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RSSFutterkrippe
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Über diese Seite

Sinn und Zweck

Die Informationsflut im Internet ist schier unerschöpflich. Mit dieser Seite möchte ich versuchen, Interessantes, Wichtiges, Informatives, Verblüffendes und Lustiges aus der Vielfalt des Netzes zu bündeln und dies möglichst aktuell. Dazu eignen sich RSS-Feeds besonders gut, da viele Internetseiten ihre News und Meldungen ständig aktuell via RSS der Netzgemeinde zur Verfügung stellen. So hat man bei jedem Aufruf der einzelnen Unterseiten die neuesten Informationen zu allen wichtigen Themen aus Weltgeschehen, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Panorama und Recht. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Cartoons, lustige Bilder, Satirisches und Kuriositäten kann man ebenso finden wie Witze und Videos.

Die Technik

Mit dem in PHP geschriebenen RSS-Parser SimplePie werden die Feeds eingelesen, direkt verarbeitet und als HTML wieder ausgegeben. Bei jedem Seitenaufruf werden die jeweils verlinkten Feeds vom Anbieter geladen, an den Parser gesendet und danach als Internetseite dargestellt. Eine selbstständige Aktualisierung erfolgt dabei nicht. Ein Klick auf F5 oder Aktualisieren im Browser lädt dann den Feed neu und stellt - wenn vorhanden - neue Infos zur Verfügung. Aktueller geht es kaum noch. Also viel Spaß mit dem HomeStory Futterautomaten.

Design & Programmierung:
hirni
Template: SiS Papenburg
RSS-Parsing: SimplePie
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Interne Links

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Das Design

Willkommen zum HomeStory RSS Futterautomaten. Design-Name: "Dunkle Seite".

Das Design ist bewusst düster gehalten, da die Realität auch oft düster ist. Außerdem gefällt mir dieser Gothic-Stil sehr gut. Selbstverständlich ist trotzdem Platz für gute Nachrichten und Spaß. Ihr kennt ja meine Vorliebe für schwarzen Humor...

Die merkwürdige Überschrift geht auf anfängliche Probleme mit Umlauten und Sonderzeichen zurück. Es bestand das Problem, dass entweder die Seite selbst oder die Fütterung Sonderzeichen falsch dargestellt hat und diente daher zu Testzwecken. Irgendwie habe ich die Überschrift dann aber lieb gewonnen und so gelassen.


Der Inhalt


Hier könnt Ihr stets die neuesten Nachrichten abrufen, interessante Infos zum Weltgeschehen, der aktuellen Politik und aus der Welt des Finanzwesens. Neues vom Sport, den aktuellen Wetterbericht, Wissenswertes aus Forschung und Technik, das neueste Netzgeflüster, Infos zu Gesundhiets- und Lifestylethemen, aktuelle Umwelt- und Tierschutzvorhaben sowie Klatsch und Tratsch aus der Promiwelt.

Auch Spaß und Freizeit kommen hier nicht zu kurz. Seht Euch lustige Bilder und Videos an, lacht über Satire, Witze und Cartoons oder träumt Euch in ferne Länder beim Lesen der neuesten Reiseinfos. Wer nicht verreisen kann, schaut einfach, was im Fernsehen oder im Kino so los ist oder guckt mal in die Rubrik Kurioses...

Rechtsthemen und Verbraucherinfos findet man im Service. Stöbert einfach mal durch die Kategorien, da ist bestimmt für jeden was dabei. In vielen Bereichen gibt es Informationen aus unterschiedlichen Quellen, um auch Vergleiche anstellen zu können. Unter den Einträgen habt Ihr die Möglichkeit, die Artikel komplett aufzurufen, wenn sie Euch interessieren, oder direkt ins Forum zurück zu gelangen.

Bei jedem Klick auf die einzelnen Themen werden die neusten Informationen aufgerufen, sodass man ständig aktuell informiert und unterhalten wird. Es lohnt sich also, öfters mal reinzuschauen, denn viele Feeds bieten sogar stündlich Neues. Über besonders interessante Sachen können wir dann ausgiebig im Forum sprechen.


Die Technik


Ausgelesen und angezeigt werden sogenannte RSS-Feeds. Vom englischen Wort Feed (dt. füttern/Fütterung) kam die Idee zur Bezeichnung Futterautomat. Die Seite funktioniert wie ein RSS-Reader, wobei eine interessante Auswahl an Feeds bereits vorgegeben ist.

Was ist eigentlichh RSS? Das ist ein spezielles, standardisiertes Format zur Bereitstellung von Informationen, meist von Internetseiten mit sich ständig ändernden Inhalten, die mit diesen Feeds auf diese neuen Inhalte hinweisen. Es steht für Really Simple Syndication. Unser Forum generiert z.B. auch RSS-Feeds, die Ihr hier lesen könnt... Wer es ganz genau wissen möchte, kann bei Wikipedia den Artikel zu RSS lesen.

Die Seite hier ist mein allererstes PHP-Projekt. Also verzeiht es mir, wenn hier und da nicht alles perfekt ist. Das liegt teils auch an den Feeds selbst.

Noch ganz kurz: Die einzelnen Teile der Seite (Menüs, Textblöcke, Kopf und Fuß) werden zentral gespeichert und von jeder Unterseite verwendet. Daher ist es möglich, globale Änderungen in nur einer Datei vorzunehmen, die sich dann auf alle Seiten auswirkt.

Wenn Ihr beispielsweise auch einen interessanten RSS-Feed kennt und diesen hier lesen möchtet, kann ich den problemlos hinzufügen. Wendet Euch dafür einfach per PN an mich. Weitere Infos zur Technik findet Ihr links unter dem Hauptmenü.

Euer hirni

So, dann lasst Euch mal ordentlich füttern:





Beginn der Fütterung



duden.de - Newsletter

Der Newsletter der Duden-Sprachberatung bietet alle zwei Wochen eine unterhaltsame Mischung aus Informationen zu Rechtschreibung und Grammatik, Tipps zum Sprachgebrauch und Wissenswertem rund um die deutsche Sprache.

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Wie-kommt-ein-neues-Wort-den-Duden-September-2017">Wie kommt ein neues Wort in den Duden? (September 2017)</a>

 
 
 
Header
Header
     
     
     
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
in unserem September-Newsletter geht es zunächst um die Verwendung von Partizipien; anschließend klären wir in einem Interview mit der Leiterin der Dudenredaktion die Frage, wie ein neues Wort in den Duden kommt.
 
Außerdem haben wir für Sie nachgeschlagen, welche Herkunft das Wort September hat.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
     
     
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
in unserem September-Newsletter geht es zunächst um die Verwendung von Partizipien; anschließend klären wir in einem Interview mit der Leiterin der Dudenredaktion die Frage, wie ein neues Wort in den Duden kommt.
 
Außerdem haben wir für Sie nachgeschlagen, welche Herkunft das Wort September hat.
 
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Ihre Duden-Sprachberatung
     
 
Hätten Sie’s gewusst?
 
Hätten Sie’s gewusst?
     
     
     
Der eingebildete Kranke? – Partizipien als Attribute
 
 
Das Partizip II (eingebildet, angekommen, zugezogen) lässt sich zwar grundsätzlich aus allen Vollverben bilden, es kann aber nicht immer attributiv, also als Attribut zu einem Nomen, verwendet werden.
Attributiv verwenden lassen sich vor allem die Partizipien transitiver, d. h. durch ein Akkusativobjekt ergänzbarer Verben (die gestohlene Uhr, das gelobte Land) sowie intransitiver Verben, die das Perfekt mit sein bilden und zudem ausdrücken, dass ein Vorgang abgeschlossen ist (der zerbrochene Krug, der entkommene Sträfling).
Formulierungen wie das sich im Krieg zugezogene Leiden, der im See geschwommene Mann gelten hingegen als grammatisch nicht korrekt.
Auch bei der Verwendung von Partizipialgruppen ist manchmal Vorsicht geboten: Da solche Konstruktionen kein eigenes Subjekt haben, werden sie grundsätzlich auf den übergeordneten Satz bezogen, der Bezug sollte also eindeutig sein. Klassiker wie Mit eisgekühltem Champagner gefüllt, überreichte sie ihrem Gatten den kostbaren Kelch oder Vom Dach herunterfliegend, sah er der Krähe lange nach sind natürlich missverständlich und sorgen für unfreiwillige Komik.
 
     
     
Der eingebildete Kranke? – Partizipien als Attribute
 
Das Partizip II (eingebildet, angekommen, zugezogen) lässt sich zwar grundsätzlich aus allen Vollverben bilden, es kann aber nicht immer attributiv, also als Attribut zu einem Nomen, verwendet werden.
Attributiv verwenden lassen sich vor allem die Partizipien transitiver, d. h. durch ein Akkusativobjekt ergänzbarer Verben (die gestohlene Uhr, das gelobte Land) sowie intransitiver Verben, die das Perfekt mit sein bilden und zudem ausdrücken, dass ein Vorgang abgeschlossen ist (der zerbrochene Krug, der entkommene Sträfling).
Formulierungen wie das sich im Krieg zugezogene Leiden, der im See geschwommene Mann gelten hingegen als grammatisch nicht korrekt.
Auch bei der Verwendung von Partizipialgruppen ist manchmal Vorsicht geboten: Da solche Konstruktionen kein eigenes Subjekt haben, werden sie grundsätzlich auf den übergeordneten Satz bezogen, der Bezug sollte also eindeutig sein. Klassiker wie Mit eisgekühltem Champagner gefüllt, überreichte sie ihrem Gatten den kostbaren Kelch oder Vom Dach herunterfliegend, sah er der Krähe lange nach sind natürlich missverständlich und sorgen für unfreiwillige Komik.
 
     
 
Was Sie schon immer gern wissen wollten
 
Was Sie schon immer gern wissen wollten
     
     
     
Wie kommt ein neues Wort in den Duden?
 
 
Interview mit Dr. Kathrin Kunkel-Razum, Leiterin der Dudenredaktion
 
Warum erscheint jetzt ein neuer Duden?
Kunkel-Razum:
Der Rechtschreibduden erscheint alle drei bis fünf Jahre in einer neuen Auflage. Manchmal sind rechtschreibliche Änderungen der Grund, wie sie vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgeschlagen und von der Kultusministerkonferenz bestätigt werden. Manchmal sind es auch „nur“ die Veränderungen im Wortschatz, die wir dokumentieren möchten. Diesmal liegen beide Gründe vor. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat in seinem Bericht vom Dezember 2016 vorgeschlagen, das große ß (ẞ) einzuführen und bei einigen Fügungen aus Adjektiv und Substantiv auch die Großschreibung des Adjektivs als Variante zuzulassen. Man kann jetzt z. B. Alles Gute zum neuen oder zum Neuen Jahr schreiben. Die Kultusminister haben diesen Vorschlägen im Juni 2017 zugestimmt. Hinzu kommen aber natürlich die Wortschatzentwicklungen der letzten vier Jahre, also seit dem Erscheinen der letzten Auflage. Diese haben wir genau beobachtet, akribisch ausgewertet und nun dokumentiert.
 
Welche neuen Wörter haben es in den Duden geschafft?
Kunkel-Razum:
Insgesamt haben wir 5000 neue Wörter aufgenommen. Dazu gehören z. B. Brexit, Fake News oder Hasskriminalität. Das Wort des Jahres 2016 postfaktisch ist ebenso enthalten wie das über die Region Berlin hinaus bekannte Personalpronomen icke.
 
 
 
 
Wie wählen Sie neue Wörter aus?
 
Kunkel-Razum:
In den Rechtschreibduden werden Wörter aufgenommen, wenn sie gebräuchlich sind. Das heißt: Sie müssen in unserer elektronischen Textsammlung, die mehr als vier Milliarden Wortformen umfasst, häufig vorkommen. Sie müssen dabei aber auch in unterschiedlichen Quellen wie Zeitungen, Büchern etc. nachweisbar sein und über einen gewissen Zeitraum auftreten – es dürfen keine Eintagsfliegen sein. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, entscheidet die Dudenredaktion aus ihrer Erfahrung heraus und nach ihrem Fach- und Weltwissen über die Aufnahme ins Wörterbuch.

Mehr über den neuen Duden erfahren
     
     
Wie kommt ein neues Wort in den Duden?
 
Interview mit Dr. Kathrin Kunkel-Razum, Leiterin der Dudenredaktion
 
Warum erscheint jetzt ein neuer Duden?
Kunkel-Razum:
Der Rechtschreibduden erscheint alle drei bis fünf Jahre in einer neuen Auflage. Manchmal sind rechtschreibliche Änderungen der Grund, wie sie vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgeschlagen und von der Kultusministerkonferenz bestätigt werden. Manchmal sind es auch „nur“ die Veränderungen im Wortschatz, die wir dokumentieren möchten. Diesmal liegen beide Gründe vor. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat in seinem Bericht vom Dezember 2016 vorgeschlagen, das große ß (ẞ) einzuführen und bei einigen Fügungen aus Adjektiv und Substantiv auch die Großschreibung des Adjektivs als Variante zuzulassen. Man kann jetzt z. B. Alles Gute zum neuen oder zum Neuen Jahr schreiben. Die Kultusminister haben diesen Vorschlägen im Juni 2017 zugestimmt. Hinzu kommen aber natürlich die Wortschatzentwicklungen der letzten vier Jahre, also seit dem Erscheinen der letzten Auflage. Diese haben wir genau beobachtet, akribisch ausgewertet und nun dokumentiert.
 
Welche neuen Wörter haben es in den Duden geschafft?
Kunkel-Razum:
Insgesamt haben wir 5000 neue Wörter aufgenommen. Dazu gehören z. B. Brexit, Fake News oder Hasskriminalität. Das Wort des Jahres 2016 postfaktisch ist ebenso enthalten wie das über die Region Berlin hinaus bekannte Personalpronomen icke.
 
 
Wie wählen Sie neue Wörter aus?
Kunkel-Razum:
In den Rechtschreibduden werden Wörter aufgenommen, wenn sie gebräuchlich sind. Das heißt: Sie müssen in unserer elektronischen Textsammlung, die mehr als vier Milliarden Wortformen umfasst, häufig vorkommen. Sie müssen dabei aber auch in unterschiedlichen Quellen wie Zeitungen, Büchern etc. nachweisbar sein und über einen gewissen Zeitraum auftreten – es dürfen keine Eintagsfliegen sein. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, entscheidet die Dudenredaktion aus ihrer Erfahrung heraus und nach ihrem Fach- und Weltwissen über die Aufnahme ins Wörterbuch.

Mehr über den neuen Duden erfahren
     
 
Für Sie nachgeschlagen
 
Für Sie nachgeschlagen
     
     
     
September
 
 
Der schon mittelhochdeutsch bezeugte Name für den neunten Monat des Jahres, der im Althochdeutschen witumānōt „Holzmonat“ (zu althochdeutsch witu „Brennholz“) und später herbistmānōt „Herbstmonat“ genannt wurde, ist aus lateinisch (mensis) September entlehnt, dem lateinisch septem „sieben“ (verwandt mit deutsch sieben) zugrunde liegt. Im altrömischen Kalenderjahr, das mit dem Monat März begann, war der September der „siebte Monat“. Dieser Name wurde auch nach der Kalenderreform beibehalten.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 5. Auflage, Berlin 2014
 
     
     
September
 
Der schon mittelhochdeutsch bezeugte Name für den neunten Monat des Jahres, der im Althochdeutschen witumānōt „Holzmonat“ (zu althochdeutsch witu „Brennholz“) und später herbistmānōt „Herbstmonat“ genannt wurde, ist aus lateinisch (mensis) September entlehnt, dem lateinisch septem „sieben“ (verwandt mit deutsch sieben) zugrunde liegt. Im altrömischen Kalenderjahr, das mit dem Monat März begann, war der September der „siebte Monat“. Dieser Name wurde auch nach der Kalenderreform beibehalten.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 5. Auflage, Berlin 2014
 
     
 
Wir sind ganz Ohr
 
Wir sind ganz Ohr
     
     
     
Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
 
Aus Deutschland: 09001 870098
(1,99 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus Österreich: 0900 844144
(1,80 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
 
Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
     
     
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Wozu-soll-das-denn-eigentlich-gut-sein-Modalpartikeln-im-Deutschen-August">Wozu soll das denn eigentlich gut sein? Modalpartikeln im Deutschen (August 2017) </a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
die Deutschen versichern sich bekanntlich gern. Dass man sich nicht nur gegen Feuer-, Sturm- und Hochwasserschäden versichern kann, sondern dass das Verb noch ganz andere Möglichkeiten bietet – darum geht es zu Beginn unseres Newsletters.
 
Danach ein Thema, mit dem man sich ja auch mal beschäftigen kann: Modal- oder Abtönungspartikeln.
 
Mancher möchte beim Erläutern gern laut werden, weil man meinen könnte, die beiden Wörter gehörten zusammen. Dass dem nicht so ist und womit erläutern stattdessen zusammenhängt, haben wir für Sie nachgeschlagen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Deutschen versichern sich bekanntlich gern. Dass man sich nicht nur gegen Feuer-, Sturm- und Hochwasserschäden versichern kann, sondern dass das Verb noch ganz andere Möglichkeiten bietet – darum geht es zu Beginn unseres Newsletters.
 
Danach ein Thema, mit dem man sich ja auch mal beschäftigen kann: Modal- oder Abtönungspartikeln.
 
Mancher möchte beim Erläutern gern laut werden, weil man meinen könnte, die beiden Wörter gehörten zusammen. Dass dem nicht so ist und womit erläutern stattdessen zusammenhängt, haben wir für Sie nachgeschlagen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Gut versichert
 
Dass man sich gegen fast alle Unbilden des täglichen Lebens versichern kann, haben wir bereits in der Einleitung angesprochen. Diese Verwendung des Verbs mit einem Reflexivpronomen ist wohl auch die geläufigste (Nach dem letzten Sturm haben wir uns gegen Hochwasserschäden versichert).
Knapp dahinter rangiert die Bedeutung „etwas versprechen, fest zusagen“: Ich versichere Ihnen, dass die Kommaregeln nicht so schwer sind, wie es zunächst scheint. Derjenige, der der Versicherung Glauben schenken soll, wird dabei heutzutage in den Dativ gesetzt (Ihnen). Früher stand auch der Akkusativ (Er versicherte sie, dass er sie ewig lieben würde), das gilt aber als veraltet.
Wenn man sich besonders gewählt ausdrücken möchte, greift man gern zum Genitiv, und auch hier hat versichern passende Konstruktionen parat: Hiermit möchten wir Sie unserer Anteilnahme versichern. Das Verb bedeutet in diesem Kontext so viel wie „jemandem Gewissheit über etwas verschaffen“. Das Zugesicherte (unserer Anteilnahme) taucht dabei als Genitivobjekt auf, die betroffene Person als Akkusativobjekt (Sie).
Wem das zu hochgestochen klingt, der kann auf das Muster Er versicherte mir seine Freundschaft zurückgreifen, mit der Person im Dativ (mir) und dem Zugesagten im Akkusativ (seine Freundschaft).
Und schließlich können Sie noch Reflexivpronomen und Genitivobjekt kombinieren: Er versicherte sich ihrer Treue. Damit drückt man aus, dass man sich selbst über etwas Gewissheit verschaffen möchte.
Seien Sie versichert, dass Sie nun gegen alle Fehler bei der Verwendung von versichern versichert sind!
 
Gut versichert
Dass man sich gegen fast alle Unbilden des täglichen Lebens versichern kann, haben wir bereits in der Einleitung angesprochen. Diese Verwendung des Verbs mit einem Reflexivpronomen ist wohl auch die geläufigste (Nach dem letzten Sturm haben wir uns gegen Hochwasserschäden versichert).
Knapp dahinter rangiert die Bedeutung „etwas versprechen, fest zusagen“: Ich versichere Ihnen, dass die Kommaregeln nicht so schwer sind, wie es zunächst scheint. Derjenige, der der Versicherung Glauben schenken soll, wird dabei heutzutage in den Dativ gesetzt (Ihnen). Früher stand auch der Akkusativ (Er versicherte sie, dass er sie ewig lieben würde), das gilt aber als veraltet.
Wenn man sich besonders gewählt ausdrücken möchte, greift man gern zum Genitiv, und auch hier hat versichern passende Konstruktionen parat: Hiermit möchten wir Sie unserer Anteilnahme versichern. Das Verb bedeutet in diesem Kontext so viel wie „jemandem Gewissheit über etwas verschaffen“. Das Zugesicherte (unserer Anteilnahme) taucht dabei als Genitivobjekt auf, die betroffene Person als Akkusativobjekt (Sie).
Wem das zu hochgestochen klingt, der kann auf das Muster Er versicherte mir seine Freundschaft zurückgreifen, mit der Person im Dativ (mir) und dem Zugesagten im Akkusativ (seine Freundschaft).
Und schließlich können Sie noch Reflexivpronomen und Genitivobjekt kombinieren: Er versicherte sich ihrer Treue. Damit drückt man aus, dass man sich selbst über etwas Gewissheit verschaffen möchte.
Seien Sie versichert, dass Sie nun gegen alle Fehler bei der Verwendung von versichern versichert sind!

 

Was Sie schon immer mal gern wissen wollten
Was Sie schon immer mal gern wissen wollten
Modalpartikeln
 
Sie sind kurz, kommen im Deutschen vor allem in der gesprochenen Sprache gefühlt in jedem zweiten Satz vor und können Übersetzer in den Wahnsinn treiben: Modal- oder Abtönungspartikeln.
Wie alle Partikeln sind die Kerlchen nicht flektierbar und können im Satz nicht erfragt werden, was sie auch in der Satzanalyse nicht beliebt macht. Doch ohne sie kommen wir kaum aus. Ich hab es ja schon immer gewusst! Dann lass es halt bleiben! Wozu soll das eigentlich gut sein? Des is fei nix. All diese Wörtchen lassen sich schlecht erklären oder in andere Sprachen übertragen. Sie drücken eine bestimmte Einstellung des Sprechers aus, beispielsweise eine Bekräftigung (in unserem Beispiel das ja, das aber auch andere Funktionen übernehmen kann), eine gewisse Indifferenz (hier das halt) oder auch Erstaunen, Zustimmung oder Ablehnung. Somit verraten sie mehr über den Sprecher selbst als über das, was er sagt. Also passen Sie das nächste Mal auf, wenn Sie solche Partikeln verwenden – sonst weiß fei gleich jeder, was Sie denken.
 

Du hast das Wort, Schätzchen!
 
100 charmante Geschichten rund um die Sprache erwarten Sie in unserem liebevoll illustrierten Büchlein „Du hast das Wort, Schätzchen!“. Das Spektrum reicht von Etymologie, Redewendungen, Sprachphänomenen, Sprachregeln bis zur Sprachentwicklung. Man erfährt, wer das Fragezeichen erfunden hat, was Tabu und Kanake gemeinsam haben oder warum die Engländer keinen Beamer benutzen.

Mehr erfahren
Modalpartikeln
Sie sind kurz, kommen im Deutschen vor allem in der gesprochenen Sprache gefühlt in jedem zweiten Satz vor und können Übersetzer in den Wahnsinn treiben: Modal- oder Abtönungspartikeln.
Wie alle Partikeln sind die Kerlchen nicht flektierbar und können im Satz nicht erfragt werden, was sie auch in der Satzanalyse nicht beliebt macht. Doch ohne sie kommen wir kaum aus. Ich hab es ja schon immer gewusst! Dann lass es halt bleiben! Wozu soll das eigentlich gut sein? Des is fei nix. All diese Wörtchen lassen sich schlecht erklären oder in andere Sprachen übertragen. Sie drücken eine bestimmte Einstellung des Sprechers aus, beispielsweise eine Bekräftigung (in unserem Beispiel das ja, das aber auch andere Funktionen übernehmen kann), eine gewisse Indifferenz (hier das halt) oder auch Erstaunen, Zustimmung oder Ablehnung. Somit verraten sie mehr über den Sprecher selbst als über das, was er sagt. Also passen Sie das nächste Mal auf, wenn Sie solche Partikeln verwenden – sonst weiß fei gleich jeder, was Sie denken.

Du hast das Wort, Schätzchen!
100 charmante Geschichten rund um die Sprache erwarten Sie in unserem liebevoll illustrierten Büchlein „Du hast das Wort, Schätzchen!“. Das Spektrum reicht von Etymologie, Redewendungen, Sprachphänomenen, Sprachregeln bis zur Sprachentwicklung. Man erfährt, wer das Fragezeichen erfunden hat, was Tabu und Kanake gemeinsam haben oder warum die Engländer keinen Beamer benutzen.

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Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
lauter
 
Das altgermanische Adjektiv mittelhochdeutsch lūter, althochdeutsch [h]lūttar, gotisch hlūtrs, mittelniederländisch lūter, altenglisch hlūtor gehört im Sinne von „gespült, gereinigt“ zu der indogermanischen Wurzel *k̑leu- „spülen“; vergleiche z. B. aus anderen indogermanischen Sprachen griechisch klýzein „spülen, reinigen“, dazu klystḗr „Reinigungsspritze“ (Klistier), lateinisch cluere „reinigen“, dazu cloaca „Abzugskanal, Jauchegrube“ (Kloake). ‒ Aus dem alten Gebrauch des Adjektivs im Sinne von „rein, hell, klar“ entwickelte sich im Deutschen die spezielle Verwendung im Sinne von „frei von fremdartigen Beimischungen, unverfälscht“ (von Edelmetallen), übertragen „grundehrlich, anständig“ (vom Charakter). Außerdem wird lauter auch im Sinne von „bloß, nichts als“ gebraucht.
Das abgeleitete Verb läutern (mittelhochdeutsch liutern, althochdeutsch [h]lūtaren) wird im Sinne von „reinigen, säubern; bessern“ verwendet. Die Präfixbildung erläutern (mittelhochdeutsch erliutern) wandelte bereits in mittelhochdeutscher Zeit ihre Bedeutung von „rein, klar machen“ zu „erklären, darlegen“ (beachte zum Bedeutungswandel z. B. „erklären“).

 
Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 5. Auflage, Berlin 2014
 
lauter
Das altgermanische Adjektiv mittelhochdeutsch lūter, althochdeutsch [h]lūttar, gotisch hlūtrs, mittelniederländisch lūter, altenglisch hlūtor gehört im Sinne von „gespült, gereinigt“ zu der indogermanischen Wurzel *k̑leu- „spülen“; vergleiche z. B. aus anderen indogermanischen Sprachen griechisch klýzein „spülen, reinigen“, dazu klystḗr „Reinigungsspritze“ (Klistier), lateinisch cluere „reinigen“, dazu cloaca „Abzugskanal, Jauchegrube“ (Kloake). ‒ Aus dem alten Gebrauch des Adjektivs im Sinne von „rein, hell, klar“ entwickelte sich im Deutschen die spezielle Verwendung im Sinne von „frei von fremdartigen Beimischungen, unverfälscht“ (von Edelmetallen), übertragen „grundehrlich, anständig“ (vom Charakter). Außerdem wird lauter auch im Sinne von „bloß, nichts als“ gebraucht.
Das abgeleitete Verb läutern (mittelhochdeutsch liutern, althochdeutsch [h]lūtaren) wird im Sinne von „reinigen, säubern; bessern“ verwendet. Die Präfixbildung erläutern (mittelhochdeutsch erliutern) wandelte bereits in mittelhochdeutscher Zeit ihre Bedeutung von „rein, klar machen“ zu „erklären, darlegen“ (beachte zum Bedeutungswandel z. B. „erklären“).

 
Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 5. Auflage, Berlin 2014
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Aus Deutschland: 09001 870098
(1,99 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus Österreich: 0900 844144
(1,80 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Woher-kommt-das-Komma-Juli-2017">Woher kommt das Komma? (Juli 2017)</a>

Header
Header
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
wenn man so schön im Schreibfluss ist, ärgert es einen doch arg, wenn dieser Fluss abrupt gestaut wird – zum Beispiel durch Fragen nach dem Ob, dem Wohin oder dem Warum. Gerade das Komma wirft solche Fragen immer wieder in unseren lauteren Schreibfluss. Etwas Staumaterial wollen wir in diesem Newsletter beseitigen, nämlich die Frage, wie es sich mit der Kommasetzung in Fällen wie folgendem verhält: Ein voreiliges Halleluja,[?] besonders der genannten Art,[?] ist da eher kontraproduktiv.
 
