in seiner konkreten Bedeutung gebraucht wird, es aber das Ergebnis einer Handlung oder eines Zustandes bezeichnet: Sie können jetzt bitte den Oberkörper frei machen / freimachen. Auf Drängen der Kommission wurden die Gefangenen frei gelassen / freigelassen.
Stets zusammen schreibt man, wenn eine übertragene Bedeutung, also eine sogenannte idiomatisierte Gesamtbedeutung vorliegt: Der Angeklagte wurde freigesprochen. Wir sollten ihm die Mitarbeit freistellen. Die Briefe waren nicht freigemacht worden.
Verbindungen aus frei und einem Partizip können bei konkreter Bedeutung getrennt oder zusammengeschrieben werden: Wir kaufen grundsätzlich nur Eier von frei laufenden / freilaufenden Hühnern. Sie haben ein frei stehendes / freistehendes Haus gekauft.


333 Mal schöner schimpfen
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Was Sie schon immer wissen wollten
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Verbindungen mit Free

Substantivische Verbindungen mit dem Erstbestandteil Free, die in die deutsche Sprache integriert wurden, können sowohl getrennt als auch zusammengeschrieben werden. Seine bevorzugte Freizeitbeschäftigung ist Freeclimbing / Free Climbing. Bei den Wochenendkursen ist Freestyle / Free Style angesagt. Werden solche Verbindungen durch ein weiteres Wort ergänzt, sind demnach ein oder zwei Bindestriche möglich, also Freeclimbing-Arena oder Free-Climbing-Arena bzw. Freestyle-Wettbewerb oder Free-Style-Wettbewerb.

Verbindungen mit Free

Substantivische Verbindungen mit dem Erstbestandteil Free, die in die deutsche Sprache integriert wurden, können sowohl getrennt als auch zusammengeschrieben werden. Seine bevorzugte Freizeitbeschäftigung ist Freeclimbing / Free Climbing. Bei den Wochenendkursen ist Freestyle / Free Style angesagt. Werden solche Verbindungen durch ein weiteres Wort ergänzt, sind demnach ein oder zwei Bindestriche möglich, also Freeclimbing-Arena oder Free-Climbing-Arena bzw. Freestyle-Wettbewerb oder Free-Style-Wettbewerb.
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Frei will ich sein im Denken und im Dichten
 
Mit den folgenden Worten weigert sich der junge Dichter Torquato Tasso in Goethes gleichnamigem Schauspiel (erschienen 1790, uraufgeführt 1807), sein dichterisches Schaffen irgendwelchen äußeren Zwängen zu unterwerfen (IV, 2):
„Einen Herrn / Erkenn ich nur, den Herrn, der mich ernährt, / Dem folg ich gern, sonst will ich keinen Meister. / Frei will ich sein im Denken und im Dichten; / Im Handeln schränkt die Welt genug uns ein.“
Er richtet sie an Leonore, die Schwester des Herzogs Alfons II., und spricht damit seinen Konflikt mit dem herzoglichen Staatssekretär Antonio an. Dieser weltmännische Politiker ist Tassos Komplementärfigur, und seine Auseinandersetzung mit Tasso symbolisiert das Spannungsverhältnis zwischen der Außenwelt, der gesellschaftlichen Realität, und der Innenwelt, der Welt des schöpferischen Menschen. Das Zitat soll bekräftigen, dass man es sich nicht nehmen lassen wird, zu denken, was man will, und seine Meinung frei zu äußern.

Aus: Duden Zitate und Aussprüche. Mannheim 2008
Frei will ich sein im Denken und im Dichten
Mit den folgenden Worten weigert sich der junge Dichter Torquato Tasso in Goethes gleichnamigem Schauspiel (erschienen 1790, uraufgeführt 1807), sein dichterisches Schaffen irgendwelchen äußeren Zwängen zu unterwerfen (IV, 2):
„Einen Herrn / Erkenn ich nur, den Herrn, der mich ernährt, / Dem folg ich gern, sonst will ich keinen Meister. / Frei will ich sein im Denken und im Dichten; / Im Handeln schränkt die Welt genug uns ein.“
Er richtet sie an Leonore, die Schwester des Herzogs Alfons II., und spricht damit seinen Konflikt mit dem herzoglichen Staatssekretär Antonio an. Dieser weltmännische Politiker ist Tassos Komplementärfigur, und seine Auseinandersetzung mit Tasso symbolisiert das Spannungsverhältnis zwischen der Außenwelt, der gesellschaftlichen Realität, und der Innenwelt, der Welt des schöpferischen Menschen. Das Zitat soll bekräftigen, dass man es sich nicht nehmen lassen wird, zu denken, was man will, und seine Meinung frei zu äußern.

Aus: Duden Zitate und Aussprüche. Mannheim 2008
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, Wolf-Rüdiger Feldmann
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Umsatzsteuer-ID: DE143872392
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/New-York-die-Stadt-die-ich-liebe-Relativpronomen-und-mehr-08122015">New York, die Stadt, die ich liebe - Relativpronomen und mehr (08.12.2015)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,

der heutige Newsletter steht ganz im Zeichen der Relativpronomen, die wir zwar schon öfter behandelt haben, die aber immer wieder andere Herausforderungen parat haben. Zunächst geht es darum, einzugrenzen, was Pronomen, und vor allem Relativpronomen, eigentlich sind, und anschließend um die Frage, ob in bestimmten Fällen das oder was vorzuziehen ist.

Schließlich haben wir für Sie nachgeschlagen, welche Möglichkeiten Sie haben, die Stadt New York im Deutschen auszusprechen.

Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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Hätten Sie’s gewusst?
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Relativpronomen

