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RSSFutterkrippe
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Über diese Seite

Sinn und Zweck

Die Informationsflut im Internet ist schier unerschöpflich. Mit dieser Seite möchte ich versuchen, Interessantes, Wichtiges, Informatives, Verblüffendes und Lustiges aus der Vielfalt des Netzes zu bündeln und dies möglichst aktuell. Dazu eignen sich RSS-Feeds besonders gut, da viele Internetseiten ihre News und Meldungen ständig aktuell via RSS der Netzgemeinde zur Verfügung stellen. So hat man bei jedem Aufruf der einzelnen Unterseiten die neuesten Informationen zu allen wichtigen Themen aus Weltgeschehen, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Panorama und Recht. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Cartoons, lustige Bilder, Satirisches und Kuriositäten kann man ebenso finden wie Witze und Videos.

Die Technik

Mit dem in PHP geschriebenen RSS-Parser SimplePie werden die Feeds eingelesen, direkt verarbeitet und als HTML wieder ausgegeben. Bei jedem Seitenaufruf werden die jeweils verlinkten Feeds vom Anbieter geladen, an den Parser gesendet und danach als Internetseite dargestellt. Eine selbstständige Aktualisierung erfolgt dabei nicht. Ein Klick auf F5 oder Aktualisieren im Browser lädt dann den Feed neu und stellt - wenn vorhanden - neue Infos zur Verfügung. Aktueller geht es kaum noch. Also viel Spaß mit dem HomeStory Futterautomaten.

Design & Programmierung:
hirni
Template: SiS Papenburg
RSS-Parsing: SimplePie
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Interne Links

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Das Design

Willkommen zum HomeStory RSS Futterautomaten. Design-Name: "Dunkle Seite".

Das Design ist bewusst düster gehalten, da die Realität auch oft düster ist. Außerdem gefällt mir dieser Gothic-Stil sehr gut. Selbstverständlich ist trotzdem Platz für gute Nachrichten und Spaß. Ihr kennt ja meine Vorliebe für schwarzen Humor...

Die merkwürdige Überschrift geht auf anfängliche Probleme mit Umlauten und Sonderzeichen zurück. Es bestand das Problem, dass entweder die Seite selbst oder die Fütterung Sonderzeichen falsch dargestellt hat und diente daher zu Testzwecken. Irgendwie habe ich die Überschrift dann aber lieb gewonnen und so gelassen.


Der Inhalt


Hier könnt Ihr stets die neuesten Nachrichten abrufen, interessante Infos zum Weltgeschehen, der aktuellen Politik und aus der Welt des Finanzwesens. Neues vom Sport, den aktuellen Wetterbericht, Wissenswertes aus Forschung und Technik, das neueste Netzgeflüster, Infos zu Gesundhiets- und Lifestylethemen, aktuelle Umwelt- und Tierschutzvorhaben sowie Klatsch und Tratsch aus der Promiwelt.

Auch Spaß und Freizeit kommen hier nicht zu kurz. Seht Euch lustige Bilder und Videos an, lacht über Satire, Witze und Cartoons oder träumt Euch in ferne Länder beim Lesen der neuesten Reiseinfos. Wer nicht verreisen kann, schaut einfach, was im Fernsehen oder im Kino so los ist oder guckt mal in die Rubrik Kurioses...

Rechtsthemen und Verbraucherinfos findet man im Service. Stöbert einfach mal durch die Kategorien, da ist bestimmt für jeden was dabei. In vielen Bereichen gibt es Informationen aus unterschiedlichen Quellen, um auch Vergleiche anstellen zu können. Unter den Einträgen habt Ihr die Möglichkeit, die Artikel komplett aufzurufen, wenn sie Euch interessieren, oder direkt ins Forum zurück zu gelangen.

Bei jedem Klick auf die einzelnen Themen werden die neusten Informationen aufgerufen, sodass man ständig aktuell informiert und unterhalten wird. Es lohnt sich also, öfters mal reinzuschauen, denn viele Feeds bieten sogar stündlich Neues. Über besonders interessante Sachen können wir dann ausgiebig im Forum sprechen.


Die Technik


Ausgelesen und angezeigt werden sogenannte RSS-Feeds. Vom englischen Wort Feed (dt. füttern/Fütterung) kam die Idee zur Bezeichnung Futterautomat. Die Seite funktioniert wie ein RSS-Reader, wobei eine interessante Auswahl an Feeds bereits vorgegeben ist.

Was ist eigentlichh RSS? Das ist ein spezielles, standardisiertes Format zur Bereitstellung von Informationen, meist von Internetseiten mit sich ständig ändernden Inhalten, die mit diesen Feeds auf diese neuen Inhalte hinweisen. Es steht für Really Simple Syndication. Unser Forum generiert z.B. auch RSS-Feeds, die Ihr hier lesen könnt... Wer es ganz genau wissen möchte, kann bei Wikipedia den Artikel zu RSS lesen.

Die Seite hier ist mein allererstes PHP-Projekt. Also verzeiht es mir, wenn hier und da nicht alles perfekt ist. Das liegt teils auch an den Feeds selbst.

Noch ganz kurz: Die einzelnen Teile der Seite (Menüs, Textblöcke, Kopf und Fuß) werden zentral gespeichert und von jeder Unterseite verwendet. Daher ist es möglich, globale Änderungen in nur einer Datei vorzunehmen, die sich dann auf alle Seiten auswirkt.

Wenn Ihr beispielsweise auch einen interessanten RSS-Feed kennt und diesen hier lesen möchtet, kann ich den problemlos hinzufügen. Wendet Euch dafür einfach per PN an mich. Weitere Infos zur Technik findet Ihr links unter dem Hauptmenü.

Euer hirni

So, dann lasst Euch mal ordentlich füttern:





Beginn der Fütterung



duden.de - Newsletter

Der Newsletter der Duden-Sprachberatung bietet alle zwei Wochen eine unterhaltsame Mischung aus Informationen zu Rechtschreibung und Grammatik, Tipps zum Sprachgebrauch und Wissenswertem rund um die deutsche Sprache.

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Fakten-uber-alternative-Fakten-September-2018">Fakten über alternative Fakten (September 2018)</a>

Header
Header
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
die kleine, aber feine Gruppe der Verben, die mit einem Genitivobjekt verknüpft werden, hat so ihre Tücken. Lesen Sie heute, was zu beachten ist.
 
Die Problematik Genitiv oder Dativ? beschäftigt uns auch weiter im nächsten Beitrag, diesmal beim Thema Präpositionen.
 
Waren Sie auch immer der Meinung, dass Fakten eben Fakten und damit im Grunde alternativlos sind? Dann lassen Sie sich in unserer letzten Rubrik eines Besseren belehren.
 
Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame Lektüre.
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
die kleine, aber feine Gruppe der Verben, die mit einem Genitivobjekt verknüpft werden, hat so ihre Tücken. Lesen Sie heute, was zu beachten ist.
 
Die Problematik Genitiv oder Dativ? beschäftigt uns auch weiter im nächsten Beitrag, diesmal beim Thema Präpositionen.
 
Waren Sie auch immer der Meinung, dass Fakten eben Fakten und damit im Grunde alternativlos sind? Dann lassen Sie sich in unserer letzten Rubrik eines Besseren belehren.
 
Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame Lektüre.
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Es bedarf keiner weiteren Erklärungen mehr – Verben mit Genitivobjekt
 
Die Zahl der Verben, die durch ein Genitivobjekt ergänzt werden, ist relativ klein und nimmt (leider!?) weiter ab. Sie gehören durchweg der gehobenen Sprache an und es besteht eine starke Tendenz, diese Verben mit dem Dativ zu verbinden.
Wer hat nicht schon die Zeitung aufgeschlagen und gelesen: Sie gedachten den Toten des Zweiten Weltkriegs oder Man sollte sich besonders den jungen Spielern annehmen. Richtig ist: Sie gedachten der Toten des Zweiten Weltkriegs und Man sollte sich besonders der jungen Spieler annehmen.
Weitere Verben, die zur genannten Gruppe gehören, sind sich bedienen, sich erbarmen und bedürfen. Er bediente sich seines Bruders als eines geschickten Dolmetschers. (In letzterem Beispiel ist zu beachten, dass mit als angeschlossene Appositionen, d. h. substantivische Attribute, im gleichen Kasus, also ebenfalls im Genitiv stehen müssen). Sie erbarmte sich der in der Hitze ausharrenden Fans und verteilte Autogramme. Es bedarf keiner weiteren Erklärungen mehr.
Das Verb bedürfen übrigens wird häufig durch Substantive ergänzt, denen kein flektiertes Artikelwort oder Adjektiv vorausgeht. In diesen Fällen bleibt das Substantiv endungslos: Dazu bedarf es Mut.


Ich kenn doch meine Pappenheimer
Wunderbare Geschichten hinter sprichwörtlichen Orten
 
Haben Sie sich schon einmal überlegt, wieso man wienert, statt zu linzen oder zu grazen? Oder warum im Kinderspiel die Reise gerade nach Jerusalem geht? Wer trichterte in Nürnberg welchen Stoff ein? Wohin springt man in Rhodos? Und warum in aller Welt sollte man sterben, bloß weil man Neapel gesehen hat? In diesem Buch erzählt der deutsche „Redewendungen-Papst“ Rolf-Bernhard Essig kuriose Geschichten über berühmte Metropolen, Städte, Gemeinden und Regionen, die sprichwörtlich geworden sind.

Mehr erfahren
Es bedarf keiner weiteren Erklärungen mehr – Verben mit Genitivobjekt
Die Zahl der Verben, die durch ein Genitivobjekt ergänzt werden, ist relativ klein und nimmt (leider!?) weiter ab. Sie gehören durchweg der gehobenen Sprache an und es besteht eine starke Tendenz, diese Verben mit dem Dativ zu verbinden.
Wer hat nicht schon die Zeitung aufgeschlagen und gelesen: Sie gedachten den Toten des Zweiten Weltkriegs oder Man sollte sich besonders den jungen Spielern annehmen. Richtig ist: Sie gedachten der Toten des Zweiten Weltkriegs und Man sollte sich besonders der jungen Spieler annehmen.
Weitere Verben, die zur genannten Gruppe gehören, sind sich bedienen, sich erbarmen und bedürfen. Er bediente sich seines Bruders als eines geschickten Dolmetschers. (In letzterem Beispiel ist zu beachten, dass mit als angeschlossene Appositionen, d. h. substantivische Attribute, im gleichen Kasus, also ebenfalls im Genitiv stehen müssen). Sie erbarmte sich der in der Hitze ausharrenden Fans und verteilte Autogramme. Es bedarf keiner weiteren Erklärungen mehr.
Das Verb bedürfen übrigens wird häufig durch Substantive ergänzt, denen kein flektiertes Artikelwort oder Adjektiv vorausgeht. In diesen Fällen bleibt das Substantiv endungslos: Dazu bedarf es Mut.


Ich kenn doch meine Pappenheimer
Wunderbare Geschichten hinter sprichwörtlichen Orten
Haben Sie sich schon einmal überlegt, wieso man wienert, statt zu linzen oder zu grazen? Oder warum im Kinderspiel die Reise gerade nach Jerusalem geht? Wer trichterte in Nürnberg welchen Stoff ein? Wohin springt man in Rhodos? Und warum in aller Welt sollte man sterben, bloß weil man Neapel gesehen hat? In diesem Buch erzählt der deutsche „Redewendungen-Papst“ Rolf-Bernhard Essig kuriose Geschichten über berühmte Metropolen, Städte, Gemeinden und Regionen, die sprichwörtlich geworden sind.

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Was Sie schon immer gern wissen wollten
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Kraft ihres Amtes – Präpositionen mit Genitiv
 
Eine Reihe von Präpositionen wird standardsprachlich mit dem Genitiv verknüpft, häufig jedoch falsch konstruiert. Hierzu gehören beispielsweise einschließlich, kraft, mittels, statt, während und wegen: Kraft ihres Amtes fällte sie eine Entscheidung. Mittels eines dünnen Drahtes gelang es ihnen, die Tür zu öffnen.
Folgt diesem Präpositionstypus allerdings ein allein stehendes singularisches Substantiv, dessen Genitiv mit -[e]s gebildet wird, bleibt es in der Regel ohne Flexionsendung: Der Endpreis gilt einschließlich Porto (statt Portos). Das Bistro ist wegen Umbau (statt Umbaus) vorübergehend geschlossen.

Die Präposition dank bildet übrigens eine Ausnahme. Hier ist ganz generell neben dem Genitiv auch der Dativ korrekt. Letzterer ist auf das besondere syntaktische Verhältnis zurückzuführen, das dem Ausdruck zugrunde liegt: Dank sei seinem Einfluss wurde zu dank seinem Einfluss. Da man aber bei einer aus einem Substantiv entstandenen Präposition den Genitiv erwartet (vgl. kraft, statt ...), wird dieser vielfach auch bei dank verwendet (dank eines Zufalls). Besonders im Plural überwiegt heute der Genitiv.

Problematisch wird die Sache hin und wieder, wenn den genannten Präpositionen ein Nominalausdruck mit stark flektiertem Substantiv im Plural ohne Begleitwörter folgt (z. B. Wort, Beweis, Fortschritt) und der Genitiv formal nicht zu erkennen ist (Nominativ, Akkusativ und Genitiv Plural lauten Worte, Beweise, Fortschritte). In solchen Fällen wird dem Dativ der Vorzug gegeben, um eine Verwechslung mit dem Nominativ oder Akkusativ zu vermeiden: Statt Worten ein Blumengruß! Trotz Beweisen waren die Richter nicht überzeugt. Dank Fortschritten in der Medizin ist die Prognose heute recht gut.
 
Kraft ihres Amtes – Präpositionen mit Genitiv
Eine Reihe von Präpositionen wird standardsprachlich mit dem Genitiv verknüpft, häufig jedoch falsch konstruiert. Hierzu gehören beispielsweise einschließlich, kraft, mittels, statt, während und wegen: Kraft ihres Amtes fällte sie eine Entscheidung. Mittels eines dünnen Drahtes gelang es ihnen, die Tür zu öffnen.
Folgt diesem Präpositionstypus allerdings ein allein stehendes singularisches Substantiv, dessen Genitiv mit -[e]s gebildet wird, bleibt es in der Regel ohne Flexionsendung: Der Endpreis gilt einschließlich Porto (statt Portos). Das Bistro ist wegen Umbau (statt Umbaus) vorübergehend geschlossen.

Die Präposition dank bildet übrigens eine Ausnahme. Hier ist ganz generell neben dem Genitiv auch der Dativ korrekt. Letzterer ist auf das besondere syntaktische Verhältnis zurückzuführen, das dem Ausdruck zugrunde liegt: Dank sei seinem Einfluss wurde zu dank seinem Einfluss. Da man aber bei einer aus einem Substantiv entstandenen Präposition den Genitiv erwartet (vgl. kraft, statt ...), wird dieser vielfach auch bei dank verwendet (dank eines Zufalls). Besonders im Plural überwiegt heute der Genitiv.

Problematisch wird die Sache hin und wieder, wenn den genannten Präpositionen ein Nominalausdruck mit stark flektiertem Substantiv im Plural ohne Begleitwörter folgt (z. B. Wort, Beweis, Fortschritt) und der Genitiv formal nicht zu erkennen ist (Nominativ, Akkusativ und Genitiv Plural lauten Worte, Beweise, Fortschritte). In solchen Fällen wird dem Dativ der Vorzug gegeben, um eine Verwechslung mit dem Nominativ oder Akkusativ zu vermeiden: Statt Worten ein Blumengruß! Trotz Beweisen waren die Richter nicht überzeugt. Dank Fortschritten in der Medizin ist die Prognose heute recht gut.
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Alternative Fakten
 
Nachdem schon der Ausdruck postfaktisch zum Wort des Jahres 2016 gewählt worden war, machte seit Januar 2017 ein weiterer Begriff die Runde, der Dinge jenseits der Wahrheit beschreibt: alternative Fakten (englisch: alternative facts). Diese Formulierung wählte die Beraterin des US-Präsidenten Donald Trump, Kellyanne Conway, während eines Interviews in der NBC-Sendung Meet the Press. Sie bezog sich damit auf die Kritik an Äußerungen des Pressesprechers des Weißen Hauses: Dieser hatte die Zahl der Besucher bei der Amtseinführung von Donald Trump deutlich zu hoch angegeben, wie sich später nachweisen ließ – dies bezeichnete Conway dann schlicht als alternative Fakten. Dieser Ausdruck zog nicht nur viel Spott nach sich, sondern wurde auch mit den Gegebenheiten in George Orwells Roman 1984 verglichen, wo die Unterscheidung von Wahrheit und Lüge nicht mehr objektiv zu treffen ist. Der Unterschied zu Fake News wird in der Regel darin gesehen, dass diejenigen, die alternative Fakten verbreiten, zunächst meist selbst an den Wahrheitsgehalt ihrer Äußerungen glauben. Aufgegriffen wird dieses Zitat gern in Berichten über unwahre Darstellungen (nicht nur in Bezug auf Donald Trump).

Aus: Duden – Zitate und Aussprüche. 4. Auflage. Berlin 2017
 
Alternative Fakten
Nachdem schon der Ausdruck postfaktisch zum Wort des Jahres 2016 gewählt worden war, machte seit Januar 2017 ein weiterer Begriff die Runde, der Dinge jenseits der Wahrheit beschreibt: alternative Fakten (englisch: alternative facts). Diese Formulierung wählte die Beraterin des US-Präsidenten Donald Trump, Kellyanne Conway, während eines Interviews in der NBC-Sendung Meet the Press. Sie bezog sich damit auf die Kritik an Äußerungen des Pressesprechers des Weißen Hauses: Dieser hatte die Zahl der Besucher bei der Amtseinführung von Donald Trump deutlich zu hoch angegeben, wie sich später nachweisen ließ – dies bezeichnete Conway dann schlicht als alternative Fakten. Dieser Ausdruck zog nicht nur viel Spott nach sich, sondern wurde auch mit den Gegebenheiten in George Orwells Roman 1984 verglichen, wo die Unterscheidung von Wahrheit und Lüge nicht mehr objektiv zu treffen ist. Der Unterschied zu Fake News wird in der Regel darin gesehen, dass diejenigen, die alternative Fakten verbreiten, zunächst meist selbst an den Wahrheitsgehalt ihrer Äußerungen glauben. Aufgegriffen wird dieses Zitat gern in Berichten über unwahre Darstellungen (nicht nur in Bezug auf Donald Trump).