Ins Grübeln gebracht werden kann man auch durch die Frage, wann ein verkürzter Nebensatz formelhaft ist und wann nicht und warum das eine Rolle spielen könnte. 
 
Und als wären es nicht schon genug Kommas für einen Newsletter, haben wir noch für Sie nachgeschlagen, woher das Wort Komma eigentlich kommt.
 
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn man so schön im Schreibfluss ist, ärgert es einen doch arg, wenn dieser Fluss abrupt gestaut wird – zum Beispiel durch Fragen nach dem Ob, dem Wohin oder dem Warum. Gerade das Komma wirft solche Fragen immer wieder in unseren lauteren Schreibfluss. Etwas Staumaterial wollen wir in diesem Newsletter beseitigen, nämlich die Frage, wie es sich mit der Kommasetzung in Fällen wie folgendem verhält: Ein voreiliges Halleluja,[?] besonders der genannten Art,[?] ist da eher kontraproduktiv.
 
Ins Grübeln gebracht werden kann man auch durch die Frage, wann ein verkürzter Nebensatz formelhaft ist und wann nicht und warum das eine Rolle spielen könnte. 
 
Und als wären es nicht schon genug Kommas für einen Newsletter, haben wir noch für Sie nachgeschlagen, woher das Wort Komma eigentlich kommt.
 
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Komma bei Präpositional- oder Genitivattributen?
 
Nein. Ein Präpositional- oder ein Genitivattribut wird nicht in das paarige Komma eingeschlossen: Ein voreiliges Halleluja von der genannten Art ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja der genannten Art ist da eher kontraproduktiv.
Wird die gleiche Wortgruppe aber von einem Wort oder einer Wortgruppe eingeleitet wie also, besonders, das heißt, genauer, mithin, nämlich, und zwar, vor allem, zum Beispiel und ähnlichen, wird sie in das paarige Komma eingeschlossen: Ein voreiliges Halleluja, besonders von der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja, besonders der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv.
Zu empfehlen ist aber, in solchen Fällen das Bezugswort wieder aufzunehmen: Ein voreiliges Halleluja, besonders ein Halleluja der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja, besonders eines der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv.
Komma bei Präpositional- oder Genitivattributen?
Nein. Ein Präpositional- oder ein Genitivattribut wird nicht in das paarige Komma eingeschlossen: Ein voreiliges Halleluja von der genannten Art ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja der genannten Art ist da eher kontraproduktiv.
Wird die gleiche Wortgruppe aber von einem Wort oder einer Wortgruppe eingeleitet wie also, besonders, das heißt, genauer, mithin, nämlich, und zwar, vor allem, zum Beispiel und ähnlichen, wird sie in das paarige Komma eingeschlossen: Ein voreiliges Halleluja, besonders von der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja, besonders der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv.
Zu empfehlen ist aber, in solchen Fällen das Bezugswort wieder aufzunehmen: Ein voreiliges Halleluja, besonders ein Halleluja der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja, besonders eines der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv.
 Treffen Sie immer den richtigen Ton
 
Nicht nur die richtige Kommasetzung trägt dazu bei, dass ein Text verständlich ist. Gleichzeitig ist der grammatisch richtige und inhaltlich sinnvolle Einsatz von Wörtern wichtig für jeden guten Text.
Egal ob Sie scherzhaft, nachdrücklich oder gehoben formulieren wollen – „Das Stilwörterbuch“ von Duden begleitet Sie bei Ihren Schreibprojekten und beabtwortet Fragen wie z. B.: Kann man nur den Zeitrahmen sprengen oder auch den verfügbaren Platz? Lebt man in oder im Einklang mit der Natur? Welche Adjektive eigenen sich zur Beschreibung von Ironie? – bitter, zart, leise, fein, beißend, unverhüllt ...?
 
„Das Stilwörterbuch“ macht es Ihnen leicht, Stilblüten und Wiederholungen zu vermeiden – gleichzeitig entdecken Sie die Ausdrucksmöglichkeiten der deutschen Sprache.
 
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 Treffen Sie immer den richtigen Ton
Nicht nur die richtige Kommasetzung trägt dazu bei, dass ein Text verständlich ist. Gleichzeitig ist der grammatisch richtige und inhaltlich sinnvolle Einsatz von Wörtern wichtig für jeden guten Text.
Egal ob Sie scherzhaft, nachdrücklich oder gehoben formulieren wollen – „Das Stilwörterbuch“ von Duden begleitet Sie bei Ihren Schreibprojekten und beabtwortet Fragen wie z. B.: Kann man nur den Zeitrahmen sprengen oder auch den verfügbaren Platz? Lebt man in oder im Einklang mit der Natur? Welche Adjektive eigenen sich zur Beschreibung von Ironie? – bitter, zart, leise, fein, beißend, unverhüllt ...?
 
„Das Stilwörterbuch“ macht es Ihnen leicht, Stilblüten und Wiederholungen zu vermeiden – gleichzeitig entdecken Sie die Ausdrucksmöglichkeiten der deutschen Sprache.
 
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Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Formelhafte verkürzte Nebensätze
 
Formelhafte verkürzte Nebensätze können, müssen aber nicht in das paarige Komma eingeschlossen werden: Sagen Sie[,] wenn möglich[,] jetzt nichts. Falls erforderlich[,] ziehen wir das gnadenlos durch.
Die Frage ist nur: Wann ist ein verkürzter Nebensatz formelhaft, wann nicht? Bei Zweiwortformeln ist das Formelhafte oft ziemlich klar: Wie besprochen[,] holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische[,] wie abgemacht[,] ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Auch ziemlich deutlich dürfte sein, dass es sich in folgenden Beispielen zwar um verkürzte, aber durchaus nicht um formelhafte Nebensätze handelt, Kommas also zu setzen sind: Wie heute morgen schon mit Ihrer Frau Gerster detailliert besprochen, holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische, wenn im Vorfeld mit dem Importeur so abgemacht, ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Bei allem, was dazwischenliegt, ist einerseits die Urteilskraft des Schreibers gefragt und liegt dieser andererseits mit Kommas eher auf der sicheren Seite: Wie heute morgen besprochen, holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische, wenn so abgemacht, ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Formelhafte verkürzte Nebensätze
 
Formelhafte verkürzte Nebensätze können, müssen aber nicht in das paarige Komma eingeschlossen werden: Sagen Sie[,] wenn möglich[,] jetzt nichts. Falls erforderlich[,] ziehen wir das gnadenlos durch.
Die Frage ist nur: Wann ist ein verkürzter Nebensatz formelhaft, wann nicht? Bei Zweiwortformeln ist das Formelhafte oft ziemlich klar: Wie besprochen[,] holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische[,] wie abgemacht[,] ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Auch ziemlich deutlich dürfte sein, dass es sich in folgenden Beispielen zwar um verkürzte, aber durchaus nicht um formelhafte Nebensätze handelt, Kommas also zu setzen sind: Wie heute morgen schon mit Ihrer Frau Gerster detailliert besprochen, holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische, wenn im Vorfeld mit dem Importeur so abgemacht, ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Bei allem, was dazwischenliegt, ist einerseits die Urteilskraft des Schreibers gefragt und liegt dieser andererseits mit Kommas eher auf der sicheren Seite: Wie heute morgen besprochen, holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische, wenn so abgemacht, ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Komma
 
Die Bezeichnung des Satzzeichens wurde im 17. Jahrhundert aus lateinisch comma entlehnt, das seinerseits aus griechisch kómma „Schlag; Abschnitt, Einschnitt“ übernommen ist. Dies ist eine Bildung zu dem griechischen Verb kóptein „stoßen, schlagen, hauen“, das wohl zu der unter schaben dargestellten indogermanischen Wortfamilie gehört.
 
Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 6. Auflage, Berlin 2014
 
Komma
Die Bezeichnung des Satzzeichens wurde im 17. Jahrhundert aus lateinisch comma entlehnt, das seinerseits aus griechisch kómma „Schlag; Abschnitt, Einschnitt“ übernommen ist. Dies ist eine Bildung zu dem griechischen Verb kóptein „stoßen, schlagen, hauen“, das wohl zu der unter schaben dargestellten indogermanischen Wortfamilie gehört.
 
Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 6. Auflage, Berlin 2014
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Aus Deutschland: 09001 870098
(1,99 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus Österreich: 0900 844144
(1,80 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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E-Mail: kundenservice@duden.de

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14197 Berlin

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Umsatzsteuer-ID: DE143872392
Verantwortlich im Sinne von § 55 Abs. 2 RStV: Olaf Carstens
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Deutsche Sprache
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Vollpfosten-und-Auslassungspunkte-Juni-2017">Vollpfosten und Auslassungspunkte (Juni 2017)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
ein wahrer Dauerbrenner in unserer Sprachberatung ist die Frage nach der Handhabung der Auslassungspunkte. Lesen Sie alles Wissenswerte darüber im ersten Teil unseres heutigen Newsletters.
 
Warum unser beliebtes Wörtchen toll einst so toll gar nicht war, erfahren Sie dann.
 
Und nachgeschlagen haben wir, was es mit dem blauen Dunst auf sich hat.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
ein wahrer Dauerbrenner in unserer Sprachberatung ist die Frage nach der Handhabung der Auslassungspunkte. Lesen Sie alles Wissenswerte darüber im ersten Teil unseres heutigen Newsletters.
 
Warum unser beliebtes Wörtchen toll einst so toll gar nicht war, erfahren Sie dann.
 
Und nachgeschlagen haben wir, was es mit dem blauen Dunst auf sich hat.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Auslassungspunkte
 
Drei Auslassungspunkte werden gesetzt, wenn in einem Wort, Satz oder Text Teile ausgelassen worden sind, beispielsweise, wenn eine Rede abgebrochen oder ein Gedankengang nicht weiter ausgeführt wird (Viele Märchen beginnen mit den Worten „Es war einmal …“), oder auch, wenn ein kritisches Wort nur angedeutet werden soll (Du bist ein solches A…).
Stehen die Auslassungspunkte hierbei für ein oder mehrere Wörter, muss ein Wortzwischenraum gesetzt werden, bei Auslassung eines Wortteils sind sie direkt an den Rest des Wortes anzuschließen.
Hinter den Auslassungspunkten wird kein Schlusspunkt mehr gesetzt. Auslassungspunkte in einer Klammer allerdings machen den Schlusspunkt nicht überflüssig: Sein größter Erfolg war ein Buch über Haustiere (Auswahl, Ernährung, Pflege …).
Auch Ausrufezeichen, Fragezeichen und Abkürzungspunkte müssen gesetzt werden: Bist du denn noch …? Das ist ja wohl das …! Er sagt, er sei Regierungsrat a. D. …
Zu beachten ist auch, dass der Schlusspunkt eines vorangehenden Satzes nicht in die Auslassungspunkte am Anfang des nachfolgenden Satzes einbezogen werden darf. Diäten fallen mir ungemein schwer. … das Fleisch ist schwach.
Auslassungspunkte
Drei Auslassungspunkte werden gesetzt, wenn in einem Wort, Satz oder Text Teile ausgelassen worden sind, beispielsweise, wenn eine Rede abgebrochen oder ein Gedankengang nicht weiter ausgeführt wird (Viele Märchen beginnen mit den Worten „Es war einmal …“), oder auch, wenn ein kritisches Wort nur angedeutet werden soll (Du bist ein solches A…).
Stehen die Auslassungspunkte hierbei für ein oder mehrere Wörter, muss ein Wortzwischenraum gesetzt werden, bei Auslassung eines Wortteils sind sie direkt an den Rest des Wortes anzuschließen.
Hinter den Auslassungspunkten wird kein Schlusspunkt mehr gesetzt. Auslassungspunkte in einer Klammer allerdings machen den Schlusspunkt nicht überflüssig: Sein größter Erfolg war ein Buch über Haustiere (Auswahl, Ernährung, Pflege …).
Auch Ausrufezeichen, Fragezeichen und Abkürzungspunkte müssen gesetzt werden: Bist du denn noch …? Das ist ja wohl das …! Er sagt, er sei Regierungsrat a. D. …
Zu beachten ist auch, dass der Schlusspunkt eines vorangehenden Satzes nicht in die Auslassungspunkte am Anfang des nachfolgenden Satzes einbezogen werden darf. Diäten fallen mir ungemein schwer. … das Fleisch ist schwach.
Du A...! Sie V...! So ein M...!
Sagen Sie zu Ihrem Mann „Du Horst“, obwohl er Manfred heißt? Oder betiteln Sie einen Berliner Fiesling als „Hundsbua“? Dann lassen Sie sich inspirieren von über 200 Schimpfwörtern, passend für alle ätzenden Situationen und nervenden Mitmenschen.
In „Sie Vollpfosten!“ erfahren Sie, wer wem am liebsten was an den Kopf wirft: in der Beziehung, unter Jugendlichen, unter Kollegen, im Straßenverkehr, unter Bayern und Sachsen und überall sonst auf der Welt.
 
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Du A...! Sie V...! So ein M...!
Sagen Sie zu Ihrem Mann „Du Horst“, obwohl er Manfred heißt? Oder betiteln Sie einen Berliner Fiesling als „Hundsbua“? Dann lassen Sie sich inspirieren von über 200 Schimpfwörtern, passend für alle ätzenden Situationen und nervenden Mitmenschen.
In „Sie Vollpfosten!“ erfahren Sie, wer wem am liebsten was an den Kopf wirft: in der Beziehung, unter Jugendlichen, unter Kollegen, im Straßenverkehr, unter Bayern und Sachsen und überall sonst auf der Welt.
 
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Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Toll
 
Das Adjektiv toll (mhd. tol, dol, ahd. tol „dumm, töricht“) gehört im Sinne von „getrübt, umnebelt, verwirrt“ zu der Wortgruppe, der auch das Nomen Dunst zuzuordnen ist. Diese ursprüngliche Bedeutung „trübe, verwirrt“ spiegelt sich in Begriffen wie Tollhaus wider (veraltet für „psychiatrische Klinik“), Tollkirsche (der Genuss der Beeren dieses Nachtschattengewächses ruft beim Menschen Erregungs- und Verwirrtheitszustände hervor) oder Tollwut (eine Viruserkrankung, die einen Zustand der Übererregtheit auslöst). Und bevor sich jemand tollkühn verhält, sollte er über sein Agieren vielleicht noch einmal gründlich nachdenken …
Auch im Mittelhochdeutschen trat das Adjektiv aber schon in der Bedeutung „ansehnlich, bewundernswert“ auf, im Frühneuhochdeutschen dann auch im Sinne von „erstaunlich, sehr stark“. Auf dieser Schiene fahren wir auch heute noch, wenn wir von einem tollen Mann, einer tollen Figur oder tollen Autos schwärmen.
Toll
Das Adjektiv toll (mhd. tol, dol, ahd. tol „dumm, töricht“) gehört im Sinne von „getrübt, umnebelt, verwirrt“ zu der Wortgruppe, der auch das Nomen Dunst zuzuordnen ist. Diese ursprüngliche Bedeutung „trübe, verwirrt“ spiegelt sich in Begriffen wie Tollhaus wider (veraltet für „psychiatrische Klinik“), Tollkirsche (der Genuss der Beeren dieses Nachtschattengewächses ruft beim Menschen Erregungs- und Verwirrtheitszustände hervor) oder Tollwut (eine Viruserkrankung, die einen Zustand der Übererregtheit auslöst). Und bevor sich jemand tollkühn verhält, sollte er über sein Agieren vielleicht noch einmal gründlich nachdenken …
Auch im Mittelhochdeutschen trat das Adjektiv aber schon in der Bedeutung „ansehnlich, bewundernswert“ auf, im Frühneuhochdeutschen dann auch im Sinne von „erstaunlich, sehr stark“. Auf dieser Schiene fahren wir auch heute noch, wenn wir von einem tollen Mann, einer tollen Figur oder tollen Autos schwärmen.
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Jemandem blauen Dunst vormachen
 
umgangssprachlich: „jemandem etwas vortäuschen“. Die Zauberer ließen früher bei ihren Tricks oft blauen Rauch aufsteigen. Die Zuschauer sollten dadurch am genauen Beobachten gehindert werden. Da aber „blau“ vor allem in der älteren Sprache die Farbe der Täuschung, Verstellung und Lüge ist und „Dunst“ nach Grimms „Deutschem Wörterbuch“ u. a. „das Nichtige, Vergängliche, Betäubende, Täuschende, Betrügliche in vielfachen Beziehungen“ ausdrückt, muss man nicht unbedingt die Zauberer bemühen. Für Grimm ist daher „blauer Dunst“ so viel wie „falscher Schein, lügenhafte Vorspiegelung“.
 
Aus: Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? Redensarten: wo sie herkommen, was sie bedeuten. Berlin 2014.
Jemandem blauen Dunst vormachen
umgangssprachlich: „jemandem etwas vortäuschen“. Die Zauberer ließen früher bei ihren Tricks oft blauen Rauch aufsteigen. Die Zuschauer sollten dadurch am genauen Beobachten gehindert werden. Da aber „blau“ vor allem in der älteren Sprache die Farbe der Täuschung, Verstellung und Lüge ist und „Dunst“ nach Grimms „Deutschem Wörterbuch“ u. a. „das Nichtige, Vergängliche, Betäubende, Täuschende, Betrügliche in vielfachen Beziehungen“ ausdrückt, muss man nicht unbedingt die Zauberer bemühen. Für Grimm ist daher „blauer Dunst“ so viel wie „falscher Schein, lügenhafte Vorspiegelung“.
 
Aus: Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? Redensarten: wo sie herkommen, was sie bedeuten. Berlin 2014.
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Nicht-lange-herumdoktern-sondern-clever-texten-Mai-2017">Nicht lange herumdoktern, sondern clever texten (Mai 2017)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
unser Newsletter widmet sich zu Beginn dem Thema, welche Pronomen angebracht sind, wenn bei einem Substantiv Genus und Sexus nicht übereinstimmen. Heißt es also das Mädchen und sein Hund oder das Mädchen und ihr Hund?
 
Danach sehen wir uns an, wie die immer häufiger auftretende Kombination in 2017 zu bewerten ist.
 
Die Antwort auf die häufig gestellte Frage, wie man mehrere Doktoren auf einmal anredet, finden Sie unter der Rubrik „Für Sie nachgeschlagen“.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
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unser Newsletter widmet sich zu Beginn dem Thema, welche Pronomen angebracht sind, wenn bei einem Substantiv Genus und Sexus nicht übereinstimmen. Heißt es also das Mädchen und sein Hund oder das Mädchen und ihr Hund?
 
Danach sehen wir uns an, wie die immer häufiger auftretende Kombination in 2017 zu bewerten ist.
 
Die Antwort auf die häufig gestellte Frage, wie man mehrere Doktoren auf einmal anredet, finden Sie unter der Rubrik „Für Sie nachgeschlagen“.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Das Fräulein und sein Begleiter – Pronomenverwendung
 
Bereits Mark Twain beklagte den Umstand, dass in der deutschen Sprache die Rübe weiblich und das Mädchen sächlich ist. Diese Beobachtung gilt natürlich nur für das Genus, also das grammatische Geschlecht. Davon gibt es im Deutschen bekanntlich drei: männlich/maskulin, weiblich/feminin und sächlich/neutral.
Das Genus bestimmt den Artikel, den man mit dem Substantiv zusammen verwendet, die Flexionsklasse und eben auch die verwendeten Pronomen: er/sein, sie/ihr, es/sein. In der Regel funktioniert das problemlos. Ich habe es (das Auto) in die Werkstatt gebracht. Sie (die Zündung) hat nicht mehr richtig funktioniert. Am Samstag hole ich ihn (den Wagen) wieder ab. Je nachdem, welches Wort verwendet wird, kann ein Gegenstand das Genus fröhlich wechseln: das Auto, der Wagen, die Karre. Manche Wörter haben auch von vornherein mehr als ein Genus.
Doch uns geht es um ein anderes Problem. Was tun, wenn ein Wort ein festgelegtes Genus hat, wie z. B. die Person, das Mädchen, dieses aber nicht mit dem Sexus, also dem natürlichen Geschlecht, übereinstimmt? Immer auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie das grammatische Geschlecht wählen, also: Das Fräulein und sein Begleiter. Die Person legte ihren Mantel ab. Ist das grammatische Geschlecht weiblich und das natürliche männlich, ist dies sogar die einzige richtige Lösung: Die Geisel Hans Müller war zwei Stunden in der Gewalt ihrer Entführer. Anders liegt der Fall, wenn das natürliche Geschlecht weiblich ist. Dann kann zwar auch das grammatische Geschlecht gewählt werden: Das Mädchen hatte gewonnen. Zufrieden ging es nach Hause. Doch immer häufiger wird in solchen Fällen das natürliche Geschlecht gewählt. Die Wahrscheinlichkeit dafür wächst, je weiter das aufnehmende Pronomen vom Bezugswort entfernt steht: Das Mädchen packte seine Sachen zusammen und ging weg. Dabei pfiff sie fröhlich vor sich hin.
Das Fräulein und sein Begleiter – Pronomenverwendung
Bereits Mark Twain beklagte den Umstand, dass in der deutschen Sprache die Rübe weiblich und das Mädchen sächlich ist. Diese Beobachtung gilt natürlich nur für das Genus, also das grammatische Geschlecht. Davon gibt es im Deutschen bekanntlich drei: männlich/maskulin, weiblich/feminin und sächlich/neutral.
Das Genus bestimmt den Artikel, den man mit dem Substantiv zusammen verwendet, die Flexionsklasse und eben auch die verwendeten Pronomen: er/sein, sie/ihr, es/sein. In der Regel funktioniert das problemlos. Ich habe es (das Auto) in die Werkstatt gebracht. Sie (die Zündung) hat nicht mehr richtig funktioniert. Am Samstag hole ich ihn (den Wagen) wieder ab. Je nachdem, welches Wort verwendet wird, kann ein Gegenstand das Genus fröhlich wechseln: das Auto, der Wagen, die Karre. Manche Wörter haben auch von vornherein mehr als ein Genus.
Doch uns geht es um ein anderes Problem. Was tun, wenn ein Wort ein festgelegtes Genus hat, wie z. B. die Person, das Mädchen, dieses aber nicht mit dem Sexus, also dem natürlichen Geschlecht, übereinstimmt? Immer auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie das grammatische Geschlecht wählen, also: Das Fräulein und sein Begleiter. Die Person legte ihren Mantel ab. Ist das grammatische Geschlecht weiblich und das natürliche männlich, ist dies sogar die einzige richtige Lösung: Die Geisel Hans Müller war zwei Stunden in der Gewalt ihrer Entführer. Anders liegt der Fall, wenn das natürliche Geschlecht weiblich ist. Dann kann zwar auch das grammatische Geschlecht gewählt werden: Das Mädchen hatte gewonnen. Zufrieden ging es nach Hause. Doch immer häufiger wird in solchen Fällen das natürliche Geschlecht gewählt. Die Wahrscheinlichkeit dafür wächst, je weiter das aufnehmende Pronomen vom Bezugswort entfernt steht: Das Mädchen packte seine Sachen zusammen und ging weg. Dabei pfiff sie fröhlich vor sich hin.
Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
In mit einer Jahreszahl
 
Vor allem in Geschäftsberichten, aber immer öfter auch in Zeitungs- oder Zeitschriftentexten findet sich die Kombination aus der Präposition in mit einer Jahreszahl: in 1998, in 2017, womit ausgedrückt wird, dass etwas in dem entsprechenden Jahr stattgefunden hat. Wie viele andere sprachliche Ausdrücke kam auch dieser aus dem Englischen zu uns. Dort ist dies die gängige Art, eine Jahreszahl als Zeitpunkt eines Geschehens zu kennzeichnen.
Im Deutschen verwendet man standardsprachlich die Jahreszahl allein oder mit dem Zusatz im Jahr(e). Nun kann natürlich die bloße Jahreszahl gerade in einem Text, in dem noch andere Zahlen vorkommen, bei raschem Lesen zu Verwirrung führen: Die Ausgaben stiegen von 2500 € 2016 um 10 % auf 2750 € 2017. Das Einfügen von im Jahr(e) löst dieses Problem und klingt auch eleganter, doch ist stilistische Schönheit meist nicht erstes Ziel eines Geschäftsberichts. Da in 2017 die Jahreszahl ebenfalls eindeutig charakterisiert und zudem deutlich kürzer ist als im Jahr(e), ist es auf dem besten Weg, sich auch im Deutschen zu etablieren.
In mit einer Jahreszahl
Vor allem in Geschäftsberichten, aber immer öfter auch in Zeitungs- oder Zeitschriftentexten findet sich die Kombination aus der Präposition in mit einer Jahreszahl: in 1998, in 2017, womit ausgedrückt wird, dass etwas in dem entsprechenden Jahr stattgefunden hat. Wie viele andere sprachliche Ausdrücke kam auch dieser aus dem Englischen zu uns. Dort ist dies die gängige Art, eine Jahreszahl als Zeitpunkt eines Geschehens zu kennzeichnen.
Im Deutschen verwendet man standardsprachlich die Jahreszahl allein oder mit dem Zusatz im Jahr(e). Nun kann natürlich die bloße Jahreszahl gerade in einem Text, in dem noch andere Zahlen vorkommen, bei raschem Lesen zu Verwirrung führen: Die Ausgaben stiegen von 2500 € 2016 um 10 % auf 2750 € 2017. Das Einfügen von im Jahr(e) löst dieses Problem und klingt auch eleganter, doch ist stilistische Schönheit meist nicht erstes Ziel eines Geschäftsberichts. Da in 2017 die Jahreszahl ebenfalls eindeutig charakterisiert und zudem deutlich kürzer ist als im Jahr(e), ist es auf dem besten Weg, sich auch im Deutschen zu etablieren.
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen

Sehr geehrte Doktoren ...?
 
Da muss nicht lange herumgedoktert werden: Wenn Sie mehrere Doktorinnen und Doktoren, beispielsweise in einer Gemeinschaftspraxis, anschreiben möchten, lautet die Anrede Sehr geehrte Damen und Herren Doktoren. Handelt es sich ausschließlich um Männer, heißt die Anrede Sehr geehrte Herren Doktoren. Setzt sich die Gruppe aus promovierten Frauen zusammen, redet man jede einzelne Person in alphabetischer Reihenfolge mit dem Namen an: Sehr geehrte Frau Dr. Angerer, Frau Dr. König und Frau Dr. Müller.
 
Hat eine Person mehrere Doktortitel, werden diese in der Anschrift hintereinander ohne Komma aufgeführt: Dr. phil. Dr. med. Helga Schneider. Anders sieht es bei der Anrede aus, denn hier wird der Doktortitel nur einmal genannt: Sehr geehrte Frau Dr. Schneider.

Aus: Duden – Wolke sieben. Warum es dort so schön ist und andere wunderbare Sprachgeschichten. Berlin 2016

So bringen Sie Ihr Unternehmen zum Glänzen
 
Ob Sie Ihre eigene Praxis gründen, ein Restaurant eröffnen, eine Tischlerei betreiben oder sich gerade als Grafikerin selbstständig gemacht haben – eine gut gestaltete und getextete Webseite, ein aktiv bespielter Facebook-Auftritt oder ein Blog, in dem Sie Ihr Fachwissen präsentieren, trägt entscheidend zu Ihrem Erfolg bei.
Petra van Laak zeigt Ihnen, wie Sie Onlinetexte schreiben, die bei Ihrer Zielgruppe ankommen und wirken. Ihr Ratgeber ist anders als andere – er ist ein „Tatgeber“ aus der Praxis für die Praxis. Mit vielen prägnanten Beispielen und anschaulichen Berichten aus dem Agenturalltag.