Zu Beginn eine kurze Wiederholung grammatischer Begriffe: Ein „Pro-Nomen“ ist ein Wort, das für („pro“) ein Nomen stehen kann. Das Dumme ist nur, dass „Nomen“ zwei Bedeutungen hat: Im engeren Sinne, den wir hier brauchen, ist es synonym mit „Substantiv“. In aktuellen Schulbüchern ist der Terminus „Substantiv“ übrigens auf dem Rückzug und wird flächendeckend durch das „Nomen“ verdrängt. Im weiteren Sinne bezeichnet „Nomen“ alle Wörter, die Kasusformen bilden können, also zusätzlich zu den Substantiven noch die Adjektive, Zahlwörter, Artikel und (hier schließt sich der Kreis) die Pronomen.
Was die Mehrzahl anbelangt, so haben Sie übrigens die Wahl. Ob Nomen oder Nomina, Pronomen oder Pronomina – alles ist korrekt.
Von den Pronomen gibt es gleich eine ganze Familie, unter anderem Personalpronomen, Demonstrativpronomen, Possessivpronomen etc. Allen gemeinsam ist, wie erwähnt, dass sie im Satz die Stelle eines Nomens im engeren Sinn einnehmen.
Die Relativpronomen stellen dabei eine Verbindung her zwischen einem übergeordneten Satz, in dem das Nomen steht, und einem Nebensatz (dem Relativsatz), der eine zusätzliche Information zu diesem Nomen liefert: „der Satz, in dem dies steht“. Hierbei bezieht sich „dem“ zurück auf „Satz“, was daran erkennbar ist, dass es ebenfalls maskulines Genus aufweist und im Singular steht. Hier enden allerdings die Gemeinsamkeiten, denn der Kasus des Relativpronomens wird von seiner Funktion im Relativsatz bestimmt. In unserem Beispiel fordert die Präposition „in“ den Dativ, und deshalb steht auch das Pronomen im Dativ.
Relativpronomen
Zu Beginn eine kurze Wiederholung grammatischer Begriffe: Ein „Pro-Nomen“ ist ein Wort, das für („pro“) ein Nomen stehen kann. Das Dumme ist nur, dass „Nomen“ zwei Bedeutungen hat: Im engeren Sinne, den wir hier brauchen, ist es synonym mit „Substantiv“. In aktuellen Schulbüchern ist der Terminus „Substantiv“ übrigens auf dem Rückzug und wird flächendeckend durch das „Nomen“ verdrängt. Im weiteren Sinne bezeichnet „Nomen“ alle Wörter, die Kasusformen bilden können, also zusätzlich zu den Substantiven noch die Adjektive, Zahlwörter, Artikel und (hier schließt sich der Kreis) die Pronomen.
Was die Mehrzahl anbelangt, so haben Sie übrigens die Wahl. Ob Nomen oder Nomina, Pronomen oder Pronomina – alles ist korrekt.
Von den Pronomen gibt es gleich eine ganze Familie, unter anderem Personalpronomen, Demonstrativpronomen, Possessivpronomen etc. Allen gemeinsam ist, wie erwähnt, dass sie im Satz die Stelle eines Nomens im engeren Sinn einnehmen.
Die Relativpronomen stellen dabei eine Verbindung her zwischen einem übergeordneten Satz, in dem das Nomen steht, und einem Nebensatz (dem Relativsatz), der eine zusätzliche Information zu diesem Nomen liefert: „der Satz, in dem dies steht“. Hierbei bezieht sich „dem“ zurück auf „Satz“, was daran erkennbar ist, dass es ebenfalls maskulines Genus aufweist und im Singular steht. Hier enden allerdings die Gemeinsamkeiten, denn der Kasus des Relativpronomens wird von seiner Funktion im Relativsatz bestimmt. In unserem Beispiel fordert die Präposition „in“ den Dativ, und deshalb steht auch das Pronomen im Dativ.
Was Sie schon immer wissen wollten
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das oder was?

Von den Relativpronomen haben die meisten eine recht klare Vorstellung und würden wohl auf entsprechende Nachfrage antworten: „Der, die und das.“ Das stimmt natürlich, greift aber etwas zu kurz. Es gibt nämlich auch noch andere Relativpronomen, beispielsweise welcher und was, dem heute unsere Aufmerksamkeit gilt.
Wenn man sich auf ein neutrales Substantiv zurückbeziehen möchte, ist das die erste Wahl: das Kind, das mich anlacht; das Haus, das uns gefällt. Etwas anders verhält es sich, wenn das Bezugswort eine Substantivierung eines Adjektivs oder Partizips ist. Dann müssen Sie unterscheiden: Wenn etwas Einmaliges oder etwas ganz Bestimmtes ausgedrückt werden soll, ist das das passende Pronomen (das Nette, das sie zu mir gesagt hat; das Gestrickte, das er stolz zeigte).
Geht es hingegen um etwas Unbestimmtes, etwas Allgemeines, dann nehmen Sie was: das Unglaubliche, was geleistet wurde; das Anstrengende, was noch vor uns liegt. Erst recht gilt die Verwendung von was für den Bezug auf substantivierte Superlative: das Schönste, was mir jemals passiert ist; das Unheimlichste, was man sich vorstellen kann. Und auch zu Indefinitpronomen oder Zahlwörtern passt was am besten: alles, was ich will; dasselbe, was er gestern getragen hat. Nur bei etwas wird auch gerne das genommen, vermutlich, um die Wiederholung einer Silbe zu vermeiden: etwas, was/das du dir zu Herzen nehmen solltest. Zu guter Letzt steht was immer dann, wenn auf den Inhalt eines ganzen Satzes Bezug genommen wird: Er starrte mich direkt an, was mich ungemein irritierte.

Wir hoffen, dass Sie hier nun etwas gefunden haben, das Ihnen im Alltag ein bisschen weiterhilft – was uns sehr freuen würde.

Die bedeutendsten Ereignisse der deutschen Geschichte

Von der Varusschlacht 9 n. Chr. bis hin zur Wiedervereinigung 1989 und zum Ukraine-Konflikt in jüngster Zeit:
„Meilensteine der deutschen Geschichte“ ist das aktuellste Überblickswerk im Buchhandel und das ideale Weihnachtsgeschenk. Der reich bebilderte Band zeigt eindrucksvoll, dass die Einzelereignisse meist Ergebnisse langfristiger Entwicklungen sind, und hilft, das Geschehen in die Zeitgeschichte einzuordnen. Verfasst von neun hochkaratigen Historikern, u. a. Jörn Leonhard, Autor des Bestsellers „Die Büchse der Pandora. Geschichte des ersten Weltkriegs“.

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das oder was?

Von den Relativpronomen haben die meisten eine recht klare Vorstellung und würden wohl auf entsprechende Nachfrage antworten: „Der, die und das.“ Das stimmt natürlich, greift aber etwas zu kurz. Es gibt nämlich auch noch andere Relativpronomen, beispielsweise welcher und was, dem heute unsere Aufmerksamkeit gilt.
Wenn man sich auf ein neutrales Substantiv zurückbeziehen möchte, ist das die erste Wahl: das Kind, das mich anlacht; das Haus, das uns gefällt. Etwas anders verhält es sich, wenn das Bezugswort eine Substantivierung eines Adjektivs oder Partizips ist. Dann müssen Sie unterscheiden: Wenn etwas Einmaliges oder etwas ganz Bestimmtes ausgedrückt werden soll, ist das das passende Pronomen (das Nette, das sie zu mir gesagt hat; das Gestrickte, das er stolz zeigte).
Geht es hingegen um etwas Unbestimmtes, etwas Allgemeines, dann nehmen Sie was: das Unglaubliche, was geleistet wurde; das Anstrengende, was noch vor uns liegt. Erst recht gilt die Verwendung von was für den Bezug auf substantivierte Superlative: das Schönste, was mir jemals passiert ist; das Unheimlichste, was man sich vorstellen kann. Und auch zu Indefinitpronomen oder Zahlwörtern passt was am besten: alles, was ich will; dasselbe, was er gestern getragen hat. Nur bei etwas wird auch gerne das genommen, vermutlich, um die Wiederholung einer Silbe zu vermeiden: etwas, was/das du dir zu Herzen nehmen solltest. Zu guter Letzt steht was immer dann, wenn auf den Inhalt eines ganzen Satzes Bezug genommen wird: Er starrte mich direkt an, was mich ungemein irritierte.

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Von der Varusschlacht 9 n. Chr. bis hin zur Wiedervereinigung 1989 und zum Ukraine-Konflikt in jüngster Zeit:
„Meilensteine der deutschen Geschichte“ ist das aktuellste Überblickswerk im Buchhandel und das ideale Weihnachtsgeschenk. Der reich bebilderte Band zeigt eindrucksvoll, dass die Einzelereignisse meist Ergebnisse langfristiger Entwicklungen sind, und hilft, das Geschehen in die Zeitgeschichte einzuordnen. Verfasst von neun hochkaratigen Historikern, u. a. Jörn Leonhard, Autor des Bestsellers „Die Büchse der Pandora. Geschichte des ersten Weltkriegs“.