Aus: Duden – Zitate und Aussprüche. 4. Auflage. Berlin 2017
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Aus Deutschland: 09001 870098
(1,99 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus Österreich: 0900 844144
(1,80 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Das-r-und-seine-Sprunghaftigkeit-August-2018">Das r und seine Sprunghaftigkeit (August 2018)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
was haben das englische horse und das deutsche Ross gemeinsam? Mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Dass die beiden dennoch recht unterschiedlich dahertraben,  liegt am r und seiner Sprunghaftigkeit, die wir im ersten Teil dieses Newsletters beleuchten.
 
Dann beschäftigen wir uns mit dem Druck. Sind es im Plural Drucke oder Drücke? Und wie hängt der Drückeberger mit dem Wort zusammen? Lassen Sie sich überraschen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
 
was haben das englische horse und das deutsche Ross gemeinsam? Mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Dass die beiden dennoch recht unterschiedlich dahertraben,  liegt am r und seiner Sprunghaftigkeit, die wir im ersten Teil dieses Newsletters beleuchten.
 
Dann beschäftigen wir uns mit dem Druck. Sind es im Plural Drucke oder Drücke? Und wie hängt der Drückeberger mit dem Wort zusammen? Lassen Sie sich überraschen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Eine Frage der Position
 
Dass man die Laute innerhalb eines Wortes verwechselt, kommt öfter mal vor. Es entstehen dann Gebilde wie Salagne statt Lasagne oder Brutterbot statt Butterbrot. Meist passiert das unbewusst und ist, je nach Umgebung, witzig oder peinlich. Doch es gibt auch Buchstabendreher, die sich durchgesetzt haben und sogar einen eigenen Namen tragen: Metathese. Darunter versteht man den Platzwechsel eines Konsonanten innerhalb eines Wortes. Allerdings nicht an jede beliebige Stelle, sondern er tauscht seinen Platz mit dem des Vokals in der Stammsilbe des Wortes.
Betroffene Konsonanten sind in den germanischen Sprachen in erster Linie l und r. Teilweise existieren aufgrund der r-Metathese Doppelformen, beispielsweise die Namen Albert und Albrecht oder auch Brunnen und Born. Teilweise haben sich durch die Metathese in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Formen gebildet und durchgesetzt: englisch burn – deutsch brennen, englisch fright – deutsch Furcht.
Warum sich eine Metathese jeweils entwickelt hat, ist noch nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass es aufgrund von Akzentverschiebungen zur Entstehung eines sogenannten Sprossvokals im Wort kam und zunächst eine Übergangsform mit zwei Vokalen (einer vor, einer hinter dem r) existierte. Im Lauf der Entwicklung fiel dann der unbetonte Vokal aus.
Ja, und was war nun mit dem horse, das so ganz anders aussieht als das Ross? Dazu muss man wissen, dass es im Althochdeutschen noch hros hieß. Das h fiel, wie im Deutschen immer in dieser Kombination, weg – und den Rest können Sie sich nun durch die Metathese selbst erklären.

 

Eine Frage der Moral
 
„Sprachpolizei“, „Moralapostel“, „Genderkrampf“ – warum erhitzen sich die Gemüter so an der Political Correctness? Warum protestieren Menschen gegen die Bekämpfung von sexistischem und rassistischem Sprachgebrauch? Der Sprachwissenschaftler und Blogger Anatol Stefanowitsch analysiert aufgeheizte Debatten der letzten Jahre: „Gerechte Sprache allein schafft noch keine gerechte Welt. Aber indem wir sie verwenden, zeigen wir, dass wir eine gerechte Welt überhaupt wollen.“

Mehr zum Buch
Eine Frage der Position
Dass man die Laute innerhalb eines Wortes verwechselt, kommt öfter mal vor. Es entstehen dann Gebilde wie Salagne statt Lasagne oder Brutterbot statt Butterbrot. Meist passiert das unbewusst und ist, je nach Umgebung, witzig oder peinlich. Doch es gibt auch Buchstabendreher, die sich durchgesetzt haben und sogar einen eigenen Namen tragen: Metathese. Darunter versteht man den Platzwechsel eines Konsonanten innerhalb eines Wortes. Allerdings nicht an jede beliebige Stelle, sondern er tauscht seinen Platz mit dem des Vokals in der Stammsilbe des Wortes.
Betroffene Konsonanten sind in den germanischen Sprachen in erster Linie l und r. Teilweise existieren aufgrund der r-Metathese Doppelformen, beispielsweise die Namen Albert und Albrecht oder auch Brunnen und Born. Teilweise haben sich durch die Metathese in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Formen gebildet und durchgesetzt: englisch burn – deutsch brennen, englisch fright – deutsch Furcht.
Warum sich eine Metathese jeweils entwickelt hat, ist noch nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass es aufgrund von Akzentverschiebungen zur Entstehung eines sogenannten Sprossvokals im Wort kam und zunächst eine Übergangsform mit zwei Vokalen (einer vor, einer hinter dem r) existierte. Im Lauf der Entwicklung fiel dann der unbetonte Vokal aus.
Ja, und was war nun mit dem horse, das so ganz anders aussieht als das Ross? Dazu muss man wissen, dass es im Althochdeutschen noch hros hieß. Das h fiel, wie im Deutschen immer in dieser Kombination, weg – und den Rest können Sie sich nun durch die Metathese selbst erklären.

Eine Frage der Moral
„Sprachpolizei“, „Moralapostel“, „Genderkrampf“ – warum erhitzen sich die Gemüter so an der Political Correctness? Warum protestieren Menschen gegen die Bekämpfung von sexistischem und rassistischem Sprachgebrauch? Der Sprachwissenschaftler und Blogger Anatol Stefanowitsch analysiert aufgeheizte Debatten der letzten Jahre: „Gerechte Sprache allein schafft noch keine gerechte Welt. Aber indem wir sie verwenden, zeigen wir, dass wir eine gerechte Welt überhaupt wollen.“

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Was Sie schon immer gern wissen wollten
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Der Plural von Druck
 
Schon der Wörterbucheintrag bei Druck lässt erahnen, dass es Schwierigkeiten geben könnte. Es gibt nämlich gleich zwei Einträge. Dies liegt daran, dass zwei unterschiedliche Etymologien vorliegen. Zum einen gibt es den Druck, der vom Verb drücken abgeleitet wurde. Das wäre z. B. der Blutdruck, der Händedruck, der Konkurrenzdruck. Später entstand dann das gleichlautende Substantiv, das vom Verb drucken abgeleitet wurde, z. B. der Abdruck, der Siebdruck, der Farbdruck.
Nun wäre es natürlich praktisch, wenn alle Ableitungen von drücken denselben Plural hätten und alle Ableitungen von drucken ebenfalls einen einheitlichen Plural – dem ist leider nicht so. Aber immerhin gibt es Tendenzen. So haben die drücken-Substantive meistens den Plural Drücke (Händedrücke, Eindrücke); lediglich in den Fachsprachen der Technik und der Medizin kommt zusätzlich auch Drucke vor (Gasdrücke oder Gasdrucke, Blutdrücke oder Blutdrucke).
Die drucken-Substantive weisen durchgängig den Plural ohne Umlaut auf (Neudrucke, Vordrucke, Preisaufdrucke). Dafür haben sie ein weiteres Schmankerl zu bieten: Gerade im Bereich des Textilwesens wird gerne noch eine dritte Pluralform verwendet, nämlich die Drucks. Somit können Sie nach dem wohlverdienten Urlaub die Ausdrucke Ihrer fotografisch festgehaltenen Eindrücke für hübsche Drucks auf individuellen T-Shirts verwenden.
 
Der Plural von Druck
Schon der Wörterbucheintrag bei Druck lässt erahnen, dass es Schwierigkeiten geben könnte. Es gibt nämlich gleich zwei Einträge. Dies liegt daran, dass zwei unterschiedliche Etymologien vorliegen. Zum einen gibt es den Druck, der vom Verb drücken abgeleitet wurde. Das wäre z. B. der Blutdruck, der Händedruck, der Konkurrenzdruck. Später entstand dann das gleichlautende Substantiv, das vom Verb drucken abgeleitet wurde, z. B. der Abdruck, der Siebdruck, der Farbdruck.
Nun wäre es natürlich praktisch, wenn alle Ableitungen von drücken denselben Plural hätten und alle Ableitungen von drucken ebenfalls einen einheitlichen Plural – dem ist leider nicht so. Aber immerhin gibt es Tendenzen. So haben die drücken-Substantive meistens den Plural Drücke (Händedrücke, Eindrücke); lediglich in den Fachsprachen der Technik und der Medizin kommt zusätzlich auch Drucke vor (Gasdrücke oder Gasdrucke, Blutdrücke oder Blutdrucke).
Die drucken-Substantive weisen durchgängig den Plural ohne Umlaut auf (Neudrucke, Vordrucke, Preisaufdrucke). Dafür haben sie ein weiteres Schmankerl zu bieten: Gerade im Bereich des Textilwesens wird gerne noch eine dritte Pluralform verwendet, nämlich die Drucks. Somit können Sie nach dem wohlverdienten Urlaub die Ausdrucke Ihrer fotografisch festgehaltenen Eindrücke für hübsche Drucks auf individuellen T-Shirts verwenden.
Für Sie nachgeschlagen
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drücken
 
Das altgermanische Verb mittelhochdeutsch drücken, althochdeutsch drucchen, niederländisch drukken, altenglisch đryccan, schwedisch trycka ist eine Intensivbildung zu einem noch in altisländisch þruga „drohen, unterdrücken“ (schwedisch truga „nötigen“) erscheinenden germanischen Verb.
Es gehört mit der Grundbedeutung „reiben, bedrängen“ zu der unter drehen behandelten Wortgruppe. Es wird schon im Mittelhochdeutschen auf geistigen und seelischen Druck übertragen, ohne seinen eigentlichen Sinn zu verändern, vergleiche auch die Präfixbildung bedrücken „traurig, niedergeschlagen machen“. Reflexives sich drücken „heimlich verschwinden“ wird ursprünglich weidmännisch vom Hasen gesagt, der sich duckt (dazu das umgangssprachliche Drückeberger, das wie Schlauberger scherzhaft einen Einwohnernamen nachbildet; 19. Jahrhundert).

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage, Berlin 2014.

 
drücken
Das altgermanische Verb mittelhochdeutsch drücken, althochdeutsch drucchen, niederländisch drukken, altenglisch đryccan, schwedisch trycka ist eine Intensivbildung zu einem noch in altisländisch þruga „drohen, unterdrücken“ (schwedisch truga „nötigen“) erscheinenden germanischen Verb.
Es gehört mit der Grundbedeutung „reiben, bedrängen“ zu der unter drehen behandelten Wortgruppe. Es wird schon im Mittelhochdeutschen auf geistigen und seelischen Druck übertragen, ohne seinen eigentlichen Sinn zu verändern, vergleiche auch die Präfixbildung bedrücken „traurig, niedergeschlagen machen“. Reflexives sich drücken „heimlich verschwinden“ wird ursprünglich weidmännisch vom Hasen gesagt, der sich duckt (dazu das umgangssprachliche Drückeberger, das wie Schlauberger scherzhaft einen Einwohnernamen nachbildet; 19. Jahrhundert).

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage, Berlin 2014.
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Der-Keilfleckbuntbarsch-und-die-Kommasetzung-Juli-2018">Der Keilfleckbuntbarsch und die Kommasetzung (Juli 2018)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
„Oft ist das Denken schwer, indes,
das Schreiben geht auch ohne es.“ (Wilhelm Busch)

Manchmal zumindest. Kommas setzen zum Beispiel ist total einfach: Das kann jeder. Denn die Schwierigkeiten fangen ja erst bei der Frage an: „Wohin?“ Um ein paar dieser Schwierigkeiten wollen wir uns heute kümmern, und zwar darum, wann man zwischen Konjunktionen ein Komma setzt und wann nicht.
 
Außerdem haben wir für Sie nachgeschlagen, was der Barsch mit dem Adjektiv barsch zu tun hat.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
„Oft ist das Denken schwer, indes,
das Schreiben geht auch ohne es.“ (Wilhelm Busch)

Manchmal zumindest. Kommas setzen zum Beispiel ist total einfach: Das kann jeder. Denn die Schwierigkeiten fangen ja erst bei der Frage an: „Wohin?“ Um ein paar dieser Schwierigkeiten wollen wir uns heute kümmern, und zwar darum, wann man zwischen Konjunktionen ein Komma setzt und wann nicht.
 
Außerdem haben wir für Sie nachgeschlagen, was der Barsch mit dem Adjektiv barsch zu tun hat.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Kommas bei durch und (oder oder) mit Nebensatz eingeleitetem Hauptsatz
 
Erst einmal: Wenn selbstständige Hauptsätze durch eine nebenordnende Konjunktion wie und, oder, wie bzw. durch ein Konjunktionenpaar wie sowohl – als auch, weder – noch verbunden sind, wird vor die Konjunktion in der Regel kein Komma gesetzt. Man kann dies aber tun, um die Gliederung des ganzen Satzes zu verdeutlichen: Der Keilfleckbuntbarsch lässt sich auch in nicht extrem weichem Wasser gut halten[,] und es wird auch ein ph-Wert zwischen 6,5 und 7,5 hinreichen.
Dieses Komma ist auch dann freigestellt, wenn noch ein Nebensatz vor dem zweiten Hauptsatz eingefügt wird: Der Keilfleckbuntbarsch lässt sich auch in nicht extrem weichem Wasser gut halten[,] und solange das Wasser wenig keimbelastet ist, wird auch ein ph-Wert zwischen 6,5 und 7,5 hinreichen. Es wird aber meist gesetzt, während zwischen nebenordnende Konjunktion (und, oder etc.) und Subjunktion (solange, weil, wenn etc.) kein Komma gesetzt wird.
Kein Komma wird vor die nebenordnende Konjunktion (und, oder etc.) gesetzt, wenn einer der beiden Teilsätze elliptisch (Auslassung von Sprachelementen) ist: Der Keilfleckbuntbarsch lässt sich auch in nicht extrem weichem Wasser gut halten und wird auch mit einem ph-Wert zwischen 6,5 und 7,5 zurechtkommen.
 

Standardwörterbuch Deutsch als Fremdsprache
 
Mit seinen rund 20 000 Stichwörtern richtet sich das Wörterbuch speziell an Deutschlernende der Niveaustufen B1 bis C1. Es bietet Informationen zu Grammatik und Aussprache, leicht verständliche Bedeutungserklärungen und Verwendungsbeispiele, Gegensatzwörter, Synonyme und Zusammensetzungen.
Zahlreiche neue Stichwörter, rund 75 Infokästen zu leicht verwechselbaren Wörtern und 450 Artikel zu Wortbildungselementen machen das Wörterbuch zum perfekten Nachschlagewerk. Als Extra im Anhang finden Sie Karten, Redemittel sowie Textbausteine für zahlreiche Korrespondenzanlässe.

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Kommas bei durch und (oder oder) mit Nebensatz eingeleitetem Hauptsatz
Erst einmal: Wenn selbstständige Hauptsätze durch eine nebenordnende Konjunktion wie und, oder, wie bzw. durch ein Konjunktionenpaar wie sowohl – als auch, weder – noch verbunden sind, wird vor die Konjunktion in der Regel kein Komma gesetzt. Man kann dies aber tun, um die Gliederung des ganzen Satzes zu verdeutlichen: Der Keilfleckbuntbarsch lässt sich auch in nicht extrem weichem Wasser gut halten[,] und es wird auch ein ph-Wert zwischen 6,5 und 7,5 hinreichen.
Dieses Komma ist auch dann freigestellt, wenn noch ein Nebensatz vor dem zweiten Hauptsatz eingefügt wird: Der Keilfleckbuntbarsch lässt sich auch in nicht extrem weichem Wasser gut halten[,] und solange das Wasser wenig keimbelastet ist, wird auch ein ph-Wert zwischen 6,5 und 7,5 hinreichen. Es wird aber meist gesetzt, während zwischen nebenordnende Konjunktion (und, oder etc.) und Subjunktion (solange, weil, wenn etc.) kein Komma gesetzt wird.
Kein Komma wird vor die nebenordnende Konjunktion (und, oder etc.) gesetzt, wenn einer der beiden Teilsätze elliptisch (Auslassung von Sprachelementen) ist: Der Keilfleckbuntbarsch lässt sich auch in nicht extrem weichem Wasser gut halten und wird auch mit einem ph-Wert zwischen 6,5 und 7,5 zurechtkommen.

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Mit seinen rund 20 000 Stichwörtern richtet sich das Wörterbuch speziell an Deutschlernende der Niveaustufen B1 bis C1. Es bietet Informationen zu Grammatik und Aussprache, leicht verständliche Bedeutungserklärungen und Verwendungsbeispiele, Gegensatzwörter, Synonyme und Zusammensetzungen.
Zahlreiche neue Stichwörter, rund 75 Infokästen zu leicht verwechselbaren Wörtern und 450 Artikel zu Wortbildungselementen machen das Wörterbuch zum perfekten Nachschlagewerk. Als Extra im Anhang finden Sie Karten, Redemittel sowie Textbausteine für zahlreiche Korrespondenzanlässe.

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Was Sie schon immer gern wissen wollten
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Einschub oder kein Einschub?
 