Das Buch im Dudenshop

Sie finden das Thema spannend und wohnen in Berlin?

Dann können Sie die Autorin Petra van Laak persönlich erleben:
 
Buchpräsentation „Clever texten fürs Web“
Sie sind herzlich eingeladen, am 12. Mai um 17 Uhr in die Agentur „text: vanlaak“ zu kommen.
 
Ein Buch entsteht nicht von allein; es sind viele Menschen beteiligt. Zu Wort kommen

Juliane von Laffert, Lektorin Dudenverlag,
Mia Zmija-Maurice, Fachlektorat Ocular Online
... und die Autorin selbst.
 
Die Details
 
Veranstaltungsort:
Agentur text: vanlaak
Gewerbehof Bülowbogen, Hof D, Aufgang 3, 1. OG
Bülowstraße 66, 10783 Berlin-Schöneberg
U-Bahnhof Bülowstraße, S-Bahnhof Yorckstraße
Parken auf dem Hof möglich
 
Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 7. Mai 2017 an. Schreiben Sie einfach eine Nachricht an clever-texten@text-vanlaak.de.
 
Der Blog zum Buch:
www.clever-texten-fuers-web.de
 

Sehr geehrte Doktoren ...?
Da muss nicht lange herumgedoktert werden: Wenn Sie mehrere Doktorinnen und Doktoren, beispielsweise in einer Gemeinschaftspraxis, anschreiben möchten, lautet die Anrede Sehr geehrte Damen und Herren Doktoren. Handelt es sich ausschließlich um Männer, heißt die Anrede Sehr geehrte Herren Doktoren. Setzt sich die Gruppe aus promovierten Frauen zusammen, redet man jede einzelne Person in alphabetischer Reihenfolge mit dem Namen an: Sehr geehrte Frau Dr. Angerer, Frau Dr. König und Frau Dr. Müller.
 
Hat eine Person mehrere Doktortitel, werden diese in der Anschrift hintereinander ohne Komma aufgeführt: Dr. phil. Dr. med. Helga Schneider. Anders sieht es bei der Anrede aus, denn hier wird der Doktortitel nur einmal genannt: Sehr geehrte Frau Dr. Schneider.

Aus: Duden – Wolke sieben. Warum es dort so schön ist und andere wunderbare Sprachgeschichten. Berlin 2016

So bringen Sie Ihr Unternehmen zum Glänzen
Ob Sie Ihre eigene Praxis gründen, ein Restaurant eröffnen, eine Tischlerei betreiben oder sich gerade als Grafikerin selbstständig gemacht haben – eine gut gestaltete und getextete Webseite, ein aktiv bespielter Facebook-Auftritt oder ein Blog, in dem Sie Ihr Fachwissen präsentieren, trägt entscheidend zu Ihrem Erfolg bei.
Petra van Laak zeigt Ihnen, wie Sie Onlinetexte schreiben, die bei Ihrer Zielgruppe ankommen und wirken. Ihr Ratgeber ist anders als andere – er ist ein „Tatgeber“ aus der Praxis für die Praxis. Mit vielen prägnanten Beispielen und anschaulichen Berichten aus dem Agenturalltag.

Das Buch im Dudenshop

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Sie sind herzlich eingeladen, am 12. Mai um 17 Uhr in die Agentur „text: vanlaak“ zu kommen.
 
Ein Buch entsteht nicht von allein; es sind viele Menschen beteiligt. Zu Wort kommen

Juliane von Laffert, Lektorin Dudenverlag,
Mia Zmija-Maurice, Fachlektorat Ocular Online
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Die Details
 
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Agentur text: vanlaak
Gewerbehof Bülowbogen, Hof D, Aufgang 3, 1. OG
Bülowstraße 66, 10783 Berlin-Schöneberg
U-Bahnhof Bülowstraße, S-Bahnhof Yorckstraße
Parken auf dem Hof möglich
 
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14197 Berlin

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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Keltische-und-etruskische-%C3%9Cberraschungen-April-2017">Keltische und etruskische Überraschungen (April 2017)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
der stete Fluss der deutschen Sprache hat schon so manches fremde Wort so deutsch geschliffen, dass man ihm seine fremde Herkunft kaum noch oder gar nicht mehr ansieht. Das gilt – man könnte es sich fast denken – für viele Wörter aus dem Lateinischen wie Käse, Laune oder Mauer. Aber wären Sie auch davon ausgegangen, dass sich noch etliche Wörter aus dem Keltischen im Deutschen tummeln?  
 
Und es geht noch wilder: Selbst aus dem längst untergegangenen Etruskischen haben sich Wörter ins Deutsche gemogelt, die wir entweder fast täglich oder doch hie und da fachsprachlich verwenden. Hätten Sie’s gewusst?
 
Und da es in der Wortgeschichte so viele spannende Geschichten gibt, von denen man nicht so recht weiß: „Sind sie wahr oder nur gut erfunden?“, haben wir eine davon für Sie nachgeschlagen – und zwar anlässlich des kuriosen Welt-Pinguin-Tags am 25. April 2017.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
der stete Fluss der deutschen Sprache hat schon so manches fremde Wort so deutsch geschliffen, dass man ihm seine fremde Herkunft kaum noch oder gar nicht mehr ansieht. Das gilt – man könnte es sich fast denken – für viele Wörter aus dem Lateinischen wie Käse, Laune oder Mauer. Aber wären Sie auch davon ausgegangen, dass sich noch etliche Wörter aus dem Keltischen im Deutschen tummeln?  
 
Und es geht noch wilder: Selbst aus dem längst untergegangenen Etruskischen haben sich Wörter ins Deutsche gemogelt, die wir entweder fast täglich oder doch hie und da fachsprachlich verwenden. Hätten Sie’s gewusst?
 
Und da es in der Wortgeschichte so viele spannende Geschichten gibt, von denen man nicht so recht weiß: „Sind sie wahr oder nur gut erfunden?“, haben wir eine davon für Sie nachgeschlagen – und zwar anlässlich des kuriosen Welt-Pinguin-Tags am 25. April 2017.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Lehnwörter aus dem Keltischen
 
Normalerweise vertreiben sich ja die gallischen Recken Asterix und Obelix die Zeit damit, römische Legionäre zu vermöbeln. Heute soll Asterix aber mal einen Bildungsauftrag erfüllen – und wenn es auch nur ein Wortbildungsauftrag ist. Und der betrifft den zweiten Teil seines Namens: -rix.
Denn von keltisch (gallisch) rix – „Herrscher, Fürst, König“ – sind unsere Wörter „Reich“ und „reich“ abgeleitet. Indoeuropäisch damit verwandt ist etwa lateinisch rex – „König“.
Ebenfalls aus dem Keltischen (Gallischen) abgeleitet ist Amt, und zwar von amb[i]aktos – „Diener, Bote“, das gallolateinisch als ambactus überliefert ist, eigentlich „Herumgeschickter“ heißt und sich z. B. auch im Niederländischen als Ambacht(sman) – „Handwerk(er)“ findet oder im Schweizerischen als Ammann – „Vorsteher einer Exekutivbehörde“.
Weitere Wörter des Deutschen, die aus dem Keltischen stammen, sind etwa Eid, Flanell, Geisel, Gladiole (über lat. gladius – „Schwert“, vgl. altirisch claideb oder kymrisch, d. h. walisisch cleddyf), Glocke, Mergel, Kai, Pferd, Vasall. Dazu kommen noch die Bestandteile von Ortsnamen wie -magen von magos – „Feld“ (Dormagen, Remagen).
Mehr oder weniger stark verdächtigen, aus dem Keltischen zu stammen, darf man: Heide, Laus, Beton, Bock, Leder, Mähre, Dam[wild], dick, Eisen, Mine, Tonne. Zu diesen Wörtern fand man bisher nur im Keltischen verwandte Wörter, und man fragt sich für jedes einzelne: Wer hat's von wem? Oder gibt es in dem einen oder anderen Fall vielleicht ein indoeuropäisches Ursprungswort, das sich dann nur bis ins Germanische und Keltische, nicht aber bis in andere indoeuropäische Sprachen durchgearbeitet hat? Genaues weiß man nicht ...   
Lehnwörter aus dem Keltischen
Normalerweise vertreiben sich ja die gallischen Recken Asterix und Obelix die Zeit damit, römische Legionäre zu vermöbeln. Heute soll Asterix aber mal einen Bildungsauftrag erfüllen – und wenn es auch nur ein Wortbildungsauftrag ist. Und der betrifft den zweiten Teil seines Namens: -rix.
Denn von keltisch (gallisch) rix – „Herrscher, Fürst, König“ – sind unsere Wörter „Reich“ und „reich“ abgeleitet. Indoeuropäisch damit verwandt ist etwa lateinisch rex – „König“.
Ebenfalls aus dem Keltischen (Gallischen) abgeleitet ist Amt, und zwar von amb[i]aktos – „Diener, Bote“, das gallolateinisch als ambactus überliefert ist, eigentlich „Herumgeschickter“ heißt und sich z. B. auch im Niederländischen als Ambacht(sman) – „Handwerk(er)“ findet oder im Schweizerischen als Ammann – „Vorsteher einer Exekutivbehörde“.
Weitere Wörter des Deutschen, die aus dem Keltischen stammen, sind etwa Eid, Flanell, Geisel, Gladiole (über lat. gladius – „Schwert“, vgl. altirisch claideb oder kymrisch, d. h. walisisch cleddyf), Glocke, Mergel, Kai, Pferd, Vasall. Dazu kommen noch die Bestandteile von Ortsnamen wie -magen von magos – „Feld“ (Dormagen, Remagen).
Mehr oder weniger stark verdächtigen, aus dem Keltischen zu stammen, darf man: Heide, Laus, Beton, Bock, Leder, Mähre, Dam[wild], dick, Eisen, Mine, Tonne. Zu diesen Wörtern fand man bisher nur im Keltischen verwandte Wörter, und man fragt sich für jedes einzelne: Wer hat's von wem? Oder gibt es in dem einen oder anderen Fall vielleicht ein indoeuropäisches Ursprungswort, das sich dann nur bis ins Germanische und Keltische, nicht aber bis in andere indoeuropäische Sprachen durchgearbeitet hat? Genaues weiß man nicht ...   
Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Lehnwörter aus dem Etruskischen
 
Auch die ganz, ganz alte Toskanafraktion, die Etrusker, hat ihre Spuren in der deutschen Sprache hinterlassen, d. h., eigentlich haben das die Römer getan, denn die haben etruskische Wörter, die sie selbst dem Etruskischen entlehnt hatten, mit in unsere Gegend gebracht – und damit einen gewissen Stil. Wenn jemand Stil hat, dann hat er den (so skurril das klingen mag) in gewisser Weise von den Etruskern. Denn unser Substantiv Stil geht (über lateinisch stilus – „Griffel, Schreibstil“) genauso auf das Etruskische zurück wie das Adjektiv skurril (über lat. scurrilis – „absonderlich“ und scurra – „Spaßmacher, Witzbold“). Auch die Person verdanken wir dem Etruskischen (über lat. persona – „Maske des Schauspielers“ von etruskisch phersu – „Maske“). Apropos Schauspieler: Auch der psychologische Fachbegriff „histrionische Persönlichkeit“ hat nicht nur mit Persönlichkeit, sondern auch mit histrionisch etwas Etruskisches (über lateinisch histrio – „Schauspieler“). Aufs Etruskische zurück gehen zudem unsere Wörter Atrium, Element, Grieche, populär.
Stark im Verdacht, etruskische Ursprünge zu haben, stehen zum Beispiel Fenster, Ginster, Satellit.

Ob mit oder ohne Lehnwörter* – nur richtige Texte können richtig gute Texte sein
 
Eine gute Nachricht für alle, die professionell schreiben: Gemeinsam mit dem deutschen Journalistenverband haben wir ein Nachschlagewerk entwickelt, das schneller und zuverlässiger als jede Internetrecherche Ihre Zweifelsfälle zu Zeichensetzung, Grammatik, Stil und Rechtschreibung klärt.

* So zum Beispiel auch die Frage, ob in Verbindungen wie mit oder ohne Lehnwörter am Ende der Dativ oder der Akkusativ stehen muss.
 
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Lehnwörter aus dem Etruskischen
Auch die ganz, ganz alte Toskanafraktion, die Etrusker, hat ihre Spuren in der deutschen Sprache hinterlassen, d. h., eigentlich haben das die Römer getan, denn die haben etruskische Wörter, die sie selbst dem Etruskischen entlehnt hatten, mit in unsere Gegend gebracht – und damit einen gewissen Stil. Wenn jemand Stil hat, dann hat er den (so skurril das klingen mag) in gewisser Weise von den Etruskern. Denn unser Substantiv Stil geht (über lateinisch stilus – „Griffel, Schreibstil“) genauso auf das Etruskische zurück wie das Adjektiv skurril (über lat. scurrilis – „absonderlich“ und scurra – „Spaßmacher, Witzbold“). Auch die Person verdanken wir dem Etruskischen (über lat. persona – „Maske des Schauspielers“ von etruskisch phersu – „Maske“). Apropos Schauspieler: Auch der psychologische Fachbegriff „histrionische Persönlichkeit“ hat nicht nur mit Persönlichkeit, sondern auch mit histrionisch etwas Etruskisches (über lateinisch histrio – „Schauspieler“). Aufs Etruskische zurück gehen zudem unsere Wörter Atrium, Element, Grieche, populär.
Stark im Verdacht, etruskische Ursprünge zu haben, stehen zum Beispiel Fenster, Ginster, Satellit.

Ob mit oder ohne Lehnwörter* – nur richtige Texte können richtig gute Texte sein
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* So zum Beispiel auch die Frage, ob in Verbindungen wie mit oder ohne Lehnwörter am Ende der Dativ oder der Akkusativ stehen muss.
 
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Für Sie nachgeschlagen
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Pinguin
 
Der seit der Zeit um 1600 in Reisebeschreibungen bezeugte Name des in der Antarktis beheimateten flugunfähigen Meeresvogels mit flossenähnlichen Flügeln ist etymologisch dunkel. Ganz fraglich ist die Herleitung aus dem Keltischen als „Weißkopf“ (walisisch pen „Kopf“ und gwyn „weiß“). Danach müsste „Pinguin“ zunächst den Alk bezeichnet haben, der weiße Flecken um die Augen hat. Näher läge die Herkunft aus lateinisch pinguis „fett, feist“, doch auch dies ist nicht gesichert.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage, Berlin 2014
Pinguin
Der seit der Zeit um 1600 in Reisebeschreibungen bezeugte Name des in der Antarktis beheimateten flugunfähigen Meeresvogels mit flossenähnlichen Flügeln ist etymologisch dunkel. Ganz fraglich ist die Herleitung aus dem Keltischen als „Weißkopf“ (walisisch pen „Kopf“ und gwyn „weiß“). Danach müsste „Pinguin“ zunächst den Alk bezeichnet haben, der weiße Flecken um die Augen hat. Näher läge die Herkunft aus lateinisch pinguis „fett, feist“, doch auch dies ist nicht gesichert.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage, Berlin 2014
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Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
über den geschlechtergerechten Sprachgebrauch haben wir Sie in unserem Newsletter schon verschiedentlich informiert. Lesen Sie heute, was es auf diesem Gebiet an interessanten neuen Entwicklungen gibt.
Nachgeschlagen haben wir für Sie, was die Bezeichnung Gästin mit den Brüdern Grimm zu tun hat.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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über den geschlechtergerechten Sprachgebrauch haben wir Sie in unserem Newsletter schon verschiedentlich informiert. Lesen Sie heute, was es auf diesem Gebiet an interessanten neuen Entwicklungen gibt.
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Hätten Sie’s gewusst?
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Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – der Schrägstrich
 
Die Doppelnennung femininer und maskuliner Formen (Kolleginnen und
Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Assistentin oder Assistent, jede und jeder)
ist die höflichste und eindeutigste Variante der sprachlichen Gleichstellung. Sie ist vor allem in der Anrede üblich.
Die häufigste und zugleich von den amtlichen Rechtschreibregeln abgedeckte verkürzte Form der sprachlichen Gleichstellung der Geschlechter war bisher die Variante mit Schrägstrich und Bindestrich: Mitarbeiter/-innen, Lektor/-in, Buchhalter/-innen. Dabei ist zwar der Bindestrich den amtlichen Rechtschreibregeln zufolge nach wie vor vorgeschrieben, allerdings wurde und wird aus typografischen Gründen häufig auf ihn verzichtet: Mitarbeiter/innen, Lektor/in.
Der Verwendung der Schrägstrichvariante sind aus grammatischen Gründen jedoch häufig Grenzen gesetzt. Wortpaare, bei denen die feminine Form nicht nur durch Anhängen einer Endung an die maskuline gebildet wird, lassen sich nicht einfach durch den Schrägstrich verkürzen. In solchen Fällen sollten alle Formen ausgeschrieben werden: Kollegen und Kolleginnen, Beamte und Beamtinnen, Bischöfe und Bischöfinnen.
Zu beobachten ist auch, dass sich der Sprachgebrauch in letzter Zeit von starren Regeln loslöst. Aus praktischen Gründen werden Doppelformen häufig wie ein Gesamtwort behandelt und entsprechend unkompliziert flektiert: den Mitarbeiter/innen, den Kolleg/innen.
Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – der Schrägstrich
Die Doppelnennung femininer und maskuliner Formen (Kolleginnen und
Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Assistentin oder Assistent, jede und jeder)
ist die höflichste und eindeutigste Variante der sprachlichen Gleichstellung. Sie ist vor allem in der Anrede üblich.
Die häufigste und zugleich von den amtlichen Rechtschreibregeln abgedeckte verkürzte Form der sprachlichen Gleichstellung der Geschlechter war bisher die Variante mit Schrägstrich und Bindestrich: Mitarbeiter/-innen, Lektor/-in, Buchhalter/-innen. Dabei ist zwar der Bindestrich den amtlichen Rechtschreibregeln zufolge nach wie vor vorgeschrieben, allerdings wurde und wird aus typografischen Gründen häufig auf ihn verzichtet: Mitarbeiter/innen, Lektor/in.
Der Verwendung der Schrägstrichvariante sind aus grammatischen Gründen jedoch häufig Grenzen gesetzt. Wortpaare, bei denen die feminine Form nicht nur durch Anhängen einer Endung an die maskuline gebildet wird, lassen sich nicht einfach durch den Schrägstrich verkürzen. In solchen Fällen sollten alle Formen ausgeschrieben werden: Kollegen und Kolleginnen, Beamte und Beamtinnen, Bischöfe und Bischöfinnen.
Zu beobachten ist auch, dass sich der Sprachgebrauch in letzter Zeit von starren Regeln loslöst. Aus praktischen Gründen werden Doppelformen häufig wie ein Gesamtwort behandelt und entsprechend unkompliziert flektiert: den Mitarbeiter/innen, den Kolleg/innen.
Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – Asterisk und Unterstrich
 
Zwei weitere, recht kreative verkürzte Schreibvarianten zur Gleichstellung der Geschlechter finden sich immer häufiger, und zwar der Asterisk (das Sternchen) und der Unterstrich: Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen; Besucher_innen, Händler_innen.
Das Sternchen – ursprünglich überwiegend im universitären Umfeld verwendet – findet man oft in Kontexten, in denen aufgrund aktueller Transgender- und Intersexualitätsdebatten nicht mehr von einem rein binären System der Geschlechter ausgegangen wird. Ähnliches gilt für den Unterstrich, den sogenannten „Gendergap“. Beiden Formen gemein ist, dass sie das herkömmliche Schriftbild bewusst irritieren.
Empfohlen werden können Asterisk und Unterstrich seitens der Dudenredaktion nicht, da sie vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind – wer sich jedoch nicht im amtlichen Kontext bewegt, wird sich mit einer dieser Lösungen vielleicht anfreunden können.

Rotzlöffel, Denkzettel, Morgenland

Es gibt wohl keine Einzelperson in der Geschichte, die unsere Sprache so geprägt hat wie Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung. Vor ihm gab es keine einheitliche deutsche Sprache. Er aber schaute „dem Volk aufs Maul“ und wählte sorgsam Wörter und Formulierungen aus, die sich nach und nach in ganz Deutschland durchsetzten und bis heute in unserer Alltagssprache präsent sind.
Erfahren Sie die überraschende Geschichte von Wörtern und Redewendungen, die auf den großen Reformator zurückgehen.

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Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – Asterisk und Unterstrich
Zwei weitere, recht kreative verkürzte Schreibvarianten zur Gleichstellung der Geschlechter finden sich immer häufiger, und zwar der Asterisk (das Sternchen) und der Unterstrich: Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen; Besucher_innen, Händler_innen.
Das Sternchen – ursprünglich überwiegend im universitären Umfeld verwendet – findet man oft in Kontexten, in denen aufgrund aktueller Transgender- und Intersexualitätsdebatten nicht mehr von einem rein binären System der Geschlechter ausgegangen wird. Ähnliches gilt für den Unterstrich, den sogenannten „Gendergap“. Beiden Formen gemein ist, dass sie das herkömmliche Schriftbild bewusst irritieren.
Empfohlen werden können Asterisk und Unterstrich seitens der Dudenredaktion nicht, da sie vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind – wer sich jedoch nicht im amtlichen Kontext bewegt, wird sich mit einer dieser Lösungen vielleicht anfreunden können.

Rotzlöffel, Denkzettel, Morgenland

Es gibt wohl keine Einzelperson in der Geschichte, die unsere Sprache so geprägt hat wie Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung. Vor ihm gab es keine einheitliche deutsche Sprache. Er aber schaute „dem Volk aufs Maul“ und wählte sorgsam Wörter und Formulierungen aus, die sich nach und nach in ganz Deutschland durchsetzten und bis heute in unserer Alltagssprache präsent sind.
Erfahren Sie die überraschende Geschichte von Wörtern und Redewendungen, die auf den großen Reformator zurückgehen.

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Für Sie nachgeschlagen
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Ist die Bezeichnung „Gästin“ korrekt und was hat sie mit den Brüdern Grimm zu tun?
 
Längst hat die weibliche Emanzipation auch in die Märchenwelt Einzug gehalten – sprachlich zumindest. In der Geschichte von Ingo Siegner über den „kleinen Drachen Kokosnuss“, der in die Schule kommt, begegnen uns neben vielen kleinen Drachenjungen auch Drachinnen. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf eine spannende Sprachfrage, die die korrekte Bildung des weiblichen Pendants zu einem männlichen Wesen betrifft. Das ist einfach, solange wir uns mit dem üblichen Anhängen eines -in behelfen können. So wird aus dem Zuhörer die Zuhörerin und aus dem Kunden die Kundin. […]
 
Wie aber sprechen wir von einem weiblichen Gast? Auch hier die übliche in-Form zu wählen und sich über eine Gästin zu freuen, wird von allerhöchster Sprachwahrerinstanz als korrekt bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch aber irritiert diese Form. Dabei ist sie keineswegs weiblicher Sprachemanzipation geschuldet – ganz im Gegenteil: Gästin gehört zu den weiblichen Formen, die – wie auch die Engelin oder die Geistin – bereits im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm aufgeführt und mit zahlreichen Belegstellen unterfüttert wurden. Auf dem Weg vom späten 19. ins 21. Jahrhundert war sie aus der Alltagssprache verschwunden: Umso erfreulicher, dass sie jetzt wiederentdeckt wurde und ihren Sprachplatz wiedererobert.
 
Aus: Duden – Du hast das Wort, Schätzchen! Berlin, März 2017
Ist die Bezeichnung „Gästin“ korrekt und was hat sie mit den Brüdern Grimm zu tun?
Längst hat die weibliche Emanzipation auch in die Märchenwelt Einzug gehalten – sprachlich zumindest. In der Geschichte von Ingo Siegner über den „kleinen Drachen Kokosnuss“, der in die Schule kommt, begegnen uns neben vielen kleinen Drachenjungen auch Drachinnen. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf eine spannende Sprachfrage, die die korrekte Bildung des weiblichen Pendants zu einem männlichen Wesen betrifft. Das ist einfach, solange wir uns mit dem üblichen Anhängen eines -in behelfen können. So wird aus dem Zuhörer die Zuhörerin und aus dem Kunden die Kundin. […]
 
Wie aber sprechen wir von einem weiblichen Gast? Auch hier die übliche in-Form zu wählen und sich über eine Gästin zu freuen, wird von allerhöchster Sprachwahrerinstanz als korrekt bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch aber irritiert diese Form. Dabei ist sie keineswegs weiblicher Sprachemanzipation geschuldet – ganz im Gegenteil: Gästin gehört zu den weiblichen Formen, die – wie auch die Engelin oder die Geistin – bereits im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm aufgeführt und mit zahlreichen Belegstellen unterfüttert wurden. Auf dem Weg vom späten 19. ins 21. Jahrhundert war sie aus der Alltagssprache verschwunden: Umso erfreulicher, dass sie jetzt wiederentdeckt wurde und ihren Sprachplatz wiedererobert.
 
Aus: Duden – Du hast das Wort, Schätzchen! Berlin, März 2017
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/%C3%9Cber-Konjunktionen-Semmeln-Schrippen-und-Wecken-Februar-2017">Über Konjunktionen, Semmeln, Schrippen und Wecken (Februar 2017)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
diesmal beginnen wir den Newsletter mit zwei guten Freunden, nämlich sowohl und als auch. Ob die beiden tatsächlich immer gemeinsam auftauchen und ob man sie auch mal durch ein Komma trennen darf, erfahren Sie gleich.
 
Im zweiten Teil geht es um die Frage, ob Formulierungen wie er hatte ziemlich einen über den Durst getrunken gehabt korrekt sind.
 
Und zum Abschluss bringen wir etwas Licht in die morgendliche Sprachverwirrung beim Kauf von kleinen, runden gebackenen Teigstücken.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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diesmal beginnen wir den Newsletter mit zwei guten Freunden, nämlich sowohl und als auch. Ob die beiden tatsächlich immer gemeinsam auftauchen und ob man sie auch mal durch ein Komma trennen darf, erfahren Sie gleich.
 
Im zweiten Teil geht es um die Frage, ob Formulierungen wie er hatte ziemlich einen über den Durst getrunken gehabt korrekt sind.
 
Und zum Abschluss bringen wir etwas Licht in die morgendliche Sprachverwirrung beim Kauf von kleinen, runden gebackenen Teigstücken.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
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sowohl – als auch
 
Die Konjunktionen sowohl und als auch machen es dem Sprecher bzw. Schreiber in vielerlei Hinsicht nicht einfach. Zunächst ist da die Unfähigkeit von sowohl, allein zu stehen. Doch was seine Gesellschaft anbelangt, ist das Wort recht wählerisch. Am liebsten tritt es zusammen mit als auch auf, gelegentlich auch mit wie auch. Geduldet werden auch wie oder als ohne zusätzliches auch: Sowohl der Kater wie/als die Katze verweigerte[n] das Dosenfutter.
Sicher haben Sie im Beispielsatz das eingeklammerte n bemerkt, das gleich auf eine weitere Schwierigkeit hinweist. Sollte das Verb in einem Sowohl-als-auch-Satz im Singular oder im Plural stehen? Nun, beides ist denkbar und beides ist richtig. Sie können hier Kater und Katze als mehrteiliges Subjekt auffassen, was den Plural rechtfertigt. Oder Sie können hinter der Konstruktion zwei Einzelsätze erkennen, von denen einer nur noch elliptisch vorliegt: Sowohl der Kater [verweigerte das Dosenfutter] als auch die Katze verweigerte das Dosenfutter. Diese Sichtweise spricht für den Singular beim Verb.
Schließlich ist noch die Kommasetzung zu betrachten. Vor als auch steht, da es sich um eine nebenordnende Konjunktion handelt, kein Komma. Wenn sowohl eine Infinitivgruppe einleitet, folgt die Kommasetzung den Regeln für die Infinitivgruppen: Der Kater versuchte [,] sowohl an das Hühnchen zu gelangen als auch die Katze fernzuhalten. Gehören sowohl und als auch jedoch zum Hauptsatz und verbinden Nebensätze miteinander, müssen Kommas gesetzt werden: Der Kater bemerkte sowohl, dass er zu kurz gesprungen war, als auch, dass die Katze ihm zuvorgekommen war.