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Für Sie nachgeschlagen
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Die Aussprache von New York

Der erste Namensbestandteil der US-Metropole wird im Deutschen meistens nicht als [nju:] wie in anderen Ortsnamen (bspw. New Jersey) oder Entlehnungen (New Age, Newcomer etc.) ausgesprochen, sondern, ähnlich wie im amerikanischen Englisch, als [nu:]. Dabei kann die vokalische Länge wie bei einem unbetonten Präfix entfallen, sodass sich häufig die Aussprache [nu'jɔrk] ergibt. Der Grund für diese Ausnahme mag einerseits Anpassung an das amerikanische Englisch sein, sicher spielt aber auch Ausspracheerleichterung eine Rolle, denn [nju(:)'jɔrk] ist aufgrund der beiden aufeinanderfolgenden [j]-Laute deutlich schwerer auszusprechen als [nu(:)'jɔrk].

Die bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch gängige Eindeutschung des Ortsnamens als Neuyork ist heute in geschriebener Sprache nicht mehr üblich, in gesprochener Sprache jedoch vereinzelt noch gebräuchlich (z. B. in der Schweiz).
Die Aussprache von New York
Der erste Namensbestandteil der US-Metropole wird im Deutschen meistens nicht als [nju:] wie in anderen Ortsnamen (bspw. New Jersey) oder Entlehnungen (New Age, Newcomer etc.) ausgesprochen, sondern, ähnlich wie im amerikanischen Englisch, als [nu:]. Dabei kann die vokalische Länge wie bei einem unbetonten Präfix entfallen, sodass sich häufig die Aussprache [nu'jɔrk] ergibt. Der Grund für diese Ausnahme mag einerseits Anpassung an das amerikanische Englisch sein, sicher spielt aber auch Ausspracheerleichterung eine Rolle, denn [nju(:)'jɔrk] ist aufgrund der beiden aufeinanderfolgenden [j]-Laute deutlich schwerer auszusprechen als [nu(:)'jɔrk].

Die bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch gängige Eindeutschung des Ortsnamens als Neuyork ist heute in geschriebener Sprache nicht mehr üblich, in gesprochener Sprache jedoch vereinzelt noch gebräuchlich (z. B. in der Schweiz).
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Bitte beachten Sie aber, dass die telefonische Sprachberatung vom 24. Dezember bis zum 4. Januar geschlossen ist.
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Der-Gasthof-zum-Hirschen-und-die-Deklination-von-Substantiven-02112015">Der &quot;Gasthof zum Hirschen&quot; und die Deklination von Substantiven (02.11.2015)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,

sollten Sie einmal in einem Waldgasthaus Zum Hirschen oder gar in einer Landgaststube Zum Schwanen einkehrt sein, wird Ihnen vielleicht nichts Gutes geschwant haben, was die Endungen dieser Tiernamen angeht.
Was den Autor (oder den Autoren?) der Namen dazu bewogen hat, diese Endungen zu verwenden, und warum die Deklination mancher Substantive Probleme bereiten kann, zeigen wir in den ersten beiden Abschnitten des Newsletters.

Zurück zum Schwanen: Hat das Verb wirklich etwas mit Schwan zu tun? Wir haben für Sie eine der mehr oder weniger gewagten Herkunftserklärungen nachgeschlagen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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Was den Autor (oder den Autoren?) der Namen dazu bewogen hat, diese Endungen zu verwenden, und warum die Deklination mancher Substantive Probleme bereiten kann, zeigen wir in den ersten beiden Abschnitten des Newsletters.

Zurück zum Schwanen: Hat das Verb wirklich etwas mit Schwan zu tun? Wir haben für Sie eine der mehr oder weniger gewagten Herkunftserklärungen nachgeschlagen.

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Hätten Sie’s gewusst?
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Gasthaus zum Hirschen / Gasthaus zum Schwanen


Die Substantive Hirsch und Schwan werden heute grundsätzlich stark dekliniert: der Hirsch, des Hirsch[e]s, dem Hirsch, den Hirsch, die Hirsche bzw. der Schwan, des Schwan[e]s, dem Schwan, den Schwan, die Schwäne usw.
Das war aber nicht immer so: Früher hatten Genitiv, Dativ und Akkusativ im Singular die schwache Endung -en: „[...] so will ich mich doch im Todbett mutiren und alldort zu einem Schwanen werden“ (Abraham a Santa Clara, eigentlich: Johann Ulrich Megerle, 1644–1709, Judas der Erzschelm). „Indem er das schöne große Thier mit großem Verlangen betrachtete, ward er zwischen den Geweihen des Hirschen das Bildniß des gekreuzigten Heilands gewahr“ (Ludwig Aurbacher, 1784–1847, Büchlein für die Jugend). Aus diesen alten Formen erklären sich die Namen Gasthaus zum Hirschen bzw. Gasthaus zum Schwanen.
Gasthaus zum Hirschen / Gasthaus zum Schwanen


Die Substantive Hirsch und Schwan werden heute grundsätzlich stark dekliniert: der Hirsch, des Hirsch[e]s, dem Hirsch, den Hirsch, die Hirsche bzw. der Schwan, des Schwan[e]s, dem Schwan, den Schwan, die Schwäne usw.
Das war aber nicht immer so: Früher hatten Genitiv, Dativ und Akkusativ im Singular die schwache Endung -en: „[...] so will ich mich doch im Todbett mutiren und alldort zu einem Schwanen werden“ (Abraham a Santa Clara, eigentlich: Johann Ulrich Megerle, 1644–1709, Judas der Erzschelm). „Indem er das schöne große Thier mit großem Verlangen betrachtete, ward er zwischen den Geweihen des Hirschen das Bildniß des gekreuzigten Heilands gewahr“ (Ludwig Aurbacher, 1784–1847, Büchlein für die Jugend). Aus diesen alten Formen erklären sich die Namen Gasthaus zum Hirschen bzw. Gasthaus zum Schwanen.
Was Sie schon immer wissen wollten
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Des Autors oder des Autoren?

Eine Regel für die Deklinationsart von Substantiven besagt, dass Substantive, die ein Lebewesen bezeichnen (ein Tier, eine Person) und den Plural auf -en bilden, dann auch im Genitiv, Dativ und Akkusativ Singular diese Endung haben.
Wie es sich für eine gestandene Regel gehört, gibt es natürlich auch Ausnahmen. Eine davon bilden die Substantive, die auf ein unbetontes -or enden. Sie werden im Singular stark dekliniert (und bilden somit den Genitiv auf -s), auch wenn sie Lebewesen bezeichnen und im Plural auf -en enden: des verrückten Professors, des seltsamen Doktors, des gefeuerten Direktors und auch des erfolgreichen Autors.
Ein Kandidat, der im Schreiballtag immer wieder gern mal eine Ausnahme von der Ausnahme macht, ist dabei der Autor. Er begegnet uns gar nicht selten in den schwach deklinierten Formen des Autoren, dem Autoren, den Autoren, obschon standardsprachlich die starke Deklination im Singular richtig ist: des Autors, dem Autor, den Autor.