Man kann Sätze durchaus so basteln, dass zwei unterordnende Konjunktionen (Subjunktionen) unmittelbar aufeinanderfolgen: Katinka fürchtete, dass, wenn sie sich dem durchgedrehten Pinguin nicht fügte, er mit dem eingepflanzten Chip auf Nimmerwiedersehen in der antarktischen See verschwände. Hier ist der wenn-Satz in den dass-Satz eingeschoben und wird daher in das paarige Komma eingeschlossen. Deutlicher wird das noch in: Katinka fürchtete, dass der durchgedrehte Pinguin, wenn sie sich ihm nicht fügte, mit dem eingepflanzten Chip auf Nimmerwiedersehen in der antarktischen See verschwände.
So auch: Ich glaube, dass man diese Zahlen, wenn es überhaupt möglich ist, nur in Teilen erheben kann. Aber: Das paarige Komma kann man weglassen, wenn der eingeschobene Nebensatz floskelhaft verkürzt ist: Ich glaube, dass man diese Zahlen, wenn überhaupt, nur in Teilen erheben kann. / Ich glaube, dass man diese Zahlen wenn überhaupt nur in Teilen erheben kann. In solchen Fällen sind auch Gedankenstriche möglich: Ich glaube, dass man diese Zahlen – wenn überhaupt – nur in Teilen erheben kann.
Einschub oder kein Einschub?
Man kann Sätze durchaus so basteln, dass zwei unterordnende Konjunktionen (Subjunktionen) unmittelbar aufeinanderfolgen: Katinka fürchtete, dass, wenn sie sich dem durchgedrehten Pinguin nicht fügte, er mit dem eingepflanzten Chip auf Nimmerwiedersehen in der antarktischen See verschwände. Hier ist der wenn-Satz in den dass-Satz eingeschoben und wird daher in das paarige Komma eingeschlossen. Deutlicher wird das noch in: Katinka fürchtete, dass der durchgedrehte Pinguin, wenn sie sich ihm nicht fügte, mit dem eingepflanzten Chip auf Nimmerwiedersehen in der antarktischen See verschwände.
So auch: Ich glaube, dass man diese Zahlen, wenn es überhaupt möglich ist, nur in Teilen erheben kann. Aber: Das paarige Komma kann man weglassen, wenn der eingeschobene Nebensatz floskelhaft verkürzt ist: Ich glaube, dass man diese Zahlen, wenn überhaupt, nur in Teilen erheben kann. / Ich glaube, dass man diese Zahlen wenn überhaupt nur in Teilen erheben kann. In solchen Fällen sind auch Gedankenstriche möglich: Ich glaube, dass man diese Zahlen – wenn überhaupt – nur in Teilen erheben kann.
Für Sie nachgeschlagen
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Barsch und barsch
 
Die westgermanische Fischbezeichnung mittelhochdeutsch, althochdeutsch bars, niederländisch baars, englisch barse gehört mit verwandten Wörtern in anderen indogermanischen Sprachen zu der vielfach weitergebildeten und erweiterten indogermanischen Wurzel * bhar- „Spitze, Stachel, Borste, starr Emporstehendes“. Der Fisch ist also nach seinen auffallend stachligen Flossen benannt. Zu dieser indogermanischen Wurzel gehören auch die Wortfamilien von Borste und Bürste und wahrscheinlich das unter Bart behandelte Wort, ferner aus dem germanischen Sprachraum das Adjektiv barsch, vergleiche dazu altisländisch barr „rau, scharf“ und althochdeutsch barrēnti „starr aufgerichtet, eigensinnig“.

Das im 16. Jahrhundert aus dem Niederdeutschen ins Hochdeutsche übernommene Adjektiv geht zurück auf mittelniederdeutsch barsch „scharf, streng (vom Geschmack), ranzig“, das im Sinne von „scharf, spitz“ zu der Wortgruppe von Barsch gehört. Seit dem 18. Jahrhundert wird barsch übertragen im Sinne von „unfreundlich, grob“ verwendet.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage, Berlin 2014.

 
Barsch und barsch
Die westgermanische Fischbezeichnung mittelhochdeutsch, althochdeutsch bars, niederländisch baars, englisch barse gehört mit verwandten Wörtern in anderen indogermanischen Sprachen zu der vielfach weitergebildeten und erweiterten indogermanischen Wurzel * bhar- „Spitze, Stachel, Borste, starr Emporstehendes“. Der Fisch ist also nach seinen auffallend stachligen Flossen benannt. Zu dieser indogermanischen Wurzel gehören auch die Wortfamilien von Borste und Bürste und wahrscheinlich das unter Bart behandelte Wort, ferner aus dem germanischen Sprachraum das Adjektiv barsch, vergleiche dazu altisländisch barr „rau, scharf“ und althochdeutsch barrēnti „starr aufgerichtet, eigensinnig“.

Das im 16. Jahrhundert aus dem Niederdeutschen ins Hochdeutsche übernommene Adjektiv geht zurück auf mittelniederdeutsch barsch „scharf, streng (vom Geschmack), ranzig“, das im Sinne von „scharf, spitz“ zu der Wortgruppe von Barsch gehört. Seit dem 18. Jahrhundert wird barsch übertragen im Sinne von „unfreundlich, grob“ verwendet.

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Wir sind ganz Ohr
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E-Mail: kundenservice@duden.de

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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Gehangt-oder-gehangen-Das-ist-hier-die-Frage-Juni-2018">Gehängt oder gehangen? Das ist hier die Frage! (Juni 2018)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
hat bei Ihnen auch schon mal ein Mantel im Schrank gehängt, ohne dass Ihnen etwas aufgefallen ist? In diesem Fall sind Sie den Tücken des transitiven bzw. intransitiven Gebrauchs des Verbs hängen zum Opfer gefallen.
 
Wissenswertes zum Thema Himmelsrichtungen lesen Sie anschließend.
 
Warum man sich manchmal etwas ausgerechnet hinter die Ohren schreiben soll, haben wir heute für Sie nachgeschlagen.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
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hat bei Ihnen auch schon mal ein Mantel im Schrank gehängt, ohne dass Ihnen etwas aufgefallen ist? In diesem Fall sind Sie den Tücken des transitiven bzw. intransitiven Gebrauchs des Verbs hängen zum Opfer gefallen.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Das Verb hängen
 
Standardsprachlich ist das Verb hängen mit den starken Stammformen hing, gehangen auf den intransitiven Gebrauch, mit den schwachen Stammformen hängte, gehängt auf den transitiven Gebrauch festgelegt. (Als intransitiv bezeichnet man Verben, die kein Akkusativobjekt haben können, wie scheinen in Die Sonne scheint, als transitiv hingegen Verben mit einem Akkusativobjekt, das bei der Umwandlung ins Passiv zum Subjekt wird, also beispielsweise Der Hund beißt den Jungen – Der Junge wird vom Hund gebissen).
Demnach gilt: Der Mantel hing im Schrank. Der Mantel hat lange im Schrank gehangen. Aber: Sie hängte den Mantel in den Schrank. Ich habe den Mantel in den Schrank gehängt.
Dies gilt auch, wenn das Verb mit einer Vorsilbe verbunden ist: Er hat all seine Konkurrenten abgehängt. Sie hängte die Wäsche auf. Aber: Alles hing jetzt von ihr ab.
Das Verb hängen
Standardsprachlich ist das Verb hängen mit den starken Stammformen hing, gehangen auf den intransitiven Gebrauch, mit den schwachen Stammformen hängte, gehängt auf den transitiven Gebrauch festgelegt. (Als intransitiv bezeichnet man Verben, die kein Akkusativobjekt haben können, wie scheinen in Die Sonne scheint, als transitiv hingegen Verben mit einem Akkusativobjekt, das bei der Umwandlung ins Passiv zum Subjekt wird, also beispielsweise Der Hund beißt den Jungen – Der Junge wird vom Hund gebissen).
Demnach gilt: Der Mantel hing im Schrank. Der Mantel hat lange im Schrank gehangen. Aber: Sie hängte den Mantel in den Schrank. Ich habe den Mantel in den Schrank gehängt.
Dies gilt auch, wenn das Verb mit einer Vorsilbe verbunden ist: Er hat all seine Konkurrenten abgehängt. Sie hängte die Wäsche auf. Aber: Alles hing jetzt von ihr ab.
Was Sie schon immer gern wissen wollten
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Himmelsrichtungen
 
Die Adjektive, die eine Himmelsrichtung benennen, werden in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Neben der Angabe der Lage (die südliche Halbkugel, der östliche Teil des Landes) oder der Richtung (ein südlicher Wind, nördlichen Kurs steuern) werden sie auch eingesetzt, um einen bestimmten Raum oder eine Bevölkerung zu charakterisieren: ein kühles, nördliches Temperament, eine südliche Landschaft.
Eine gewisse Sonderstellung nehmen die Adjektive östlich und westlich ein, sie wurden und werden auch im politischen Bereich verwendet: westliches Denken, die westlichen Demokratien, die östlichen Machthaber.
Als Präposition stehen nördlich, östlich, südlich und westlich mit dem Genitiv: südlich der Elbe, westlich der Alpen. Bei artikellosen geografischen Namen wird der Anschluss mit von bevorzugt: nördlich von Hamburg (grammatisch gesehen hat nördlich hier Adverbcharakter).
 
 
„Der springende Punkt ist der Ball“
Die wundersame Sprache des Fußballs
 
Fußballbegriffe, -phrasen und -metaphern haben Eingang in Politik und Kultur gefunden. Eine eigene Insider-Fußballsprache ist entstanden. Was aber ist das Besondere an der Fußballsprache? Dieser Frage wird im ersten Teil des unterhaltsamen Büchleins nachgegangen. Im zweiten Teil werden berühmte, bezeichnende, witzige und „philosophische“ Phrasen von Spielern, Trainern, Fans und Moderatoren auf ihren Hintersinn, Gehalt, Zusammenhang beleuchtet.

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Himmelsrichtungen
Die Adjektive, die eine Himmelsrichtung benennen, werden in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Neben der Angabe der Lage (die südliche Halbkugel, der östliche Teil des Landes) oder der Richtung (ein südlicher Wind, nördlichen Kurs steuern) werden sie auch eingesetzt, um einen bestimmten Raum oder eine Bevölkerung zu charakterisieren: ein kühles, nördliches Temperament, eine südliche Landschaft.
Eine gewisse Sonderstellung nehmen die Adjektive östlich und westlich ein, sie wurden und werden auch im politischen Bereich verwendet: westliches Denken, die westlichen Demokratien, die östlichen Machthaber.
Als Präposition stehen nördlich, östlich, südlich und westlich mit dem Genitiv: südlich der Elbe, westlich der Alpen. Bei artikellosen geografischen Namen wird der Anschluss mit von bevorzugt: nördlich von Hamburg (grammatisch gesehen hat nördlich hier Adverbcharakter).
 
„Der springende Punkt ist der Ball“
Die wundersame Sprache des Fußballs
Fußballbegriffe, -phrasen und -metaphern haben Eingang in Politik und Kultur gefunden. Eine eigene Insider-Fußballsprache ist entstanden. Was aber ist das Besondere an der Fußballsprache? Dieser Frage wird im ersten Teil des unterhaltsamen Büchleins nachgegangen. Im zweiten Teil werden berühmte, bezeichnende, witzige und „philosophische“ Phrasen von Spielern, Trainern, Fans und Moderatoren auf ihren Hintersinn, Gehalt, Zusammenhang beleuchtet.

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Für Sie nachgeschlagen
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Sich etwas hinter die Ohren schreiben
umgangssprachlich: sich etwas gut, sorgfältig merken, es nicht vergessen
 
Die Redensart spiegelt einen alten Rechtsbrauch wider: Bei Abschluss eines Vertrages gab es im Mittelalter testes per aures tracti (lateinisch = „an den Ohren gezogene Zeugen“). Das Kneifen in die Ohren, das Ziehen an den Ohren oder sogar das Ohrfeigengeben, eventuell verbunden mit Geschenken, sollte dazu beitragen, dass sich die Zeugen, vor allem Kinder und jüngere Leute, im Alter noch an die vereinbarten Rechtsbestimmungen erinnerten. Diese schriftlich niederzulegen und die Dokumente dann zu archivieren, war eine aufwendige Angelegenheit, die nicht überall und zu jeder Zeit zu realisieren war. Bei Rechtsstreitigkeiten oder rechtlichen Zweifelsfällen wurden daher öfter ältere Leute befragt, wie in ihrer Jugend die Rechtslage gewesen sei. Von alten, abergläubischen Vorstellungen getragen ist die Erklärung des Rechtsphilosophen Christian Thomasius (1655–1728), die Lutz Röhrich in seinem Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten mitteilt: Thomasius bezieht sich hier auf die alte Schädel- und Säftelehre, die die Meinung vertrat, dass ein Aderlass hinter den Ohren unfruchtbar mache. Die Menschen, denen dies geschehen sei, würden sich zeitlebens daran erinnern, da es ihnen gleichsam hinter die Ohren geschrieben worden sei.
 
Aus: Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? Berlin 2018
 
Sich etwas hinter die Ohren schreiben
umgangssprachlich: sich etwas gut, sorgfältig merken, es nicht vergessen
 
Die Redensart spiegelt einen alten Rechtsbrauch wider: Bei Abschluss eines Vertrages gab es im Mittelalter testes per aures tracti (lateinisch = „an den Ohren gezogene Zeugen“). Das Kneifen in die Ohren, das Ziehen an den Ohren oder sogar das Ohrfeigengeben, eventuell verbunden mit Geschenken, sollte dazu beitragen, dass sich die Zeugen, vor allem Kinder und jüngere Leute, im Alter noch an die vereinbarten Rechtsbestimmungen erinnerten. Diese schriftlich niederzulegen und die Dokumente dann zu archivieren, war eine aufwendige Angelegenheit, die nicht überall und zu jeder Zeit zu realisieren war. Bei Rechtsstreitigkeiten oder rechtlichen Zweifelsfällen wurden daher öfter ältere Leute befragt, wie in ihrer Jugend die Rechtslage gewesen sei. Von alten, abergläubischen Vorstellungen getragen ist die Erklärung des Rechtsphilosophen Christian Thomasius (1655–1728), die Lutz Röhrich in seinem Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten mitteilt: Thomasius bezieht sich hier auf die alte Schädel- und Säftelehre, die die Meinung vertrat, dass ein Aderlass hinter den Ohren unfruchtbar mache. Die Menschen, denen dies geschehen sei, würden sich zeitlebens daran erinnern, da es ihnen gleichsam hinter die Ohren geschrieben worden sei.
 
Aus: Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? Berlin 2018
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Dauerbrenner-Kommasetzung-Mai-2018">Dauerbrenner Kommasetzung (Mai 2018)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
dieses Mal haben wir einen richtig tollen Newsletter für Sie zusammengestellt, denn im ersten Teil dreht sich alles um das Wörtchen toll und seine Zusammensetzungen.
 
Danach beschäftigen wir uns wieder einmal mit dem Dauerbrenner Kommasetzung. Heute geht es um das Komma zwischen selbstständigen Sätzen, genauer um die Frage, was überhaupt ein selbstständiger Satz ist.
 
Und zum Schluss haben wir für Sie nachgeschlagen, wie denn nun vollkommen betont wird.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
dieses Mal haben wir einen richtig tollen Newsletter für Sie zusammengestellt, denn im ersten Teil dreht sich alles um das Wörtchen toll und seine Zusammensetzungen.
 
Danach beschäftigen wir uns wieder einmal mit dem Dauerbrenner Kommasetzung. Heute geht es um das Komma zwischen selbstständigen Sätzen, genauer um die Frage, was überhaupt ein selbstständiger Satz ist.
 
Und zum Schluss haben wir für Sie nachgeschlagen, wie denn nun vollkommen betont wird.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
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Das Adjektiv toll und seine Zusammensetzungen

 
So toll ist toll ursprünglich gar nicht. Eigentlich bedeutet es so viel wie „getrübt, umnebelt, verwirrt“ (vgl. engl. dull – „stumpf, unempfindlich, schwerfällig“) und gehört zum Dunstkreis des Substantivs Dunst. Doch bereits im Mittelhochdeutschen hat sich eine deutliche Bedeutungsverbesserung vollzogen: „ansehnlich, bewundernswert“ kann es nun auch heißen, im Frühneuhochdeutschen dann zusätzlich „erstaunlich; sehr, stark“. Letztere Bedeutung hat heute das umgangssprachlich verwendete doll bewahrt: Ich habe mir doll wehgetan.
Die geläufigsten Zusammensetzungen mit toll sind Tollkirsche, Tollwut und tollkühn. Die auch als Belladonna bekannte Beere wird als Tollkirsche bezeichnet, weil die in der Frucht enthaltenen Alkaloide beim Menschen einen Zustand der Erregtheit und Verwirrung bewirken. Die Tollwut hingegen geht zurück auf die Wortgruppe tolle Wut. Das Adjektiv tollkühn schließlich bedeutet, dass der Betreffende in toller Weise kühn ist.
Fehlt Ihnen in dieser Aufzählung der Tollpatsch? Dann müssen wir Sie leider enttäuschen, denn obwohl der Tollpatsch seit der Rechtschreibreform mit Doppel-l geschrieben wird, hat er etymologisch nichts mit toll zu tun. Er geht zurück auf das ungarische Wort talpas „breitfüßig; breiter Fuß; Infanterist; Bär; Tollpatsch“, mit dem scherzhaft ungarische Fußsoldaten bezeichnet wurden.
 
Das Adjektiv toll und seine Zusammensetzungen
So toll ist toll ursprünglich gar nicht. Eigentlich bedeutet es so viel wie „getrübt, umnebelt, verwirrt“ (vgl. engl. dull – „stumpf, unempfindlich, schwerfällig“) und gehört zum Dunstkreis des Substantivs Dunst. Doch bereits im Mittelhochdeutschen hat sich eine deutliche Bedeutungsverbesserung vollzogen: „ansehnlich, bewundernswert“ kann es nun auch heißen, im Frühneuhochdeutschen dann zusätzlich „erstaunlich; sehr, stark“. Letztere Bedeutung hat heute das umgangssprachlich verwendete doll bewahrt: Ich habe mir doll wehgetan.
Die geläufigsten Zusammensetzungen mit toll sind Tollkirsche, Tollwut und tollkühn. Die auch als Belladonna bekannte Beere wird als Tollkirsche bezeichnet, weil die in der Frucht enthaltenen Alkaloide beim Menschen einen Zustand der Erregtheit und Verwirrung bewirken. Die Tollwut hingegen geht zurück auf die Wortgruppe tolle Wut. Das Adjektiv tollkühn schließlich bedeutet, dass der Betreffende in toller Weise kühn ist.
Fehlt Ihnen in dieser Aufzählung der Tollpatsch? Dann müssen wir Sie leider enttäuschen, denn obwohl der Tollpatsch seit der Rechtschreibreform mit Doppel-l geschrieben wird, hat er etymologisch nichts mit toll zu tun. Er geht zurück auf das ungarische Wort talpas „breitfüßig; breiter Fuß; Infanterist; Bär; Tollpatsch“, mit dem scherzhaft ungarische Fußsoldaten bezeichnet wurden.
Was Sie schon immer gern wissen wollten
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Das Komma zwischen Hauptsätzen
 
Sicher kennen Sie die Regeln der Kommasetzung für selbstständige Hauptsätze: Folgen die Sätze direkt aufeinander, so setzt man ein Komma; steht eine Konjunktion wie oder, und, sowie dazwischen, kann man ein Komma setzen, muss aber nicht.
Was aber gilt als selbstständiger Hauptsatz? Eigentlich ist ein Satz ja dadurch definiert, dass er ein gebeugtes Verb enthält. Also liegen grammatisch gesehen bei Er kam, sah und ließ es bleiben drei Sätze vor, denn wir haben hier drei gebeugte Verben. Die Krux ist, dass es sich bei den beiden letzten um elliptische Sätze handelt, denen jeweils das Subjekt fehlt. Stünde hier Er kam, er sah[,] und er ließ es bleiben, so käme unsere Regel vom Anfang zur Anwendung. Merke: Der selbstständige Hauptsatz braucht nicht nur ein gebeugtes Verb, sondern auch ein Subjekt. (Dass es auch Sätze gibt, die ohne Subjekt auskommen, lassen wir an dieser Stelle unter den Tisch fallen.)
Selbst wenn der elliptische Satz stark erweitert ist, ist das noch kein Grund für ein Komma: Sie stand frühmorgens auf und ging dann bereits vor dem Frühstück mit ihren beiden Mischlingshunden spazieren. Was nun durch und bzw. oder verbundene selbstständige Hauptsätze angeht, so bleibt die Frage, wann denn nun das Komma gesetzt und wann es lieber weggelassen werden sollte. Die Empfehlung richtet sich in der Regel nach der Länge der einzelnen Sätze. Daher schreibt man besser: Es war warm und die Vögel zwitscherten, aber Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, und die Luft war erfüllt vom Gezwitscher unserer gefiederten Freunde.
 