Sowohl lernen als auch Spaß haben
 
Schwünge, Bogen, Arkaden und Girlanden nachfahren, das Abc kennenlernen und erste Buchstaben schreiben – „Das hasenstarke Abc für die Vorschule“ bereitet Vorschulkinder spielerisch und mit viel Witz auf das Schreibenlernen in der Grundschule vor.
Vorlesegeschichten, Übungen und Ausmalspaß in einem!

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sowohl – als auch
Die Konjunktionen sowohl und als auch machen es dem Sprecher bzw. Schreiber in vielerlei Hinsicht nicht einfach. Zunächst ist da die Unfähigkeit von sowohl, allein zu stehen. Doch was seine Gesellschaft anbelangt, ist das Wort recht wählerisch. Am liebsten tritt es zusammen mit als auch auf, gelegentlich auch mit wie auch. Geduldet werden auch wie oder als ohne zusätzliches auch: Sowohl der Kater wie/als die Katze verweigerte[n] das Dosenfutter.
Sicher haben Sie im Beispielsatz das eingeklammerte n bemerkt, das gleich auf eine weitere Schwierigkeit hinweist. Sollte das Verb in einem Sowohl-als-auch-Satz im Singular oder im Plural stehen? Nun, beides ist denkbar und beides ist richtig. Sie können hier Kater und Katze als mehrteiliges Subjekt auffassen, was den Plural rechtfertigt. Oder Sie können hinter der Konstruktion zwei Einzelsätze erkennen, von denen einer nur noch elliptisch vorliegt: Sowohl der Kater [verweigerte das Dosenfutter] als auch die Katze verweigerte das Dosenfutter. Diese Sichtweise spricht für den Singular beim Verb.
Schließlich ist noch die Kommasetzung zu betrachten. Vor als auch steht, da es sich um eine nebenordnende Konjunktion handelt, kein Komma. Wenn sowohl eine Infinitivgruppe einleitet, folgt die Kommasetzung den Regeln für die Infinitivgruppen: Der Kater versuchte [,] sowohl an das Hühnchen zu gelangen als auch die Katze fernzuhalten. Gehören sowohl und als auch jedoch zum Hauptsatz und verbinden Nebensätze miteinander, müssen Kommas gesetzt werden: Der Kater bemerkte sowohl, dass er zu kurz gesprungen war, als auch, dass die Katze ihm zuvorgekommen war.

Sowohl lernen als auch Spaß haben
Schwünge, Bogen, Arkaden und Girlanden nachfahren, das Abc kennenlernen und erste Buchstaben schreiben – „Das hasenstarke Abc für die Vorschule“ bereitet Vorschulkinder spielerisch und mit viel Witz auf das Schreibenlernen in der Grundschule vor.
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Was Sie schon immer wissen wollten
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Vergangenheitsformen – doppeltes Perfekt und doppeltes Plusquamperfekt
 
Normalerweise bildet man im Deutschen die zusammengesetzten Vergangenheitsformen mit einer Form von haben und dem Partizip II. Für das Perfekt wird haben in den Präsensformen verwendet (ich habe geschrieben), für das Plusquamperfekt, also die Vorvergangenheit, in den Präteritumsformen (ich hatte geschrieben).
Nun gibt es aber durchaus Situationen, in denen die ‚Vorvorvergangenheit‘ ausgedrückt werden soll, wenn z. B. eine Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen ist, bevor die nächste Handlung in der Vergangenheit beginnt. Dazu kann das sogenannte Doppelplusquamperfekt verwendet werden: Ich hatte das Haus bereits verlassen gehabt und war ein Stück weit gegangen, als ich ein merkwürdiges Geräusch hörte. Diese Formen tauchen durchaus in geschriebener Sprache auf.
In gesprochener Sprache trifft man hingegen häufig das sogenannte Doppelperfekt, das anstelle des Plusquamperfekts gebraucht wird: Wir haben uns gestritten gehabt, aber danach haben wir uns gleich wieder versöhnt. Diese Doppelformen bieten auch einen Ausweg, wenn man Vorzeitigkeit im Konjunktiv ausdrücken möchte, da dies mit den üblichen Konjunktivformen nicht möglich ist: Sie sagte, er habe ihr die Ehe versprochen gehabt, sei dann aber wortbrüchig geworden. Stilistisch sind die Doppelformen aufgrund der Wiederholung von haben sicher nicht besonders schön, aber von Zeit zu Zeit erweisen sie sich als ganz nützlich, um Lücken im System zu füllen.
Vergangenheitsformen – doppeltes Perfekt und doppeltes Plusquamperfekt
Normalerweise bildet man im Deutschen die zusammengesetzten Vergangenheitsformen mit einer Form von haben und dem Partizip II. Für das Perfekt wird haben in den Präsensformen verwendet (ich habe geschrieben), für das Plusquamperfekt, also die Vorvergangenheit, in den Präteritumsformen (ich hatte geschrieben).
Nun gibt es aber durchaus Situationen, in denen die ‚Vorvorvergangenheit‘ ausgedrückt werden soll, wenn z. B. eine Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen ist, bevor die nächste Handlung in der Vergangenheit beginnt. Dazu kann das sogenannte Doppelplusquamperfekt verwendet werden: Ich hatte das Haus bereits verlassen gehabt und war ein Stück weit gegangen, als ich ein merkwürdiges Geräusch hörte. Diese Formen tauchen durchaus in geschriebener Sprache auf.
In gesprochener Sprache trifft man hingegen häufig das sogenannte Doppelperfekt, das anstelle des Plusquamperfekts gebraucht wird: Wir haben uns gestritten gehabt, aber danach haben wir uns gleich wieder versöhnt. Diese Doppelformen bieten auch einen Ausweg, wenn man Vorzeitigkeit im Konjunktiv ausdrücken möchte, da dies mit den üblichen Konjunktivformen nicht möglich ist: Sie sagte, er habe ihr die Ehe versprochen gehabt, sei dann aber wortbrüchig geworden. Stilistisch sind die Doppelformen aufgrund der Wiederholung von haben sicher nicht besonders schön, aber von Zeit zu Zeit erweisen sie sich als ganz nützlich, um Lücken im System zu füllen.
Für Sie nachgeschlagen
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Semmeln, Schrippen oder Wecken
 
Wer im Urlaub morgens zum Bäcker geht, sollte sich vorher informieren, wie man in jener Gegend das Backwerk aus Weizenmehl nennt, auf das man seine Marmelade streichen möchte. Am sichersten ist man, wenn man ein Brötchen verlangt. Das ist zwar vor allem in Nord- und Mitteldeutschland gebräuchlich, aber die Verkleinerungsform von Brot ist sicher auch im süddeutschen Raum verständlich. In Bayern und auch in Österreich ist allerdings der Ausdruck Semmel gebräuchlicher, was von lateinisch simila für „fein gemahlenes Weizenmehl“ kommt. Nicht auf die Zutaten, sondern auf die Form nehmen der südwestdeutsch-österreichische Wecken oder das Weckla (schweizerisch Weggli) und die berlinerische Schrippe Bezug. Der Wecken geht auf althochdeutsch wecki = „Keil“ zurück, die Schrippe auf frühneuhochdeutsch schripfen = „(auf)kratzen“; sie bezeichnet also die Einkerbung auf der Oberseite des (länglichen) Gebäcks. Runde Brötchen ohne oder mit sternförmigen Einkerbungen heißen auch in Berlin Kaisersemmel. Welcher Kaiser hier Pate stand, ist allerdings ungeklärt. Ein Preuße war es wohl nicht.
 
Aus: Duden – Die Tomate und das Paradies. Berlin 2016
Semmeln, Schrippen oder Wecken
Wer im Urlaub morgens zum Bäcker geht, sollte sich vorher informieren, wie man in jener Gegend das Backwerk aus Weizenmehl nennt, auf das man seine Marmelade streichen möchte. Am sichersten ist man, wenn man ein Brötchen verlangt. Das ist zwar vor allem in Nord- und Mitteldeutschland gebräuchlich, aber die Verkleinerungsform von Brot ist sicher auch im süddeutschen Raum verständlich. In Bayern und auch in Österreich ist allerdings der Ausdruck Semmel gebräuchlicher, was von lateinisch simila für „fein gemahlenes Weizenmehl“ kommt. Nicht auf die Zutaten, sondern auf die Form nehmen der südwestdeutsch-österreichische Wecken oder das Weckla (schweizerisch Weggli) und die berlinerische Schrippe Bezug. Der Wecken geht auf althochdeutsch wecki = „Keil“ zurück, die Schrippe auf frühneuhochdeutsch schripfen = „(auf)kratzen“; sie bezeichnet also die Einkerbung auf der Oberseite des (länglichen) Gebäcks. Runde Brötchen ohne oder mit sternförmigen Einkerbungen heißen auch in Berlin Kaisersemmel. Welcher Kaiser hier Pate stand, ist allerdings ungeklärt. Ein Preuße war es wohl nicht.
 
Aus: Duden – Die Tomate und das Paradies. Berlin 2016
Wir sind ganz Ohr
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14197 Berlin

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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Aufschlussreiches-%C3%BCber-Synonyme-und-die-ber%C3%BChmte-Extrawurst-Januar-2017">Aufschlussreiches über Synonyme und die berühmte Extrawurst (Januar 2017)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
im richtigen Zusammenhang das treffende Wort zu finden und einen Text dadurch lebendig, interessant oder differenzierter zu gestalten, ist oft gar nicht einfach. Helfen können uns hierbei Synonyme oder sinnverwandte Wörter.

Erfahren Sie auch gleich Genaueres zu einem Synonympaar, das manchmal Probleme bereitet.

Zum Schluss noch etwas Kulinarisches: die berühmte Extrawurst.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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Hätten Sie’s gewusst?
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Synonyme
 
Synonyme oder sinnverwandte Wörter sind Wörter mit gleicher oder doch sehr ähnlicher Bedeutung. Die Suche nach einem Synonym kann ganz unterschiedliche Motive haben, etwa die sachliche Differenzierung in einem Fachtext (schleifen, schärfen, glätten), die Präzisierung einer Aussage (sie wurde befragt, regelrecht verhört) oder das Ersetzen eines sozial oder regional konnotierten Ausdrucks durch einen standardsprachlichen (Penner/Obdachloser; klönen / sich unterhalten).
Wirklich bedeutungsgleiche Wörter sind allerdings sehr selten, es gilt also zu beachten, dass die Ersetzung eines Wortes durch ein synonymes meist eine stilistische oder inhaltliche Veränderung der Aussage zur Folge hat.
Sterben/entschlafen/abkratzen; Gesicht/Antlitz/Visage/Fresse – an diesen Beispielen für Synonymgruppen wird deutlich, wie nuancenreich man mit sinnverwandten Wörtern häufig formulieren kann.


Deutsch verstehen, begreifen, durchschauen, durchblicken ...

Duden begleitet alle, die Deutsch lernen: Der „Wortschatztrainer Deutsch als Fremdsprache“ bietet mehr als 300 abwechslungsreiche Übungen und authentische kommunikative Situationen und Textsorten für die Niveaustufen A1 bis B1.
Das „Bildwörterbuch Deutsch als Fremdsprache“ zeigt 3500 Bilder und 6000 Wörter und Wendungen, zusätzlich finden Sie auf Extraseiten einfache und praktische Sätze für viele Situationen des Alltags.
Beide Bücher haben ein Register in Deutsch, Englisch und Arabisch.

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Synonyme
Synonyme oder sinnverwandte Wörter sind Wörter mit gleicher oder doch sehr ähnlicher Bedeutung. Die Suche nach einem Synonym kann ganz unterschiedliche Motive haben, etwa die sachliche Differenzierung in einem Fachtext (schleifen, schärfen, glätten), die Präzisierung einer Aussage (sie wurde befragt, regelrecht verhört) oder das Ersetzen eines sozial oder regional konnotierten Ausdrucks durch einen standardsprachlichen (Penner/Obdachloser; klönen / sich unterhalten).
Wirklich bedeutungsgleiche Wörter sind allerdings sehr selten, es gilt also zu beachten, dass die Ersetzung eines Wortes durch ein synonymes meist eine stilistische oder inhaltliche Veränderung der Aussage zur Folge hat.
Sterben/entschlafen/abkratzen; Gesicht/Antlitz/Visage/Fresse – an diesen Beispielen für Synonymgruppen wird deutlich, wie nuancenreich man mit sinnverwandten Wörtern häufig formulieren kann.


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Was Sie schon immer wissen wollten
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besitzen/haben
 
Das Verb besitzen bezieht sich auf alles, was man als materiellen oder geistigen Besitz erwerben kann. Einbezogen sind hier auch Eigenschaften, die mit dem betreffenden Menschen fest verbunden sind und ihn – wenn auch vielleicht nur vorübergehend – charakterisieren, sei es im positiven wie im negativen Sinn: Er besitzt einen Ferrari. Sie besaß die Dreistigkeit, ihn anzulügen. Wir besitzen sein vollstes Vertrauen.
Das Verb haben geht hingegen nur von einem Vorhandensein aus und sagt über den tatsächlichen Besitz nichts aus: Sie hat einen ganz reizenden Mann. Er hat eine leitende Position.
Fast immer kann haben synonym für besitzen verwendet werden, nicht aber umgekehrt. Wir haben sein vollstes Vertrauen, aber nicht: Sie besitzt einen ganz reizenden Mann.
besitzen/haben
Das Verb besitzen bezieht sich auf alles, was man als materiellen oder geistigen Besitz erwerben kann. Einbezogen sind hier auch Eigenschaften, die mit dem betreffenden Menschen fest verbunden sind und ihn – wenn auch vielleicht nur vorübergehend – charakterisieren, sei es im positiven wie im negativen Sinn: Er besitzt einen Ferrari. Sie besaß die Dreistigkeit, ihn anzulügen. Wir besitzen sein vollstes Vertrauen.
Das Verb haben geht hingegen nur von einem Vorhandensein aus und sagt über den tatsächlichen Besitz nichts aus: Sie hat einen ganz reizenden Mann. Er hat eine leitende Position.
Fast immer kann haben synonym für besitzen verwendet werden, nicht aber umgekehrt. Wir haben sein vollstes Vertrauen, aber nicht: Sie besitzt einen ganz reizenden Mann.
Für Sie nachgeschlagen
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Extra lecker: Extrawürste
 
In Österreich gibt es bei jedem Metzger Extrawurst. Das ist dort der Name einer gängigen Brühwurstsorte. Was sie charakterisiert? Nur dieses eine: Es gibt sie in zahllosen, mehr oder weniger beliebigen Zusammenstellungen, sodass die Bezeichnung „Extrawurst“ im Sinne einer Wurst mit markanten Besonderheiten eigentlich fehl am Platze ist. Im restlichen deutschsprachigen Raum, vor allem in Deutschland und der Schweiz, wird „Extrawurst“ hingegen fast ausschließlich redensartlich und im übertragenen Sinne benutzt. Wenn jemand unzulässige oder anmaßende Sonderwünsche anmeldet oder eine Bevorzugung beansprucht, wirft man ihm vor, er wolle sich wohl „eine Extrawurst braten“ lassen. Wird sein Ansinnen abgelehnt, heißt es, es würden eben „keine Extrawürste gebraten“ beziehungsweise niemand „bekäme/kriege eine Extrawurst“ – wo käme man denn da hin?
Eine mögliche Erklärung findet sich im Mittelalter: Die Armen konnten sich die Delikatessen aus dem Wurstkessel in der Regel nicht leisten – überließ man ihnen doch einmal eine, kam das einer großen Bevorzugung gleich. Die Redensart wird dem barockzeitlichen Augustinerprediger Abraham a Santa Clara (1644–1709) zugeschrieben; zumindest soll er sie gekannt und verwendet haben. Die Österreicher hingegen verweisen auf eine urkundliche Erwähnung erst aus dem Jahr 1814 – was sehr nach einer Extrawurst riecht.

Aus: Duden – Die Tomate und das Paradies. Berlin 2016
Extra lecker: Extrawürste
In Österreich gibt es bei jedem Metzger Extrawurst. Das ist dort der Name einer gängigen Brühwurstsorte. Was sie charakterisiert? Nur dieses eine: Es gibt sie in zahllosen, mehr oder weniger beliebigen Zusammenstellungen, sodass die Bezeichnung „Extrawurst“ im Sinne einer Wurst mit markanten Besonderheiten eigentlich fehl am Platze ist. Im restlichen deutschsprachigen Raum, vor allem in Deutschland und der Schweiz, wird „Extrawurst“ hingegen fast ausschließlich redensartlich und im übertragenen Sinne benutzt. Wenn jemand unzulässige oder anmaßende Sonderwünsche anmeldet oder eine Bevorzugung beansprucht, wirft man ihm vor, er wolle sich wohl „eine Extrawurst braten“ lassen. Wird sein Ansinnen abgelehnt, heißt es, es würden eben „keine Extrawürste gebraten“ beziehungsweise niemand „bekäme/kriege eine Extrawurst“ – wo käme man denn da hin?
Eine mögliche Erklärung findet sich im Mittelalter: Die Armen konnten sich die Delikatessen aus dem Wurstkessel in der Regel nicht leisten – überließ man ihnen doch einmal eine, kam das einer großen Bevorzugung gleich. Die Redensart wird dem barockzeitlichen Augustinerprediger Abraham a Santa Clara (1644–1709) zugeschrieben; zumindest soll er sie gekannt und verwendet haben. Die Österreicher hingegen verweisen auf eine urkundliche Erwähnung erst aus dem Jahr 1814 – was sehr nach einer Extrawurst riecht.

Aus: Duden – Die Tomate und das Paradies. Berlin 2016
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Und-wann-werden-Sie-schwach-Frohe-Weihnachten-und-schwache-Adjektive">Und wann werden Sie schwach? Frohe Weihnachten und schwache Adjektive (Dezember 2016)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
geben wir es doch zu: Manchmal könnten wir durchaus schwach werden.
 
Die meisten von uns werden beim Anblick der Weihnachtsplätzchen schwach – Adjektive werden schwach, wenn sie nach sogenannten Artikelwörtern stehen. In anderen Fällen schaffen sie es aber, stark zu bleiben. Dazu mehr in den ersten beiden Abschnitten des Newsletters.

Und damit Ihre Weihnachtswünsche nicht nur herzlich, sondern auch ganz korrekt sind, haben wir heute für Sie nachgeschlagen, wie das Wort Weihnacht(en) richtig verwendet wird.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
geben wir es doch zu: Manchmal könnten wir durchaus schwach werden.
 
Die meisten von uns werden beim Anblick der Weihnachtsplätzchen schwach – Adjektive werden schwach, wenn sie nach sogenannten Artikelwörtern stehen. In anderen Fällen schaffen sie es aber, stark zu bleiben. Dazu mehr in den ersten beiden Abschnitten des Newsletters.

Und damit Ihre Weihnachtswünsche nicht nur herzlich, sondern auch ganz korrekt sind, haben wir heute für Sie nachgeschlagen, wie das Wort Weihnacht(en) richtig verwendet wird.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Da werden selbst Adjektive schwach
 
Während Substantive festen Deklinationsarten folgen, passen sich Adjektive (und auch Partizipien) im Deutschen an, sie können auf zwei unterschiedliche Weisen dekliniert werden: stark oder schwach.

Starke Endungen sind etwa: -er, -en, -em, -e, -es im Singular und -e, -er, -en im Plural:
(Maskulinum:) holder Knabe, holdem Knaben, holde Knaben,
(Femininum:) schaurige Ballade, schauriger Ballade, schaurige Balladen,
(Neutrum:) dunkles Moor, dunklem Moor, dunkle Moore.
 
In schwacher Deklination sind die Endungen -e und -en zu finden:
(Maskulinum:) der holde Knabe, dem holden Knaben, die holden Knaben,
(Femininum:) die schaurige Ballade, der schaurigen Ballade, die schaurigen Balladen,
(Neutrum:) das dunkle Moor, dem dunklen Moor, die dunklen Moore.
 
Ob ein Adjektiv nun stark oder schwach dekliniert wird, hängt von der Umgebung innerhalb der Nominalphrase ab, in der das Adjektiv (oder Partizip) auftritt.
Es wird stets stark dekliniert, wenn ihm in der Nominalphrase kein Artikelwort vorangeht: In schaurigen Balladen eilen holde Knaben oft durch dunkles Moor. Komm herbei, holder Knabe!
Stets schwach dekliniert wird das Adjektiv nach den Artikelwörtern der, die, das; dieser, diese, dieses; jener, jene, jenes; derselbe, dieselbe, dasselbe; jeder, jede, jedes; welcher, welche, welches: Der holde Knabe eilte durch das dunkle Moor. Welche schaurigen Balladen liest du am liebsten?
Im Grunde wird auch nach ein, kein, mein, dein, sein, ihr/Ihr, unser und euer schwach dekliniert: mit einem holden Knaben, keine dunklen Moore, mit deiner schaurigen Ballade. Allerdings haben diese Wörter im Singular des Nominativs Maskulinum und Neutrum sowie im Singular des Akkusativs Neutrum keine Endung. In solch einem Fall wird stark dekliniert: ein holder Knabe, kein dunkles Moor.


 
Knaben, Könige, Moore und Kraniche – Das Balladenbuch

Diese Sammlung von über 750 spannenden, schaurigen, anrührenden und erheiternden Balladen umfasst die schönsten Beispiele der Gattung von ihren Anfängen bis heute. So schlägt sie einen Bogen von Klassikern wie Goethe und Schiller über Annette von Droste-Hülshoff und Heinrich Heine bis Bertolt Brecht, Georg Kreisler und Sarah Kirsch, birgt aber auch unbekannte Schätze. Ein echtes Familienbuch – zum Schmökern, Schaudern und Staunen. In edler Halbleinen-Ausstattung mit Lesebändchen.

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Da werden selbst Adjektive schwach
Während Substantive festen Deklinationsarten folgen, passen sich Adjektive (und auch Partizipien) im Deutschen an, sie können auf zwei unterschiedliche Weisen dekliniert werden: stark oder schwach.

Starke Endungen sind etwa: -er, -en, -em, -e, -es im Singular und -e, -er, -en im Plural:
(Maskulinum:) holder Knabe, holdem Knaben, holde Knaben,
(Femininum:) schaurige Ballade, schauriger Ballade, schaurige Balladen,
(Neutrum:) dunkles Moor, dunklem Moor, dunkle Moore.
 
In schwacher Deklination sind die Endungen -e und -en zu finden:
(Maskulinum:) der holde Knabe, dem holden Knaben, die holden Knaben,
(Femininum:) die schaurige Ballade, der schaurigen Ballade, die schaurigen Balladen,
(Neutrum:) das dunkle Moor, dem dunklen Moor, die dunklen Moore.
 
Ob ein Adjektiv nun stark oder schwach dekliniert wird, hängt von der Umgebung innerhalb der Nominalphrase ab, in der das Adjektiv (oder Partizip) auftritt.
Es wird stets stark dekliniert, wenn ihm in der Nominalphrase kein Artikelwort vorangeht: In schaurigen Balladen eilen holde Knaben oft durch dunkles Moor. Komm herbei, holder Knabe!
Stets schwach dekliniert wird das Adjektiv nach den Artikelwörtern der, die, das; dieser, diese, dieses; jener, jene, jenes; derselbe, dieselbe, dasselbe; jeder, jede, jedes; welcher, welche, welches: Der holde Knabe eilte durch das dunkle Moor. Welche schaurigen Balladen liest du am liebsten?
Im Grunde wird auch nach ein, kein, mein, dein, sein, ihr/Ihr, unser und euer schwach dekliniert: mit einem holden Knaben, keine dunklen Moore, mit deiner schaurigen Ballade. Allerdings haben diese Wörter im Singular des Nominativs Maskulinum und Neutrum sowie im Singular des Akkusativs Neutrum keine Endung. In solch einem Fall wird stark dekliniert: ein holder Knabe, kein dunkles Moor.

Knaben, Könige, Moore und Kraniche – Das Balladenbuch

Diese Sammlung von über 750 spannenden, schaurigen, anrührenden und erheiternden Balladen umfasst die schönsten Beispiele der Gattung von ihren Anfängen bis heute. So schlägt sie einen Bogen von Klassikern wie Goethe und Schiller über Annette von Droste-Hülshoff und Heinrich Heine bis Bertolt Brecht, Georg Kreisler und Sarah Kirsch, birgt aber auch unbekannte Schätze. Ein echtes Familienbuch – zum Schmökern, Schaudern und Staunen. In edler Halbleinen-Ausstattung mit Lesebändchen.

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Was Sie schon immer wissen wollten
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Wann Adjektive schwach werden oder stark bleiben
 
Bei einigen Wörtern schwankt die Deklination des folgenden Adjektivs, es wird mal stark, mal schwach dekliniert. Das liegt daran, dass der Status dieser Wörter nicht ganz eindeutig ist. Mal werden sie wie Artikelwörter verwendet, mal wie Adjektive.
Das sich anschließende attributive Adjektiv oder Partizip wird nach
einige, so es im Singular eingesetzt wird, im Nominativ Masku­linum, im Genitiv und Dativ Femininum stark dekliniert: einiger abzusehender Schaden, mit einiger zusätzlicher Anstrengung, im Genitiv Maskulinum und Neutrum eher schwach: einigen literarischen Vergnügens. Im Nominativ und Akkusativ Neutrum überwiegt die starke Deklination etwas: einiges lächerliches/lächerliche Getue. Im Dativ Masku­linum und Neutrum wird die schwache Deklination deutlich bevorzugt: mit einigem moralischen/moralischem Elan, nach einigem feuchtfröhlichen/feuchtfröhlichem Gebecher. Im Plural wird in der Regel stark dekliniert: einige verblüffte Hausfrauen, einiger verwelkter Blumen.
manche im Singular schwach dekliniert: mancher elegante Gedanke, während im Plural ebenso häufig stark wie schwach gebeugt wird: manche schwierige/schwierigen Fragen.
mehrere stark dekliniert: mehrere nachhaltige Verbesserungen. Allerdings wird im Genitiv Plural gleich häufig schwach wie stark dekliniert: trotz mehrerer verpatzter/verpatzten Vorstellungen.
sämtliche im Singular stark oder schwach dekliniert: sämtlicher wahrer/wahre Unsinn, während im Plural und bei substantivierten Adjektiven und Partizipien in der Regel schwach dekliniert wird: sämtliche möglichen Fragen, sämtliche Gefangenen. Nur im Genitiv Plural wird häu­figer stark dekliniert: sämtlicher geometrischer/geometrischen Konstruktionen, sämtlicher gefakter/gefakten Interviews.
Auch bei alle, andere, beide, solche und viele werden Adjektive nicht immer schwach.
 