Auch bei der Zeichensetzung alles richtig machen

Alle Bereiche der amtlich geregelten deutschen Zeichensetzung, im Besonderen die von vielen als schwierig empfundene Kommasetzung, werden verständlich dargestellt.
Es wird das behandelt, was jeder im Alltag braucht und wissen sollte, keine komplizierten Spezialfälle. Alle Regeln sind kurz und allgemein verständlich formuliert und mit zahlreichen Beispielen aus dem täglichen Schreibgebrauch versehen. Wenn grammatische Kenntnisse vorausgesetzt werden, gibt es Hilfestellungen für Ungeübte.
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Eine Regel für die Deklinationsart von Substantiven besagt, dass Substantive, die ein Lebewesen bezeichnen (ein Tier, eine Person) und den Plural auf -en bilden, dann auch im Genitiv, Dativ und Akkusativ Singular diese Endung haben.
Wie es sich für eine gestandene Regel gehört, gibt es natürlich auch Ausnahmen. Eine davon bilden die Substantive, die auf ein unbetontes -or enden. Sie werden im Singular stark dekliniert (und bilden somit den Genitiv auf -s), auch wenn sie Lebewesen bezeichnen und im Plural auf -en enden: des verrückten Professors, des seltsamen Doktors, des gefeuerten Direktors und auch des erfolgreichen Autors.
Ein Kandidat, der im Schreiballtag immer wieder gern mal eine Ausnahme von der Ausnahme macht, ist dabei der Autor. Er begegnet uns gar nicht selten in den schwach deklinierten Formen des Autoren, dem Autoren, den Autoren, obschon standardsprachlich die starke Deklination im Singular richtig ist: des Autors, dem Autor, den Autor.

Auch bei der Zeichensetzung alles richtig machen

Alle Bereiche der amtlich geregelten deutschen Zeichensetzung, im Besonderen die von vielen als schwierig empfundene Kommasetzung, werden verständlich dargestellt.
Es wird das behandelt, was jeder im Alltag braucht und wissen sollte, keine komplizierten Spezialfälle. Alle Regeln sind kurz und allgemein verständlich formuliert und mit zahlreichen Beispielen aus dem täglichen Schreibgebrauch versehen. Wenn grammatische Kenntnisse vorausgesetzt werden, gibt es Hilfestellungen für Ungeübte.
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Für Sie nachgeschlagen
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Schwanen

Schwan ist [...] nicht lateinisch, schwanen in gewisser Weise (vielleicht) schon. Die Herkunft des Verbs ist dunkel, doch eine der favorisierten Deutungen ist die, dass es um einen alten Humanistenscherz des 16. Jahrhunderts gehe: Da habe man eine Kontamination aus olet mihi („es riecht mir = ich ahne“) und olor („Schwan“) gebastelt und dann in schwanen lehnübersetzt. Das ist nicht gesichert, aber immerhin witzig.

Aus: Klaus Mackowiak, Cäsars Vermächtnis, Wörter und Wendungen lateinischer Herkunft. Mannheim: Dudenverlag 2012.
Schwanen

Schwan ist [...] nicht lateinisch, schwanen in gewisser Weise (vielleicht) schon. Die Herkunft des Verbs ist dunkel, doch eine der favorisierten Deutungen ist die, dass es um einen alten Humanistenscherz des 16. Jahrhunderts gehe: Da habe man eine Kontamination aus olet mihi („es riecht mir = ich ahne“) und olor („Schwan“) gebastelt und dann in schwanen lehnübersetzt. Das ist nicht gesichert, aber immerhin witzig.

Aus: Klaus Mackowiak, Cäsars Vermächtnis, Wörter und Wendungen lateinischer Herkunft. Mannheim: Dudenverlag 2012.
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Liebe Leserin, lieber Leser,



den Begriff der Ellipse ordnen manche vielleicht eher in den Bereich der Mathematik ein. Dass die Ellipse jedoch auch in der Sprachwissenschaft als „Auslassung“ eine Rolle spielt und welche Probleme sie Schreibenden hin und wieder bereiten kann, zeigen wir Ihnen im ersten Abschnitt des heutigen Newsletters.
Anschließend geht es um noch mehr Auslassungen und im Zusammenhang damit um die Verwendung des Apostrophs.

Das Nähkästchen ist heutzutage zwar kein Utensil mehr, das auf der Wunschliste junger Frauen ganz oben steht – wir haben dennoch für Sie nachgeschlagen, was es mit der schönen Redewendung aus dem Nähkästchen plaudern auf sich hat.

Eine unterhaltsame Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
den Begriff der Ellipse ordnen manche vielleicht eher in den Bereich der Mathematik ein. Dass die Ellipse jedoch auch in der Sprachwissenschaft als „Auslassung“ eine Rolle spielt und welche Probleme sie Schreibenden hin und wieder bereiten kann, zeigen wir Ihnen im ersten Abschnitt des heutigen Newsletters.
Anschließend geht es um noch mehr Auslassungen und im Zusammenhang damit um die Verwendung des Apostrophs.

Das Nähkästchen ist heutzutage zwar kein Utensil mehr, das auf der Wunschliste junger Frauen ganz oben steht – wir haben dennoch für Sie nachgeschlagen, was es mit der schönen Redewendung aus dem Nähkästchen plaudern auf sich hat.

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Hätten Sie’s gewusst?
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Ellipsen

Das Wort Ellipse stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich „Mangel“. Als Ellipsen, auch Auslassungen genannt, bezeichnet man die Einsparungen von Redeteilen, wie z. B. Wunderbar! statt Das ist ja wunderbar! Elliptische Äußerungen sind nicht in dem Sinne ‚unvollständig‘, dass man sie eigentlich ‚vervollständigen‘ müsste. Die Form und die Bedeutung elliptischer Strukturen lassen sich jedoch am besten verstehen, wenn man sie auf ausformulierte Satzstrukturen bezieht. Es gibt verschiedene Arten von Ellipsen:
Zum einen gibt es feste Wendungen wie Danke schön! statt Ich danke schön! oder Wetten, dass er wieder zu spät kommt? statt Wollen wir wetten, dass er wieder zu spät kommt?
Ein anderer Typ sind parallel konstruierte Bildungen mit einem gleichen Bestandteil, der nur einmal genannt wird, um Wiederholungen zu vermeiden: Sie berichteten von zahlreichen Auseinandersetzungen und [zahlreichen] Zerwürfnissen. Sie haben den Vertrag unterschrieben und [sie haben] das Geld sofort überwiesen.
Gerade beim zweiten Typ der Ellipse treten hin und wieder Probleme auf. Unkorrekte Ellipsen mit einem Kongruenzproblem findet man beispielsweise häufig in Anrede- und Schlussformeln von Briefen. Nicht richtig sind Formulierungen wie Sehr geehrte Frau Müller und Herr Müller ... Aufgrund des unterschiedlichen Genus ist hier eine Ellipse ausgeschlossen, es muss demnach heißen: Sehr geehrte Frau Müller, sehr geehrter Herr Müller ...

Auch bei der Kombination von Präpositionen und Substantiven bzw. Pronomen ergeben sich häufig Probleme. Der Klassiker ist die Mischung aus mit und ohne. Da mit den Dativ, ohne aber den Akkusativ regiert, ist eine Formulierung wie Sie kamen mit und ohne Kinder nicht ganz unproblematisch. Die doppelte Setzung des Substantivs wird hier aber als äußerst schwerfällig empfunden (Sie kamen mit Kindern und ohne Kinder), sodass auch in solchen Fällen eine elliptische Bildung als korrekt gilt, vorausgesetzt, es wird der Kasus gesetzt, den die nächststehende Präposition verlangt.