 

Luftikus und Tausendsassa
Verliebt in 100 vergessene Wörter
 

„Adamskostüm“, „Kokolores“, „Schabernack“ und „Stelldichein“: 100 Wörter, die zum Vergessen viel zu schön sind, stellt dieser liebevoll gestaltete Titel ins Rampenlicht. Zu jedem Wort gibt es spannende und unterhaltsame Fakten rund um Bedeutung und Ursprung sowie Fun Facts für Sprachliebhaber wie Synonyme, Reimwörter und Scrabble-Werte. Die liebevollen Illustrationen begleiten einzelne Wörter mit feinem Humor.


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Das Komma zwischen Hauptsätzen
Sicher kennen Sie die Regeln der Kommasetzung für selbstständige Hauptsätze: Folgen die Sätze direkt aufeinander, so setzt man ein Komma; steht eine Konjunktion wie oder, und, sowie dazwischen, kann man ein Komma setzen, muss aber nicht.
Was aber gilt als selbstständiger Hauptsatz? Eigentlich ist ein Satz ja dadurch definiert, dass er ein gebeugtes Verb enthält. Also liegen grammatisch gesehen bei Er kam, sah und ließ es bleiben drei Sätze vor, denn wir haben hier drei gebeugte Verben. Die Krux ist, dass es sich bei den beiden letzten um elliptische Sätze handelt, denen jeweils das Subjekt fehlt. Stünde hier Er kam, er sah[,] und er ließ es bleiben, so käme unsere Regel vom Anfang zur Anwendung. Merke: Der selbstständige Hauptsatz braucht nicht nur ein gebeugtes Verb, sondern auch ein Subjekt. (Dass es auch Sätze gibt, die ohne Subjekt auskommen, lassen wir an dieser Stelle unter den Tisch fallen.)
Selbst wenn der elliptische Satz stark erweitert ist, ist das noch kein Grund für ein Komma: Sie stand frühmorgens auf und ging dann bereits vor dem Frühstück mit ihren beiden Mischlingshunden spazieren. Was nun durch und bzw. oder verbundene selbstständige Hauptsätze angeht, so bleibt die Frage, wann denn nun das Komma gesetzt und wann es lieber weggelassen werden sollte. Die Empfehlung richtet sich in der Regel nach der Länge der einzelnen Sätze. Daher schreibt man besser: Es war warm und die Vögel zwitscherten, aber Die Sonne stand bereits hoch am Himmel, und die Luft war erfüllt vom Gezwitscher unserer gefiederten Freunde.

Luftikus und Tausendsassa
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„Adamskostüm“, „Kokolores“, „Schabernack“ und „Stelldichein“: 100 Wörter, die zum Vergessen viel zu schön sind, stellt dieser liebevoll gestaltete Titel ins Rampenlicht. Zu jedem Wort gibt es spannende und unterhaltsame Fakten rund um Bedeutung und Ursprung sowie Fun Facts für Sprachliebhaber wie Synonyme, Reimwörter und Scrabble-Werte. Die liebevollen Illustrationen begleiten einzelne Wörter mit feinem Humor.


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Für Sie nachgeschlagen
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vollkommen

Das Adjektiv vollkommen hat zwei verschiedene Gebrauchskontexte und Bedeutungen, die im Sprachgebrauch in aller Regel durch unterschiedliche Akzentuierung voneinander differenziert werden.
In der Bedeutung „ohne Fehler“ (z. B. er war ein vollkommener Mann, die Statue ist vollkommen) ist die zweite Silbe akzentuiert: [fɔl‘kɔmǝn].
In der Bedeutung „völlig, vollständig“ (z. B. er war vollkommen betrunken, er ist vollkommen durchgedreht) ist die erste Silbe akzentuiert: [‘fɔlkɔmǝn].

Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch, 7. Auflage, Berlin 2015
 
vollkommen

Das Adjektiv vollkommen hat zwei verschiedene Gebrauchskontexte und Bedeutungen, die im Sprachgebrauch in aller Regel durch unterschiedliche Akzentuierung voneinander differenziert werden.
  • In der Bedeutung „ohne Fehler“ (z. B. er war ein vollkommener Mann, die Statue ist vollkommen) ist die zweite Silbe akzentuiert: [fɔl‘kɔmǝn].
  • In der Bedeutung „völlig, vollständig“ (z. B. er war vollkommen betrunken, er ist vollkommen durchgedreht) ist die erste Silbe akzentuiert: [‘fɔlkɔmǝn].

Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch, 7. Auflage, Berlin 2015
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Tierisch-adjektivisch-April-2018">Tierisch adjektivisch (April 2018)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
heute soll es nicht darum gehen, sich einen Namen zu machen, sondern darum, aus einem Namen, genauer: einem Personennamen, ein Adjektiv zu machen.
Adjektivieren kann man natürlich auch Ortsnamen. Darüber mehr im zweiten Teil unseres Newsletters. 
Und dann haben wir noch die Herkunft eines Namens für Sie nachgeschlagen, und zwar den einer der ältesten Städte Deutschlands.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
heute soll es nicht darum gehen, sich einen Namen zu machen, sondern darum, aus einem Namen, genauer: einem Personennamen, ein Adjektiv zu machen.
Adjektivieren kann man natürlich auch Ortsnamen. Darüber mehr im zweiten Teil unseres Newsletters. 
Und dann haben wir noch die Herkunft eines Namens für Sie nachgeschlagen, und zwar den einer der ältesten Städte Deutschlands.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Adjektive aus Personennamen
 
Nach Musil bestand ja der Mann ohne Eigenschaften aus Eigenschaften ohne Mann. Bisweilen macht man aber aus einem Mann oder einer Frau bzw. dessen oder deren Namen eine Eigenschaft: ein Adjektiv.
Ganz leicht geht das mit der Nachsilbe -(i)sch und solche Bildungen schreibt man als Adjektive natürlich klein: der musilsche Essayismus, der wolfsche Feminismus. Mit -(i)sch werden häufig Adjektive aus Substantiven gebildet, die Lebewesen bezeichnen: hündisch, tierisch, ebenso Adjektive aus fremden Wortstämmen: feministisch, evangelisch.
Adjektive, die aus Personennamen gebildet sind, werden jedoch großgeschrieben, wenn die Grundform des Personennamens durch einen Apostroph verdeutlicht wird: das Musil’sche Generalsekretariat für Genauigkeit und Seele, der Wolf’sche geteilte Himmel.

Wenn Personennamen etwas komplizierter sind, kommt man allerdings schon mal ins Grübeln: Wie schreibt man das jetzt? Im Prinzip so, wie soeben gesagt. Allerdings sind bei mehrteiligen Personennamen in der Adjektivvariante Bindestriche zu setzen: von-le-fortsche Erzählweise, de-saint-exupéryscher Symbolismus, van-beethovensche Leidenschaft. Mit Apostroph: dieser von-Le-Fort’sche Roman, der de-Saint-Exupéry’sche Prinz, van-Beethoven’sche Sinfonie.
In manchen Namen werden Zusätze wie von, van oder de großgeschrieben (z. B. bei Gabriele D’Annunzio, italienischer Dichter; Ronald „Ronnie“ Wayne Van Zant, Sänger von Lynyrd Skynyrd). Das wirkt sich dann auch auf die entsprechenden Adjektive aus, zwar nicht bei den apostrophlosen: eine d’annunziosche morbide Sinnlichkeit, eine fast van-zantsche Stimme, aber bei den Schreibungen mit Apostroph: die D’Annunzio’sche Lyrik, der Van-Zant’sche Südstaatenrock.
Adjektive aus Personennamen
Nach Musil bestand ja der Mann ohne Eigenschaften aus Eigenschaften ohne Mann. Bisweilen macht man aber aus einem Mann oder einer Frau bzw. dessen oder deren Namen eine Eigenschaft: ein Adjektiv.
Ganz leicht geht das mit der Nachsilbe -(i)sch und solche Bildungen schreibt man als Adjektive natürlich klein: der musilsche Essayismus, der wolfsche Feminismus. Mit -(i)sch werden häufig Adjektive aus Substantiven gebildet, die Lebewesen bezeichnen: hündisch, tierisch, ebenso Adjektive aus fremden Wortstämmen: feministisch, evangelisch.
Adjektive, die aus Personennamen gebildet sind, werden jedoch großgeschrieben, wenn die Grundform des Personennamens durch einen Apostroph verdeutlicht wird: das Musil’sche Generalsekretariat für Genauigkeit und Seele, der Wolf’sche geteilte Himmel.

Wenn Personennamen etwas komplizierter sind, kommt man allerdings schon mal ins Grübeln: Wie schreibt man das jetzt? Im Prinzip so, wie soeben gesagt. Allerdings sind bei mehrteiligen Personennamen in der Adjektivvariante Bindestriche zu setzen: von-le-fortsche Erzählweise, de-saint-exupéryscher Symbolismus, van-beethovensche Leidenschaft. Mit Apostroph: dieser von-Le-Fort’sche Roman, der de-Saint-Exupéry’sche Prinz, van-Beethoven’sche Sinfonie.
In manchen Namen werden Zusätze wie von, van oder de großgeschrieben (z. B. bei Gabriele D’Annunzio, italienischer Dichter; Ronald „Ronnie“ Wayne Van Zant, Sänger von Lynyrd Skynyrd). Das wirkt sich dann auch auf die entsprechenden Adjektive aus, zwar nicht bei den apostrophlosen: eine d’annunziosche morbide Sinnlichkeit, eine fast van-zantsche Stimme, aber bei den Schreibungen mit Apostroph: die D’Annunzio’sche Lyrik, der Van-Zant’sche Südstaatenrock.
Was Sie schon immer gern wissen wollten
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Adjektive aus Ortsnamen
 
Die Adjektivierung von Ortsnamen funktioniert genauso wie die von Personennamen, solange dazu die Nachsilbe -(i)sch verwendet wird: hamburgischer Traditionsverein, kölnisches Parfum, rostockerische Spezialität.
Entsprechend die Adjektive zu mehrteiligen Ortsnamen: die sankt-gallische Klosterbibliothek, die bad-münstereiflerischen Outlets.
 
Geläufiger sind aber oft die Bildungen auf -er. Sie werden großgeschrieben: Hamburger Traditionsverein, Kölner Parfum, Rostocker Spezialität, der Aachener Dom.
Die Bildungen auf -er zu mehrteiligen Ortsnamen können zudem sowohl getrennt als auch zusammengeschrieben werden: die Sankt Galler / Sankt-Galler Klosterbibliothek, die Bad Münstereifler / Bad-Münstereifler Outlets, der Den Haager / Den-Haager Gerichtshof.
 

Das Instrument zum richtigen Schreiben und Verstehen
 
Das Bedeutungswörterbuch
 
die Grundbausteine des deutschen Wortschatzes: 20 000 Stichwörter und Wendungen
leicht verständliche Bedeutungserklärungen, Gegensatzwörter, Synonyme und Zusammensetzungen
alles, was Sie wissen müssen: Grammatik, Aussprache, Verwendungsbeispiele


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Adjektive aus Ortsnamen
Die Adjektivierung von Ortsnamen funktioniert genauso wie die von Personennamen, solange dazu die Nachsilbe -(i)sch verwendet wird: hamburgischer Traditionsverein, kölnisches Parfum, rostockerische Spezialität.
Entsprechend die Adjektive zu mehrteiligen Ortsnamen: die sankt-gallische Klosterbibliothek, die bad-münstereiflerischen Outlets.
 
Geläufiger sind aber oft die Bildungen auf -er. Sie werden großgeschrieben: Hamburger Traditionsverein, Kölner Parfum, Rostocker Spezialität, der Aachener Dom.
Die Bildungen auf -er zu mehrteiligen Ortsnamen können zudem sowohl getrennt als auch zusammengeschrieben werden: die Sankt Galler / Sankt-Galler Klosterbibliothek, die Bad Münstereifler / Bad-Münstereifler Outlets, der Den Haager / Den-Haager Gerichtshof.

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Für Sie nachgeschlagen
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Aachen
Der Name Aachen, 1211 Ache, 972 Ahha ist eine Eindeutschung von lateinisch aquae „die Heilquellen“ nach althochdeutsch aha „Wasser“ […]: 953 ad Aquas quod dicitur Grani, 769 Aquis (Dativ Plural), 804 Aquisgrani „bei den Heilquellen des Grannus“. Der französische Name Aachens Aix-la-Chapelle (Aix aus lateinisch Aquis) bezieht sich auf die karolingische Pfalzkapelle, das spätere Münster.

Aus: Dieter Berger: Geographische Namen in Deutschland (= Duden-Taschenbücher, Bd. 25). 2. Auflage, Bibliographisches Institut 1999
Aachen
Der Name Aachen, 1211 Ache, 972 Ahha ist eine Eindeutschung von lateinisch aquae „die Heilquellen“ nach althochdeutsch aha „Wasser“ […]: 953 ad Aquas quod dicitur Grani, 769 Aquis (Dativ Plural), 804 Aquisgrani „bei den Heilquellen des Grannus“. Der französische Name Aachens Aix-la-Chapelle (Aix aus lateinisch Aquis) bezieht sich auf die karolingische Pfalzkapelle, das spätere Münster.

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Wir sind ganz Ohr
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Uber-Wasser-Wasser-und-Wasserchen-Marz-2018">Über Wasser, Wässer und Wässerchen (März 2018)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
mit dem heutigen Newsletter tauchen wir thematisch ins nasse Element ein: Zunächst beschäftigen wir uns mit dem Genus von Flussnamen. Was es mit der Pluralbildung von Wasser auf sich hat, klären wir dann. Und nachgelesen haben wir für Sie, wie jemand ausschaut, der kein Wässerchen trüben kann.
 
Eine unterhaltsame Lektüre wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
mit dem heutigen Newsletter tauchen wir thematisch ins nasse Element ein: Zunächst beschäftigen wir uns mit dem Genus von Flussnamen. Was es mit der Pluralbildung von Wasser auf sich hat, klären wir dann. Und nachgelesen haben wir für Sie, wie jemand ausschaut, der kein Wässerchen trüben kann.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Die Elbe und der Rhein – weibliche und männliche Flussnamen
 
Die Namen deutscher Flüsse sind in der Regel Feminina: die Elbe, die Weser, die Donau, die Spree. Man geht davon aus, dass Flüsse als Verkörperung von Göttern gesehen wurden und unter germanischem oder slawischem Einfluss zu Feminina geworden sind. So hatten Flussnamen zu germanischer Zeit häufig noch einen Zusatz, der dem Begriff „fließendes Wasser“ entsprach und sowohl im Lateinischen als auch im Gotischen und Althochdeutschen (aha „Fluss“) feminin war.
Die eher wenigen Flussnamen mit maskulinem Genus – wie etwa der Rhein, der Neckar, der Inn – sind meist vorgermanischen Ursprungs.
Auch fremdländische Flussnamen sind zu einem hohen Prozentsatz Maskulina: der Jangtsekiang, der Tigris, der Nil, der Ganges, der Tiber. Feminina sind oftmals Flussnamen, die auf -a oder -e enden: die Wolga, die Seine, die Themse.
Die Elbe und der Rhein – weibliche und männliche Flussnamen
Die Namen deutscher Flüsse sind in der Regel Feminina: die Elbe, die Weser, die Donau, die Spree. Man geht davon aus, dass Flüsse als Verkörperung von Göttern gesehen wurden und unter germanischem oder slawischem Einfluss zu Feminina geworden sind. So hatten Flussnamen zu germanischer Zeit häufig noch einen Zusatz, der dem Begriff „fließendes Wasser“ entsprach und sowohl im Lateinischen als auch im Gotischen und Althochdeutschen (aha „Fluss“) feminin war.
Die eher wenigen Flussnamen mit maskulinem Genus – wie etwa der Rhein, der Neckar, der Inn – sind meist vorgermanischen Ursprungs.
Auch fremdländische Flussnamen sind zu einem hohen Prozentsatz Maskulina: der Jangtsekiang, der Tigris, der Nil, der Ganges, der Tiber. Feminina sind oftmals Flussnamen, die auf -a oder -e enden: die Wolga, die Seine, die Themse.
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Die Wasser und die Wässer
 
Das Wort Wasser hat abhängig von seiner Bedeutung zwei verschiedene Pluralformen. Im Sinne von „Wassermassen, Fluten, Gewässer“ lautet der Plural die Wasser: In Indien ist es Tradition, ein Bad in den heiligen Wassern des Ganges zu nehmen. Und im übertragenen Sinn: Er ist mit allen Wassern gewaschen.
Ist hingegen von speziellen Flüssigkeiten die Rede, lautet der Plural die Wässer: Die Regale an der Wand standen voller sündhaft teurer duftender Wässer. Diese Pluralform findet sich auch in Komposita wie Gesichtswässer oder Mineralwässer.
Ganz ohne Plural kommt das Wort Wasser übrigens aus, wenn es für eine Flüssigkeit steht, die sich im menschlichen Körper bildet, wenn es also als Synonym für Schweiß, Tränen oder Urin steht: Seine Bemerkung trieb ihr das Wasser in die Augen. Ihm troff das Wasser von der Stirn.


Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen: Das Handbuch zur Zeichensetzung
 
Wann steht nach „das heißt“ ein Komma?
Wird am Ende von Fußnoten ein Punkt gesetzt?
Stehen Punkt und Komma vor oder nach dem Anführungszeichen?

In diesem Handbuch finden Sie alles, was Sie über Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen wissen müssen; auch die schwierigsten Zweifelsfälle werden hier gelöst.
Praxisnahe Beispiele illustrieren jede Regel – besonders hilfreich: die Tabellen zur Kommasetzung bei Konjunktionen.
Das ausführliche Register macht es Ihnen außerdem leicht, die Antwort auf Ihre Frage zu finden.