Wann Adjektive schwach werden oder stark bleiben
Bei einigen Wörtern schwankt die Deklination des folgenden Adjektivs, es wird mal stark, mal schwach dekliniert. Das liegt daran, dass der Status dieser Wörter nicht ganz eindeutig ist. Mal werden sie wie Artikelwörter verwendet, mal wie Adjektive.
Das sich anschließende attributive Adjektiv oder Partizip wird nach
  • einige, so es im Singular eingesetzt wird, im Nominativ Masku­linum, im Genitiv und Dativ Femininum stark dekliniert: einiger abzusehender Schaden, mit einiger zusätzlicher Anstrengung, im Genitiv Maskulinum und Neutrum eher schwach: einigen literarischen Vergnügens. Im Nominativ und Akkusativ Neutrum überwiegt die starke Deklination etwas: einiges lächerliches/lächerliche Getue. Im Dativ Masku­linum und Neutrum wird die schwache Deklination deutlich bevorzugt: mit einigem moralischen/moralischem Elan, nach einigem feuchtfröhlichen/feuchtfröhlichem Gebecher. Im Plural wird in der Regel stark dekliniert: einige verblüffte Hausfrauen, einiger verwelkter Blumen.
  • manche im Singular schwach dekliniert: mancher elegante Gedanke, während im Plural ebenso häufig stark wie schwach gebeugt wird: manche schwierige/schwierigen Fragen.
  • mehrere stark dekliniert: mehrere nachhaltige Verbesserungen. Allerdings wird im Genitiv Plural gleich häufig schwach wie stark dekliniert: trotz mehrerer verpatzter/verpatzten Vorstellungen.
  • sämtliche im Singular stark oder schwach dekliniert: sämtlicher wahrer/wahre Unsinn, während im Plural und bei substantivierten Adjektiven und Partizipien in der Regel schwach dekliniert wird: sämtliche möglichen Fragen, sämtliche Gefangenen. Nur im Genitiv Plural wird häu­figer stark dekliniert: sämtlicher geometrischer/geometrischen Konstruktionen, sämtlicher gefakter/gefakten Interviews.
Auch bei alle, andere, beide, solche und viele werden Adjektive nicht immer schwach.
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
die Weihnacht / das Weihnachten / die Weihnachten

Das endungslose Substantiv die Weihnacht (Femininum Singular) wird gelegentlich neben der üblichen Form Weihnachten gebraucht: Ich wünsche dir eine frohe Weihnacht / frohe Weihnachten. Es ist vor allem in der religiösen Sprache zu finden, ebenso in der Wendung zu Weihnacht. Die Form Weihnachten ist aber standardsprachlich im Allgemeinen als ein Neutrum Singular anzusehen: Es war ein schönes Weihnachten. Es wird vorwiegend ohne Artikel gebraucht: Weihnachten ist längst vorbei. Weihnachten steht vor der Tür.
Im regionalen Sprachgebrauch wird Weihnachten aber häufig als Plural aufgefasst (so auch meist in Österreich und der Schweiz) und dann überwiegend mit einem Artikelwort oder Adjektiv gebraucht: Ich werde diese Weihnachten in Berlin verleben. Nächste Weihnachten werde ich nicht zu Hause bleiben (dafür üblicher: Nächstes Jahr Weihnachten oder zu Weihnachten ...).
In bestimmten formelhaften Wendungen, vor allem als Wunschformel zum Weihnachtsfest, ist der Plural allgemeinsprachlich und nicht auf den regionalen Sprachgebrauch begrenzt: Fröhliche Weihnachten! Weiße Weihnachten sind zu erwarten.
Standardsprachlich wird Weihnachten heute meist nicht als Subjekt oder Objekt mit Artikel(wort) gebraucht; dafür treten dann Komposita ein: Die Weihnachts[feier]tage waren sehr anstrengend. Das Weihnachtsfest wird in diesem Jahr sicher schön werden. Die herrlichsten Weihnachtstage habe ich dort verlebt. Es ist also standardsprachlich nicht üblich, zu sagen: Die Weihnachten waren / Das Weihnachten war sehr anstrengend.
All diese Schwankungen im Gebrauch des Artikels, des Numerus und des Genus bei der Festbezeichnung Weihnachten lassen sich sprachhistorisch erklären. Weihnachten ist ein erstarrter Dativ Plural, der sich im Mittelhochdeutschen aus der pluralischen Fügung ze wi̅hen nahten (= in den heiligen Nächten) losgelöst hat und jetzt weitgehend als ein selbstständiger Nominativ Singular behandelt wird.
 
Aus: Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. 8. Aufl., Berlin 2016
die Weihnacht / das Weihnachten / die Weihnachten

Das endungslose Substantiv die Weihnacht (Femininum Singular) wird gelegentlich neben der üblichen Form Weihnachten gebraucht: Ich wünsche dir eine frohe Weihnacht / frohe Weihnachten. Es ist vor allem in der religiösen Sprache zu finden, ebenso in der Wendung zu Weihnacht. Die Form Weihnachten ist aber standardsprachlich im Allgemeinen als ein Neutrum Singular anzusehen: Es war ein schönes Weihnachten. Es wird vorwiegend ohne Artikel gebraucht: Weihnachten ist längst vorbei. Weihnachten steht vor der Tür.
Im regionalen Sprachgebrauch wird Weihnachten aber häufig als Plural aufgefasst (so auch meist in Österreich und der Schweiz) und dann überwiegend mit einem Artikelwort oder Adjektiv gebraucht: Ich werde diese Weihnachten in Berlin verleben. Nächste Weihnachten werde ich nicht zu Hause bleiben (dafür üblicher: Nächstes Jahr Weihnachten oder zu Weihnachten ...).
In bestimmten formelhaften Wendungen, vor allem als Wunschformel zum Weihnachtsfest, ist der Plural allgemeinsprachlich und nicht auf den regionalen Sprachgebrauch begrenzt: Fröhliche Weihnachten! Weiße Weihnachten sind zu erwarten.
Standardsprachlich wird Weihnachten heute meist nicht als Subjekt oder Objekt mit Artikel(wort) gebraucht; dafür treten dann Komposita ein: Die Weihnachts[feier]tage waren sehr anstrengend. Das Weihnachtsfest wird in diesem Jahr sicher schön werden. Die herrlichsten Weihnachtstage habe ich dort verlebt. Es ist also standardsprachlich nicht üblich, zu sagen: Die Weihnachten waren / Das Weihnachten war sehr anstrengend.
All diese Schwankungen im Gebrauch des Artikels, des Numerus und des Genus bei der Festbezeichnung Weihnachten lassen sich sprachhistorisch erklären. Weihnachten ist ein erstarrter Dativ Plural, der sich im Mittelhochdeutschen aus der pluralischen Fügung ze wi̅hen nahten (= in den heiligen Nächten) losgelöst hat und jetzt weitgehend als ein selbstständiger Nominativ Singular behandelt wird.
 
Aus: Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. 8. Aufl., Berlin 2016
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Bitte beachten Sie, dass die Sprachberatung in der Woche vom 26.12. bis zum 30.12. eine Weihnachtspause macht und am 2. Januar 2017 wieder für Sie da ist.
 
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Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Alles-andere-als-fatigant-Fremdw%C3%B6rter-im-Deutschen-November-2016">Alles andere als fatigant - Fremdwörter im Deutschen (November 2016)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
wie stark wird das Deutsche von anderen Sprachen beeinflusst? Darum dreht es sich im heutigen Newsletter.
 
Zunächst geht es um die Frage, wie hoch der Fremdwortanteil im Deutschen in etwa ist. In bestimmten Textsorten scheint ja fast jedes zweite Wort aus dem Englischen zu stammen – aber stimmt das auch?
 
Anschließend betrachten wir Wörter und Wortbildungen, die uns vielleicht gar nicht mehr fremd vorkommen und am Schluss erfahren Sie noch, wie man Wörter ausspricht, die vom griechischen hierós abstammen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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Zunächst geht es um die Frage, wie hoch der Fremdwortanteil im Deutschen in etwa ist. In bestimmten Textsorten scheint ja fast jedes zweite Wort aus dem Englischen zu stammen – aber stimmt das auch?
 
Anschließend betrachten wir Wörter und Wortbildungen, die uns vielleicht gar nicht mehr fremd vorkommen und am Schluss erfahren Sie noch, wie man Wörter ausspricht, die vom griechischen hierós abstammen.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Anteil der Fremdwörter am deutschen Wortschatz
 
Manchmal sieht man Texte, die aus der Wirtschaft oder dem IT-Bereich stammen, und denkt sich: „Wenn man jetzt noch die Pronomen, Präpositionen und Konjunktionen ins Englische übersetzt, hat man einen komplett englischen Text.“ Auch in der Werbung werden gern mal ein „cooles Outfit“ oder „Casual Wear“ angepriesen, was bei der älteren Generation meist ratloses Kopfschütteln bewirkt. Grund genug, nachzusehen, wie hoch der Anteil von Fremdwörtern im Deutschen eigentlich ist. Und da stellt sich heraus, dass er geringer ist, als man zunächst annimmt. So enthält ein durchschnittlicher Zeitungstext 8–9 % Fremdwörter, in bestimmten Bereichen können es, wenn viele Fachbegriffe verwendet werden, auch deutlich mehr sein. Diese Zahlen beziehen sich jedoch allgemein auf Fremdwörter und umfassen das „Interesse“ genauso wie die „Information“ oder den „Helikopter“. Blickt man nur auf die aus dem Englischen übernommenen Fremdwörter, die häufig in der Kritik stehen, so sieht man, dass selbst Texte aus der Werbung in der Regel nur rund 4 % enthalten.
Hat sich der Fremdwortgebrauch damit im Vergleich zu früheren Zeiten erhöht? Überraschenderweise kaum. Dies liegt daran, dass vor hundert oder hundertfünfzig Jahren ebenfalls viele Fremdwörter als „chic“ galten, die heute kaum noch verwendet werden. Oder flanieren Sie noch über den Trottoir und säubern sich am Waschlavoir? Das Deutsche integriert die Fremdwörter, die es längerfristig übernimmt, meist sehr gut und passt sie den einheimischen Wörtern in Aussprache, Schreibung und Flexion an. Wie Sie erst kürzlich in einem Newsletter erfahren konnten, merkt dann irgendwann kaum noch einer, dass der „Onkel“ ursprünglich aus Frankreich kommt und der „Keks“ aus England.


Wir machen Deutschprofis
 
Bis zum 31.12.2016 bieten wir unsere renommierten Standardwörterbücher „Die deutsche Rechtschreibung“, „Die Grammatik“ und „Das Fremdwörterbuch“ in einer schicken Box zum einmaligen Subskriptionspreis von 50,00 € an, in limitierter Auflage. Sie sparen 27,97 € gegenüber den Originalausgaben.

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Anteil der Fremdwörter am deutschen Wortschatz
Manchmal sieht man Texte, die aus der Wirtschaft oder dem IT-Bereich stammen, und denkt sich: „Wenn man jetzt noch die Pronomen, Präpositionen und Konjunktionen ins Englische übersetzt, hat man einen komplett englischen Text.“ Auch in der Werbung werden gern mal ein „cooles Outfit“ oder „Casual Wear“ angepriesen, was bei der älteren Generation meist ratloses Kopfschütteln bewirkt. Grund genug, nachzusehen, wie hoch der Anteil von Fremdwörtern im Deutschen eigentlich ist. Und da stellt sich heraus, dass er geringer ist, als man zunächst annimmt. So enthält ein durchschnittlicher Zeitungstext 8–9 % Fremdwörter, in bestimmten Bereichen können es, wenn viele Fachbegriffe verwendet werden, auch deutlich mehr sein. Diese Zahlen beziehen sich jedoch allgemein auf Fremdwörter und umfassen das „Interesse“ genauso wie die „Information“ oder den „Helikopter“. Blickt man nur auf die aus dem Englischen übernommenen Fremdwörter, die häufig in der Kritik stehen, so sieht man, dass selbst Texte aus der Werbung in der Regel nur rund 4 % enthalten.
Hat sich der Fremdwortgebrauch damit im Vergleich zu früheren Zeiten erhöht? Überraschenderweise kaum. Dies liegt daran, dass vor hundert oder hundertfünfzig Jahren ebenfalls viele Fremdwörter als „chic“ galten, die heute kaum noch verwendet werden. Oder flanieren Sie noch über den Trottoir und säubern sich am Waschlavoir? Das Deutsche integriert die Fremdwörter, die es längerfristig übernimmt, meist sehr gut und passt sie den einheimischen Wörtern in Aussprache, Schreibung und Flexion an. Wie Sie erst kürzlich in einem Newsletter erfahren konnten, merkt dann irgendwann kaum noch einer, dass der „Onkel“ ursprünglich aus Frankreich kommt und der „Keks“ aus England.


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Was Sie schon immer wissen wollten
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Substantive auf -ation und -ierung
 
Aus dem Lateinischen haben wir (oft auf dem Umweg über das Französische) die Endung -ation übernommen. Wörter mit dieser Endung sind feminine Substantive, die etwas Abstraktes bezeichnen und meist mit Verben auf -ieren korrespondieren. Zugleich lassen sich aber auch mit der einheimischen Endung -ung feminine Abstrakta ableiten. Diese Endung bildet im Deutschen sowohl Substantive, die einen Vorgang bezeichnen (= Nomina Actionis: die Isolierung = der Vorgang des Isolierens), als auch Substantive, die das Ergebnis einer Handlung bezeichnen (Nomina Acti: die Isolierung = das Material, mit dem etwas isoliert wird). Prinzipiell erfüllt die lateinische Endung -ation die gleiche Funktion. Deshalb kommt es vor, dass von manchen Verben auf -ieren zwei Substantive existieren, die zumindest in bestimmten Kontexten synonym sind: Kolonisation/Kolonisierung, Isolation/Isolierung.
Häufiger jedoch nutzt die Sprache diese Erweiterung des Wortschatzes, um zu differenzieren. So bezeichnen die Substantive auf -ation oft in erster Linie das Ergebnis der Handlung: Kanalisation, Proklamation, Ratifikation. Die Substantive auf -ierung hingegen beziehen sich eher auf den Vorgang der Tätigkeit: Kanalisierung, Proklamierung, Ratifizierung. Auf diese Weise hat das Deutsche die Fremdwörter integriert und gleichzeitig seinen Wortschatz bereichert.
Die gehäufte Anwendung von Substantivierungen wird meistens übrigens als stilistisch unschön empfunden und kann einen Text sehr schwer lesbar machen.
Statt Wegen Außerachtlassung aller Sicherheitsmaßnahmen und Nichtbefolgung der Betriebsvorschriften wurden bei der Tieferlegung der Rohre drei Arbeiter verletzt könnte man also zum Beispiel besser schreiben: Während des Tieferlegens von Rohren wurden drei Arbeiter verletzt, da sie die Sicherheitsmaßnahmen außer Acht gelassen und die Betriebsvorschriften nicht beachtet hatten.
 
Substantive auf -ation und -ierung
Aus dem Lateinischen haben wir (oft auf dem Umweg über das Französische) die Endung -ation übernommen. Wörter mit dieser Endung sind feminine Substantive, die etwas Abstraktes bezeichnen und meist mit Verben auf -ieren korrespondieren. Zugleich lassen sich aber auch mit der einheimischen Endung -ung feminine Abstrakta ableiten. Diese Endung bildet im Deutschen sowohl Substantive, die einen Vorgang bezeichnen (= Nomina Actionis: die Isolierung = der Vorgang des Isolierens), als auch Substantive, die das Ergebnis einer Handlung bezeichnen (Nomina Acti: die Isolierung = das Material, mit dem etwas isoliert wird). Prinzipiell erfüllt die lateinische Endung -ation die gleiche Funktion. Deshalb kommt es vor, dass von manchen Verben auf -ieren zwei Substantive existieren, die zumindest in bestimmten Kontexten synonym sind: Kolonisation/Kolonisierung, Isolation/Isolierung.
Häufiger jedoch nutzt die Sprache diese Erweiterung des Wortschatzes, um zu differenzieren. So bezeichnen die Substantive auf -ation oft in erster Linie das Ergebnis der Handlung: Kanalisation, Proklamation, Ratifikation. Die Substantive auf -ierung hingegen beziehen sich eher auf den Vorgang der Tätigkeit: Kanalisierung, Proklamierung, Ratifizierung. Auf diese Weise hat das Deutsche die Fremdwörter integriert und gleichzeitig seinen Wortschatz bereichert.
Die gehäufte Anwendung von Substantivierungen wird meistens übrigens als stilistisch unschön empfunden und kann einen Text sehr schwer lesbar machen.
Statt Wegen Außerachtlassung aller Sicherheitsmaßnahmen und Nichtbefolgung der Betriebsvorschriften wurden bei der Tieferlegung der Rohre drei Arbeiter verletzt könnte man also zum Beispiel besser schreiben: Während des Tieferlegens von Rohren wurden drei Arbeiter verletzt, da sie die Sicherheitsmaßnahmen außer Acht gelassen und die Betriebsvorschriften nicht beachtet hatten.
Für Sie nachgeschlagen
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Hierarch, Hierarchie, Hieroglyphe
 
In der traditionellen Kodifikation ist bei allen Entlehnungen mit der griechischen Grundlage hierós »heilig« die Aussprache [hier…] bzw. [hi̯er…] angesetzt worden, z. B. Hierarchie [hi̯erar'çi:], Hieroglyphe [hi̯ero'ɡly:fə]. Im heutigen Standardsprachgebrauch ist diese etymologiegetreue Aussprache besonders bei gängigen Entlehnungen wie Hierarchie, Hieroglyphe selten, üblich ist [hir…], d. h. [hirar'çi:], [hiro'ɡly:fə].

Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
 
Hierarch, Hierarchie, Hieroglyphe
In der traditionellen Kodifikation ist bei allen Entlehnungen mit der griechischen Grundlage hierós »heilig« die Aussprache [hier…] bzw. [hi̯er…] angesetzt worden, z. B. Hierarchie [hi̯erar'çi:], Hieroglyphe [hi̯ero'ɡly:fə]. Im heutigen Standardsprachgebrauch ist diese etymologiegetreue Aussprache besonders bei gängigen Entlehnungen wie Hierarchie, Hieroglyphe selten, üblich ist [hir…], d. h. [hirar'çi:], [hiro'ɡly:fə].

Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
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Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
der Vorname, den uns unsere Eltern ausgesucht haben, ist der persönlichste Teil unseres Namens. Schon das Kleinkind nimmt sich beim Klang seines Namens als Individuum wahr. Lesen Sie heute allerhand Interessantes zum Thema.
 
Zur Namenwahl haben wir dann auch einige Empfehlungen aus dem „Großen Vornamenlexikon“ nachgeschlagen.
 
Unsicherheit entsteht häufig bei der Frage nach der Kommasetzung zwischen
selbstständigen Hauptsätzen. Wir zeigen Ihnen, dass Sie (fast) nichts falsch machen können.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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der Vorname, den uns unsere Eltern ausgesucht haben, ist der persönlichste Teil unseres Namens. Schon das Kleinkind nimmt sich beim Klang seines Namens als Individuum wahr. Lesen Sie heute allerhand Interessantes zum Thema.
 
Zur Namenwahl haben wir dann auch einige Empfehlungen aus dem „Großen Vornamenlexikon“ nachgeschlagen.
 
Unsicherheit entsteht häufig bei der Frage nach der Kommasetzung zwischen
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Hätten Sie’s gewusst?
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Vornamen
 
Noch nie zuvor war die Namengebung so individuell wie in der heutigen Zeit. Vielfältige Einflüsse sorgen zuweilen für eine äußerst originelle Namenwah. Film, Funk, Fernsehen und Internet liefern unzählige Ideen; Reisen sowie Zuwanderung aus aller Welt ermöglichen Einblicke in fremde Namenwelten.
Es werden in Deutschland so viele verschiedene Namen vergeben, dass sogar die am häufigsten vergebenen Namen (2015) nur ca. zwei bis drei Prozent eines Jahrgangs ausmachen: Mia, Emma, Hanna(h), Sofia/Sophia, Anna, Emilia, Lina, Marie, Lena und Mila bei den Mädchen und Ben, Jonas, Leon, Elias, Finn/Fynn, Noah, Paul, Luis/Louis, Lukas/Lucas und Luca/Luka bei den Jungen.
Im Spätmittelalter beeinflussten vor allem die Heiligennamen die Namenwahl, in Regensburg etwa trugen im 14. Jh. 18,8 % der Frauen den Namen Elisabeth, im 15. Jh. 22,6 % der Männer den Namen Johannes.
Generell sind Eltern nach den Grundsätzen des deutschen Rechts in der Wahl des oder der Vornamen ihres Kindes frei. Allerdings sollte der gewählte Name „Sitte und Ordnung“ nicht verletzen. Ein Kind hat ein Recht darauf, nicht mit einem Namen belastet zu werden, der aus dem einen oder anderen Grund zu negativen Reaktionen seiner Umwelt führen könnte. Namen wie Judas, Satan, Störenfried oder Verleihnix werden von Standesbeamten aus gutem Grund zurückgewiesen.


8000 Vornamen und wo sie herkommen
 
Ob traditionell, modern, vertraut oder exotisch, „Das große Vornamenlexikon“ erklärt Herkunft und Bedeutung von über 8000 Vornamen und ist damit eines der umfangreichsten und aktuellsten Nachschlagewerke auf diesem Gebiet.

Lassen Sie sich inspirieren und erfahren Sie z. B., welche Namen wir als schön empfinden oder wann der Vorname besonders gut zum Familiennamen passt.

Mehr zum Buch
Vornamen
Noch nie zuvor war die Namengebung so individuell wie in der heutigen Zeit. Vielfältige Einflüsse sorgen zuweilen für eine äußerst originelle Namenwah. Film, Funk, Fernsehen und Internet liefern unzählige Ideen; Reisen sowie Zuwanderung aus aller Welt ermöglichen Einblicke in fremde Namenwelten.
Es werden in Deutschland so viele verschiedene Namen vergeben, dass sogar die am häufigsten vergebenen Namen (2015) nur ca. zwei bis drei Prozent eines Jahrgangs ausmachen: Mia, Emma, Hanna(h), Sofia/Sophia, Anna, Emilia, Lina, Marie, Lena und Mila bei den Mädchen und Ben, Jonas, Leon, Elias, Finn/Fynn, Noah, Paul, Luis/Louis, Lukas/Lucas und Luca/Luka bei den Jungen.
Im Spätmittelalter beeinflussten vor allem die Heiligennamen die Namenwahl, in Regensburg etwa trugen im 14. Jh. 18,8 % der Frauen den Namen Elisabeth, im 15. Jh. 22,6 % der Männer den Namen Johannes.
Generell sind Eltern nach den Grundsätzen des deutschen Rechts in der Wahl des oder der Vornamen ihres Kindes frei. Allerdings sollte der gewählte Name „Sitte und Ordnung“ nicht verletzen. Ein Kind hat ein Recht darauf, nicht mit einem Namen belastet zu werden, der aus dem einen oder anderen Grund zu negativen Reaktionen seiner Umwelt führen könnte. Namen wie Judas, Satan, Störenfried oder Verleihnix werden von Standesbeamten aus gutem Grund zurückgewiesen.


8000 Vornamen und wo sie herkommen
Ob traditionell, modern, vertraut oder exotisch, „Das große Vornamenlexikon“ erklärt Herkunft und Bedeutung von über 8000 Vornamen und ist damit eines der umfangreichsten und aktuellsten Nachschlagewerke auf diesem Gebiet.

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Was Sie schon immer wissen wollten
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Kommasetzung zwischen vollständigen Hauptsätzen
 
Die gute Nachricht zuerst: Bei der Verbindung aus zwei vollständigen Hauptsätzen, die durch und, oder, entweder – oder, weder – noch oder beziehungsweise verknüpft sind, ist die Kommasetzung freigestellt. Es liegt also im Ermessen des Schreibenden, ob er sich für ein Komma entscheidet oder nicht. Sie war wie vom Erdboden verschwunden[,] und er blieb ratlos zurück. Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit[,] oder du beauftragst einen Kollegen. Er fährt mit dem Auto zur Arbeit[,] beziehungsweise seine Frau fährt ihn. Ein Komma empfiehlt sich vor allem dann, wenn man die Gliederung eines solchen Gefüges hervorheben will, oder auch, wenn die Sätze besonders lang sind.
Vorsicht ist geboten, wenn ein Einschub oder Nebensatz zwischen zwei Hauptsätzen steht; in solchen Fällen muss das schließende Komma in jedem Fall erhalten bleiben: Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit, und zwar schonend, oder du beauftragst einen Kollegen. Ihn freute es sehr, dass sich die Lage entspannt hatte, und sie schien sich auch wieder beruhigt zu haben.
Werden vollständige Hauptsätze durch sogenannte adversative Konjunktionen verknüpft, d. h. Konjunktionen, die einen Gegensatz ausdrücken, muss immer ein Komma gesetzt werden: Er wollte ihr reinen Wein einschenken, doch sie weigerte sich, ihn anzuhören. Wir hatten ihm von einem Besuch abgeraten, aber er kam trotzdem.
Kommasetzung zwischen vollständigen Hauptsätzen
Die gute Nachricht zuerst: Bei der Verbindung aus zwei vollständigen Hauptsätzen, die durch und, oder, entweder – oder, weder – noch oder beziehungsweise verknüpft sind, ist die Kommasetzung freigestellt. Es liegt also im Ermessen des Schreibenden, ob er sich für ein Komma entscheidet oder nicht. Sie war wie vom Erdboden verschwunden[,] und er blieb ratlos zurück. Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit[,] oder du beauftragst einen Kollegen. Er fährt mit dem Auto zur Arbeit[,] beziehungsweise seine Frau fährt ihn. Ein Komma empfiehlt sich vor allem dann, wenn man die Gliederung eines solchen Gefüges hervorheben will, oder auch, wenn die Sätze besonders lang sind.
Vorsicht ist geboten, wenn ein Einschub oder Nebensatz zwischen zwei Hauptsätzen steht; in solchen Fällen muss das schließende Komma in jedem Fall erhalten bleiben: Entweder du teilst es ihm morgen selbst mit, und zwar schonend, oder du beauftragst einen Kollegen. Ihn freute es sehr, dass sich die Lage entspannt hatte, und sie schien sich auch wieder beruhigt zu haben.
Werden vollständige Hauptsätze durch sogenannte adversative Konjunktionen verknüpft, d. h. Konjunktionen, die einen Gegensatz ausdrücken, muss immer ein Komma gesetzt werden: Er wollte ihr reinen Wein einschenken, doch sie weigerte sich, ihn anzuhören. Wir hatten ihm von einem Besuch abgeraten, aber er kam trotzdem.
Für Sie nachgeschlagen
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Empfehlungen zur Namenwahl
 
Wird ein fremder, noch nicht eingebürgerter Name gewählt, sollte man sich über Aussprache und Bedeutung des Namens völlig im Klaren sein, damit es später zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt.
Durch den Vornamen sollte das Kind nicht zum Aushängeschild elterlicher Weltanschauungen und Vorlieben gemacht werden.
Es empfiehlt sich, bei der Wahl des Vornamens auf das Zusammenspiel mit dem Familiennamen zu achten. Zu einem langen Familiennamen passt gut ein kurzer Vorname. Nachnamen, die mit dem gleichen Buchstaben beginnen (Alliteration), werden von vielen als wohlklingend empfunden (Daniel Daum, Marie Messner), endreimende Verbindungen gelten als weniger schön (Rose Klose). […]
Wer sich für eine Kurz- oder Koseform entscheidet, sollte dennoch die volle Namenform im Stammbuch eintragen lassen. Manche Susi möchte als erwachsene Frau vielleicht doch lieber als Susanne unterschreiben.

 
Empfehlungen zur Namenwahl
  • Wird ein fremder, noch nicht eingebürgerter Name gewählt, sollte man sich über Aussprache und Bedeutung des Namens völlig im Klaren sein, damit es später zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt.
  • Durch den Vornamen sollte das Kind nicht zum Aushängeschild elterlicher Weltanschauungen und Vorlieben gemacht werden.
  • Es empfiehlt sich, bei der Wahl des Vornamens auf das Zusammenspiel mit dem Familiennamen zu achten. Zu einem langen Familiennamen passt gut ein kurzer Vorname. Nachnamen, die mit dem gleichen Buchstaben beginnen (Alliteration), werden von vielen als wohlklingend empfunden (Daniel Daum, Marie Messner), endreimende Verbindungen gelten als weniger schön (Rose Klose). […]
  • Wer sich für eine Kurz- oder Koseform entscheidet, sollte dennoch die volle Namenform im Stammbuch eintragen lassen. Manche Susi möchte als erwachsene Frau vielleicht doch lieber als Susanne unterschreiben.

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
der heutige Newsletter steht ganz im Zeichen der Fremdwörter.

Zunächst geht es um die Groß- oder Kleinschreibung von Fremdwörtern – vor allem von solchen, die in festen Fügungen verwendet werden.
Man wäre ja schon fast etwas enttäuscht, wenn eine Rechtschreibregelung ohne Ausnahme daherkäme – diese Enttäuschung bleibt uns hier aber erspart.
 