Ellipsen

Das Wort Ellipse stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich „Mangel“. Als Ellipsen, auch Auslassungen genannt, bezeichnet man die Einsparungen von Redeteilen, wie z. B. Wunderbar! statt Das ist ja wunderbar! Elliptische Äußerungen sind nicht in dem Sinne ‚unvollständig‘, dass man sie eigentlich ‚vervollständigen‘ müsste. Die Form und die Bedeutung elliptischer Strukturen lassen sich jedoch am besten verstehen, wenn man sie auf ausformulierte Satzstrukturen bezieht. Es gibt verschiedene Arten von Ellipsen:
Zum einen gibt es feste Wendungen wie Danke schön! statt Ich danke schön! oder Wetten, dass er wieder zu spät kommt? statt Wollen wir wetten, dass er wieder zu spät kommt?
Ein anderer Typ sind parallel konstruierte Bildungen mit einem gleichen Bestandteil, der nur einmal genannt wird, um Wiederholungen zu vermeiden: Sie berichteten von zahlreichen Auseinandersetzungen und [zahlreichen] Zerwürfnissen. Sie haben den Vertrag unterschrieben und [sie haben] das Geld sofort überwiesen.
Gerade beim zweiten Typ der Ellipse treten hin und wieder Probleme auf. Unkorrekte Ellipsen mit einem Kongruenzproblem findet man beispielsweise häufig in Anrede- und Schlussformeln von Briefen. Nicht richtig sind Formulierungen wie Sehr geehrte Frau Müller und Herr Müller ... Aufgrund des unterschiedlichen Genus ist hier eine Ellipse ausgeschlossen, es muss demnach heißen: Sehr geehrte Frau Müller, sehr geehrter Herr Müller ...

Auch bei der Kombination von Präpositionen und Substantiven bzw. Pronomen ergeben sich häufig Probleme. Der Klassiker ist die Mischung aus mit und ohne. Da mit den Dativ, ohne aber den Akkusativ regiert, ist eine Formulierung wie Sie kamen mit und ohne Kinder nicht ganz unproblematisch. Die doppelte Setzung des Substantivs wird hier aber als äußerst schwerfällig empfunden (Sie kamen mit Kindern und ohne Kinder), sodass auch in solchen Fällen eine elliptische Bildung als korrekt gilt, vorausgesetzt, es wird der Kasus gesetzt, den die nächststehende Präposition verlangt.
Was Sie schon immer wissen wollten
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Der Apostroph beim Auslassen von Buchstaben

Nicht nur Wörter, auch einzelne Buchstaben oder Wortteile können ausgelassen werden. Bei der Schreibung kann es dann zu einigen Schwierigkeiten kommen, häufig stellt sich die Frage: Wird ein Apostroph gesetzt oder nicht?
Wenn Buchstaben am Anfang eines Wortes ausgelassen werden und das Wort dadurch schwer lesbar oder missverständlich ist, steht häufig ein Apostroph. Dabei erscheint vor dem Apostroph der gewöhnliche Wortzwischenraum und die verkürzten Formen werden auch am Satzanfang kleingeschrieben: Wirf die Decken und s (= das) Gepäck ins Auto. s (= Es) ist nun mal nicht zu ändern. Gehen Snauf! (= Gehen Sie hinauf!).
Man kann einen Apostroph setzen, wenn das Pronomen es mit dem vorangehenden Wort (Verb, Pronomen, Konjunktion) zusammengezogen wird: Hätten Sie’s gewusst?
Da diese Verbindungen im Allgemeinen nicht schwer lesbar sind, ist das jedoch oft nicht notwendig. Der Wortzwischenraum wird in diesen Fällen nicht gesetzt: Mir gehts gut. Sie macht sichs gemütlich.
Der Apostroph steht im Allgemeinen auch nicht, wenn es sich um allgemein übliche Verschmelzungen aus Präposition und Artikel handelt: Der Gauner wollte ihn hinters (=hinter das) Licht führen. Unterm (=unter dem) Weihnachtsbaum lagen die schönsten Geschenke.

Schlagen Sie’s einfach nach!

Noch nie war es so einfach, korrekt zu schreiben und zu sprechen. Die Dudenredaktion leistet mit dem Band „Erste Hilfe  – Die 100 häufigsten Fehler“ schnelle Hilfe bei den häufigsten sprachlichen Zweifelsfällen.
Heißt es „Ich gratuliere Ihnen, Herr Müller“ oder „Herrn Müller?“ Ist „dasselbe“ auch „das gleiche“? Warum schreibt man „todunglücklich“, aber „totlachen“? Alphabetisch sortiert, einfach und anschaulich – ein echter Helfer für den Alltag.
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Der Apostroph beim Auslassen von Buchstaben

Nicht nur Wörter, auch einzelne Buchstaben oder Wortteile können ausgelassen werden. Bei der Schreibung kann es dann zu einigen Schwierigkeiten kommen, häufig stellt sich die Frage: Wird ein Apostroph gesetzt oder nicht?
Wenn Buchstaben am Anfang eines Wortes ausgelassen werden und das Wort dadurch schwer lesbar oder missverständlich ist, steht häufig ein Apostroph. Dabei erscheint vor dem Apostroph der gewöhnliche Wortzwischenraum und die verkürzten Formen werden auch am Satzanfang kleingeschrieben: Wirf die Decken und s (= das) Gepäck ins Auto. s (= Es) ist nun mal nicht zu ändern. Gehen Snauf! (= Gehen Sie hinauf!).
Man kann einen Apostroph setzen, wenn das Pronomen es mit dem vorangehenden Wort (Verb, Pronomen, Konjunktion) zusammengezogen wird: Hätten Sie’s gewusst?
Da diese Verbindungen im Allgemeinen nicht schwer lesbar sind, ist das jedoch oft nicht notwendig. Der Wortzwischenraum wird in diesen Fällen nicht gesetzt: Mir gehts gut. Sie macht sichs gemütlich.
Der Apostroph steht im Allgemeinen auch nicht, wenn es sich um allgemein übliche Verschmelzungen aus Präposition und Artikel handelt: Der Gauner wollte ihn hinters (=hinter das) Licht führen. Unterm (=unter dem) Weihnachtsbaum lagen die schönsten Geschenke.

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Für Sie nachgeschlagen
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Aus dem Nähkästchen plaudern

Umgangssprachlich bedeutet die Wendung „anderen Einblick in intime häusliche und andere Bereiche gewähren“.
Das Nähkästchen, das (ältere) Nähkörbchen und der Nähtisch (bei Bessergestellten) waren Gegenstände im Haushalt, die dem speziellen Gebrauch durch die Hausfrau vorbehalten waren. Wenn die Frauen gemeinsam nähten, wurden oft auch Intimitäten ausgetauscht. Der Nähkasten wurde überdies gern als Versteck genutzt, wenn etwas vor den Augen des gestrengen Herrn Gemahls zu verbergen war. In Fontanes Roman „Effi Briest“ (1895) stößt Herr von Instetten durch Zufall auf die kompromittierenden Briefe von Major Crampas an seine Frau, die „ganz zuunterst“ in einem Fach ihres Nähtisches gelegen hatten.
Eine ältere Parallelbildung des 16. Jh.s ist die Wendung „aus der Schule plaudern“. Hier ist unter „Schule“ nicht die pädagogische Institution gemeint, sondern z. B. Ärzte- oder Philosophenschulen.