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Die Wasser und die Wässer
Das Wort Wasser hat abhängig von seiner Bedeutung zwei verschiedene Pluralformen. Im Sinne von „Wassermassen, Fluten, Gewässer“ lautet der Plural die Wasser: In Indien ist es Tradition, ein Bad in den heiligen Wassern des Ganges zu nehmen. Und im übertragenen Sinn: Er ist mit allen Wassern gewaschen.
Ist hingegen von speziellen Flüssigkeiten die Rede, lautet der Plural die Wässer: Die Regale an der Wand standen voller sündhaft teurer duftender Wässer. Diese Pluralform findet sich auch in Komposita wie Gesichtswässer oder Mineralwässer.
Ganz ohne Plural kommt das Wort Wasser übrigens aus, wenn es für eine Flüssigkeit steht, die sich im menschlichen Körper bildet, wenn es also als Synonym für Schweiß, Tränen oder Urin steht: Seine Bemerkung trieb ihr das Wasser in die Augen. Ihm troff das Wasser von der Stirn.


Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen: Das Handbuch zur Zeichensetzung
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  • Wird am Ende von Fußnoten ein Punkt gesetzt?
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Für Sie nachgeschlagen
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Kein Wässerchen trüben können

Die umgangssprachliche Redewendung mit der Bedeutung „völlig harmlos sein; nichts Böses oder Unrechtes tun können“ hat ihren Ursprung in einer „äsopischen Fabel“ des römischen Fabeldichters Phädrus († um 50 n. Chr.). Darin wirft ein Wolf, der an einem Bach trinkt, einem weiter unterhalb aus dem gleichen Bach trinkenden Lamm vor, es habe sein Wasser trübe gemacht. Das Lamm verteidigt sich mit dem Hinweis, dass es sein Wasser nicht habe trüben können, weil der Bach doch nicht bergauf fließe. Für den Wolf ist die Beschuldigung aber nur ein Vorwand. Er frisst das Lamm „zur Strafe“ auf. – Man gebraucht die Wendung häufig auch in der Form „aussehen, als könnte man kein Wässerchen trüben“, was so viel bedeutet wie „harmlos aussehen, ohne es zu sein“.

Aus: Duden – Zitate und Aussprüche. 4. Auflage. Berlin 2017
Kein Wässerchen trüben können

Die umgangssprachliche Redewendung mit der Bedeutung „völlig harmlos sein; nichts Böses oder Unrechtes tun können“ hat ihren Ursprung in einer „äsopischen Fabel“ des römischen Fabeldichters Phädrus († um 50 n. Chr.). Darin wirft ein Wolf, der an einem Bach trinkt, einem weiter unterhalb aus dem gleichen Bach trinkenden Lamm vor, es habe sein Wasser trübe gemacht. Das Lamm verteidigt sich mit dem Hinweis, dass es sein Wasser nicht habe trüben können, weil der Bach doch nicht bergauf fließe. Für den Wolf ist die Beschuldigung aber nur ein Vorwand. Er frisst das Lamm „zur Strafe“ auf. – Man gebraucht die Wendung häufig auch in der Form „aussehen, als könnte man kein Wässerchen trüben“, was so viel bedeutet wie „harmlos aussehen, ohne es zu sein“.

Aus: Duden – Zitate und Aussprüche. 4. Auflage. Berlin 2017
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Der-beruhmte-rote-Faden-Texten-und-anderswo-Februar-2018">Der berühmte rote Faden – in Texten und anderswo (Februar 2018)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
für die Jahreszeit ist es zu warm. Wir beschäftigen uns mit Texten. Es gibt sogenannte Konnektoren.
Sie werden nun denken, dass der Newsletteranfang unzusammenhängend wirkt, dass sozusagen der rote Faden fehlt. Heute geht es darum, was der rote Faden aus textlinguistischer Sicht bedeutet und wie Sie ihn in Ihre Texte bringen.
 
Zum Ende erfahren Sie noch, welche anderen sprichwörtlichen Fäden es gibt.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
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für die Jahreszeit ist es zu warm. Wir beschäftigen uns mit Texten. Es gibt sogenannte Konnektoren.
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Hätten Sie’s gewusst?
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Was ist ein Text?
 
Würden Sie die einleitenden Sätze unseres Newsletters als Text bezeichnen? Immerhin handelt es sich um schriftlich niedergelegte Sätze, die den Regeln der deutschen Grammatik folgen. Dennoch bleibt ein ungutes Gefühl, denn es fehlt der sprichwörtliche rote Faden. Wie man diesen roten Faden geschickt auslegt, damit der Leser bzw. die Leserin etwas hat, um durch den Text zu finden – das ist Thema dieses Newsletters.
Den roten Faden, der das Gewebe (denn etymologisch handelt es sich bei einem Text tatsächlich um ein Gewebe) zusammenhält, müssen Sie auf zwei Ebenen im Auge behalten: auf der inhaltlichen, aber auch auf der formalen Ebene.
Wenn wir also wie oben mit dem Wetter beginnen und dann bei Texten landen wollen, fehlt schon mal der inhaltliche Zusammenhang. Diesen kann man in unserem Beispiel auf unterschiedliche Weise erzeugen, z. B.: Für die Jahreszeit mag es zu warm sein, aber Texte sind bei jedem Wetter ein lohnendes Thema. Und weiter: Wir beschäftigen uns heute mit Texten. Diese werden durch sogenannte Konnektoren zusammengehalten.
Der inhaltliche rote Faden läuft also entlang bestimmter Themen. In der Textlinguistik ist der Begriff Thema übrigens enger gefasst als im normalen Sprachgebrauch. Grob gesagt, ist das Thema das Bekannte, ein Anknüpfungspunkt für den Leser. Darüber werden dann Aussagen getroffen, die dem Leser bislang unbekannt waren. Beginnt ein Text gleich mit etwas Unbekanntem, ohne es in irgendeiner Form einzuleiten (z. B. Die Haduner haben Südland erobert), sind die meisten Leser irritiert. Gleiches gilt, wenn wie in unserem Eingangsbeispiel Aussagen unverbunden aneinandergereiht werden. Erst die Verknüpfung von Bekanntem mit neuen Inhalten, die ihrerseits wieder zum Thema werden können, schafft in der Regel einen Text, der diesen Namen auch verdient und Interesse weckt.
Was ist ein Text?
Würden Sie die einleitenden Sätze unseres Newsletters als Text bezeichnen? Immerhin handelt es sich um schriftlich niedergelegte Sätze, die den Regeln der deutschen Grammatik folgen. Dennoch bleibt ein ungutes Gefühl, denn es fehlt der sprichwörtliche rote Faden. Wie man diesen roten Faden geschickt auslegt, damit der Leser bzw. die Leserin etwas hat, um durch den Text zu finden – das ist Thema dieses Newsletters.
Den roten Faden, der das Gewebe (denn etymologisch handelt es sich bei einem Text tatsächlich um ein Gewebe) zusammenhält, müssen Sie auf zwei Ebenen im Auge behalten: auf der inhaltlichen, aber auch auf der formalen Ebene.
Wenn wir also wie oben mit dem Wetter beginnen und dann bei Texten landen wollen, fehlt schon mal der inhaltliche Zusammenhang. Diesen kann man in unserem Beispiel auf unterschiedliche Weise erzeugen, z. B.: Für die Jahreszeit mag es zu warm sein, aber Texte sind bei jedem Wetter ein lohnendes Thema. Und weiter: Wir beschäftigen uns heute mit Texten. Diese werden durch sogenannte Konnektoren zusammengehalten.
Der inhaltliche rote Faden läuft also entlang bestimmter Themen. In der Textlinguistik ist der Begriff Thema übrigens enger gefasst als im normalen Sprachgebrauch. Grob gesagt, ist das Thema das Bekannte, ein Anknüpfungspunkt für den Leser. Darüber werden dann Aussagen getroffen, die dem Leser bislang unbekannt waren. Beginnt ein Text gleich mit etwas Unbekanntem, ohne es in irgendeiner Form einzuleiten (z. B. Die Haduner haben Südland erobert), sind die meisten Leser irritiert. Gleiches gilt, wenn wie in unserem Eingangsbeispiel Aussagen unverbunden aneinandergereiht werden. Erst die Verknüpfung von Bekanntem mit neuen Inhalten, die ihrerseits wieder zum Thema werden können, schafft in der Regel einen Text, der diesen Namen auch verdient und Interesse weckt.
Was Sie schon immer gern wissen wollten
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Der sprachliche Zusammenhalt von Texten
 
Um einen Text auch sprachlich zusammenzuhalten, können Sie sich zahlreicher Kniffe bedienen. Am einfachsten ist die schlichte Wiederholung eines Begriffs, wobei dies stilistisch meist als unschön empfunden wird. Abhilfe schaffen hier Personal- und Demonstrativpronomen (sie, diese, jener), die inhaltlich eine Verbindung herstellen und dennoch eine andere Form aufweisen. Oft lassen sich zur Abwechslung Ober- oder Unterbegriffe verwenden (das Haus – das Gebäude; der Bohrer – der Mauerdurchbruchbohrer). Zusammenhalt schaffen Sie auch durch Verwendung von Wörtern, die semantisch miteinander assoziiert sind, z. B. Drachen – Wind – hoch – flattern … Sie können weiterhin bewusst Verweise einbauen wie im Folgenden, wie bereits erwähnt.
Hilfreich sind auch die eingangs angesprochenen Konnektoren, die Sätze und Satzteile zueinander in Beziehung setzen. Dabei handelt es sich um Präpositionen (mit, wegen), Konjunktionen (und, aber, obwohl) oder Adverbien (jedoch, trotzdem), die meistens bestimmte Relationen, beispielsweise kausaler oder modaler Art, ausdrücken.
Ganz banal übrigens, aber doch erwähnenswert: Tempus und Modus müssen innerhalb des Textes aufeinander abgestimmt sein. Ansonsten weiß der Leser weder, wann das Beschriebene passiert ist oder passieren wird, noch, ob es tatsächlich passiert oder nur angenommen ist.

Damit Sie immer mitreden können
 
Der zentrale Fremdwortschatz der Gegenwartssprache: rund 20.000 Stichwörter
Aktualität: von Fake News über Low-Carb-Diät bis postfaktisch – rund 300 neue Wörter
Sicherheit: mit Worterklärungen und Dudenempfehlungen bei Schreibvarianten
Plus: mit den wichtigsten Regeln zur Schreibung von Fremdwörtern

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Der sprachliche Zusammenhalt von Texten
Um einen Text auch sprachlich zusammenzuhalten, können Sie sich zahlreicher Kniffe bedienen. Am einfachsten ist die schlichte Wiederholung eines Begriffs, wobei dies stilistisch meist als unschön empfunden wird. Abhilfe schaffen hier Personal- und Demonstrativpronomen (sie, diese, jener), die inhaltlich eine Verbindung herstellen und dennoch eine andere Form aufweisen. Oft lassen sich zur Abwechslung Ober- oder Unterbegriffe verwenden (das Haus – das Gebäude; der Bohrer – der Mauerdurchbruchbohrer). Zusammenhalt schaffen Sie auch durch Verwendung von Wörtern, die semantisch miteinander assoziiert sind, z. B. Drachen – Wind – hoch – flattern … Sie können weiterhin bewusst Verweise einbauen wie im Folgenden, wie bereits erwähnt.
Hilfreich sind auch die eingangs angesprochenen Konnektoren, die Sätze und Satzteile zueinander in Beziehung setzen. Dabei handelt es sich um Präpositionen (mit, wegen), Konjunktionen (und, aber, obwohl) oder Adverbien (jedoch, trotzdem), die meistens bestimmte Relationen, beispielsweise kausaler oder modaler Art, ausdrücken.
Ganz banal übrigens, aber doch erwähnenswert: Tempus und Modus müssen innerhalb des Textes aufeinander abgestimmt sein. Ansonsten weiß der Leser weder, wann das Beschriebene passiert ist oder passieren wird, noch, ob es tatsächlich passiert oder nur angenommen ist.

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Für Sie nachgeschlagen
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Faden

alle/die Fäden in der Hand haben/halten

„jemand überschaut und lenkt alles“

Die Wendung hat ihren Ursprung in der Spinn- oder Webarbeit. Sie ist dann auch auf den Marionettenspieler bezogen worden, der mithilfe der Fäden die Puppen bewegt.

den Faden verlieren

„den gedanklichen Zusammenhang verlieren“

Die Wendung meint eigentlich „den Faden beim Garnwickeln, Spinnen oder dergleichen aus der Hand rutschen lassen“.

an einem (dünnen/seidenen) Faden hängen

„sehr gefährdet sein“

Die Wendung wurzelt wohl in der Erzählung Ciceros vom Schwert des Damokles. Der Höfling Damokles rühmte den König von Syrakus als den glücklichsten König unter der Sonne. Der König bot dem Höfling daraufhin an, mit ihm den Platz zu tauschen; über dem Thron aber ließ er ein Schwert aufhängen, das nur an einem Pferdehaar befestigt war. Damit zeigte er, dass der Platz des Mächtigsten stets auch ein Ort der größten Gefahr ist.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 6. Auflage, Berlin 2013
Faden

alle/die Fäden in der Hand haben/halten

„jemand überschaut und lenkt alles“

Die Wendung hat ihren Ursprung in der Spinn- oder Webarbeit. Sie ist dann auch auf den Marionettenspieler bezogen worden, der mithilfe der Fäden die Puppen bewegt.

den Faden verlieren

„den gedanklichen Zusammenhang verlieren“

Die Wendung meint eigentlich „den Faden beim Garnwickeln, Spinnen oder dergleichen aus der Hand rutschen lassen“.

an einem (dünnen/seidenen) Faden hängen

„sehr gefährdet sein“

Die Wendung wurzelt wohl in der Erzählung Ciceros vom Schwert des Damokles. Der Höfling Damokles rühmte den König von Syrakus als den glücklichsten König unter der Sonne. Der König bot dem Höfling daraufhin an, mit ihm den Platz zu tauschen; über dem Thron aber ließ er ein Schwert aufhängen, das nur an einem Pferdehaar befestigt war. Damit zeigte er, dass der Platz des Mächtigsten stets auch ein Ort der größten Gefahr ist.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 6. Auflage, Berlin 2013
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Schaurig-schone-Geschichten-uber-Adjektivverbindungen-Januar-2018">Schaurig-schöne Geschichten – über Adjektivverbindungen (Januar 2018)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
bei einem schneidend kalten Wind kann man durchaus in einer ähnlich schwierigen Lage sein wie bei einer frisch gebackenen Laugenstange. Warum? Das erfahren Sie gleich zu Beginn.
 
Aber auch ein knusprig-kerniges Vollkornbrötchen kann einen ins Grübeln bringen.
 
Und wo wir schon bei Backwaren angekommen sind, haben wir zum Schluss noch für Sie nachgeschaut, was es mit der Lauge der Laugenstange so auf sich hat.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
bei einem schneidend kalten Wind kann man durchaus in einer ähnlich schwierigen Lage sein wie bei einer frisch gebackenen Laugenstange. Warum? Das erfahren Sie gleich zu Beginn.
 
Aber auch ein knusprig-kerniges Vollkornbrötchen kann einen ins Grübeln bringen.
 
Und wo wir schon bei Backwaren angekommen sind, haben wir zum Schluss noch für Sie nachgeschaut, was es mit der Lauge der Laugenstange so auf sich hat.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Ein schneidend kalter Wind
 
Nicht nur beim Wind und bei der Laugenstange, auch bei der Lage gilt es, aufmerksam auf die kleinen Unterschiede zu achten: Denn ein schneidend kalter Wind unterscheidet sich durchaus von ein schneidender kalter Wind und diese beiden wiederum von ein schneidender, kalter Wind.
Im ersten Fall, ein schneidend kalter Wind, übernimmt das Partizip schneidend die Funktion eines Adverbs und bezieht sich ausschließlich auf das Adjektiv kalt. Das heißt dann so viel wie: ein Wind, der auf schneidende Weise kalt ist. Im zweiten Fall, ein schneidender kalter Wind, bezieht sich das Partizip schneidender auf die ganze Fügung kalter Wind. Das heißt dann so viel wie: ein kalter Wind, der schneidend ist (es wird also bei den kalten Winden zwischen einem Wind, der schneidet, und anderen kalten Winden, die nicht schneiden, unterschieden).
Im dritten Fall, ein schneidender, kalter Wind, gibt es zwei Lesarten: erstens „ein Wind, der schneidend und kalt ist“ (man könnte hier statt des Kommas auch und verwenden), zweitens „ein Wind, der schneidend, mithin kalt ist“ (man könnte hier das Komma durch einen Ausdruck wie und zwar, mithin, nämlich usw. ergänzen).
Und ähnlich feine Bedeutungsunterscheidungen sind zu beachten bei eine ähnlich schwierige Lage, eine ähnliche schwierige Lage und eine ähnliche, schwierige Lage einerseits und zwischen eine frisch gebackene Laugenstange, eine frische gebackene Laugenstange und eine frische, gebackene Laugenstange andererseits. Man vergleiche auch: entsprechend(e)[,] einschlägige Verordnungen, hinreichend(e)[,] gute Gründe.