Becher, Bluse, Keks, Wanne, Zwiebel: Was haben diese Wörter gemein? Zumindest dies: Man kann ihnen nicht mehr so ohne Weiteres ansehen, dass sie einer fremden Sprache entlehnt worden sind. Um so auszusehen, wie Wörter aus unserem Kernwortschatz eben aussehen, haben einige ganz schön lange gebraucht, andere nicht so lange. Wir haben für Sie nachgeschlagen, wie solche Angleichungen von fremden Wörtern an unsere Lautung und Schreibung vor sich gehen.
 
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Zunächst geht es um die Groß- oder Kleinschreibung von Fremdwörtern – vor allem von solchen, die in festen Fügungen verwendet werden.
Man wäre ja schon fast etwas enttäuscht, wenn eine Rechtschreibregelung ohne Ausnahme daherkäme – diese Enttäuschung bleibt uns hier aber erspart.
 
Becher, Bluse, Keks, Wanne, Zwiebel: Was haben diese Wörter gemein? Zumindest dies: Man kann ihnen nicht mehr so ohne Weiteres ansehen, dass sie einer fremden Sprache entlehnt worden sind. Um so auszusehen, wie Wörter aus unserem Kernwortschatz eben aussehen, haben einige ganz schön lange gebraucht, andere nicht so lange. Wir haben für Sie nachgeschlagen, wie solche Angleichungen von fremden Wörtern an unsere Lautung und Schreibung vor sich gehen.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
     
 
Hätten Sie’s gewusst?
 
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Die Groß- oder Kleinschreibung von Fremdwörtern in festen Fügungen
 
 
Substantivische Fremdwörter werden in der Regel großgeschrieben, auch wenn die zugrunde liegenden fremdsprachigen Wörter in ihrer Herkunftssprache kleingeschrieben würden:
Eine vernünftige Time to Market ist die Conditio sine qua non des wirtschaftlichen Erfolges. Der State of the Art ist für uns allenfalls notwendige, nie aber hinreichende Bedingung.
Die Kenntnis der richtigen Schreibung ändert natürlich nichts daran, dass die gehäufte Verwendung solcher Fügungen aus stilistischer Sicht nicht unbedingt ratsam ist!

Übrigens wird in mehrteiligen fremdwörtlichen Wendungen der erste Teil auch dann großgeschrieben, wenn er kein Substantiv ist – ein Adjektiv etwa, das ja ansonsten kleingeschrieben würde:
Ein Grand Cru zu einem Cordon bleu – das hat schon was Snobistisches, oder?
     
     
Die Groß- oder Kleinschreibung von Fremdwörtern in festen Fügungen
 
Substantivische Fremdwörter werden in der Regel großgeschrieben, auch wenn die zugrunde liegenden fremdsprachigen Wörter in ihrer Herkunftssprache kleingeschrieben würden:
Eine vernünftige Time to Market ist die Conditio sine qua non des wirtschaftlichen Erfolges. Der State of the Art ist für uns allenfalls notwendige, nie aber hinreichende Bedingung.
Die Kenntnis der richtigen Schreibung ändert natürlich nichts daran, dass die gehäufte Verwendung solcher Fügungen aus stilistischer Sicht nicht unbedingt ratsam ist!

Übrigens wird in mehrteiligen fremdwörtlichen Wendungen der erste Teil auch dann großgeschrieben, wenn er kein Substantiv ist – ein Adjektiv etwa, das ja ansonsten kleingeschrieben würde:
Ein Grand Cru zu einem Cordon bleu – das hat schon was Snobistisches, oder?
     
     
     
     
     
     
 
Was Sie schon immer wissen wollten
 
Was Sie schon immer wissen wollten
     
     
     

Feste adverbiale Wendungen aus fremden Sprachen

 
Jetzt aber rasch zur Ausnahme von der Substantivgroßschreibung, was Fremdwörter bzw. fremde Wörter angeht. Denn in festen adverbialen Wendungen, die als Ganzes einer fremden Sprache entlehnt worden sind, bleibt es bei der ursprünglichen Kleinschreibung:
Natürlich läuft das bei uns alles just in time. Können wir das nicht einfach en bloc erledigen?
Diese adverbialen Wendungen erkennt man daran, dass sie mit „wie“ erfragt werden können.
Gelegentlich ist schon in der Ursprungssprache solch eine Wendung zu einem Wort, einem Adverb, geworden. Dann bleibt es natürlich auch im Deutschen so:
Recherchieren kann man so etwas höchstens undercover.
Erweitert man adverbiale Wendungen um ein Substantiv zu einem zusammengesetzten Substantiv, koppelt man mit Bindestrichen durch und der erste Buchstabe der Zusammensetzung wird, wie bei Substantiven im Deutschen so üblich, großgeschrieben. Die substantivischen Bestandteile der zugrunde liegenden Wendung werden auch in der Zusammensetzung kleingeschrieben: unsere effiziente Just-in-time-Produktion, diese gelungene En-bloc-Transplantation, leckere Al-dente-Zubereitung, In-vivo-Experiment etc.
Wird die Fügung in der Ursprungssprache schon zusammgeschrieben, brauchen wir auch im Deutschen keinen Bindestrich: ein miserabler Undercoveragent.
 
 
 

Indispensabel
 
 
Wissen Sie aus dem Gedächtnis, was dieses aus dem Lateinischen stammende Adjektiv bedeutet?

Unser Klassiker, „Das Fremdwörterbuch“ von Duden, lässt keine Fragen offen, wenn es darum geht, Fremdwörter zu verstehen und zu verwenden. Über 60 000 Stichwörter zeigen sowohl den traditionellen als auch den aktuellen Fremdwortschatz.  

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Feste adverbiale Wendungen aus fremden Sprachen

Jetzt aber rasch zur Ausnahme von der Substantivgroßschreibung, was Fremdwörter bzw. fremde Wörter angeht. Denn in festen adverbialen Wendungen, die als Ganzes einer fremden Sprache entlehnt worden sind, bleibt es bei der ursprünglichen Kleinschreibung:
Natürlich läuft das bei uns alles just in time. Können wir das nicht einfach en bloc erledigen?
Diese adverbialen Wendungen erkennt man daran, dass sie mit „wie“ erfragt werden können.
Gelegentlich ist schon in der Ursprungssprache solch eine Wendung zu einem Wort, einem Adverb, geworden. Dann bleibt es natürlich auch im Deutschen so:
Recherchieren kann man so etwas höchstens undercover.
Erweitert man adverbiale Wendungen um ein Substantiv zu einem zusammengesetzten Substantiv, koppelt man mit Bindestrichen durch und der erste Buchstabe der Zusammensetzung wird, wie bei Substantiven im Deutschen so üblich, großgeschrieben. Die substantivischen Bestandteile der zugrunde liegenden Wendung werden auch in der Zusammensetzung kleingeschrieben: unsere effiziente Just-in-time-Produktion, diese gelungene En-bloc-Transplantation, leckere Al-dente-Zubereitung, In-vivo-Experiment etc.
Wird die Fügung in der Ursprungssprache schon zusammgeschrieben, brauchen wir auch im Deutschen keinen Bindestrich: ein miserabler Undercoveragent.
 

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Für Sie nachgeschlagen
 
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Angleichungen an die heimischen Schreibungen
 
 
Häufig gebrauchte Fremdwörter, vor allem solche, die keine dem Deutschen fremden Laute enthalten, gleichen sich nach und nach der deutschen Schreibweise an:
Bluse (für: Blouse), Fassade (für: Façade), Likör (für: Liqueur).
 
In anderen Fällen folgt die orthografische der lautlichen Integration:
franz. sauce [sos] zu Soße ['zo:sə], engl. cakes [keɪks] zu Keks [ke:ks].
 
Die reformierte Rechtschreibung lässt seit 1996 in vielen Fällen weitere Integrationen als Varianten zu bisherigen Schreibweisen zu. In diesem Zeitraum haben sich die Varianten in unterschiedlichem Maß durchgesetzt:
 
Das ph in den aus dem Griechischen stammenden Wortteilen -phon-, -phot- und -graph- wird über die früheren Einzelfälle hinaus in allgemein gebräuchlichen Wörtern immer häufiger durch f ersetzt (f / ph):
Saxofon (neben älterem: Saxophon); Fotosynthese (neben älterem: Photosynthese); Geografie (neben älterem: Geographie) usw.
 
Eine Reihe von Wörtern aus dem Französischen, die auf enden, wird immer häufiger mit -ee geschrieben:
passé / passee, Exposé / Exposee u. a.
 
Die Wortbestandteile -tial und -tiell werden, wenn zur entsprechenden Wortfamilie ein Wort gehört, das auf -z endet, häufig -zial und -ziell geschrieben:
essenziell (zu Essenz), differenzial (zu Differenz), Potenzial (zu Potenz), daneben wie bisher: essentiell, differential, Potential u. a.
 
Daneben gibt es eine begrenzte Anzahl Einzelfestlegungen für weitere Schreibvarianten, die sich bisher in unterschiedlichem Maß durchgesetzt haben:
Delfin (immer häufiger neben älterem: Delphin); aber: Panther (wesentlich häufiger als neues: Panter), Spaghetti (wesentlich häufiger als neues: Spagetti), Joghurt (wesentlich häufiger als neues: Jogurt) u. a.
 
Eine kleine Gruppe von Wörtern wird an andere Wörter derselben Wortfamilie angeglichen: So schreibt man beispielsweise statt Stukkateur inzwischen Stuckateur (zu Stuck) und statt plazieren mittlerweile platzieren (zu Platz).
 
Aus: „Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle“, Ab Oktober 2016 neu in der 8. Auflage.
Bisher: „Duden – Richtiges und gutes Deutsch“, 7. Auflage 2011
 
 
     
     
Angleichungen an die heimischen Schreibungen
 
Häufig gebrauchte Fremdwörter, vor allem solche, die keine dem Deutschen fremden Laute enthalten, gleichen sich nach und nach der deutschen Schreibweise an:
Bluse (für: Blouse), Fassade (für: Façade), Likör (für: Liqueur).
 
In anderen Fällen folgt die orthografische der lautlichen Integration:
franz. sauce [sos] zu Soße ['zo:sə], engl. cakes [keɪks] zu Keks [ke:ks].
 
Die reformierte Rechtschreibung lässt seit 1996 in vielen Fällen weitere Integrationen als Varianten zu bisherigen Schreibweisen zu. In diesem Zeitraum haben sich die Varianten in unterschiedlichem Maß durchgesetzt:
 
  • Das ph in den aus dem Griechischen stammenden Wortteilen -phon-, -phot- und -graph- wird über die früheren Einzelfälle hinaus in allgemein gebräuchlichen Wörtern immer häufiger durch f ersetzt (f / ph):
    Saxofon (neben älterem: Saxophon); Fotosynthese (neben älterem: Photosynthese); Geografie (neben älterem: Geographie) usw.
     
  • Eine Reihe von Wörtern aus dem Französischen, die auf enden, wird immer häufiger mit -ee geschrieben:
    passé / passee, Exposé / Exposee u. a.
     
  • Die Wortbestandteile -tial und -tiell werden, wenn zur entsprechenden Wortfamilie ein Wort gehört, das auf -z endet, häufig -zial und -ziell geschrieben:
    essenziell (zu Essenz), differenzial (zu Differenz), Potenzial (zu Potenz), daneben wie bisher: essentiell, differential, Potential u. a.
     
  • Daneben gibt es eine begrenzte Anzahl Einzelfestlegungen für weitere Schreibvarianten, die sich bisher in unterschiedlichem Maß durchgesetzt haben:
    Delfin (immer häufiger neben älterem: Delphin); aber: Panther (wesentlich häufiger als neues: Panter), Spaghetti (wesentlich häufiger als neues: Spagetti), Joghurt (wesentlich häufiger als neues: Jogurt) u. a.
 
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Wir sind ganz Ohr
 
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr:
 
 
Aus Deutschland: 09001 870098
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Aus Österreich: 0900 844144
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Aus der Schweiz: 0900 383360
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Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
     
     
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Woher-stammt-der-Morgen-01082016">Woher stammt der Morgen? (01.08.2016)</a>

 
 
 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
heute erfahren Sie im aktuellen Newsletter zunächst viel Interessantes über morgen und Morgen.
 
Im Anschluss werfen wir einen Blick auf welche, welchen und welches und klären, welche der Formen in welcher Situation passend ist.
 
Nachgeschlagen haben wir diesmal die Aussprache von Body- bzw. -body in aus dem Englischen übernommenen Wörtern.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
     
     
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Hätten Sie’s gewusst?
 
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Woher stammt der Morgen? Und woher das d in morgendlich?
 
 
Das Wort Morgen lässt sich von einer indogermanischen Verbalwurzel *mer- herleiten, die so viel wie „schimmern, dämmern“ bedeutet. Somit ist der Morgen, durchaus nachvollziehbar, die Zeit der Dämmerung.
Von der Wortart her ist Morgen ein Nomen und wird dementsprechend großgeschrieben: Jeden Morgen übt mein Nachbar lautstark Cello. Dies gilt auch in Verbindung mit Tagesbezeichnungen: Heute Morgen zwitscherte lieblich die Amsel.
Wenn man ihn in den Plural setzen möchte, gerät man leicht in die Versuchung, -de anzuhängen (warum, dazu später mehr), doch ist die einzig korrekte Pluralform die Morgen.
Aus dem Dativ Singular von Morgen entstand das Adverb morgen, welches den folgenden Tag bezeichnet und kleingeschrieben wird: Gestern waren wir im Museum. Und morgen gehen wir in den Zoo.
Ebenfalls eine erstarrte Flexionsform, nämlich der Genitiv Singular, liegt dem Adverb morgens zugrunde. Dieses wird synonym zu am Morgen verwendet: Mir ist morgens häufig schwindlig. Nicht damit zu verwechseln ist der Ausdruck eines Morgens, bei dem am Artikel erkennbar ist, dass es sich hierbei um das Nomen handelt.
Schließlich wurde von Morgen auch noch ein Adjektiv abgeleitet, das die ungewöhnliche Form morgendlich aufweist. Woher stammt nun das d mitten im Wort morgendlich?
Vermutlich ist es eine Analogiebildung zu abendlich, wobei hier das d als Bestandteil des Grundworts Abend durchaus seine Berechtigung hat. Und mit diesem Wissen lässt sich auch die falsche Pluralform Morgende erklären: Hier zeigt sich wohl ebenfalls der Einfluss von Abend bzw. Abende.
 


Für alle, die Deutsch lernen und lehren
 
 

„Ich biege ab, ich bog ab, ich böge ab, ich sei abgebogen ...“ – die richtigen Formen sind nicht immer gleich bei der Hand. Der handliche und übersichtliche Ratgeber „Grammatiktabellen Deutsch“ zeigt alle Flexionsformen der deutschen Sprache einfach und kompakt zum schnellen Nachschlagen.
Der ideale Helfer für Lehrende und Lernende von Deutsch als Zweit- und Fremdsprache sowie Schüler und Studierende.
 
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Woher stammt der Morgen? Und woher das d in morgendlich?
 
Das Wort Morgen lässt sich von einer indogermanischen Verbalwurzel *mer- herleiten, die so viel wie „schimmern, dämmern“ bedeutet. Somit ist der Morgen, durchaus nachvollziehbar, die Zeit der Dämmerung.
Von der Wortart her ist Morgen ein Nomen und wird dementsprechend großgeschrieben: Jeden Morgen übt mein Nachbar lautstark Cello. Dies gilt auch in Verbindung mit Tagesbezeichnungen: Heute Morgen zwitscherte lieblich die Amsel.
Wenn man ihn in den Plural setzen möchte, gerät man leicht in die Versuchung, -de anzuhängen (warum, dazu später mehr), doch ist die einzig korrekte Pluralform die Morgen.
Aus dem Dativ Singular von Morgen entstand das Adverb morgen, welches den folgenden Tag bezeichnet und kleingeschrieben wird: Gestern waren wir im Museum. Und morgen gehen wir in den Zoo.
Ebenfalls eine erstarrte Flexionsform, nämlich der Genitiv Singular, liegt dem Adverb morgens zugrunde. Dieses wird synonym zu am Morgen verwendet: Mir ist morgens häufig schwindlig. Nicht damit zu verwechseln ist der Ausdruck eines Morgens, bei dem am Artikel erkennbar ist, dass es sich hierbei um das Nomen handelt.
Schließlich wurde von Morgen auch noch ein Adjektiv abgeleitet, das die ungewöhnliche Form morgendlich aufweist. Woher stammt nun das d mitten im Wort morgendlich?
Vermutlich ist es eine Analogiebildung zu abendlich, wobei hier das d als Bestandteil des Grundworts Abend durchaus seine Berechtigung hat. Und mit diesem Wissen lässt sich auch die falsche Pluralform Morgende erklären: Hier zeigt sich wohl ebenfalls der Einfluss von Abend bzw. Abende.


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Was Sie schon immer wissen wollten
 
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Welche Form ist richtig: welche, welchen oder welches?

 
Das Pronomen kann unter anderem als Interrogativpronomen in Fragesätzen gebraucht werden, zum Beispiel: Welches Kaninchen gefällt dir am besten?
Der Genitiv Maskulinum und Neutrum Singular kann sich nicht recht entscheiden und lässt zwei Formen zu: Der Stall welchen/welches Kaninchens ist das?
Wenn das Nomen nicht direkt folgt, wird in der Regel welches als Fragepronomen verwendet – unabhängig davon, ob man nach einem Neutrum, einem Femininum oder einem Maskulinum fragt. Auch der Numerus spielt keine Rolle. So kann man fragen: Welches sind die beliebtesten Kaninchenrassen? Welches ist der Hauptgrund, sich ein Kaninchen zuzulegen?
Die Form welche wird hingegen nur selten gebraucht, und zwar dann, wenn das Bezugswort im gleichen Satz gar nicht genannt ist: Ich möchte Futterpflanzen für meine Kaninchen anbauen. Welche sind besonders anspruchslos?
 
     
     

Welche Form ist richtig: welche, welchen oder welches?

Das Pronomen kann unter anderem als Interrogativpronomen in Fragesätzen gebraucht werden, zum Beispiel: Welches Kaninchen gefällt dir am besten?
Der Genitiv Maskulinum und Neutrum Singular kann sich nicht recht entscheiden und lässt zwei Formen zu: Der Stall welchen/welches Kaninchens ist das?
Wenn das Nomen nicht direkt folgt, wird in der Regel welches als Fragepronomen verwendet – unabhängig davon, ob man nach einem Neutrum, einem Femininum oder einem Maskulinum fragt. Auch der Numerus spielt keine Rolle. So kann man fragen: Welches sind die beliebtesten Kaninchenrassen? Welches ist der Hauptgrund, sich ein Kaninchen zuzulegen?
Die Form welche wird hingegen nur selten gebraucht, und zwar dann, wenn das Bezugswort im gleichen Satz gar nicht genannt ist: Ich möchte Futterpflanzen für meine Kaninchen anbauen. Welche sind besonders anspruchslos?
 
     
 
Für Sie nachgeschlagen
 
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Body-, -body
 
 
Für Wörter, in denen das englische Element Body-, -body enthalten ist, kommen die beiden Ausspracheweisen [‘bɔdi] und [‘badi] vor, von denen die erste dem britischen, die zweite dem amerikanischen Englisch folgt.
Dabei gibt es eine klare Präferenz für [‘badi] in Nobody oder Everybody’s Darling, während in Bodylotion, Bodysuit usw. viel eher [‘bɔdi] verwendet wird.
 
Nach: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
 
 
     
     
Body-, -body
 
Für Wörter, in denen das englische Element Body-, -body enthalten ist, kommen die beiden Ausspracheweisen [‘bɔdi] und [‘badi] vor, von denen die erste dem britischen, die zweite dem amerikanischen Englisch folgt.
Dabei gibt es eine klare Präferenz für [‘badi] in Nobody oder Everybody’s Darling, während in Bodylotion, Bodysuit usw. viel eher [‘bɔdi] verwendet wird.
 
Nach: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
 
     
 
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/%C3%9Cber-die-Notwendigkeit-des-Buchstabens-Y-04072016">Über die Notwendigkeit des Buchstabens &quot;Y&quot; (04.07.2016)</a>

 
 
 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
wer seine Schäfchen im Trockenen hat, ist bekanntlich fein raus. Warum der Umgang mit dem Trockenen jedoch gar nicht so einfach ist, lesen Sie im heutigen Newsletter.
 
Anschließend geht es weniger trocken weiter: Wir gehen ganz hart ins Gericht mit dem Buchstaben Y und haben schließlich für Sie nachgeschlagen, wie Buchstabe, Buch und Buche zusammenhängen.
 
Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
     
     
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wer seine Schäfchen im Trockenen hat, ist bekanntlich fein raus. Warum der Umgang mit dem Trockenen jedoch gar nicht so einfach ist, lesen Sie im heutigen Newsletter.
 
Anschließend geht es weniger trocken weiter: Wir gehen ganz hart ins Gericht mit dem Buchstaben Y und haben schließlich für Sie nachgeschlagen, wie Buchstabe, Buch und Buche zusammenhängen.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
 
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Trocken – getrennt oder zusammen, groß oder klein, haben oder sein?
 
 
Wie bei vielen Adjektiven, die einen Zustand bezeichnen, ergeben sich auch bei trocken häufig Probleme. Schreiben wir in verbalen Zusammensetzungen zusammen oder getrennt? Grundsätzlich gilt: Wird trocken in übertragener Bedeutung gebraucht, schreibt man zusammen: Sie hat gerade die Kleine trockengelegt (= mit frischen Windeln versehen). Unsere beste Kuh hat viele Wochen trockengestanden (= keine Milch gegeben).
Getrennt oder zusammen darf geschrieben werden, wenn vom Ergebnis einer Handlung die Rede ist: Ich muss noch die Haare trocken föhnen / trockenföhnen. Hat er wenigstens den Fußboden trocken gewischt / trockengewischt?
Substantivierungen des Adjektivs trocken werden grundsätzlich großgeschrieben: Er hat es verstanden, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Das intransitive Verb trocknen gehört übrigens zu den Verben, die eine allmähliche Veränderung beschreiben. Verben dieser Art – dazu gehören beispielsweise auch faulen oder gären – können das Perfekt sowohl mit haben als auch mit sein bilden: Dank der frischen Brise ist/hat die Wäsche gut getrocknet. In neuerem Sprachgebrauch ist allerdings die Verwendung von sein zur Perfektbildung bei diesem Verbtypus die häufigere Variante.
 
 


Unentbehrlich für richtiges Deutsch
 

Seit 81 Jahren begleitet „Duden – Die Grammatik“ Tausende von Wissenschaftlern, Lehrern und Studierenden. Jetzt liegt die Neuauflage dieses Standardwerks vor, mit hoher Benutzerfreundlichkeit dank zahlreicher Beispiele und Grafiken. Darüber hinaus hat die Dudenredaktion alle Beispiele aus dem Kapitel „Intonation“ für Sie hörbar gemacht – gesprochen von Moderator und Sprecher Marc Bator.
 
Mehr zu „Duden – Die Grammatik“
 
     
     
Trocken – getrennt oder zusammen, groß oder klein, haben oder sein?
 
Wie bei vielen Adjektiven, die einen Zustand bezeichnen, ergeben sich auch bei trocken häufig Probleme. Schreiben wir in verbalen Zusammensetzungen zusammen oder getrennt? Grundsätzlich gilt: Wird trocken in übertragener Bedeutung gebraucht, schreibt man zusammen: Sie hat gerade die Kleine trockengelegt (= mit frischen Windeln versehen). Unsere beste Kuh hat viele Wochen trockengestanden (= keine Milch gegeben).
Getrennt oder zusammen darf geschrieben werden, wenn vom Ergebnis einer Handlung die Rede ist: Ich muss noch die Haare trocken föhnen / trockenföhnen. Hat er wenigstens den Fußboden trocken gewischt / trockengewischt?
Substantivierungen des Adjektivs trocken werden grundsätzlich großgeschrieben: Er hat es verstanden, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen.

Das intransitive Verb trocknen gehört übrigens zu den Verben, die eine allmähliche Veränderung beschreiben. Verben dieser Art – dazu gehören beispielsweise auch faulen oder gären – können das Perfekt sowohl mit haben als auch mit sein bilden: Dank der frischen Brise ist/hat die Wäsche gut getrocknet. In neuerem Sprachgebrauch ist allerdings die Verwendung von sein zur Perfektbildung bei diesem Verbtypus die häufigere Variante.


Unentbehrlich für richtiges Deutsch

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Was Sie schon immer wissen wollten
 
Was Sie schon immer wissen wollten
     
     
     

Warum brauchen wir im Deutschen eigentlich den Buchstaben Y?

 
Es gibt fortdauernde Bestrebungen, die deutsche Rechtschreibung unkomplizierter zu machen. Aber auf die Idee, das Y ersatzlos abzuschaffen, ist noch niemand gekommen, obwohl dieser Buchstabe sich etwas widerspenstig verhält:
Es gibt kein einziges heimisches Wort, das mit Y beginnt, Eigennamen einmal ausgenommen, und auch sonst ist das Y ein ziemlich seltsamer Buchstabe. Je nachdem, wo es im Wort steht, kann es mal ein Konsonant, mal ein Vokal sein und sich sogar wie ein Umlaut oder ein Diphthong aufführen: Am Wort- oder Silbenanfang verhält es sich normalerweise wie ein Konsonant, etwa in Yacht, Yoga oder Mayonnaise – Wörter, die man übrigens allesamt auch mit J bzw. j schreiben kann. Im Wortinnern als Teil eines Diphthongs steht es für i: Bayrisch und bairisch sind sprachlich (wenn auch nicht inhaltlich) das Gleiche.
Bei der Aussprache stellt sich die Frage, ob man es als i ausspricht, wie in Ysop (ein Gewürzkraut) und in Syke (eine Stadt in Niedersachsen), oder wie ü in Sylt und in Pyromane.
Aber keine Angst, natürlich bleibt uns das Y erhalten, denn wir wollen ja auch zukünftig Herrn Meyer von Herrn Meier unterscheiden und auch Fremdwörter wie Gully, Youngster und Cyberspace richtig schreiben können.

 
     
     

Warum brauchen wir im Deutschen eigentlich den Buchstaben Y?

Es gibt fortdauernde Bestrebungen, die deutsche Rechtschreibung unkomplizierter zu machen. Aber auf die Idee, das Y ersatzlos abzuschaffen, ist noch niemand gekommen, obwohl dieser Buchstabe sich etwas widerspenstig verhält:
Es gibt kein einziges heimisches Wort, das mit Y beginnt, Eigennamen einmal ausgenommen, und auch sonst ist das Y ein ziemlich seltsamer Buchstabe. Je nachdem, wo es im Wort steht, kann es mal ein Konsonant, mal ein Vokal sein und sich sogar wie ein Umlaut oder ein Diphthong aufführen: Am Wort- oder Silbenanfang verhält es sich normalerweise wie ein Konsonant, etwa in Yacht, Yoga oder Mayonnaise – Wörter, die man übrigens allesamt auch mit J bzw. j schreiben kann. Im Wortinnern als Teil eines Diphthongs steht es für i: Bayrisch und bairisch sind sprachlich (wenn auch nicht inhaltlich) das Gleiche.
Bei der Aussprache stellt sich die Frage, ob man es als i ausspricht, wie in Ysop (ein Gewürzkraut) und in Syke (eine Stadt in Niedersachsen), oder wie ü in Sylt und in Pyromane.
Aber keine Angst, natürlich bleibt uns das Y erhalten, denn wir wollen ja auch zukünftig Herrn Meyer von Herrn Meier unterscheiden und auch Fremdwörter wie Gully, Youngster und Cyberspace richtig schreiben können.