Nach: Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? Berlin 2014
Aus dem Nähkästchen plaudern

Umgangssprachlich bedeutet die Wendung „anderen Einblick in intime häusliche und andere Bereiche gewähren“.
Das Nähkästchen, das (ältere) Nähkörbchen und der Nähtisch (bei Bessergestellten) waren Gegenstände im Haushalt, die dem speziellen Gebrauch durch die Hausfrau vorbehalten waren. Wenn die Frauen gemeinsam nähten, wurden oft auch Intimitäten ausgetauscht. Der Nähkasten wurde überdies gern als Versteck genutzt, wenn etwas vor den Augen des gestrengen Herrn Gemahls zu verbergen war. In Fontanes Roman „Effi Briest“ (1895) stößt Herr von Instetten durch Zufall auf die kompromittierenden Briefe von Major Crampas an seine Frau, die „ganz zuunterst“ in einem Fach ihres Nähtisches gelegen hatten.
Eine ältere Parallelbildung des 16. Jh.s ist die Wendung „aus der Schule plaudern“. Hier ist unter „Schule“ nicht die pädagogische Institution gemeint, sondern z. B. Ärzte- oder Philosophenschulen.

Nach: Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? Berlin 2014
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Und-worauf-freuen-Sie-sich-Pr%C3%A4positionalobjekte-und-mehr-07092015">Und worauf freuen Sie sich? Präpositionalobjekte und mehr (07.09.2015)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,


wir freuen uns ja auf viele Dinge – auf den Urlaub, auf Sonnenschein, manche freuen sich vielleicht auch darauf, nach dem Urlaub die netten Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen. Aber was machen wir da grammatisch? Darum geht es im ersten Teil dieses Newsletters.

Was Sie alles mit einem Teil anstellen können, erfahren Sie im Anschluss.

Und schließlich haben wir für Sie nachgeschlagen, was das Wort schröpfen ursprünglich bedeutet hat.

Gute Unterhaltung wünscht Ihnen

Ihre Duden-Sprachberatung
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Hätten Sie’s gewusst?
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Präpositionalobjekte

Wenn wir uns vor etwas fürchten, dann steht dieses Etwas im Dativ: vor großer Höhe, haarigen Spinnen, dem Wutanfall des Chefs. Da liegt es nahe, dieses Etwas grammatisch als Dativobjekt zu sehen – aber stopp! Ganz so einfach ist es leider nicht. Man muss nämlich den Dativ, ebenso wie den Akkusativ und den Genitiv, als Fall unterscheiden vom Dativobjekt bzw. Akkusativ- und Genitivobjekt im Satz.

So taucht beispielsweise der Akkusativ gern in Zeitangaben auf: Ich war letzten Dienstag beim Friseur. Wir ziehen kommendes Frühjahr um. Das sind aber keine Akkusativobjekte, denn diese hängen vom Verb ab. Genauer gesagt werden sie sogar vom Verb gefordert, was man auch als Valenz des Verbs bezeichnet.
So fordert das Verb hören in der Regel zwei Mitspieler, ohne die der Satz ungrammatisch würde. Das Subjekt, das hört, und das Akkusativobjekt, das gehört wird: Er hörte ihr Rufen. Im Fall von geben sind es sogar drei Mitspieler, nämlich der/die Gebende (Subjekt), der/die Empfangende (Dativobjekt) und das, was gegeben wird (Akkusativobjekt): Sie gab ihm eine Ohrfeige.

Nun fordern Verben wie sich fürchten, sich freuen etc. zwar keine Dativ- oder Akkusativobjekte, dennoch hängen Objekte von ihnen ab – Präpositionalobjekte. Man merkt schon bei der Abfrage der Präpositionalobjekte, dass hier die Sache anders liegt. Fragen wie *Wem fürchte ich mich? bzw. *Was freue ich mich? führen zu keiner sinnvollen Antwort. Frage ich hingegen: Wovor fürchte ich mich? Worauf freue ich mich?, so kann ich antworten: Vor der Prüfung oder Auf den Urlaub. Man erfragt diese Objekte mit Präpositionaladverbien (Wovor? Worauf?), denn die Präpositionen sind feste Bestandteile dieser Objekte. Und deshalb werden sie auch Präpositionalobjekte genannt.
Kennzeichnend ist für sie weiterhin, dass meist pro Verb nur eine Präposition funktioniert. Wenn jemand Deutsch als Fremdsprache lernt, merkt er oder sie sich diese Präpositionen zugleich mit dem Verb: sich bedanken für, sprechen über …
Wenn Sie also das nächste Mal einem vermeintlichen Dativ- oder Akkusativobjekt begegnen, sehen Sie lieber zweimal hin – es könnte sich auch ein Präpositionalobjekt dahinter verbergen.

Präpositionalobjekte

Wenn wir uns vor etwas fürchten, dann steht dieses Etwas im Dativ: vor großer Höhe, haarigen Spinnen, dem Wutanfall des Chefs. Da liegt es nahe, dieses Etwas grammatisch als Dativobjekt zu sehen – aber stopp! Ganz so einfach ist es leider nicht. Man muss nämlich den Dativ, ebenso wie den Akkusativ und den Genitiv, als Fall unterscheiden vom Dativobjekt bzw. Akkusativ- und Genitivobjekt im Satz.

So taucht beispielsweise der Akkusativ gern in Zeitangaben auf: Ich war letzten Dienstag beim Friseur. Wir ziehen kommendes Frühjahr um. Das sind aber keine Akkusativobjekte, denn diese hängen vom Verb ab. Genauer gesagt werden sie sogar vom Verb gefordert, was man auch als Valenz des Verbs bezeichnet.
So fordert das Verb hören in der Regel zwei Mitspieler, ohne die der Satz ungrammatisch würde. Das Subjekt, das hört, und das Akkusativobjekt, das gehört wird: Er hörte ihr Rufen. Im Fall von geben sind es sogar drei Mitspieler, nämlich der/die Gebende (Subjekt), der/die Empfangende (Dativobjekt) und das, was gegeben wird (Akkusativobjekt): Sie gab ihm eine Ohrfeige.

Nun fordern Verben wie sich fürchten, sich freuen etc. zwar keine Dativ- oder Akkusativobjekte, dennoch hängen Objekte von ihnen ab – Präpositionalobjekte. Man merkt schon bei der Abfrage der Präpositionalobjekte, dass hier die Sache anders liegt. Fragen wie *Wem fürchte ich mich? bzw. *Was freue ich mich? führen zu keiner sinnvollen Antwort. Frage ich hingegen: Wovor fürchte ich mich? Worauf freue ich mich?, so kann ich antworten: Vor der Prüfung oder Auf den Urlaub. Man erfragt diese Objekte mit Präpositionaladverbien (Wovor? Worauf?), denn die Präpositionen sind feste Bestandteile dieser Objekte. Und deshalb werden sie auch Präpositionalobjekte genannt.
Kennzeichnend ist für sie weiterhin, dass meist pro Verb nur eine Präposition funktioniert. Wenn jemand Deutsch als Fremdsprache lernt, merkt er oder sie sich diese Präpositionen zugleich mit dem Verb: sich bedanken für, sprechen über …
Wenn Sie also das nächste Mal einem vermeintlichen Dativ- oder Akkusativobjekt begegnen, sehen Sie lieber zweimal hin – es könnte sich auch ein Präpositionalobjekt dahinter verbergen.
Was Sie schon immer wissen wollten
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Teil