 
Der Schülerduden – einfach nachschlagen und richtig schreiben

Das Standardwörterbuch für die weiterführende Schule:
31.000 Stichwörter, viele Anwendungsbeispiele, grammatische Angaben und Bedeutungserläuterungen
Nach den aktuellen amtlichen Rechtschreibregeln
Mit farbig unterlegten Dudenempfehlungen bei Schreibvarianten
Mit Infokästen zu besonders schwierigen Wörtern und sprachlichen Zweifelsfällen
Mit den wichtigsten Rechtschreibregeln und einem Kapitel zu den verbindlichen Lehrplanthemen Wortbildung, Wortfamilien und Wortschatz

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Ein schneidend kalter Wind
Nicht nur beim Wind und bei der Laugenstange, auch bei der Lage gilt es, aufmerksam auf die kleinen Unterschiede zu achten: Denn ein schneidend kalter Wind unterscheidet sich durchaus von ein schneidender kalter Wind und diese beiden wiederum von ein schneidender, kalter Wind.
Im ersten Fall, ein schneidend kalter Wind, übernimmt das Partizip schneidend die Funktion eines Adverbs und bezieht sich ausschließlich auf das Adjektiv kalt. Das heißt dann so viel wie: ein Wind, der auf schneidende Weise kalt ist. Im zweiten Fall, ein schneidender kalter Wind, bezieht sich das Partizip schneidender auf die ganze Fügung kalter Wind. Das heißt dann so viel wie: ein kalter Wind, der schneidend ist (es wird also bei den kalten Winden zwischen einem Wind, der schneidet, und anderen kalten Winden, die nicht schneiden, unterschieden).
Im dritten Fall, ein schneidender, kalter Wind, gibt es zwei Lesarten: erstens „ein Wind, der schneidend und kalt ist“ (man könnte hier statt des Kommas auch und verwenden), zweitens „ein Wind, der schneidend, mithin kalt ist“ (man könnte hier das Komma durch einen Ausdruck wie und zwar, mithin, nämlich usw. ergänzen).
Und ähnlich feine Bedeutungsunterscheidungen sind zu beachten bei eine ähnlich schwierige Lage, eine ähnliche schwierige Lage und eine ähnliche, schwierige Lage einerseits und zwischen eine frisch gebackene Laugenstange, eine frische gebackene Laugenstange und eine frische, gebackene Laugenstange andererseits. Man vergleiche auch: entsprechend(e)[,] einschlägige Verordnungen, hinreichend(e)[,] gute Gründe.
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Was Sie schon immer gern wissen wollten
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süß-sauer und schaurig-schön
 
In solchen meist mit Bindestrich geschriebenen Kopulativkomposita sind die Adjektive nebengeordnet: eine schaurig-schöne und ironisch-melancholische Geschichte, mit süß-saurer Soße, die deutsch-belgische Grenze, knusprig-kerniges Vollkornbrötchen usw. Es wird ein gleichrangiges Vorhandensein der entsprechenden Eigenschaften angezeigt. Man könnte in solchen Fällen im Grunde die Adjektive vertauschen, also auch: eine schön-schaurige und melancholisch-ironische Geschichte, mit sauer-süßer Soße, die belgisch-deutsche Grenze, kernig-knuspriges Vollkornbrötchen. Hier sind der Komposition aber inhaltliche Grenzen gesetzt. Ausdrücke wie eine ähnlich-schwierige / schwierig-ähnliche Lage oder ein frisch-gebackenes / gebacken-frisches Laugenbrötchen ergeben sicher keinen Sinn.    
süß-sauer und schaurig-schön
In solchen meist mit Bindestrich geschriebenen Kopulativkomposita sind die Adjektive nebengeordnet: eine schaurig-schöne und ironisch-melancholische Geschichte, mit süß-saurer Soße, die deutsch-belgische Grenze, knusprig-kerniges Vollkornbrötchen usw. Es wird ein gleichrangiges Vorhandensein der entsprechenden Eigenschaften angezeigt. Man könnte in solchen Fällen im Grunde die Adjektive vertauschen, also auch: eine schön-schaurige und melancholisch-ironische Geschichte, mit sauer-süßer Soße, die belgisch-deutsche Grenze, kernig-knuspriges Vollkornbrötchen. Hier sind der Komposition aber inhaltliche Grenzen gesetzt. Ausdrücke wie eine ähnlich-schwierige / schwierig-ähnliche Lage oder ein frisch-gebackenes / gebacken-frisches Laugenbrötchen ergeben sicher keinen Sinn.    
Für Sie nachgeschlagen
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Lauge

Das altgermanische Wort für „Wasch-, Badewasser“ (mittelhochdeutsch louge, althochdeutsch louga, niederländisch loog, englisch lye, altisländisch laug) gehört zu der indogermanischen Wurzel *lou „waschen, baden“, vgl. z. B. griechisch lousthai „waschen, baden“ und lateinisch lavere, lavare „waschen, baden“. Das abgeleitete Verb laugen (17. Jh.) ist heute gewöhnlich nur noch in der Präfixbildung auslaugen gebräuchlich.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage, Berlin 2014
Lauge

Das altgermanische Wort für „Wasch-, Badewasser“ (mittelhochdeutsch louge, althochdeutsch louga, niederländisch loog, englisch lye, altisländisch laug) gehört zu der indogermanischen Wurzel *lou „waschen, baden“, vgl. z. B. griechisch lousthai „waschen, baden“ und lateinisch lavere, lavare „waschen, baden“. Das abgeleitete Verb laugen (17. Jh.) ist heute gewöhnlich nur noch in der Präfixbildung auslaugen gebräuchlich.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Deutsche-Sprache-Leichte-Sprache-Dezember-2017">Deutsche Sprache – Leichte Sprache? (Dezember 2017)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
dass unsere schöne deutsche Sprache durchaus ihre Tücken hat, ist wohl jedem bewusst. Wer kennt nicht den Stoßseufzer „Deutsche Sprache, schwere Sprache!“? Aber wussten Sie, dass es auch die sogenannte Leichte Sprache gibt?
Im Zusammenhang mit dem Terminus Leichte Sprache stellen wir Ihnen dann ein altes diakritisches Zeichen vor: den Mediopunkt.
 
Nachgeschlagen haben wir heute einen Begriff, der zwar in aller Munde ist, dessen Herkunft jedoch allmählich in Vergessenheit gerät.
 
Eine interessante Lektüre und eine wunderschöne Weihnachtszeit wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
dass unsere schöne deutsche Sprache durchaus ihre Tücken hat, ist wohl jedem bewusst. Wer kennt nicht den Stoßseufzer „Deutsche Sprache, schwere Sprache!“? Aber wussten Sie, dass es auch die sogenannte Leichte Sprache gibt?
Im Zusammenhang mit dem Terminus Leichte Sprache stellen wir Ihnen dann ein altes diakritisches Zeichen vor: den Mediopunkt.
 
Nachgeschlagen haben wir heute einen Begriff, der zwar in aller Munde ist, dessen Herkunft jedoch allmählich in Vergessenheit gerät.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Leichte Sprache
 
Der Terminus Leichte Sprache bezeichnet eine vereinfachte Form des Deutschen, die es Menschen mit geringen Lesefähigkeiten ermöglichen soll, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Zielgruppen für Leichte Sprache sind unter anderem Menschen mit kognitiven Einschränkungen, funktionale Analphabeten oder auch Personen mit geringen Deutschkenntnissen, insgesamt ein Adressatenkreis, der rund 10 Millionen Menschen umfasst. Eine wachsende Zahl von Behörden, Ämtern, Bildungseinrichtungen und Unternehmen stellt bereits ihre Informationen zusätzlich in Leichter Sprache zur Verfügung.
Für das Verfassen von Texten in Leichter Sprache wurden auf unterschiedlichen sprachlichen Ebenen Regeln entwickelt, die das Textverständnis vereinfachen: Es werden kurze, leicht verständliche Wörter verwendet, komplexere Wörter werden durch Bindestriche oder sogenannte Mediopunkte unterteilt, die Sätze sind kurz und enthalten oft nur eine einzige Aussage.
Rechtlich verankert wurde die Leichte Sprache erstmals im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung 2.0 von 2011.
Leichte Sprache ist übrigens keine deutsche Erfindung; vor allem die skandinavischen Länder haben schon früh die Notwendigkeit von Texterleichterungen erkannt und Zentren für leichte Varianten der jeweiligen Amtssprachen eingerichtet.

 
Leichte Sprache
Der Terminus Leichte Sprache bezeichnet eine vereinfachte Form des Deutschen, die es Menschen mit geringen Lesefähigkeiten ermöglichen soll, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Zielgruppen für Leichte Sprache sind unter anderem Menschen mit kognitiven Einschränkungen, funktionale Analphabeten oder auch Personen mit geringen Deutschkenntnissen, insgesamt ein Adressatenkreis, der rund 10 Millionen Menschen umfasst. Eine wachsende Zahl von Behörden, Ämtern, Bildungseinrichtungen und Unternehmen stellt bereits ihre Informationen zusätzlich in Leichter Sprache zur Verfügung.
Für das Verfassen von Texten in Leichter Sprache wurden auf unterschiedlichen sprachlichen Ebenen Regeln entwickelt, die das Textverständnis vereinfachen: Es werden kurze, leicht verständliche Wörter verwendet, komplexere Wörter werden durch Bindestriche oder sogenannte Mediopunkte unterteilt, die Sätze sind kurz und enthalten oft nur eine einzige Aussage.
Rechtlich verankert wurde die Leichte Sprache erstmals im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung 2.0 von 2011.
Leichte Sprache ist übrigens keine deutsche Erfindung; vor allem die skandinavischen Länder haben schon früh die Notwendigkeit von Texterleichterungen erkannt und Zentren für leichte Varianten der jeweiligen Amtssprachen eingerichtet.
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Der Mediopunkt
 
Da es bei Texten in Leichter Sprache darum geht, den Lesenden für komplexe Wortstrukturen eine Lesehilfe zu geben und somit das Textverständnis zu erleichtern, wird häufig mit Bindestrich oder Mediopunkt gearbeitet. Beim Mediopunkt handelt es sich um ein sehr altes diakritisches Zeichen, das bis zur Erfindung und Durchsetzung des Wortzwischenraums genutzt wurde, um Wörter voneinander zu trennen. In Leichter Sprache ist er dem Bindestrich in bestimmten Fällen vorzuziehen, da Letzterer, wenn er abweichend von den Rechtschreibregeln angewendet wird, oftmals zu Wortbildern führt, die in der Standardsprache nicht vorkommen und verwirrend wirken können:
Schub-Lade – Schub·lade; Geburts-Datum – Geburts·datum; Sach-Verständiger – Sach·verständiger.
Darstellbar ist der Mediopunkt auf dem PC mit der Tastenkombination ALT + 0183.

 
Richtig gendern
Wie Sie angemessen und verständlich schreiben
 
Gendern ist in vielen Institutionen und Firmen zum Standard geworden, aber wie macht man es richtig? Die Dudenredaktion gibt Ratschläge zu folgenden Fragen: Männer, Frauen und wie viele Geschlechter noch?  Welche sprachlichen Möglichkeiten gibt es für das Gendern? Welche wähle ich für meine Institution, Firma, für meinen Text? Wie vermeide ich, dass der Text zu sperrig wird?

Geschlechtergerecht schreiben – so gehts
Der Mediopunkt
Da es bei Texten in Leichter Sprache darum geht, den Lesenden für komplexe Wortstrukturen eine Lesehilfe zu geben und somit das Textverständnis zu erleichtern, wird häufig mit Bindestrich oder Mediopunkt gearbeitet. Beim Mediopunkt handelt es sich um ein sehr altes diakritisches Zeichen, das bis zur Erfindung und Durchsetzung des Wortzwischenraums genutzt wurde, um Wörter voneinander zu trennen. In Leichter Sprache ist er dem Bindestrich in bestimmten Fällen vorzuziehen, da Letzterer, wenn er abweichend von den Rechtschreibregeln angewendet wird, oftmals zu Wortbildern führt, die in der Standardsprache nicht vorkommen und verwirrend wirken können:
Schub-Lade – Schub·lade; Geburts-Datum – Geburts·datum; Sach-Verständiger – Sach·verständiger.
Darstellbar ist der Mediopunkt auf dem PC mit der Tastenkombination ALT + 0183.
Richtig gendern
Wie Sie angemessen und verständlich schreiben
Gendern ist in vielen Institutionen und Firmen zum Standard geworden, aber wie macht man es richtig? Die Dudenredaktion gibt Ratschläge zu folgenden Fragen: Männer, Frauen und wie viele Geschlechter noch?  Welche sprachlichen Möglichkeiten gibt es für das Gendern? Welche wähle ich für meine Institution, Firma, für meinen Text? Wie vermeide ich, dass der Text zu sperrig wird?

Geschlechtergerecht schreiben – so gehts
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Hartz/hartzen
Als Hartz I bis IV wird alltagssprachlich ein Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der deutschen Arbeitsmarktpolitik bezeichnet, der im Jahr 2002 im Auftrag der Bundesregierung von einer Expertenkommission unter dem Vorsitz des damaligen VW-Vorstands Peter Hartz erarbeitet wurde. (Es besteht also kein Bezug zum Substantiv Harz oder dem gleichlautenden Gebirgsnamen.) Teile dieser Reformvorschläge wurden in den Folgejahren umgesetzt. Hartz IV ist die verbreitete, inoffizielle Bezeichnung für das „Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, in dem vor allem die finanzielle Grundsicherung für erwerbsfähige Arbeitslose geregelt ist. Davon wurde das Verb hartzen abgeleitet, das umgangssprachlich in der Bedeutung „von Hartz IV leben“ verwendet wird.
 
Aus: Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle, 8. Auflage, Berlin 2016
 
Hartz/hartzen
Als Hartz I bis IV wird alltagssprachlich ein Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der deutschen Arbeitsmarktpolitik bezeichnet, der im Jahr 2002 im Auftrag der Bundesregierung von einer Expertenkommission unter dem Vorsitz des damaligen VW-Vorstands Peter Hartz erarbeitet wurde. (Es besteht also kein Bezug zum Substantiv Harz oder dem gleichlautenden Gebirgsnamen.) Teile dieser Reformvorschläge wurden in den Folgejahren umgesetzt. Hartz IV ist die verbreitete, inoffizielle Bezeichnung für das „Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, in dem vor allem die finanzielle Grundsicherung für erwerbsfähige Arbeitslose geregelt ist. Davon wurde das Verb hartzen abgeleitet, das umgangssprachlich in der Bedeutung „von Hartz IV leben“ verwendet wird.
 
Aus: Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle, 8. Auflage, Berlin 2016
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Bitte beachten Sie, dass die Sprachberatung in der Zeit vom 27. bis zum 30. Dezember eine Weihnachtspause macht. Ab dem 2. Januar können Sie uns wie gewohnt wieder erreichen.
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Von-Hirtengottern-und-Bindestrich-Ungetumen-November-2017">Von Hirtengöttern und Bindestrich-Ungetümen (November 2017)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
im ersten Teil dieses Newsletters entführen wir Sie nach Griechenland. Wir betrachten sowohl die aus dem Griechischen stammende Vorsilbe pan-/Pan- als auch den gleichnamigen Hirtengott und klären, wer bzw. was von beiden Panik auslösen kann.
 
Anschließend widmen wir uns einem Dauerbrenner, nämlich der Verwendung des Bindestrichs in mehrteiligen Substantiven.
 
Wie Sie den Zusatz Saint in englischen Ortsnamen korrekt aussprechen, erfahren Sie zum Schluss.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
im ersten Teil dieses Newsletters entführen wir Sie nach Griechenland. Wir betrachten sowohl die aus dem Griechischen stammende Vorsilbe pan-/Pan- als auch den gleichnamigen Hirtengott und klären, wer bzw. was von beiden Panik auslösen kann.
 
Anschließend widmen wir uns einem Dauerbrenner, nämlich der Verwendung des Bindestrichs in mehrteiligen Substantiven.
 
Wie Sie den Zusatz Saint in englischen Ortsnamen korrekt aussprechen, erfahren Sie zum Schluss.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Das Präfix pan-/Pan-
 
Sicher kennen Sie den berühmten Ausspruch Panta rhei, welcher der Überlieferung nach von Heraklit stammt und die ständige Veränderung aller Dinge bezeichnet: „Alles fließt.“ Uns geht es hier vor allem um das „alles“, denn genau das ist es auch, was die aus dem Griechischen übernommene Vorsilbe pan-/Pan- ausdrückt.
Besonders gern wird sie, auch für Neubildungen, im politischen Kontext verwendet, wenn es darum geht, die Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Staaten und ihr Streben nach Zusammenarbeit zu betonen: panarabisch, panafrikanisch, panhellenisch, panslawistisch, jeweils mit den passenden Substantiven Panarabismus … Doch auch in alltagssprachlich gern verwendeten Fremdwörtern taucht das Präfix auf. So ist ein Panorama ein allumfassender Rundblick, eine Pandemie ist eine Epidemie, die fast alles und jeden erfasst, und ein Pantomime ist jemand, der alles mimisch darstellen kann.
Doch wie steht es nun mit der Panik? Heißt sie so, weil sie, einmal ausgebrochen, alle betrifft? Der Schluss liegt nahe, aber er trifft nicht zu. Vielmehr geht das Wort Panik zurück auf den (ebenfalls griechischen) Hirtengott Pan, der mit dem Unterleib eines Ziegenbocks, Ziegenhörnern, Hirtenstab und der nach ihm benannten Panflöte dargestellt wird. Nun konnte wohl schon allein sein Anblick bei den Menschen große Furcht auslösen, doch angeblich ließ er auch des Öfteren zur Mittagszeit, wenn alles ruhte, seinen lauten Schrei ertönen, der so entsetzlich war, dass die Herdentiere in buchstäblich „panischer“ Angst davonliefen.

 
Das Präfix pan-/Pan-
Sicher kennen Sie den berühmten Ausspruch Panta rhei, welcher der Überlieferung nach von Heraklit stammt und die ständige Veränderung aller Dinge bezeichnet: „Alles fließt.“ Uns geht es hier vor allem um das „alles“, denn genau das ist es auch, was die aus dem Griechischen übernommene Vorsilbe pan-/Pan- ausdrückt.
Besonders gern wird sie, auch für Neubildungen, im politischen Kontext verwendet, wenn es darum geht, die Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Staaten und ihr Streben nach Zusammenarbeit zu betonen: panarabisch, panafrikanisch, panhellenisch, panslawistisch, jeweils mit den passenden Substantiven Panarabismus … Doch auch in alltagssprachlich gern verwendeten Fremdwörtern taucht das Präfix auf. So ist ein Panorama ein allumfassender Rundblick, eine Pandemie ist eine Epidemie, die fast alles und jeden erfasst, und ein Pantomime ist jemand, der alles mimisch darstellen kann.
Doch wie steht es nun mit der Panik? Heißt sie so, weil sie, einmal ausgebrochen, alle betrifft? Der Schluss liegt nahe, aber er trifft nicht zu. Vielmehr geht das Wort Panik zurück auf den (ebenfalls griechischen) Hirtengott Pan, der mit dem Unterleib eines Ziegenbocks, Ziegenhörnern, Hirtenstab und der nach ihm benannten Panflöte dargestellt wird. Nun konnte wohl schon allein sein Anblick bei den Menschen große Furcht auslösen, doch angeblich ließ er auch des Öfteren zur Mittagszeit, wenn alles ruhte, seinen lauten Schrei ertönen, der so entsetzlich war, dass die Herdentiere in buchstäblich „panischer“ Angst davonliefen.
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Der Bindestrich in mehrteiligen Substantiven
 
Den Bindestrich haben wir im Newsletter bereits des Öfteren behandelt. Diesmal geht es um einen Fall, der zwar selten auftritt, aber dennoch gelöst sein will. Bekanntlich gibt es gerade aus dem Englischen etliche Ausdrücke im Deutschen, die getrennt geschrieben werden, aber eng zusammengehören und als Ganzes aus der Fremdsprache übernommen wurden. Beispiele wären Corporate Identity oder Research & Development. Wird an solche Verbindungen ein weiteres Substantiv angehängt, so werden sie zwingend durch einen Bindestrich miteinander verbunden: Big-Bang-Hypothese, Grand-Prix-Rennen.
Spannend wird es nun, wenn nicht hinten, sondern vorne etwas hinzukommt, nämlich ein (Halb-)Präfix. In diesem Fall neigt man leicht dazu, nur den ersten Bestandteil mit einem Bindestrich anzubinden. Doch weil dann Gebilde entstünden, die keinen Sinn ergäben, ist auch noch der zweite Bestandteil anzukoppeln. Konkretes Beispiel: Es gibt nicht das Wort Ex-First, deshalb gibt es auch keine Ex-First Lady. Nur der Ausdruck Ex-First-Lady ergibt einen Sinn. Ein weiteres Beispiel wäre Premium-Look-&-Feel. Da solche Bindestrich-Ungetüme jedoch häufig das Lesen eher erschweren, sollte man vor ihrer Verwendung überlegen, ob man nicht einfach von der ehemaligen First Lady oder einem hochwertigen Look & Feel sprechen kann.