 
     
 
Für Sie nachgeschlagen
 
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Buch, Buche, Buchstabe
 
 
Ein Beispiel für die Verflechtung der Sphären „Natur“ und „Kultur“ bieten die Wörter Buche, Buch und Buchstabe. Bereits im Althochdeutschen bezeichnet buohha die Buche, buoh ein Buch oder Schriftstück und buohstab meist einen Buchstaben oder das gesamte Alphabet. Unter einem Buch verstand man wohl zunächst Schreibtafeln aus Holz; das Wort für den Baum und das Wort für den daraus verfertigten Gegenstand haben dabei wohl den gleichen Ursprung. Nebeneinander standen germanisch * bōk-s  „Buch” und * bōk-ō „Buche“ aus indogermanisch * bhāg-. Es ist gut vorstellbar, dass die Germanen gerade das leicht zu spaltende Holz der heimischen Buche für die Herstellung von Schreibtafeln verwendeten. Auch als die zusammengebundenen Holztafeln in späterer Zeit durch Pergamentkodizes ersetzt worden waren, blieb die Bezeichnung Buch erhalten, denn die als Buchdeckel verwendeten äußeren Bretter bestanden bis ins 16. Jahrhundert hinein fast immer aus Buchenholz. Als dann auch die hölzernen Buchdeckel aus der Mode kamen, hatte sich das Wort Buch bereits so fest im Sprachgebrauch verankert, dass es ohne Schwierigkeiten weiterverwendet werden konnte.
Das Wort buohstab schließlich ist eine Zusammensetzung aus germanisch * bōk- „Buch“ und * staba- „Stab, Rune, Buchstabe“ und bedeutet im Althochdeutschen „Buchschriftzeichen“. Die überlieferten Belege wurden ausschließlich für die lateinische Buchschrift verwendet. Da * staba- auch „Rune“ heißt und in germanischer Zeit Holzstäbe mit Runenzeichen zur Vorhersage der Zukunft verwendet wurden, ist es wahrscheinlich, dass vor der Ausbreitung der lateinischen Schriftkultur die „Buchstaben“ Runenzeichen waren. Die Verbindung von buohha „Buche” und buohstab ist auch deshalb naheliegend. Dazu passt eine mögliche, aber nicht weiter überprüfbare Deutung der gemeinsamen Ausgangsform indogermanisch * bhāg- als „Los-, Schicksalsanteil“. Die Buche heißt dann „Los- oder Schicksalsbaum“, weil seine Zweige mit den eingeritzten Zeichen (den Buchstaben) zur Deutung des Schicksals verwendet wurden.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. Berlin 2013
 
     
     
Buch, Buche, Buchstabe
 
Ein Beispiel für die Verflechtung der Sphären „Natur“ und „Kultur“ bieten die Wörter Buche, Buch und Buchstabe. Bereits im Althochdeutschen bezeichnet buohha die Buche, buoh ein Buch oder Schriftstück und buohstab meist einen Buchstaben oder das gesamte Alphabet. Unter einem Buch verstand man wohl zunächst Schreibtafeln aus Holz; das Wort für den Baum und das Wort für den daraus verfertigten Gegenstand haben dabei wohl den gleichen Ursprung. Nebeneinander standen germanisch * bōk-s  „Buch” und * bōk-ō „Buche“ aus indogermanisch * bhāg-. Es ist gut vorstellbar, dass die Germanen gerade das leicht zu spaltende Holz der heimischen Buche für die Herstellung von Schreibtafeln verwendeten. Auch als die zusammengebundenen Holztafeln in späterer Zeit durch Pergamentkodizes ersetzt worden waren, blieb die Bezeichnung Buch erhalten, denn die als Buchdeckel verwendeten äußeren Bretter bestanden bis ins 16. Jahrhundert hinein fast immer aus Buchenholz. Als dann auch die hölzernen Buchdeckel aus der Mode kamen, hatte sich das Wort Buch bereits so fest im Sprachgebrauch verankert, dass es ohne Schwierigkeiten weiterverwendet werden konnte.
Das Wort buohstab schließlich ist eine Zusammensetzung aus germanisch * bōk- „Buch“ und * staba- „Stab, Rune, Buchstabe“ und bedeutet im Althochdeutschen „Buchschriftzeichen“. Die überlieferten Belege wurden ausschließlich für die lateinische Buchschrift verwendet. Da * staba- auch „Rune“ heißt und in germanischer Zeit Holzstäbe mit Runenzeichen zur Vorhersage der Zukunft verwendet wurden, ist es wahrscheinlich, dass vor der Ausbreitung der lateinischen Schriftkultur die „Buchstaben“ Runenzeichen waren. Die Verbindung von buohha „Buche” und buohstab ist auch deshalb naheliegend. Dazu passt eine mögliche, aber nicht weiter überprüfbare Deutung der gemeinsamen Ausgangsform indogermanisch * bhāg- als „Los-, Schicksalsanteil“. Die Buche heißt dann „Los- oder Schicksalsbaum“, weil seine Zweige mit den eingeritzten Zeichen (den Buchstaben) zur Deutung des Schicksals verwendet wurden.

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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Ein-Bund-f%C3%BCrs-Leben-und-ein-Bund-Spargel-06062016">Ein Bund fürs Leben und ein Bund Spargel (06.06.2016)</a>

 
 
 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
der aktuelle Newsletter widmet sich heute zunächst dem Wort Bund – ob es der Bund oder das Bund heißt, können Sie ja schon mal überlegen.
 
Da die Spargelzeit erst im Juni zu Ende geht, ist es für Sie vielleicht interessant zu erfahren, was Sie da grammatisch gesehen zu sich nehmen.
 
Und auch im letzten Absatz bleiben wir thematisch beim Kulinarischen: Hier haben wir für Sie die Aussprache des Substantivs Orange und des Adjektivs orange nachgeschlagen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
 
 
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Hätten Sie’s gewusst?
 
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Der und das Bund
 
 
Als Homonyme im engeren Sinne bezeichnet man zwei Wörter unterschiedlicher Herkunft, die aufgrund lautlicher Entwicklungen zu einem gleich klingenden und gleich geschriebenen Wort zusammengefallen sind (wie bei Bauer = „Landwirt“ und Bauer = „Vogelkäfig“).
Beim Bund handelt es sich um ein Homonym im weiteren Sinne. Hier hat sich ein ursprüngliches Wort ausdifferenziert und weist nun unterschiedliche Genera und unterschiedliche Pluralformen auf.
Abgeleitet ist Bund vom Verb binden; das Wort bezeichnet folglich Dinge, die auf die ein oder andere Weise miteinander verbunden sind. Zu unterscheiden sind neusprachlich der Bund und das Bund.
Der Bund hat zwei Hauptbedeutungen, nämlich einmal „Verbindung von Personen, Bündnis“ (z. B. Staatenbund, Bund fürs Leben, Geheimbund) und dann noch „Einfassung eines Rocks, einer Hose in der Taille durch einen festen Stoffstreifen oder ein Gurtband“. Die Pluralform zum maskulinen Bund lautet die Bünde, also z. B. die Hosenbünde, wobei sie gerade für die erste Bedeutung, also „Verbindung von Personen“, nur sehr selten verwendet wird.
Das Bund bezeichnet etwas, das zu einem Bündel zusammengebunden ist, z. B. ein Bund Spargel, ein Bund Stroh. Der passende Plural hierzu lautet die Bunde.
Falls Sie bei unseren Beispielen den Schlüsselbund vermisst haben: Dieser fällt etwas aus der Reihe. Er kann sowohl maskulin, was die üblichere Form ist, als auch neutral (das Schlüsselbund) auftreten. Pluralform ist in beiden Fällen die Schlüsselbunde.
 
 
Im Bunde mit Ihren Kindern – Hausaufgaben ohne Stress
 
 

Wie berechnet man eigentlich Prozentsätze? Was hat es noch mal mit den binomischen Formeln auf sich? Und was steckt hinter den newtonschen Gesetzen? Egal, ob die eigene Schulzeit schon weiter zurückliegt oder noch gar nicht so lange her ist – wie hilfreich wäre es doch, wenn man sich auf Knopfdruck an das damals Gelernte erinnern könnte. Der „Elterncoach“ liefert dafür die Frischzellenkur und ist der perfekte Begleiter, um Ihre Kinder beim Lernen oder bei den Hausaufgaben zu unterstützen.

Zum Elterncoach Mathe
     
     
Der und das Bund
 
Als Homonyme im engeren Sinne bezeichnet man zwei Wörter unterschiedlicher Herkunft, die aufgrund lautlicher Entwicklungen zu einem gleich klingenden und gleich geschriebenen Wort zusammengefallen sind (wie bei Bauer = „Landwirt“ und Bauer = „Vogelkäfig“).
Beim Bund handelt es sich um ein Homonym im weiteren Sinne. Hier hat sich ein ursprüngliches Wort ausdifferenziert und weist nun unterschiedliche Genera und unterschiedliche Pluralformen auf.
Abgeleitet ist Bund vom Verb binden; das Wort bezeichnet folglich Dinge, die auf die ein oder andere Weise miteinander verbunden sind. Zu unterscheiden sind neusprachlich der Bund und das Bund.
Der Bund hat zwei Hauptbedeutungen, nämlich einmal „Verbindung von Personen, Bündnis“ (z. B. Staatenbund, Bund fürs Leben, Geheimbund) und dann noch „Einfassung eines Rocks, einer Hose in der Taille durch einen festen Stoffstreifen oder ein Gurtband“. Die Pluralform zum maskulinen Bund lautet die Bünde, also z. B. die Hosenbünde, wobei sie gerade für die erste Bedeutung, also „Verbindung von Personen“, nur sehr selten verwendet wird.
Das Bund bezeichnet etwas, das zu einem Bündel zusammengebunden ist, z. B. ein Bund Spargel, ein Bund Stroh. Der passende Plural hierzu lautet die Bunde.
Falls Sie bei unseren Beispielen den Schlüsselbund vermisst haben: Dieser fällt etwas aus der Reihe. Er kann sowohl maskulin, was die üblichere Form ist, als auch neutral (das Schlüsselbund) auftreten. Pluralform ist in beiden Fällen die Schlüsselbunde.
 
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Wie berechnet man eigentlich Prozentsätze? Was hat es noch mal mit den binomischen Formeln auf sich? Und was steckt hinter den newtonschen Gesetzen? Egal, ob die eigene Schulzeit schon weiter zurückliegt oder noch gar nicht so lange her ist – wie hilfreich wäre es doch, wenn man sich auf Knopfdruck an das damals Gelernte erinnern könnte. Der „Elterncoach“ liefert dafür die Frischzellenkur und ist der perfekte Begleiter, um Ihre Kinder beim Lernen oder bei den Hausaufgaben zu unterstützen.

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Was Sie schon immer wissen wollten
 
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Der Genuss und das Genus von Spargel

 
Ob nun die weißen oder die grünen Stangen besser schmecken, ist nur eine der Diskussionen, die jedes Jahr im Mai geführt werden. Eine beliebte Streitfrage ist auch das grammatische Geschlecht von Spargel. Standardsprachlich heißt es im Singular der Spargel (Nominativ), des Spargels (Genitiv), dem Spargel (Dativ) und den Spargel (Akkusativ). Die Pluralformen lauten die Spargel (Nominativ), der Spargel (Genitiv), den Spargeln (Dativ) und die Spargel (Akkusativ).
In der Schweiz und zum Teil auch in Süddeutschland ist Spargel auch als Femininum gebräuchlich: die Spargel (Nominativ Singular), der Spargel (Genitiv und Dativ Singular), die Spargel (Akkusativ Singular); im Plural heißt es dann die/der/den/die Spargeln.

 
     
     

Der Genuss und das Genus von Spargel

Ob nun die weißen oder die grünen Stangen besser schmecken, ist nur eine der Diskussionen, die jedes Jahr im Mai geführt werden. Eine beliebte Streitfrage ist auch das grammatische Geschlecht von Spargel. Standardsprachlich heißt es im Singular der Spargel (Nominativ), des Spargels (Genitiv), dem Spargel (Dativ) und den Spargel (Akkusativ). Die Pluralformen lauten die Spargel (Nominativ), der Spargel (Genitiv), den Spargeln (Dativ) und die Spargel (Akkusativ).
In der Schweiz und zum Teil auch in Süddeutschland ist Spargel auch als Femininum gebräuchlich: die Spargel (Nominativ Singular), der Spargel (Genitiv und Dativ Singular), die Spargel (Akkusativ Singular); im Plural heißt es dann die/der/den/die Spargeln.

 
     
 
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Die Aussprache von Orange und orange
 
 
Die Aussprache des französischen Lehnworts Orange mit oder ohne Vokal im Auslaut hat bedeutungsanzeigende Wirkung.

Ist die Frucht gemeint, wird Orange in aller Regel dreisilbig mit Auslautvokal artikuliert [o'rɑ̃:ʒə] oder [o'raŋʒə].
Ist die Farbe gemeint, wird Orange zweisilbig [o'rɑ̃:ʃ] gesprochen. Das Farbadjektiv orange wird zweisilbig ausgesprochen, wenn es in prädikativer Position gebraucht wird, bspw. das Hemd ist orange […ʃ], wohingegen bei attributiver Verwendung eine dreisilbige Aussprachevariante üblich ist, bspw. das orange […ʒə] Hemd.
 
Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015.
 
     
     
Die Aussprache von Orange und orange
 
Die Aussprache des französischen Lehnworts Orange mit oder ohne Vokal im Auslaut hat bedeutungsanzeigende Wirkung.

Ist die Frucht gemeint, wird Orange in aller Regel dreisilbig mit Auslautvokal artikuliert [o'rɑ̃:ʒə] oder [o'raŋʒə].
Ist die Farbe gemeint, wird Orange zweisilbig [o'rɑ̃:ʃ] gesprochen. Das Farbadjektiv orange wird zweisilbig ausgesprochen, wenn es in prädikativer Position gebraucht wird, bspw. das Hemd ist orange […ʃ], wohingegen bei attributiver Verwendung eine dreisilbige Aussprachevariante üblich ist, bspw. das orange […ʒə] Hemd.
 
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Von-Lachsen-und-Buchen-W%C3%B6rter-auf-Wanderschaft-02052016">Von Lachsen und Buchen - Wörter auf Wanderschaft (02.05.2016)</a>

 
     
 
 
 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
der Lachsschinken ist ja schon ein Schinken, aber halt nicht vom Lachs. Das unterscheidet ihn vom Lachsargument, das durchaus mit dem Lachs zu tun hat, allerdings nicht wirklich als Argument verbucht werden kann. Von Buchen und Lachsen unten mehr in unserem Newsletter, der dieses Mal der Herkunft der Wörter gewidmet ist.
 
Dass das Wandern nicht nur des Müllers Lust ist, wissen wir alle. Aber hätten Sie gewusst, dass auch Wörter schon mal recht gern auf Wanderschaft gehen, ja als regelrechte Wanderwörter berüchtigt sind?
 
Bei in neuerer Zeit ins Deutsche gekommenen Wörtern ist die Herkunft zwar meist klar, aber trotzdem bereiten sie so manchem Kopfzerbrechen: Heißt es eigentlich ich upgrade oder ich grade up?
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
 
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Dass das Wandern nicht nur des Müllers Lust ist, wissen wir alle. Aber hätten Sie gewusst, dass auch Wörter schon mal recht gern auf Wanderschaft gehen, ja als regelrechte Wanderwörter berüchtigt sind?
 
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Hätten Sie’s gewusst?
   
 
 
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Von Buchen und Lachsen
 

Der Etymologe ordnet die Sprachen, aktuelle wie auch nicht mehr gesprochene, gern Sprachfamilien zu. Die meisten europäischen Sprachen (z. B. Deutsch, Englisch, Friesisch, Französisch, Latein, Polnisch, Griechisch) zählen zur indoeuropäischen Sprachfamilie. Woher aber kommen die Indoeuropäer eigentlich?
Um das herauszufinden, hat man Wörter wie Buche oder Lachs herangezogen, da sie in verschiedenen sehr alten indoeuropäischen Sprachen vorkommen. So hat man beispielsweise argumentiert, dass die Heimat der Indoeuropäer Mitteleuropa gewesen sein müsse, da die Buche östlich einer Linie von Königsberg nach Odessa nicht vorkomme. Nicht bedacht hatte man dabei aber, dass mit dem Wort Buche in den verschiedenen Sprachen nicht immer die gleiche Baumart bezeichnet wurde und wird. So bezeichnen z. B. die griechische Version phegos und die albanische Version bug die Eiche.
Auch das Lachsargument erwies sich als trügerisch: Denn hier wurde mal der Lachs, mal die Lachsforelle mit dem gleichen Wort bezeichnet.
Heute argumentiert man nicht mehr allein sprachlich, sondern zieht viele Wissenschaften zurate. Nach dem aktuellen Stand der Forschung nomadisierten die Proto-Indoeuropäer (proto-, denn sie waren damals ja noch weder nach Westeuropa noch nach Indien aufgebrochen) ursprünglich, also etwa ab dem 7. Jahrtausend v. Chr., eher in den Steppen nördlich und nordöstlich des Schwarzen Meeres. Diese sind damit als die Urheimat der indoeuropäischen Sprache anzusehen; von dort entwickelten sich etwa ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. die indoeuropäischen Sprachen.
 
     
 
     
 
Von Buchen und Lachsen

Der Etymologe ordnet die Sprachen, aktuelle wie auch nicht mehr gesprochene, gern Sprachfamilien zu. Die meisten europäischen Sprachen (z. B. Deutsch, Englisch, Friesisch, Französisch, Latein, Polnisch, Griechisch) zählen zur indoeuropäischen Sprachfamilie. Woher aber kommen die Indoeuropäer eigentlich?
Um das herauszufinden, hat man Wörter wie Buche oder Lachs herangezogen, da sie in verschiedenen sehr alten indoeuropäischen Sprachen vorkommen. So hat man beispielsweise argumentiert, dass die Heimat der Indoeuropäer Mitteleuropa gewesen sein müsse, da die Buche östlich einer Linie von Königsberg nach Odessa nicht vorkomme. Nicht bedacht hatte man dabei aber, dass mit dem Wort Buche in den verschiedenen Sprachen nicht immer die gleiche Baumart bezeichnet wurde und wird. So bezeichnen z. B. die griechische Version phegos und die albanische Version bug die Eiche.
Auch das Lachsargument erwies sich als trügerisch: Denn hier wurde mal der Lachs, mal die Lachsforelle mit dem gleichen Wort bezeichnet.
Heute argumentiert man nicht mehr allein sprachlich, sondern zieht viele Wissenschaften zurate. Nach dem aktuellen Stand der Forschung nomadisierten die Proto-Indoeuropäer (proto-, denn sie waren damals ja noch weder nach Westeuropa noch nach Indien aufgebrochen) ursprünglich, also etwa ab dem 7. Jahrtausend v. Chr., eher in den Steppen nördlich und nordöstlich des Schwarzen Meeres. Diese sind damit als die Urheimat der indoeuropäischen Sprache anzusehen; von dort entwickelten sich etwa ab dem 5. Jahrtausend v. Chr. die indoeuropäischen Sprachen.
     
 
 
   
Was Sie schon immer wissen wollten
   
 
 
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Wanderwörter

 
Zur Zeit der Völkerwanderung sind Völker gewandert – das ist bekannt. Aber über längere Zeiträume betrachtet, sind Stämme wie Individuen eigentlich immer gewandert. Mit diesen Wanderungen wandert auch so manches Wort mit. Andere Wörter dagegen werden eher geholt, zum Beispiel zusammen mit der Sache (oder der Idee), die sie bezeichnen. Das ergibt ein munteres Hin und Her, das die Etymologie vor schwere Aufgaben stellt – bisweilen auch vor unlösbare. Die Herkunft mancher Wörter will sich partout nicht sicher herleiten lassen und der Etymologe kann nur im Ungefähren herumtasten. Wenn man ein Wort zwar ein paar Stationen zurückverfolgen, aber eben nicht auf seinen Ursprung zurückführen kann, kommt der Begriff des „Wanderwortes“ ins Spiel.
Im Herkunftswörterbuch von Duden ist das z. B. bei folgenden Wörtern vermerkt: Axt – wahrscheinlich Wanderwort kleinasiatischen Ursprungs, Erz – vielleicht ein Wanderwort kleinasiatischen Ursprungs, Gerste – vielleicht Wanderwort nicht indoeuropäischer Herkunft, Kar (Mulde vor Hochgebirgswänden, Hochgebirgskessel) – vielleicht Wanderwort kleinasiatischer Herkunft (vgl. z. B. assyr. kāsu „Schale“), Kater/Katze – altes Wanderwort (vielleicht von nubisch kadis), Kren (süddeutsch, österreichisch: Meerrettich) – wohl ein altes Wanderwort, Narzisse – wahrscheinlich Wanderwort ägäischen Ursprungs, Ratte – vielleicht altes Wanderwort, Ross – vielleicht ein Wanderwort asiatischen Ursprungs, Schatz – vielleicht ein östliches Wanderwort.

Aber: Ist es nicht irgendwie auch beruhigend und aufregend gleichzeitig, dass nicht alles geklärt, wenn man so will: entzaubert ist?

 
 
Sprach-Entdeckungen für Neugierige
 
 
  Duden - Wolke Sieben
 
Zeit ist nicht nur naturwissenschaftlich eine interessante Größe, sie hat auch sprachlich viel zu bieten. Manchmal begegnet uns die Zeit in etwas exotischer Begleitung, etwa mit den Attributen nachtschlafend oder bleiern. Gerne schmückt sie sich auch mit Superlativen. So begegnet uns sowohl die längste Zeit als auch die höchste Zeit, gelegentlich ist es sogar allerhöchste Zeit!
Jetzt ist übrigens genau die richtige Zeit, sich unsere Neuerscheinung „Wolke sieben. Warum es dort so schön ist und andere wunderbare Sprachgeschichten“ genauer anzusehen:
 
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Wanderwörter

Zur Zeit der Völkerwanderung sind Völker gewandert – das ist bekannt. Aber über längere Zeiträume betrachtet, sind Stämme wie Individuen eigentlich immer gewandert. Mit diesen Wanderungen wandert auch so manches Wort mit. Andere Wörter dagegen werden eher geholt, zum Beispiel zusammen mit der Sache (oder der Idee), die sie bezeichnen. Das ergibt ein munteres Hin und Her, das die Etymologie vor schwere Aufgaben stellt – bisweilen auch vor unlösbare. Die Herkunft mancher Wörter will sich partout nicht sicher herleiten lassen und der Etymologe kann nur im Ungefähren herumtasten. Wenn man ein Wort zwar ein paar Stationen zurückverfolgen, aber eben nicht auf seinen Ursprung zurückführen kann, kommt der Begriff des „Wanderwortes“ ins Spiel.
Im Herkunftswörterbuch von Duden ist das z. B. bei folgenden Wörtern vermerkt: Axt – wahrscheinlich Wanderwort kleinasiatischen Ursprungs, Erz – vielleicht ein Wanderwort kleinasiatischen Ursprungs, Gerste – vielleicht Wanderwort nicht indoeuropäischer Herkunft, Kar (Mulde vor Hochgebirgswänden, Hochgebirgskessel) – vielleicht Wanderwort kleinasiatischer Herkunft (vgl. z. B. assyr. kāsu „Schale“), Kater/Katze – altes Wanderwort (vielleicht von nubisch kadis), Kren (süddeutsch, österreichisch: Meerrettich) – wohl ein altes Wanderwort, Narzisse – wahrscheinlich Wanderwort ägäischen Ursprungs, Ratte – vielleicht altes Wanderwort, Ross – vielleicht ein Wanderwort asiatischen Ursprungs, Schatz – vielleicht ein östliches Wanderwort.

Aber: Ist es nicht irgendwie auch beruhigend und aufregend gleichzeitig, dass nicht alles geklärt, wenn man so will: entzaubert ist?

 
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Ich grade up oder ich upgrade?
 

Die meisten Begriffe aus dem Englischen werden ohne Probleme ins grammatische System der deutschen Sprache integriert. So erhalten beispielsweise Substantive im Allgemeinen das Genus eines bedeutungsähnlichen deutschen Wortes: das Meeting, die Story, die Lady, der Lover.
Wie bei heimischen Wörtern bilden sich auch bei Fremdwörtern aus dem Englischen oft Reihen mit gleichem Wortausgang im selben Genus: das Skating, das Walking, das Mobbing; die Publicity, die Community, die Society.
Aus dem Englischen übernommene Verben werden im Allgemeinen regelmäßig konjugiert, folgen also der schwachen Konjugation: ich surfe, ich surfte, ich habe gesurft; er jobbt, er jobbte, er hat gejobbt; wir managen, wir managten, wir haben gemanagt.
Verben wie downloaden oder upgraden werden als zusammengehörige Einheit gesehen, der erste Bestandteil ist also nicht abtrennbar: ich downloade/upgrade, ich habe downgeloadet/upgegradet.

Aus: Duden ­ Wolke sieben. Warum es dort so schön ist und andere wunderbare Sprachgeschichten. Berlin 2016
 
 
 
     
 
     
 
Ich grade up oder ich upgrade?

Die meisten Begriffe aus dem Englischen werden ohne Probleme ins grammatische System der deutschen Sprache integriert. So erhalten beispielsweise Substantive im Allgemeinen das Genus eines bedeutungsähnlichen deutschen Wortes: das Meeting, die Story, die Lady, der Lover.
Wie bei heimischen Wörtern bilden sich auch bei Fremdwörtern aus dem Englischen oft Reihen mit gleichem Wortausgang im selben Genus: das Skating, das Walking, das Mobbing; die Publicity, die Community, die Society.
Aus dem Englischen übernommene Verben werden im Allgemeinen regelmäßig konjugiert, folgen also der schwachen Konjugation: ich surfe, ich surfte, ich habe gesurft; er jobbt, er jobbte, er hat gejobbt; wir managen, wir managten, wir haben gemanagt.
Verben wie downloaden oder upgraden werden als zusammengehörige Einheit gesehen, der erste Bestandteil ist also nicht abtrennbar: ich downloade/upgrade, ich habe downgeloadet/upgegradet.

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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Vertrauen-Vertrauliches-und-Kontrolle-statt-Vertrauen-04042016">Vertrauen, Vertrauliches und Kontrolle statt Vertrauen (04.04.2016)</a>

 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Diesem Motto zu folgen hat sich sicherlich schon manches Mal bewährt. Welche sprachlichen Besonderheiten beim Gebrauch des Verbs vertrauen und des Substantivs Vertrauen zu beachten sind, lesen Sie gleich.
 
Wie man beim Briefeschreiben vorgeht, wenn man sichergehen möchte, dass ein Schreiben einen bestimmten Adressaten erreicht, zeigen wir im zweiten Teil des heutigen Newsletters.
 
Nachgeschlagen haben wir heute, wem die eingangs erwähnte Redensart zugeschrieben wird.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
 
   
 
   
 
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Wie man beim Briefeschreiben vorgeht, wenn man sichergehen möchte, dass ein Schreiben einen bestimmten Adressaten erreicht, zeigen wir im zweiten Teil des heutigen Newsletters.
 
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vertrauen/Vertrauen
 

Das Verb vertrauen kann sowohl mit einem Dativobjekt als auch mit einem Präpositionalobjekt mit auf verbunden werden: Ich konnte ihm in jeder Lebenslage vertrauen. Es war ihr unerklärlich, wie sie ihm so blind hatte vertrauen können. Ihr Verhalten ließ sich nur dadurch erklären, dass sie auf die baldige Ankunft neuer Truppen vertrauten.
Das Substantiv Vertrauen wird heute im Allgemeinen mit den Präpositionen auf, in oder zu verbunden, der Anschluss mit gegen oder gegenüber gilt als veraltend: Er setzte sein ganzes Vertrauen auf ihre Begabung. Ihr unerschütterliches Vertrauen zu ihrem Bruder war nur schwer nachzuvollziehen. In das Gelingen der Aktion setzte sie volles Vertrauen. In Verbindung mit haben wird Vertrauen fast ausschließlich mit zu verknüpft: Seine Eltern hatten immer grenzenloses Vertrauen zu ihm.
 