Wir schreiben hier ja gerne mal Im ersten Teil dieses Newsletters … Was daraus nicht hervorgeht, ist das Genus. Ist es nun der erste Teil oder das erste Teil?
Grammatisch gibt es nämlich beides. Meist wird das Maskulinum benutzt, und zwar dann, wenn man ausdrücken möchte, dass etwas zu etwas anderem gehört. In unserem Fall wäre es also der erste Teil, weil von einem Abschnitt des ganzen Newsletters die Rede ist. Das neutrale Geschlecht wird in der Regel verwendet, wenn man von einem einzelnen Stück redet, z. B. in Bezug auf Kleidung: Er hat sich ein schickes neues Teil gekauft.
In den Wendungen sein(en) Teil dazu beitragen bzw. ich für mein(en) Teil sind beide Genera korrekt.
Was häufig in der Sprachberatung gefragt wird, ist das Genus von Elternteil. Hier ist nur das Maskulinum gebräuchlich, also der Elternteil.
Und dann ist da natürlich noch die Frage nach dem Numerus des Verbs, wenn nach Teil noch etwas im Plural folgt, z. B. ein Teil der Studierenden oder ein Teil Würstchen. In beiden Fällen, egal ob mit Genitivanschluss oder ohne, ist der Singular die Regel: Ein Teil der Studierenden kam regelmäßig zu spät. Ein Teil Würstchen ist noch übrig. Sie können das Verb zwar auch in den Plural setzen, doch ist das die seltenere Variante.
Nicht verschweigen wollen wir, dass es ja auch noch das kleingeschriebene teil gibt, wie in dem Satz: Sie nahm an der Regatta teil. Doch dieses beschränkt sich auf die Verben teilnehmen und teilhaben.

Zwei Helden folgen einer Holden

Mit diesem kleinen feinen Satz lassen sich die Verbformen vom englischen to hold held held ganz einfach meistern und merken.
Im soeben erschienenen Band „Eselsbrücken“ haben wir für Sie die besten Merksätze und ihre Bedeutung aus acht Wissensgebieten von Alltagswissen über Naturwissenschaften bis Sprache gesammelt, inklusive Klassikern wie Eins acht acht acht, drei Kaiser waren an der Macht.

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Teil

Wir schreiben hier ja gerne mal Im ersten Teil dieses Newsletters … Was daraus nicht hervorgeht, ist das Genus. Ist es nun der erste Teil oder das erste Teil?
Grammatisch gibt es nämlich beides. Meist wird das Maskulinum benutzt, und zwar dann, wenn man ausdrücken möchte, dass etwas zu etwas anderem gehört. In unserem Fall wäre es also der erste Teil, weil von einem Abschnitt des ganzen Newsletters die Rede ist. Das neutrale Geschlecht wird in der Regel verwendet, wenn man von einem einzelnen Stück redet, z. B. in Bezug auf Kleidung: Er hat sich ein schickes neues Teil gekauft.
In den Wendungen sein(en) Teil dazu beitragen bzw. ich für mein(en) Teil sind beide Genera korrekt.
Was häufig in der Sprachberatung gefragt wird, ist das Genus von Elternteil. Hier ist nur das Maskulinum gebräuchlich, also der Elternteil.
Und dann ist da natürlich noch die Frage nach dem Numerus des Verbs, wenn nach Teil noch etwas im Plural folgt, z. B. ein Teil der Studierenden oder ein Teil Würstchen. In beiden Fällen, egal ob mit Genitivanschluss oder ohne, ist der Singular die Regel: Ein Teil der Studierenden kam regelmäßig zu spät. Ein Teil Würstchen ist noch übrig. Sie können das Verb zwar auch in den Plural setzen, doch ist das die seltenere Variante.
Nicht verschweigen wollen wir, dass es ja auch noch das kleingeschriebene teil gibt, wie in dem Satz: Sie nahm an der Regatta teil. Doch dieses beschränkt sich auf die Verben teilnehmen und teilhaben.

Zwei Helden folgen einer Holden

Mit diesem kleinen feinen Satz lassen sich die Verbformen vom englischen to hold held held ganz einfach meistern und merken.
Im soeben erschienenen Band „Eselsbrücken“ haben wir für Sie die besten Merksätze und ihre Bedeutung aus acht Wissensgebieten von Alltagswissen über Naturwissenschaften bis Sprache gesammelt, inklusive Klassikern wie Eins acht acht acht, drei Kaiser waren an der Macht.

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Für Sie nachgeschlagen
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schröpfen

Das Ritzen der Haut zu kleinerem Blutentzug (im Gegensatz zum kräftigen Aderlass) heißt mittelhochdeutsch schreffen, schrepfen, frühneuhochdeutsch schröpfen. Das nur deutsche Verb steht neben stark flektierendem mittelhochdeutschem schreffen „reißen, ritzen, kratzen“ (altenglisch screpan „kratzen“) und gehört zu der unter scharf behandelten Wortgruppe.
Seit dem 17. Jh. wird schröpfen „Blut entziehen“ übertragen gebraucht für „zu viel Geld abnehmen, übervorteilen“.

Nach: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage. 2014
schröpfen

Das Ritzen der Haut zu kleinerem Blutentzug (im Gegensatz zum kräftigen Aderlass) heißt mittelhochdeutsch schreffen, schrepfen, frühneuhochdeutsch schröpfen. Das nur deutsche Verb steht neben stark flektierendem mittelhochdeutschem schreffen „reißen, ritzen, kratzen“ (altenglisch screpan „kratzen“) und gehört zu der unter scharf behandelten Wortgruppe.
Seit dem 17. Jh. wird schröpfen „Blut entziehen“ übertragen gebraucht für „zu viel Geld abnehmen, übervorteilen“.

Nach: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage. 2014
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="http://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Von-deren-hei%C3%9Fem-Wunsch-%E2%80%93-Possessivpronomen-und-Co-03082015">Von deren heißem Wunsch – Possessivpronomen und Co. (03.08.2015)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Newsletter beschäftigen wir uns ausführlich mit Possessivpronomen und ihren/deren (?) Pendants, den entsprechenden Demonstrativpronomen.

Zunächst wollen wir klären, wann man die einen verwendet, wann die anderen.
Danach geht es um die Frage, ob es von deren heißen Wunsch heißt oder doch eher von deren heißem Wunsch. 
Und dann haben wir noch für Sie nachgeschlagen, wann das Demonstrativpronomen deren einzusetzen ist und wann derer.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Newsletter beschäftigen wir uns ausführlich mit Possessivpronomen und ihren/deren (?) Pendants, den entsprechenden Demonstrativpronomen.

Zunächst wollen wir klären, wann man die einen verwendet, wann die anderen.
Danach geht es um die Frage, ob es von deren heißen Wunsch heißt oder doch eher von deren heißem Wunsch. 
Und dann haben wir noch für Sie nachgeschlagen, wann das Demonstrativpronomen deren einzusetzen ist und wann derer.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
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Possessiv- oder Demonstrativpronomen?

Das Demonstrativpronomen der, die, das hat im Singular die Genitivformen dessen (im Maskulinum), deren (im Femininum), dessen (im Neutrum) und im Plural deren (für alle drei Genera).

Diese Genitivformen verwendet man gern anstelle der Possessive ihr bzw. sein – und zwar dann, wenn es gilt, Missverständnisse zu vermeiden.
Missverständlich wäre zum Beispiel ein Satz wie: Der Manager des Bundesligisten stauchte den Trainer und seinen Assistenten gehörig zusammen. Hier ist nämlich durchaus nicht klar, wessen Assistent gemeint ist. Das kann man aber klären, wenn man die entsprechende Genitivform des Demonstrativpronomens verwendet, denn diese bezieht sich stets auf das letztgenannte mögliche Bezugswort.
In Der Manager des Bundesligisten stauchte den Trainer und dessen Assistenten gehörig zusammen geht es eindeutig um den Assistenten des Trainers.