 
Hanns-Joseph Ortheil: Mit dem Schreiben anfangen
 
Übung macht den Meister! Trainieren Sie die Basisfähigkeiten des Schreibens und gehen Sie bewusst den Weg von der einfachen Weltbeobachtung hin zum literarischen Text. Lernen Sie, wie literarische Einfälle entstehen und wie man mit ihnen weiterarbeitet. Hanns-Josef Ortheil, einer der bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart, hat kein Lehrbuch mit Geboten und Regeln verfasst, sondern bietet ein breites Spektrum kreativer Ansätze zum Ausprobieren. 

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Der Bindestrich in mehrteiligen Substantiven
Den Bindestrich haben wir im Newsletter bereits des Öfteren behandelt. Diesmal geht es um einen Fall, der zwar selten auftritt, aber dennoch gelöst sein will. Bekanntlich gibt es gerade aus dem Englischen etliche Ausdrücke im Deutschen, die getrennt geschrieben werden, aber eng zusammengehören und als Ganzes aus der Fremdsprache übernommen wurden. Beispiele wären Corporate Identity oder Research & Development. Wird an solche Verbindungen ein weiteres Substantiv angehängt, so werden sie zwingend durch einen Bindestrich miteinander verbunden: Big-Bang-Hypothese, Grand-Prix-Rennen.
Spannend wird es nun, wenn nicht hinten, sondern vorne etwas hinzukommt, nämlich ein (Halb-)Präfix. In diesem Fall neigt man leicht dazu, nur den ersten Bestandteil mit einem Bindestrich anzubinden. Doch weil dann Gebilde entstünden, die keinen Sinn ergäben, ist auch noch der zweite Bestandteil anzukoppeln. Konkretes Beispiel: Es gibt nicht das Wort Ex-First, deshalb gibt es auch keine Ex-First Lady. Nur der Ausdruck Ex-First-Lady ergibt einen Sinn. Ein weiteres Beispiel wäre Premium-Look-&-Feel. Da solche Bindestrich-Ungetüme jedoch häufig das Lesen eher erschweren, sollte man vor ihrer Verwendung überlegen, ob man nicht einfach von der ehemaligen First Lady oder einem hochwertigen Look & Feel sprechen kann.
Hanns-Joseph Ortheil: Mit dem Schreiben anfangen
Übung macht den Meister! Trainieren Sie die Basisfähigkeiten des Schreibens und gehen Sie bewusst den Weg von der einfachen Weltbeobachtung hin zum literarischen Text. Lernen Sie, wie literarische Einfälle entstehen und wie man mit ihnen weiterarbeitet. Hanns-Josef Ortheil, einer der bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart, hat kein Lehrbuch mit Geboten und Regeln verfasst, sondern bietet ein breites Spektrum kreativer Ansätze zum Ausprobieren. 

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Für Sie nachgeschlagen
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Saint (englisch)
 
Saint/St. als erster Bestandteil englischsprachiger Ortsnamen wird im britischen Englisch regelmäßig zu [sǝnt] reduziert, im amerikanischen Englisch jedoch unreduziert wie das Substantiv als [seɪ̯nt] gesprochen.
 
Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015
 
Saint (englisch)
Saint/St. als erster Bestandteil englischsprachiger Ortsnamen wird im britischen Englisch regelmäßig zu [sǝnt] reduziert, im amerikanischen Englisch jedoch unreduziert wie das Substantiv als [seɪ̯nt] gesprochen.
 
Aus: Duden – Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage, Berlin 2015
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Aus Deutschland: 09001 870098
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Aus Österreich: 0900 844144
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Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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14197 Berlin

Geschäftsführung: Olaf Carstens, Frank Thalhofer

Registergericht Berlin, HRB-Nummer 149993 B
Umsatzsteuer-ID: DE143872392
Verantwortlich im Sinne von § 55 Abs. 2 RStV: Olaf Carstens
© 2017, Dudenverlag, Berlin
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Einer-geht-noch-Floskeln-Wendungen-und-Ver-Wendungen-Oktober-2017">Einer geht noch – Floskeln, Wendungen und Ver-Wendungen (Oktober 2017)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
wenn man kein gutes Haar am Damoklesschwert lässt, dann hängt das Leben des darunter Sitzenden nicht mal mehr an einem seidenen Faden. Das alles nur, weil wir einfach mal zwei Wendungen miteinander verwoben haben, nämlich „kein gutes Haar an etwas/jemandem lassen“ und „etwas schwebt wie ein Damoklesschwert über jemandes Haupt“, und es auch noch partout wörtlich nehmen müssen. Um solche „Kontaminationen“ geht es gleich zu Beginn.
 
Bildhafte Wendungen bestimmen ja unseren Sprachalltag ganz wesentlich. Häufig haben wir für die gleiche oder eine ähnliche Aussage sogar gleich zwei oder mehr Wendungen parat oder in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche. Davon mehr im zweiten Teil unseres Newsletters.
 
Und dann haben wir natürlich für Sie noch nachgeschlagen, was es mit den Haaren, den Fäden und dem Damoklesschwert so auf sich hat.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn man kein gutes Haar am Damoklesschwert lässt, dann hängt das Leben des darunter Sitzenden nicht mal mehr an einem seidenen Faden. Das alles nur, weil wir einfach mal zwei Wendungen miteinander verwoben haben, nämlich „kein gutes Haar an etwas/jemandem lassen“ und „etwas schwebt wie ein Damoklesschwert über jemandes Haupt“, und es auch noch partout wörtlich nehmen müssen. Um solche „Kontaminationen“ geht es gleich zu Beginn.
 
Bildhafte Wendungen bestimmen ja unseren Sprachalltag ganz wesentlich. Häufig haben wir für die gleiche oder eine ähnliche Aussage sogar gleich zwei oder mehr Wendungen parat oder in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche. Davon mehr im zweiten Teil unseres Newsletters.
 
Und dann haben wir natürlich für Sie noch nachgeschlagen, was es mit den Haaren, den Fäden und dem Damoklesschwert so auf sich hat.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Wendungen und Ver-Wendungen
 
Meist handelt es sich bei den geläufigen Wendungen ja um Metaphern: „kein gutes Haar an etwas lassen“, „am seidenen Faden hängen“, „keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken können“ usw., aber es kommen auch Vergleiche vor: „etwas schwebt wie ein Damoklesschwert über jemandes Haupt“, „bekannt wie ein bunter Hund“, „wie von der Tarantel gestochen“ usw.
Bisweilen werden Wendungen aus Versehen ineinander verwoben (kontaminiert). Aus „Vroni darf man nur mit Samthandschuhen anfassen“ und „Vroni darf man nur behandeln wie ein rohes Ei“ wird dann schon mal „Vroni darf man nur mit rohen Handschuhen anfassen.“ Da hat man sich dann ver-wendet: Das ist ein Versprecher. Aber um eine Aussage zu verstärken oder um einen humoristischen Effekt zu erzielen, kontaminiert man durchaus bewusst nicht nur Wörter: „Medizyniker, Kompromissgeburt, akadämlich“ usw., sondern eben auch Wendungen und Sprichwörter: „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst auf wie ein bunter Hund“ oder „Das schlägt dem Fass den Boden ins Gesicht“ oder „Wer in der Finanzwelt sein Wesen treibt, hat wahrscheinlich ein einnehmendes“ oder „Es ist gar nicht die feine Art, jemandem an den Karren zu pinkeln, vor den man ihn gespannt hat“.
 
       
Wendungen und Ver-Wendungen
Meist handelt es sich bei den geläufigen Wendungen ja um Metaphern: „kein gutes Haar an etwas lassen“, „am seidenen Faden hängen“, „keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken können“ usw., aber es kommen auch Vergleiche vor: „etwas schwebt wie ein Damoklesschwert über jemandes Haupt“, „bekannt wie ein bunter Hund“, „wie von der Tarantel gestochen“ usw.
Bisweilen werden Wendungen aus Versehen ineinander verwoben (kontaminiert). Aus „Vroni darf man nur mit Samthandschuhen anfassen“ und „Vroni darf man nur behandeln wie ein rohes Ei“ wird dann schon mal „Vroni darf man nur mit rohen Handschuhen anfassen.“ Da hat man sich dann ver-wendet: Das ist ein Versprecher. Aber um eine Aussage zu verstärken oder um einen humoristischen Effekt zu erzielen, kontaminiert man durchaus bewusst nicht nur Wörter: „Medizyniker, Kompromissgeburt, akadämlich“ usw., sondern eben auch Wendungen und Sprichwörter: „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst auf wie ein bunter Hund“ oder „Das schlägt dem Fass den Boden ins Gesicht“ oder „Wer in der Finanzwelt sein Wesen treibt, hat wahrscheinlich ein einnehmendes“ oder „Es ist gar nicht die feine Art, jemandem an den Karren zu pinkeln, vor den man ihn gespannt hat“.
Da ist noch Luft nach oben. Schöner floskeln mit Professor Porombka

Lesungen
ZEIT-Kolumnist Stephan Porombka stellt in Berlin sein kürzlich erschienenes Buch „Da ist noch Luft nach oben“ vor. Sie sind eingeladen zu zwei unterhaltsamen Abenden, an denen es um Floskeln geht und den kreativen Umgang mit ihnen. Denn Floskeln sind zwar leer, aber gerade das ist ihr Potenzial …

Termine:
10. November 2017, 20 Uhr
im Buchladen Bayerischer Platz, Grunewaldstraße 59, 10825 Berlin
 
20. November 2017, 20 Uhr
in der Philipp-Schaeffer-Bibliothek in Berlin-Mitte, Brunnenstraße 181, 10119 Berlin
 
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Was Sie schon immer gern wissen wollten
Wendungen, wohin man sich wendet
 
Ich räume nächste Woche den Jackpot im Lotto ab. Da beißt keine Maus den Faden ab. Oder ist das nur so sicher wie das Amen in der Kirche? Egal, Millionär bin ich in beiden Fällen. Mit anderen Worten: Oft stehen uns für einen ziemlich ähnlichen Sinn zwei oder mehr Wendungen zur Verfügung.
Hinzu kommt, dass die metaphorische Fantasie in verschiedenen Gegenden auf ganz unterschiedlichen Schwingen daherschwebt. So spricht man in der Schweiz gern davon, dass etwas unter allem/jedem Hund ist, was anderweitig als unter aller Sau/Kanone (sub omni canone – unter jedem Maßstab) bezeichnet wird. Und während man in Deutschland und Österreich oft dasteht wie der Ochs vorm Berg, tut man das in der Schweiz gern wie der Esel am Berg ­– statt die Beine in die Hand zu nehmen (CH, D) bzw. die Füße unter den Arm (A). Manche wissen halt, wo’s langgeht bzw. wo der Hammer hängt, und andere, wo Bartli bzw. der Bartel den Most holt. Man sieht, mit der falschen Wendung kann man ganz schön auf die Seife treten. Oder doch eher ins Fettnäpfchen? Da können einem die Tränen kommen (in der Schweiz dann wahrscheinlich das Augenwasser). Und ist es so betrachtet nicht geradezu beruhigend, dass dann aber doch fast überall den Letzten die Hunde beißen?
 
Wendungen, wohin man sich wendet
Ich räume nächste Woche den Jackpot im Lotto ab. Da beißt keine Maus den Faden ab. Oder ist das nur so sicher wie das Amen in der Kirche? Egal, Millionär bin ich in beiden Fällen. Mit anderen Worten: Oft stehen uns für einen ziemlich ähnlichen Sinn zwei oder mehr Wendungen zur Verfügung.
Hinzu kommt, dass die metaphorische Fantasie in verschiedenen Gegenden auf ganz unterschiedlichen Schwingen daherschwebt. So spricht man in der Schweiz gern davon, dass etwas unter allem/jedem Hund ist, was anderweitig als unter aller Sau/Kanone (sub omni canone – unter jedem Maßstab) bezeichnet wird. Und während man in Deutschland und Österreich oft dasteht wie der Ochs vorm Berg, tut man das in der Schweiz gern wie der Esel am Berg ­– statt die Beine in die Hand zu nehmen (CH, D) bzw. die Füße unter den Arm (A). Manche wissen halt, wo’s langgeht bzw. wo der Hammer hängt, und andere, wo Bartli bzw. der Bartel den Most holt. Man sieht, mit der falschen Wendung kann man ganz schön auf die Seife treten. Oder doch eher ins Fettnäpfchen? Da können einem die Tränen kommen (in der Schweiz dann wahrscheinlich das Augenwasser). Und ist es so betrachtet nicht geradezu beruhigend, dass dann aber doch fast überall den Letzten die Hunde beißen?
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Haar, Faden und Damoklesschwert

„kein gutes Haar an jmdm., an etwas lassen“
„jmdn., etwas schlecht machen, völlig verreißen“
Die Wendung meint eigentlich, dass man an einem Menschen oder einer Sache nichts Gutes, noch nicht einmal ein Haar lässt.
 
„an einem [dünnen/seidenen] Faden hängen“
„sehr gefährdet sein“
Die Wendung wurzelt wohl in der Erzählung Ciceros vom Schwert des Damokles. Der Höfling Damokles rühmte den König von Syrakus als den glücklichsten König unter der Sonne. Der König bot dem Höfling daraufhin an, mit ihm den Platz zu tauschen; über dem Thron aber ließ er ein Schwert aufhängen, das nur an einem Pferdehaar befestigt war. Damit zeigte er, dass der Platz des Mächtigsten stets auch ein Ort der größten Gefahr ist. 


Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 5. Auflage, Berlin 2014
 
Haar, Faden und Damoklesschwert

„kein gutes Haar an jmdm., an etwas lassen“
„jmdn., etwas schlecht machen, völlig verreißen“
Die Wendung meint eigentlich, dass man an einem Menschen oder einer Sache nichts Gutes, noch nicht einmal ein Haar lässt.
 
„an einem [dünnen/seidenen] Faden hängen“
„sehr gefährdet sein“
Die Wendung wurzelt wohl in der Erzählung Ciceros vom Schwert des Damokles. Der Höfling Damokles rühmte den König von Syrakus als den glücklichsten König unter der Sonne. Der König bot dem Höfling daraufhin an, mit ihm den Platz zu tauschen; über dem Thron aber ließ er ein Schwert aufhängen, das nur an einem Pferdehaar befestigt war. Damit zeigte er, dass der Platz des Mächtigsten stets auch ein Ort der größten Gefahr ist. 


Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 5. Auflage, Berlin 2014
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Wie-kommt-ein-neues-Wort-den-Duden-September-2017">Wie kommt ein neues Wort in den Duden? (September 2017)</a>

 
 
 
Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
in unserem September-Newsletter geht es zunächst um die Verwendung von Partizipien; anschließend klären wir in einem Interview mit der Leiterin der Dudenredaktion die Frage, wie ein neues Wort in den Duden kommt.
 
Außerdem haben wir für Sie nachgeschlagen, welche Herkunft das Wort September hat.
 
Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
     
     
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in unserem September-Newsletter geht es zunächst um die Verwendung von Partizipien; anschließend klären wir in einem Interview mit der Leiterin der Dudenredaktion die Frage, wie ein neues Wort in den Duden kommt.
 
Außerdem haben wir für Sie nachgeschlagen, welche Herkunft das Wort September hat.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
 
Hätten Sie’s gewusst?
     
     
     
Der eingebildete Kranke? – Partizipien als Attribute
 
 
Das Partizip II (eingebildet, angekommen, zugezogen) lässt sich zwar grundsätzlich aus allen Vollverben bilden, es kann aber nicht immer attributiv, also als Attribut zu einem Nomen, verwendet werden.
Attributiv verwenden lassen sich vor allem die Partizipien transitiver, d. h. durch ein Akkusativobjekt ergänzbarer Verben (die gestohlene Uhr, das gelobte Land) sowie intransitiver Verben, die das Perfekt mit sein bilden und zudem ausdrücken, dass ein Vorgang abgeschlossen ist (der zerbrochene Krug, der entkommene Sträfling).
Formulierungen wie das sich im Krieg zugezogene Leiden, der im See geschwommene Mann gelten hingegen als grammatisch nicht korrekt.
Auch bei der Verwendung von Partizipialgruppen ist manchmal Vorsicht geboten: Da solche Konstruktionen kein eigenes Subjekt haben, werden sie grundsätzlich auf den übergeordneten Satz bezogen, der Bezug sollte also eindeutig sein. Klassiker wie Mit eisgekühltem Champagner gefüllt, überreichte sie ihrem Gatten den kostbaren Kelch oder Vom Dach herunterfliegend, sah er der Krähe lange nach sind natürlich missverständlich und sorgen für unfreiwillige Komik.
 
     
     
Der eingebildete Kranke? – Partizipien als Attribute
 
Das Partizip II (eingebildet, angekommen, zugezogen) lässt sich zwar grundsätzlich aus allen Vollverben bilden, es kann aber nicht immer attributiv, also als Attribut zu einem Nomen, verwendet werden.
Attributiv verwenden lassen sich vor allem die Partizipien transitiver, d. h. durch ein Akkusativobjekt ergänzbarer Verben (die gestohlene Uhr, das gelobte Land) sowie intransitiver Verben, die das Perfekt mit sein bilden und zudem ausdrücken, dass ein Vorgang abgeschlossen ist (der zerbrochene Krug, der entkommene Sträfling).
Formulierungen wie das sich im Krieg zugezogene Leiden, der im See geschwommene Mann gelten hingegen als grammatisch nicht korrekt.
Auch bei der Verwendung von Partizipialgruppen ist manchmal Vorsicht geboten: Da solche Konstruktionen kein eigenes Subjekt haben, werden sie grundsätzlich auf den übergeordneten Satz bezogen, der Bezug sollte also eindeutig sein. Klassiker wie Mit eisgekühltem Champagner gefüllt, überreichte sie ihrem Gatten den kostbaren Kelch oder Vom Dach herunterfliegend, sah er der Krähe lange nach sind natürlich missverständlich und sorgen für unfreiwillige Komik.
 