   
 
   
 
vertrauen/Vertrauen

Das Verb vertrauen kann sowohl mit einem Dativobjekt als auch mit einem Präpositionalobjekt mit auf verbunden werden: Ich konnte ihm in jeder Lebenslage vertrauen. Es war ihr unerklärlich, wie sie ihm so blind hatte vertrauen können. Ihr Verhalten ließ sich nur dadurch erklären, dass sie auf die baldige Ankunft neuer Truppen vertrauten.
Das Substantiv Vertrauen wird heute im Allgemeinen mit den Präpositionen auf, in oder zu verbunden, der Anschluss mit gegen oder gegenüber gilt als veraltend: Er setzte sein ganzes Vertrauen auf ihre Begabung. Ihr unerschütterliches Vertrauen zu ihrem Bruder war nur schwer nachzuvollziehen. In das Gelingen der Aktion setzte sie volles Vertrauen. In Verbindung mit haben wird Vertrauen fast ausschließlich mit zu verknüpft: Seine Eltern hatten immer grenzenloses Vertrauen zu ihm.
   
 
   
 
   
 
Leichte Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe
 
 
 Duden - Leichte Sprache
 
Leichte Sprache ist eine sehr leicht
verständliche Form des Deutschen und richtet sich u. a. an Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Behinderung, Demenzkranke, funktionale Analphabeten oder an Personen mit geringen Deutschkenntnissen. Insgesamt beläuft sich der Adressatenkreis auf rund 10 Millionen Menschen. Leichte Sprache bedeutet barrierefreie Texte und somit Teilhabe an der Gesellschaft für jeden.
Gemeinsam mit zwei Expertinnen für Leichte Sprache, den Hildesheimer Professorinnen Ursula Bredel und Christiane Maaß, legen wir das erste Grundlagenwerk für Wissenschaftler, Studierende, Leichte-Sprache-Übersetzer und Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen vor.
 
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Leichte Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe
 
Leichte Sprache ist eine sehr leicht
verständliche Form des Deutschen und richtet sich u. a. an Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Behinderung, Demenzkranke, funktionale Analphabeten oder an Personen mit geringen Deutschkenntnissen. Insgesamt beläuft sich der Adressatenkreis auf rund 10 Millionen Menschen. Leichte Sprache bedeutet barrierefreie Texte und somit Teilhabe an der Gesellschaft für jeden.
Gemeinsam mit zwei Expertinnen für Leichte Sprache, den Hildesheimer Professorinnen Ursula Bredel und Christiane Maaß, legen wir das erste Grundlagenwerk für Wissenschaftler, Studierende, Leichte-Sprache-Übersetzer und Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen vor.
 
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Streng vertraulich

 
Steht im Adressfeld eines Briefes der Name des Ansprechpartners hinter dem der Firma oder Organisation, gibt es keine Gewähr dafür, dass der Brief auch tatsächlich von ihm geöffnet wird; häufig kommt die Poststelle oder das Sekretariat zum Zug. In vielen Unternehmen gibt es allerdings eine interne Regel, wonach Briefe weder von der Poststelle noch vom Sekretariat geöffnet werden dürfen, wenn der Name des Adressaten vor der Firmenadresse steht. Rechtlich bindend ist diese Regelung jedoch nicht.
Will man also sichergehen, dass vertrauliche Inhalte tatsächlich nur vom gewünschten Empfänger gelesen werden, sollte der Brief unbedingt mit dem Zusatz Persönlich oder Vertraulich versehen werden. Dann darf er ausschließlich vom Adressaten geöffnet werden.
 
 
   
 
   
 

Streng vertraulich

Steht im Adressfeld eines Briefes der Name des Ansprechpartners hinter dem der Firma oder Organisation, gibt es keine Gewähr dafür, dass der Brief auch tatsächlich von ihm geöffnet wird; häufig kommt die Poststelle oder das Sekretariat zum Zug. In vielen Unternehmen gibt es allerdings eine interne Regel, wonach Briefe weder von der Poststelle noch vom Sekretariat geöffnet werden dürfen, wenn der Name des Adressaten vor der Firmenadresse steht. Rechtlich bindend ist diese Regelung jedoch nicht.
Will man also sichergehen, dass vertrauliche Inhalte tatsächlich nur vom gewünschten Empfänger gelesen werden, sollte der Brief unbedingt mit dem Zusatz Persönlich oder Vertraulich versehen werden. Dann darf er ausschließlich vom Adressaten geöffnet werden.
 
   
 
 
  
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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
 

Die Redensart bringt zum Ausdruck, dass man sich nur auf das verlassen soll, was man nachgeprüft hat.
Ursprünglich ist sie vielleicht aus einer ungenauen Übersetzung der Schriften oder Reden Lenins hervorgegangen, der die russische Redewendung „Vertraue, aber prüfe nach“ häufig gebrauchte.
 
Nach: Duden – Redewendungen. 4. Auflage (2013)
 
 
 
   
 
   
 
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Die Redensart bringt zum Ausdruck, dass man sich nur auf das verlassen soll, was man nachgeprüft hat.
Ursprünglich ist sie vielleicht aus einer ungenauen Übersetzung der Schriften oder Reden Lenins hervorgegangen, der die russische Redewendung „Vertraue, aber prüfe nach“ häufig gebrauchte.
 
Nach: Duden – Redewendungen. 4. Auflage (2013)
   
 
 
  
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Aus Deutschland: 09001 870098
(1,99 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus Österreich: 0900 844144
(1,80 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
 
Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
 
   
 
   
 
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Der-Trennungsschmerz-und-der-tote-Punkt-07032016">Der Trennungsschmerz und der tote Punkt (07.03.2016)</a>

 
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
mit dem Trennungsschmerz ist es so eine Sache. Früher empfanden ihn bekanntlich die Buchstaben s und t, heutzutage tritt er – zumindest bei der Worttrennung – nicht mehr ganz so häufig auf, da die Regeln liberaler geworden sind.
Welche (Wort-)Trennungen weiterhin schmerzhaft sind, erfahren Sie gleich.
 
Im Anschluss widmen wir uns der Verwendung eines Verbs, das man nicht so gerne hört, egal ob es um die Freundschaft oder um die Arbeitsstelle geht.
 
Und nachgeschlagen haben wir diesmal für Sie, woran der tote Punkt gestorben ist – im übertragenen Sinne.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
 
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mit dem Trennungsschmerz ist es so eine Sache. Früher empfanden ihn bekanntlich die Buchstaben s und t, heutzutage tritt er – zumindest bei der Worttrennung – nicht mehr ganz so häufig auf, da die Regeln liberaler geworden sind.
Welche (Wort-)Trennungen weiterhin schmerzhaft sind, erfahren Sie gleich.
 
Im Anschluss widmen wir uns der Verwendung eines Verbs, das man nicht so gerne hört, egal ob es um die Freundschaft oder um die Arbeitsstelle geht.
 
Und nachgeschlagen haben wir diesmal für Sie, woran der tote Punkt gestorben ist – im übertragenen Sinne.
 
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Worttrennungen
 

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Zu Beginn der Rechtschreibreform durften sogar einzelne Vokale abgetrennt werden. Da jedoch ein Vokal allein etwas verloren wirkt, wurde diese Regelung wieder rückgängig gemacht, sodass nun weder am Wortanfang noch am Wortende einzelne Vokale abgetrennt werden dürfen – obwohl sie eine eigene Sprechsilbe darstellen. Somit sind Esel, Adel, neue nur ungetrennt korrekt.  
Steht der Vokal nicht allein, sondern tritt er als Doppelvokal oder als Diphthong (ei, eu etc.) auf, ist die Trennung erlaubt: Eu-le, Ei-sen, Aa-le. Wenn die Vokale keine solche Einheit bilden, werden sie übrigens ganz normal getrennt: trau-en, be-eiden, li-iert.
Als Nächstes werfen wir einen Blick auf die zusammengesetzten oder präfigierten Wörter, die im Deutschen prinzipiell nach ihren Bestandteilen getrennt werden: ge-schrieben, ver-stehen, Müll-ab-fuhr. Doch was tun, wenn diese Bestandteile nicht mehr so ohne Weiteres erkennbar sind? Dies betrifft vor allem Adverbien wie war-um, dar-in, wor-über etc. Hier hat die neue Rechtschreibung für Vereinfachung gesorgt, indem auch hier jetzt nach dem Silbenprinzip getrennt werden darf: wa-rum/war-um, da-rin/dar-in, wo-rüber/wor-über.
Dies gilt auch für Fremdwörter. Musste man früher wissen, dass der Helikopter mit dem griechischen pterón (= Flügel) zusammenhängt, um korrekt Heliko-pter zu trennen, ist es mittlerweile ausreichend, die Silbenstruktur zu durchschauen, womit auch Helikop-ter richtig ist. Dasselbe gilt für Inter-esse/Inte-resse, Päd-agogik/Pä-dagogik und autoch-thon/au-tochthon.
Was übrigens jedoch weiterhin den Regeln widerspricht, ist die Trennung von bio, weshalb Bio-loge nur nach dem o getrennt werden darf.
 
   
 
   
 
Worttrennungen

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Zu Beginn der Rechtschreibreform durften sogar einzelne Vokale abgetrennt werden. Da jedoch ein Vokal allein etwas verloren wirkt, wurde diese Regelung wieder rückgängig gemacht, sodass nun weder am Wortanfang noch am Wortende einzelne Vokale abgetrennt werden dürfen – obwohl sie eine eigene Sprechsilbe darstellen. Somit sind Esel, Adel, neue nur ungetrennt korrekt.  
Steht der Vokal nicht allein, sondern tritt er als Doppelvokal oder als Diphthong (ei, eu etc.) auf, ist die Trennung erlaubt: Eu-le, Ei-sen, Aa-le. Wenn die Vokale keine solche Einheit bilden, werden sie übrigens ganz normal getrennt: trau-en, be-eiden, li-iert.
Als Nächstes werfen wir einen Blick auf die zusammengesetzten oder präfigierten Wörter, die im Deutschen prinzipiell nach ihren Bestandteilen getrennt werden: ge-schrieben, ver-stehen, Müll-ab-fuhr. Doch was tun, wenn diese Bestandteile nicht mehr so ohne Weiteres erkennbar sind? Dies betrifft vor allem Adverbien wie war-um, dar-in, wor-über etc. Hier hat die neue Rechtschreibung für Vereinfachung gesorgt, indem auch hier jetzt nach dem Silbenprinzip getrennt werden darf: wa-rum/war-um, da-rin/dar-in, wo-rüber/wor-über.
Dies gilt auch für Fremdwörter. Musste man früher wissen, dass der Helikopter mit dem griechischen pterón (= Flügel) zusammenhängt, um korrekt Heliko-pter zu trennen, ist es mittlerweile ausreichend, die Silbenstruktur zu durchschauen, womit auch Helikop-ter richtig ist. Dasselbe gilt für Inter-esse/Inte-resse, Päd-agogik/Pä-dagogik und autoch-thon/au-tochthon.
Was übrigens jedoch weiterhin den Regeln widerspricht, ist die Trennung von bio, weshalb Bio-loge nur nach dem o getrennt werden darf.
   
 
   
 
   
   
   
 
   
 
   
 
 
  
Was Sie schon immer wissen wollten
  
 
 
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Die Verwendung von kündigen

 
Das Verb kündigen hatte ursprünglich eine neutrale Bedeutung. Es ist vom Adjektiv kundig abgeleitet und hieß so viel wie „bekannt machen, kundtun“, was ja erst einmal sowohl gute als auch schlechte Nachrichten verheißen kann. Erst vor ca. 200 Jahren wurde es anstelle von aufkündigen verwendet, wodurch sich seine Bedeutung zu „entlassen, aufheben“ verschob.
Auch in Bezug auf die grammatische Verwendung kündigen sich einige Schwierigkeiten an: In der Standardsprache wird kündigen bei Personen mit dem Dativ verwendet: Die Chefin hat den Mitarbeiterinnen gekündigt. Bei Dingen dagegen verwendet man den Akkusativ: Die Bank hat den Kredit gekündigt. Vor allem in übertragener Bedeutung werden Dativ und Akkusativ auch gerne kombiniert: Sie hat ihrer Firma die Treue gekündigt.
Nur umgangssprachlich und im Österreichischen wird auch bei Personen der Akkusativ verwendet: Der Direktor hat ihn gekündigt. Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich gibt es auch beim Partizip: Während Dinge im gesamten deutschsprachigen Raum mit dem Partizip II von kündigen verbunden werden können (der gekündigte Job, die gekündigte Versicherung), ist dies für Personen nur in Österreich Standard (die gekündigte Mitarbeiterin).
 
 

Und hätten Sie gedacht, dass es 12 Synonyme für kündigen gibt?
 
 
 Duden - Das Wörterbuch der Synonyme
 
Wie Sie abwechslungsreich, stilsicher und kreativ in Alltag und Beruf schreiben – nicht nur in Bezug auf das Thema Kündigung –, das zeigt Ihnen unser neues „Wörterbuch der Synonyme“. Es enthält 100.000 Synonyme sowie 1000 neue, sinnverwandte Wörter aus dem aktuellen Wortschatz unserer Zeit, wie z. B. Aufreger, beratungsresistent oder wellnessen.

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Die Verwendung von kündigen

Das Verb kündigen hatte ursprünglich eine neutrale Bedeutung. Es ist vom Adjektiv kundig abgeleitet und hieß so viel wie „bekannt machen, kundtun“, was ja erst einmal sowohl gute als auch schlechte Nachrichten verheißen kann. Erst vor ca. 200 Jahren wurde es anstelle von aufkündigen verwendet, wodurch sich seine Bedeutung zu „entlassen, aufheben“ verschob.
Auch in Bezug auf die grammatische Verwendung kündigen sich einige Schwierigkeiten an: In der Standardsprache wird kündigen bei Personen mit dem Dativ verwendet: Die Chefin hat den Mitarbeiterinnen gekündigt. Bei Dingen dagegen verwendet man den Akkusativ: Die Bank hat den Kredit gekündigt. Vor allem in übertragener Bedeutung werden Dativ und Akkusativ auch gerne kombiniert: Sie hat ihrer Firma die Treue gekündigt.
Nur umgangssprachlich und im Österreichischen wird auch bei Personen der Akkusativ verwendet: Der Direktor hat ihn gekündigt. Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich gibt es auch beim Partizip: Während Dinge im gesamten deutschsprachigen Raum mit dem Partizip II von kündigen verbunden werden können (der gekündigte Job, die gekündigte Versicherung), ist dies für Personen nur in Österreich Standard (die gekündigte Mitarbeiterin).
 

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Der tote Punkt
 
 
1. ein Stadium, im dem keine Fortschritte mehr erzielt werden, in dem etwas stagniert: Die Verhandlungen waren auf dem toten Punkt angelangt.
2. ein Zustand stärkster Ermüdung, Erschöpfung: Ein starker Kaffee sollte ihr über den toten Punkt hinweghelfen.
Diese Wendung stammt aus dem Bereich der Technik. Wenn die Pleuelstange1 und die Kurbel einer Antriebsmaschine eine gerade Linie bilden, spricht man von einem toten Punkt, denn dann bewegt sich die Pleuelstange weder vor noch zurück; es ist der Punkt, an dem sie ihre Bewegungsrichtung umkehrt.

1 (bei Kolbenmaschinen) Teil, das Kolben und Kurbelwelle verbindet und die Hin-und-her-Bewegung des Kolbens in die Kreisbewegung der Kurbelwelle umsetzt.
 
Nach: Duden - Redewendungen. 4. Auflage (2013)
 
 
 
   
 
   
 
Der tote Punkt
 
1. ein Stadium, im dem keine Fortschritte mehr erzielt werden, in dem etwas stagniert: Die Verhandlungen waren auf dem toten Punkt angelangt.
2. ein Zustand stärkster Ermüdung, Erschöpfung: Ein starker Kaffee sollte ihr über den toten Punkt hinweghelfen.
Diese Wendung stammt aus dem Bereich der Technik. Wenn die Pleuelstange1 und die Kurbel einer Antriebsmaschine eine gerade Linie bilden, spricht man von einem toten Punkt, denn dann bewegt sich die Pleuelstange weder vor noch zurück; es ist der Punkt, an dem sie ihre Bewegungsrichtung umkehrt.

1 (bei Kolbenmaschinen) Teil, das Kolben und Kurbelwelle verbindet und die Hin-und-her-Bewegung des Kolbens in die Kreisbewegung der Kurbelwelle umsetzt.
 
Nach: Duden - Redewendungen. 4. Auflage (2013)
   
 
 
  
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/D-wie-Duden-oder-D-wie-Dora-01022016">&quot;D&quot; wie &quot;Duden&quot; oder &quot;D&quot; wie &quot;Dora&quot;? (01.02.2016)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
was man nicht alles regeln kann! Vielleicht alles? Hm ... vielleicht doch nicht. Aber geregelt ist zumindest, welche Kennwörter man zum Buchstabieren von Eigennamen und schwierigen Wörtern verwendet (besonders beim Telefonieren, beim Sprechfunk, bei Diktaten usw.). Diese Kennwörter stellen wir Ihnen hier vor.
 
Allerdings waren das nicht von Anfang an dieselben Kennwörter wie die, welche wir heute benutzen. Und dass sich diese Kennwörter geändert haben, hatte durchaus auch einen politischen Hintergrund. Was also machte Nathan zum Nordpol?
 
Nachgeschlagen haben wir dann noch für Sie, woher eigentlich das Wort Alphabet stammt.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
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was man nicht alles regeln kann! Vielleicht alles? Hm ... vielleicht doch nicht. Aber geregelt ist zumindest, welche Kennwörter man zum Buchstabieren von Eigennamen und schwierigen Wörtern verwendet (besonders beim Telefonieren, beim Sprechfunk, bei Diktaten usw.). Diese Kennwörter stellen wir Ihnen hier vor.
 
Allerdings waren das nicht von Anfang an dieselben Kennwörter wie die, welche wir heute benutzen. Und dass sich diese Kennwörter geändert haben, hatte durchaus auch einen politischen Hintergrund. Was also machte Nathan zum Nordpol?
 
Nachgeschlagen haben wir dann noch für Sie, woher eigentlich das Wort Alphabet stammt.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Das Buchstabieralphabet

Wenn wir schwierige Wörter buchstabieren wollen, bedienen wir uns der Deutlichkeit halber oft markanter Kennwörter, die wir uns auch schon einmal ganz spontan selbst ausdenken. Aber es gibt dafür in den deutschsprachigen Ländern auch Empfehlungen (etwa in der DIN 5009 oder in der ÖNORM A 1081), die sich von Land zu Land ein wenig unterscheiden. Bis auf einige Ausnahmen sind es Personennamen:
 
A wie Anton, Anna1, Ä wie Ärger, B wie Berta, C wie Cäsar, Ch wie Charlotte, Christine2, D wie Dora, Daniel1, E wie Emil, F wie Friedrich, G wie Gustav, H wie Heinrich, I wie Ida, J wie Julius, Jakob1, K wie Kaufmann, Kaiser1, Konrad2, L wie Ludwig, Leopold1, M wie Martha, Marie1, N wie Nordpol, Niklaus1, Norbert2, O wie Otto, Ö wie Ökonom, Österreich2, P wie Paula, Peter1, Q wie Quelle, R wie Richard, Rosa1, S wie Samuel, Sophie1, Siegfried2, Sch wie Schule, T wie Theodor, U wie Ulrich, Ü wie Übermut, Übel2, V wie Viktor, W wie Wilhelm, X wie Xanthippe, Xaver1, 2, Y wie Ypsilon, Yverdon1, Z wie Zacharias, Zürich1
   
1 = in der Schweiz
2 = in Österreich
 

Auf ins Buchstaben-Abenteuer!
 
Erinnern Sie sich noch an Ihre ersten Leseerfahrungen? Wie Sie eine neue Welt kennen gelernt haben, wie Buchstaben zu Sätzen und Bildern wurden?
Lesenlernen ist ein Abenteuer, welches Kinder jetzt gemeinsam mit Paul, dem listig-lustigen Hasen und seinen Freunden erleben können.
Paul begleitet die Erstleser bei spielerischen Leseübungen sowie als Hauptdarsteller in liebevollen Geschichten, die auch erwachsene Vorleser schmunzeln lassen.

Schauen Sie bei Paul und seinen Freunden vorbei!
Das Buchstabieralphabet

Wenn wir schwierige Wörter buchstabieren wollen, bedienen wir uns der Deutlichkeit halber oft markanter Kennwörter, die wir uns auch schon einmal ganz spontan selbst ausdenken. Aber es gibt dafür in den deutschsprachigen Ländern auch Empfehlungen (etwa in der DIN 5009 oder in der ÖNORM A 1081), die sich von Land zu Land ein wenig unterscheiden. Bis auf einige Ausnahmen sind es Personennamen:
 
A wie Anton, Anna1, Ä wie Ärger, B wie Berta, C wie Cäsar, Ch wie Charlotte, Christine2, D wie Dora, Daniel1, E wie Emil, F wie Friedrich, G wie Gustav, H wie Heinrich, I wie Ida, J wie Julius, Jakob1, K wie Kaufmann, Kaiser1, Konrad2, L wie Ludwig, Leopold1, M wie Martha, Marie1, N wie Nordpol, Niklaus1, Norbert2, O wie Otto, Ö wie Ökonom, Österreich2, P wie Paula, Peter1, Q wie Quelle, R wie Richard, Rosa1, S wie Samuel, Sophie1, Siegfried2, Sch wie Schule, T wie Theodor, U wie Ulrich, Ü wie Übermut, Übel2, V wie Viktor, W wie Wilhelm, X wie Xanthippe, Xaver1, 2, Y wie Ypsilon, Yverdon1, Z wie Zacharias, Zürich1
   
1 = in der Schweiz
2 = in Österreich

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Was Sie schon immer wissen wollten
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Die Geschichte des Buchstabieralphabets

Fangen wir doch einmal 1890 an. Da wurden im Berliner Telefonbuch den Buchstaben ganz einfach Zahlen zugeordnet. Ganz einfach? Den Namen Abel buchstabierte man beispielsweise: eins, zwei, fünf, zwölf. Das war – muss man sagen – dann doch nicht so ganz einfach und daher führte man 1903 Kennwörter für Buchstaben ein. Das klappte besser. Abel buchstabierte man nun: Albert, Berta, Emil, Ludwig.
Insgesamt lautete die Buchstabiertafel: Albert, Ärger, Berta, Cäsar, David, Emil, Friedrich, Gustav, Heinrich, Isidor, Jacob, Karl, Ludwig, Marie, Nathan, Otto, Ökonom, Paul, Quelle, Richard, Samuel, Theodor, Ulrich, Überfluss, Viktor, Wilhelm, Xanthippe, Ypsilon, Zacharias.
Kleine Änderungen nahm man in Deutschland 1926 vor, erhebliche Änderungen gab es dann aber 1934. Unter nationalsozialistischer Herrschaft waren da besonders biblische Namen betroffen, die als jüdisch aufgefasst und daher „arisiert“ wurden. So wurde aus David Dora, aus Jacob Jot, aus Nathan Nordpol, aus Samuel Siegfried und aus Zacharias Zeppelin. Übrigens hat u. a. auch Ypsilon für „y“ nicht überlebt, hier hielt man damals Ypern anscheinend für angemessener – der Name der westflandrischen Stadt, bei der deutsche Truppen am 22.4.1915 zum ersten Mal in großem Umfang Giftgas eingesetzt hatten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland nur zwei der biblischen Namen restituiert: Samuel und Zacharias. David, Nathan und Jakob fehlen weiterhin in der Buchstabiertafel. (Immerhin hat Ypsilon wieder Ypern verdrängt.) In Österreich wurde kein einziger der biblischen Namen wieder in die Buchstabiertafel aufgenommen.

Die Geschichte des Buchstabieralphabets

Fangen wir doch einmal 1890 an. Da wurden im Berliner Telefonbuch den Buchstaben ganz einfach Zahlen zugeordnet. Ganz einfach? Den Namen Abel buchstabierte man beispielsweise: eins, zwei, fünf, zwölf. Das war – muss man sagen – dann doch nicht so ganz einfach und daher führte man 1903 Kennwörter für Buchstaben ein. Das klappte besser. Abel buchstabierte man nun: Albert, Berta, Emil, Ludwig.
Insgesamt lautete die Buchstabiertafel: Albert, Ärger, Berta, Cäsar, David, Emil, Friedrich, Gustav, Heinrich, Isidor, Jacob, Karl, Ludwig, Marie, Nathan, Otto, Ökonom, Paul, Quelle, Richard, Samuel, Theodor, Ulrich, Überfluss, Viktor, Wilhelm, Xanthippe, Ypsilon, Zacharias.
Kleine Änderungen nahm man in Deutschland 1926 vor, erhebliche Änderungen gab es dann aber 1934. Unter nationalsozialistischer Herrschaft waren da besonders biblische Namen betroffen, die als jüdisch aufgefasst und daher „arisiert“ wurden. So wurde aus David Dora, aus Jacob Jot, aus Nathan Nordpol, aus Samuel Siegfried und aus Zacharias Zeppelin. Übrigens hat u. a. auch Ypsilon für „y“ nicht überlebt, hier hielt man damals Ypern anscheinend für angemessener – der Name der westflandrischen Stadt, bei der deutsche Truppen am 22.4.1915 zum ersten Mal in großem Umfang Giftgas eingesetzt hatten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland nur zwei der biblischen Namen restituiert: Samuel und Zacharias. David, Nathan und Jakob fehlen weiterhin in der Buchstabiertafel. (Immerhin hat Ypsilon wieder Ypern verdrängt.) In Österreich wurde kein einziger der biblischen Namen wieder in die Buchstabiertafel aufgenommen.
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Alphabet
 
„Abc“: Die seit mittelhochdeutscher Zeit bezeugte, aus der Schulsprache übernommene Bezeichnung führt über entsprechend kirchenlateinisch alphabetum auf gleichbedeutend griechisch alphábētos zurück. Wie deutsch Abc ist auch das griechische Wort aus den Anfangsbuchstaben des (griechischen) Alphabets (álpha und bēta) gebildet, die ihrerseits (wie die Buchstabenschrift überhaupt) aus dem Semitischen stammen und den Griechen durch die Phönizier vermittelt wurden (man beachte: hebräisch ạlef „a“ und bêt „b“). ‒ Ableitungen: alphabetisch „das Alphabet betreffend“ (Ende 17. Jh.); alphabetisieren „alphabetisch einreihen, nach der Buchstabenfolge ordnen“ (Ende 19. Jh.), „Analphabeten Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben vermitteln“ (Ende 20. Jh.); Analphabet „jemand, der nicht lesen und schreiben gelernt hat“ (Anfang 19. Jh., aus entsprechend griechisch an-alphábētos; [...]).

Aus Duden ‒ Das Herkunftswörterbuch, 5. Aufl., Berlin 2014
Alphabet
„Abc“: Die seit mittelhochdeutscher Zeit bezeugte, aus der Schulsprache übernommene Bezeichnung führt über entsprechend kirchenlateinisch alphabetum auf gleichbedeutend griechisch alphábētos zurück. Wie deutsch Abc ist auch das griechische Wort aus den Anfangsbuchstaben des (griechischen) Alphabets (álpha und bēta) gebildet, die ihrerseits (wie die Buchstabenschrift überhaupt) aus dem Semitischen stammen und den Griechen durch die Phönizier vermittelt wurden (man beachte: hebräisch ạlef „a“ und bêt „b“). ‒ Ableitungen: alphabetisch „das Alphabet betreffend“ (Ende 17. Jh.); alphabetisieren „alphabetisch einreihen, nach der Buchstabenfolge ordnen“ (Ende 19. Jh.), „Analphabeten Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben vermitteln“ (Ende 20. Jh.); Analphabet „jemand, der nicht lesen und schreiben gelernt hat“ (Anfang 19. Jh., aus entsprechend griechisch an-alphábētos; [...]).

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