Völlig unnötig ist es, das Possessivpronomen durch das entsprechende Demonstrativpronomen in Fällen zu ersetzen, die unmissverständlich sind: Der Manager des Bundesligisten stauchte die Trainerin und ihren (unnötig: deren) Assistenten gehörig zusammen.
Ebenso verhält es sich in dem Satz aus der Einleitung des Newsletters: In diesem Newsletter beschäftigen wir uns ausführlich mit Possessivpronomen und ihren (unnötig: deren) Pendants, den entsprechenden Demonstrativpronomen.

Possessiv- oder Demonstrativpronomen?

Das Demonstrativpronomen der, die, das hat im Singular die Genitivformen dessen (im Maskulinum), deren (im Femininum), dessen (im Neutrum) und im Plural deren (für alle drei Genera).

Diese Genitivformen verwendet man gern anstelle der Possessive ihr bzw. sein – und zwar dann, wenn es gilt, Missverständnisse zu vermeiden.
Missverständlich wäre zum Beispiel ein Satz wie: Der Manager des Bundesligisten stauchte den Trainer und seinen Assistenten gehörig zusammen. Hier ist nämlich durchaus nicht klar, wessen Assistent gemeint ist. Das kann man aber klären, wenn man die entsprechende Genitivform des Demonstrativpronomens verwendet, denn diese bezieht sich stets auf das letztgenannte mögliche Bezugswort.
In Der Manager des Bundesligisten stauchte den Trainer und dessen Assistenten gehörig zusammen geht es eindeutig um den Assistenten des Trainers.

Völlig unnötig ist es, das Possessivpronomen durch das entsprechende Demonstrativpronomen in Fällen zu ersetzen, die unmissverständlich sind: Der Manager des Bundesligisten stauchte die Trainerin und ihren (unnötig: deren) Assistenten gehörig zusammen.
Ebenso verhält es sich in dem Satz aus der Einleitung des Newsletters: In diesem Newsletter beschäftigen wir uns ausführlich mit Possessivpronomen und ihren (unnötig: deren) Pendants, den entsprechenden Demonstrativpronomen.
Was Sie schon immer wissen wollten
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Starke oder schwache Deklination nach deren und dessen?

In die Aufstände, die anschließenden Festnahmen und dieser Festnahmen politische Folgen lässt sich die Nominalphrase dieser Festnahmen durch den Genitiv des Demonstrativpronomens deren ersetzen: die Aufstände, die anschließenden Festnahmen und deren politische Folgen.
Dies zeigt, dass das Demonstrativpronomen (deren) in solchen Fällen die Stelle eines substantivischen Genitivattributs (dieser Festnahmen) einnehmen kann. Diese Attribute haben keinen Einfluss auf die Deklination nachfolgender [substantivierter] Adjektive.

Das heißt, nach Demonstrativpronomen wird stark dekliniert:
Im Folgenden werden die Aufstände, die anschließenden Festnahmen und deren politische Folgen erläutert.
Der Manager des Bundesligisten gratulierte dem Trainer und dessen neuem Assistenten.
Auf der langen Autofahrt waren die Eltern von ihren Kindern und deren heißem Wunsch nach Eis genervt.


Nach Possessivpronomen wird hingegen schwach dekliniert:
Im Folgenden werden die Festnahmen und ihre politischen Folgen erläutert.
Der Manager des Bundesligisten gratulierte der Trainerin und ihrem neuen Assistenten.
Auf der langen Autofahrt waren die Eltern von ihrem Kind und seinem heißen Wunsch nach Eis genervt.


Im Folgenden soll gezeigt werden ... – wie einfach Schreiben sein kann

„Schreiben ist die Hölle, aber geschrieben haben ist der Himmel.“ Dieses Zitat mag einigen Studierenden aus der Seele sprechen, wenn es um das Schreiben der eigenen Abschlussarbeit geht. Doch zur Beruhigung: Das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit hat eine handwerkliche Seite, die geübt und gelernt werden kann!

Unser Ratgeber „Die schriftliche Arbeit kompakt“ begleitet Sie von der Ideenfindung bis zur Abgabe Ihrer Arbeit und gibt Ihnen wertvolles und leicht umsetzbares Schreibwerkzeug an die Hand.

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Starke oder schwache Deklination nach deren und dessen?

In die Aufstände, die anschließenden Festnahmen und dieser Festnahmen politische Folgen lässt sich die Nominalphrase dieser Festnahmen durch den Genitiv des Demonstrativpronomens deren ersetzen: die Aufstände, die anschließenden Festnahmen und deren politische Folgen.
Dies zeigt, dass das Demonstrativpronomen (deren) in solchen Fällen die Stelle eines substantivischen Genitivattributs (dieser Festnahmen) einnehmen kann. Diese Attribute haben keinen Einfluss auf die Deklination nachfolgender [substantivierter] Adjektive.

Das heißt, nach Demonstrativpronomen wird stark dekliniert:
Im Folgenden werden die Aufstände, die anschließenden Festnahmen und deren politische Folgen erläutert.
Der Manager des Bundesligisten gratulierte dem Trainer und dessen neuem Assistenten.
Auf der langen Autofahrt waren die Eltern von ihren Kindern und deren heißem Wunsch nach Eis genervt.


Nach Possessivpronomen wird hingegen schwach dekliniert:
Im Folgenden werden die Festnahmen und ihre politischen Folgen erläutert.
Der Manager des Bundesligisten gratulierte der Trainerin und ihrem neuen Assistenten.
Auf der langen Autofahrt waren die Eltern von ihrem Kind und seinem heißen Wunsch nach Eis genervt.


Im Folgenden soll gezeigt werden ... – wie einfach Schreiben sein kann

„Schreiben ist die Hölle, aber geschrieben haben ist der Himmel.“ Dieses Zitat mag einigen Studierenden aus der Seele sprechen, wenn es um das Schreiben der eigenen Abschlussarbeit geht. Doch zur Beruhigung: Das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit hat eine handwerkliche Seite, die geübt und gelernt werden kann!

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deren oder derer?

Die Formen deren und derer werden gelegentlich verwechselt. Einem Substantiv vorangestellt wird im Genitiv Singular Femininum und im Genitiv Plural nur deren: meine Mutter und deren Freundin, meine Freunde und deren Anschauungen.

Bei Vorausweisung im Genitiv Plural steht nur derer: Sie erinnerte sich derer nicht mehr, die ihr früher so nahe gestanden hatten.

Bei rückweisendem Anschluss (und allein stehend, also keinem Substantiv vorangestellt) sind sowohl deren als auch derer korrekt: die Tatsachen, aufgrund deren oder derer wir vermuten ...; die Opfer, deren oder derer wir heute gedenken.

Aus: Duden – Richtiges und gutes Deutsch. Berlin 2011
deren oder derer?

Die Formen deren und derer werden gelegentlich verwechselt. Einem Substantiv vorangestellt wird im Genitiv Singular Femininum und im Genitiv Plural nur deren: meine Mutter und deren Freundin, meine Freunde und deren Anschauungen.

Bei Vorausweisung im Genitiv Plural steht nur derer: Sie erinnerte sich derer nicht mehr, die ihr früher so nahe gestanden hatten.

Bei rückweisendem Anschluss (und allein stehend, also keinem Substantiv vorangestellt) sind sowohl deren als auch derer korrekt: die Tatsachen, aufgrund deren oder derer wir vermuten ...; die Opfer, deren oder derer wir heute gedenken.

Aus: Duden – Richtiges und gutes Deutsch. Berlin 2011
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