     
 
Was Sie schon immer gern wissen wollten
 
Was Sie schon immer gern wissen wollten
     
     
     
Wie kommt ein neues Wort in den Duden?
 
 
Interview mit Dr. Kathrin Kunkel-Razum, Leiterin der Dudenredaktion
 
Warum erscheint jetzt ein neuer Duden?
Kunkel-Razum:
Der Rechtschreibduden erscheint alle drei bis fünf Jahre in einer neuen Auflage. Manchmal sind rechtschreibliche Änderungen der Grund, wie sie vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgeschlagen und von der Kultusministerkonferenz bestätigt werden. Manchmal sind es auch „nur“ die Veränderungen im Wortschatz, die wir dokumentieren möchten. Diesmal liegen beide Gründe vor. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat in seinem Bericht vom Dezember 2016 vorgeschlagen, das große ß (ẞ) einzuführen und bei einigen Fügungen aus Adjektiv und Substantiv auch die Großschreibung des Adjektivs als Variante zuzulassen. Man kann jetzt z. B. Alles Gute zum neuen oder zum Neuen Jahr schreiben. Die Kultusminister haben diesen Vorschlägen im Juni 2017 zugestimmt. Hinzu kommen aber natürlich die Wortschatzentwicklungen der letzten vier Jahre, also seit dem Erscheinen der letzten Auflage. Diese haben wir genau beobachtet, akribisch ausgewertet und nun dokumentiert.
 
Welche neuen Wörter haben es in den Duden geschafft?
Kunkel-Razum:
Insgesamt haben wir 5000 neue Wörter aufgenommen. Dazu gehören z. B. Brexit, Fake News oder Hasskriminalität. Das Wort des Jahres 2016 postfaktisch ist ebenso enthalten wie das über die Region Berlin hinaus bekannte Personalpronomen icke.
 
 
 
 
Wie wählen Sie neue Wörter aus?
 
Kunkel-Razum:
In den Rechtschreibduden werden Wörter aufgenommen, wenn sie gebräuchlich sind. Das heißt: Sie müssen in unserer elektronischen Textsammlung, die mehr als vier Milliarden Wortformen umfasst, häufig vorkommen. Sie müssen dabei aber auch in unterschiedlichen Quellen wie Zeitungen, Büchern etc. nachweisbar sein und über einen gewissen Zeitraum auftreten – es dürfen keine Eintagsfliegen sein. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, entscheidet die Dudenredaktion aus ihrer Erfahrung heraus und nach ihrem Fach- und Weltwissen über die Aufnahme ins Wörterbuch.

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Wie kommt ein neues Wort in den Duden?
 
Interview mit Dr. Kathrin Kunkel-Razum, Leiterin der Dudenredaktion
 
Warum erscheint jetzt ein neuer Duden?
Kunkel-Razum:
Der Rechtschreibduden erscheint alle drei bis fünf Jahre in einer neuen Auflage. Manchmal sind rechtschreibliche Änderungen der Grund, wie sie vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgeschlagen und von der Kultusministerkonferenz bestätigt werden. Manchmal sind es auch „nur“ die Veränderungen im Wortschatz, die wir dokumentieren möchten. Diesmal liegen beide Gründe vor. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat in seinem Bericht vom Dezember 2016 vorgeschlagen, das große ß (ẞ) einzuführen und bei einigen Fügungen aus Adjektiv und Substantiv auch die Großschreibung des Adjektivs als Variante zuzulassen. Man kann jetzt z. B. Alles Gute zum neuen oder zum Neuen Jahr schreiben. Die Kultusminister haben diesen Vorschlägen im Juni 2017 zugestimmt. Hinzu kommen aber natürlich die Wortschatzentwicklungen der letzten vier Jahre, also seit dem Erscheinen der letzten Auflage. Diese haben wir genau beobachtet, akribisch ausgewertet und nun dokumentiert.
 
Welche neuen Wörter haben es in den Duden geschafft?
Kunkel-Razum:
Insgesamt haben wir 5000 neue Wörter aufgenommen. Dazu gehören z. B. Brexit, Fake News oder Hasskriminalität. Das Wort des Jahres 2016 postfaktisch ist ebenso enthalten wie das über die Region Berlin hinaus bekannte Personalpronomen icke.
 
 
Wie wählen Sie neue Wörter aus?
Kunkel-Razum:
In den Rechtschreibduden werden Wörter aufgenommen, wenn sie gebräuchlich sind. Das heißt: Sie müssen in unserer elektronischen Textsammlung, die mehr als vier Milliarden Wortformen umfasst, häufig vorkommen. Sie müssen dabei aber auch in unterschiedlichen Quellen wie Zeitungen, Büchern etc. nachweisbar sein und über einen gewissen Zeitraum auftreten – es dürfen keine Eintagsfliegen sein. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, entscheidet die Dudenredaktion aus ihrer Erfahrung heraus und nach ihrem Fach- und Weltwissen über die Aufnahme ins Wörterbuch.

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Für Sie nachgeschlagen
 
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September
 
 
Der schon mittelhochdeutsch bezeugte Name für den neunten Monat des Jahres, der im Althochdeutschen witumānōt „Holzmonat“ (zu althochdeutsch witu „Brennholz“) und später herbistmānōt „Herbstmonat“ genannt wurde, ist aus lateinisch (mensis) September entlehnt, dem lateinisch septem „sieben“ (verwandt mit deutsch sieben) zugrunde liegt. Im altrömischen Kalenderjahr, das mit dem Monat März begann, war der September der „siebte Monat“. Dieser Name wurde auch nach der Kalenderreform beibehalten.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 5. Auflage, Berlin 2014
 
     
     
September
 
Der schon mittelhochdeutsch bezeugte Name für den neunten Monat des Jahres, der im Althochdeutschen witumānōt „Holzmonat“ (zu althochdeutsch witu „Brennholz“) und später herbistmānōt „Herbstmonat“ genannt wurde, ist aus lateinisch (mensis) September entlehnt, dem lateinisch septem „sieben“ (verwandt mit deutsch sieben) zugrunde liegt. Im altrömischen Kalenderjahr, das mit dem Monat März begann, war der September der „siebte Monat“. Dieser Name wurde auch nach der Kalenderreform beibehalten.

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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Wozu-soll-das-denn-eigentlich-gut-sein-Modalpartikeln-im-Deutschen-August">Wozu soll das denn eigentlich gut sein? Modalpartikeln im Deutschen (August 2017) </a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
die Deutschen versichern sich bekanntlich gern. Dass man sich nicht nur gegen Feuer-, Sturm- und Hochwasserschäden versichern kann, sondern dass das Verb noch ganz andere Möglichkeiten bietet – darum geht es zu Beginn unseres Newsletters.
 
Danach ein Thema, mit dem man sich ja auch mal beschäftigen kann: Modal- oder Abtönungspartikeln.
 
Mancher möchte beim Erläutern gern laut werden, weil man meinen könnte, die beiden Wörter gehörten zusammen. Dass dem nicht so ist und womit erläutern stattdessen zusammenhängt, haben wir für Sie nachgeschlagen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Deutschen versichern sich bekanntlich gern. Dass man sich nicht nur gegen Feuer-, Sturm- und Hochwasserschäden versichern kann, sondern dass das Verb noch ganz andere Möglichkeiten bietet – darum geht es zu Beginn unseres Newsletters.
 
Danach ein Thema, mit dem man sich ja auch mal beschäftigen kann: Modal- oder Abtönungspartikeln.
 
Mancher möchte beim Erläutern gern laut werden, weil man meinen könnte, die beiden Wörter gehörten zusammen. Dass dem nicht so ist und womit erläutern stattdessen zusammenhängt, haben wir für Sie nachgeschlagen.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
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Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Gut versichert
 
Dass man sich gegen fast alle Unbilden des täglichen Lebens versichern kann, haben wir bereits in der Einleitung angesprochen. Diese Verwendung des Verbs mit einem Reflexivpronomen ist wohl auch die geläufigste (Nach dem letzten Sturm haben wir uns gegen Hochwasserschäden versichert).
Knapp dahinter rangiert die Bedeutung „etwas versprechen, fest zusagen“: Ich versichere Ihnen, dass die Kommaregeln nicht so schwer sind, wie es zunächst scheint. Derjenige, der der Versicherung Glauben schenken soll, wird dabei heutzutage in den Dativ gesetzt (Ihnen). Früher stand auch der Akkusativ (Er versicherte sie, dass er sie ewig lieben würde), das gilt aber als veraltet.
Wenn man sich besonders gewählt ausdrücken möchte, greift man gern zum Genitiv, und auch hier hat versichern passende Konstruktionen parat: Hiermit möchten wir Sie unserer Anteilnahme versichern. Das Verb bedeutet in diesem Kontext so viel wie „jemandem Gewissheit über etwas verschaffen“. Das Zugesicherte (unserer Anteilnahme) taucht dabei als Genitivobjekt auf, die betroffene Person als Akkusativobjekt (Sie).
Wem das zu hochgestochen klingt, der kann auf das Muster Er versicherte mir seine Freundschaft zurückgreifen, mit der Person im Dativ (mir) und dem Zugesagten im Akkusativ (seine Freundschaft).
Und schließlich können Sie noch Reflexivpronomen und Genitivobjekt kombinieren: Er versicherte sich ihrer Treue. Damit drückt man aus, dass man sich selbst über etwas Gewissheit verschaffen möchte.
Seien Sie versichert, dass Sie nun gegen alle Fehler bei der Verwendung von versichern versichert sind!
 
Gut versichert
Dass man sich gegen fast alle Unbilden des täglichen Lebens versichern kann, haben wir bereits in der Einleitung angesprochen. Diese Verwendung des Verbs mit einem Reflexivpronomen ist wohl auch die geläufigste (Nach dem letzten Sturm haben wir uns gegen Hochwasserschäden versichert).
Knapp dahinter rangiert die Bedeutung „etwas versprechen, fest zusagen“: Ich versichere Ihnen, dass die Kommaregeln nicht so schwer sind, wie es zunächst scheint. Derjenige, der der Versicherung Glauben schenken soll, wird dabei heutzutage in den Dativ gesetzt (Ihnen). Früher stand auch der Akkusativ (Er versicherte sie, dass er sie ewig lieben würde), das gilt aber als veraltet.
Wenn man sich besonders gewählt ausdrücken möchte, greift man gern zum Genitiv, und auch hier hat versichern passende Konstruktionen parat: Hiermit möchten wir Sie unserer Anteilnahme versichern. Das Verb bedeutet in diesem Kontext so viel wie „jemandem Gewissheit über etwas verschaffen“. Das Zugesicherte (unserer Anteilnahme) taucht dabei als Genitivobjekt auf, die betroffene Person als Akkusativobjekt (Sie).
Wem das zu hochgestochen klingt, der kann auf das Muster Er versicherte mir seine Freundschaft zurückgreifen, mit der Person im Dativ (mir) und dem Zugesagten im Akkusativ (seine Freundschaft).
Und schließlich können Sie noch Reflexivpronomen und Genitivobjekt kombinieren: Er versicherte sich ihrer Treue. Damit drückt man aus, dass man sich selbst über etwas Gewissheit verschaffen möchte.
Seien Sie versichert, dass Sie nun gegen alle Fehler bei der Verwendung von versichern versichert sind!

 

Was Sie schon immer mal gern wissen wollten
Was Sie schon immer mal gern wissen wollten
Modalpartikeln
 
Sie sind kurz, kommen im Deutschen vor allem in der gesprochenen Sprache gefühlt in jedem zweiten Satz vor und können Übersetzer in den Wahnsinn treiben: Modal- oder Abtönungspartikeln.
Wie alle Partikeln sind die Kerlchen nicht flektierbar und können im Satz nicht erfragt werden, was sie auch in der Satzanalyse nicht beliebt macht. Doch ohne sie kommen wir kaum aus. Ich hab es ja schon immer gewusst! Dann lass es halt bleiben! Wozu soll das eigentlich gut sein? Des is fei nix. All diese Wörtchen lassen sich schlecht erklären oder in andere Sprachen übertragen. Sie drücken eine bestimmte Einstellung des Sprechers aus, beispielsweise eine Bekräftigung (in unserem Beispiel das ja, das aber auch andere Funktionen übernehmen kann), eine gewisse Indifferenz (hier das halt) oder auch Erstaunen, Zustimmung oder Ablehnung. Somit verraten sie mehr über den Sprecher selbst als über das, was er sagt. Also passen Sie das nächste Mal auf, wenn Sie solche Partikeln verwenden – sonst weiß fei gleich jeder, was Sie denken.
 

Du hast das Wort, Schätzchen!
 
100 charmante Geschichten rund um die Sprache erwarten Sie in unserem liebevoll illustrierten Büchlein „Du hast das Wort, Schätzchen!“. Das Spektrum reicht von Etymologie, Redewendungen, Sprachphänomenen, Sprachregeln bis zur Sprachentwicklung. Man erfährt, wer das Fragezeichen erfunden hat, was Tabu und Kanake gemeinsam haben oder warum die Engländer keinen Beamer benutzen.

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Modalpartikeln
Sie sind kurz, kommen im Deutschen vor allem in der gesprochenen Sprache gefühlt in jedem zweiten Satz vor und können Übersetzer in den Wahnsinn treiben: Modal- oder Abtönungspartikeln.
Wie alle Partikeln sind die Kerlchen nicht flektierbar und können im Satz nicht erfragt werden, was sie auch in der Satzanalyse nicht beliebt macht. Doch ohne sie kommen wir kaum aus. Ich hab es ja schon immer gewusst! Dann lass es halt bleiben! Wozu soll das eigentlich gut sein? Des is fei nix. All diese Wörtchen lassen sich schlecht erklären oder in andere Sprachen übertragen. Sie drücken eine bestimmte Einstellung des Sprechers aus, beispielsweise eine Bekräftigung (in unserem Beispiel das ja, das aber auch andere Funktionen übernehmen kann), eine gewisse Indifferenz (hier das halt) oder auch Erstaunen, Zustimmung oder Ablehnung. Somit verraten sie mehr über den Sprecher selbst als über das, was er sagt. Also passen Sie das nächste Mal auf, wenn Sie solche Partikeln verwenden – sonst weiß fei gleich jeder, was Sie denken.

Du hast das Wort, Schätzchen!
100 charmante Geschichten rund um die Sprache erwarten Sie in unserem liebevoll illustrierten Büchlein „Du hast das Wort, Schätzchen!“. Das Spektrum reicht von Etymologie, Redewendungen, Sprachphänomenen, Sprachregeln bis zur Sprachentwicklung. Man erfährt, wer das Fragezeichen erfunden hat, was Tabu und Kanake gemeinsam haben oder warum die Engländer keinen Beamer benutzen.

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Für Sie nachgeschlagen
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lauter
 
Das altgermanische Adjektiv mittelhochdeutsch lūter, althochdeutsch [h]lūttar, gotisch hlūtrs, mittelniederländisch lūter, altenglisch hlūtor gehört im Sinne von „gespült, gereinigt“ zu der indogermanischen Wurzel *k̑leu- „spülen“; vergleiche z. B. aus anderen indogermanischen Sprachen griechisch klýzein „spülen, reinigen“, dazu klystḗr „Reinigungsspritze“ (Klistier), lateinisch cluere „reinigen“, dazu cloaca „Abzugskanal, Jauchegrube“ (Kloake). ‒ Aus dem alten Gebrauch des Adjektivs im Sinne von „rein, hell, klar“ entwickelte sich im Deutschen die spezielle Verwendung im Sinne von „frei von fremdartigen Beimischungen, unverfälscht“ (von Edelmetallen), übertragen „grundehrlich, anständig“ (vom Charakter). Außerdem wird lauter auch im Sinne von „bloß, nichts als“ gebraucht.
Das abgeleitete Verb läutern (mittelhochdeutsch liutern, althochdeutsch [h]lūtaren) wird im Sinne von „reinigen, säubern; bessern“ verwendet. Die Präfixbildung erläutern (mittelhochdeutsch erliutern) wandelte bereits in mittelhochdeutscher Zeit ihre Bedeutung von „rein, klar machen“ zu „erklären, darlegen“ (beachte zum Bedeutungswandel z. B. „erklären“).

 
Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 5. Auflage, Berlin 2014
 
lauter
Das altgermanische Adjektiv mittelhochdeutsch lūter, althochdeutsch [h]lūttar, gotisch hlūtrs, mittelniederländisch lūter, altenglisch hlūtor gehört im Sinne von „gespült, gereinigt“ zu der indogermanischen Wurzel *k̑leu- „spülen“; vergleiche z. B. aus anderen indogermanischen Sprachen griechisch klýzein „spülen, reinigen“, dazu klystḗr „Reinigungsspritze“ (Klistier), lateinisch cluere „reinigen“, dazu cloaca „Abzugskanal, Jauchegrube“ (Kloake). ‒ Aus dem alten Gebrauch des Adjektivs im Sinne von „rein, hell, klar“ entwickelte sich im Deutschen die spezielle Verwendung im Sinne von „frei von fremdartigen Beimischungen, unverfälscht“ (von Edelmetallen), übertragen „grundehrlich, anständig“ (vom Charakter). Außerdem wird lauter auch im Sinne von „bloß, nichts als“ gebraucht.
Das abgeleitete Verb läutern (mittelhochdeutsch liutern, althochdeutsch [h]lūtaren) wird im Sinne von „reinigen, säubern; bessern“ verwendet. Die Präfixbildung erläutern (mittelhochdeutsch erliutern) wandelte bereits in mittelhochdeutscher Zeit ihre Bedeutung von „rein, klar machen“ zu „erklären, darlegen“ (beachte zum Bedeutungswandel z. B. „erklären“).

 
Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 5. Auflage, Berlin 2014
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
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Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Woher-kommt-das-Komma-Juli-2017">Woher kommt das Komma? (Juli 2017)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
wenn man so schön im Schreibfluss ist, ärgert es einen doch arg, wenn dieser Fluss abrupt gestaut wird – zum Beispiel durch Fragen nach dem Ob, dem Wohin oder dem Warum. Gerade das Komma wirft solche Fragen immer wieder in unseren lauteren Schreibfluss. Etwas Staumaterial wollen wir in diesem Newsletter beseitigen, nämlich die Frage, wie es sich mit der Kommasetzung in Fällen wie folgendem verhält: Ein voreiliges Halleluja,[?] besonders der genannten Art,[?] ist da eher kontraproduktiv.
 
Ins Grübeln gebracht werden kann man auch durch die Frage, wann ein verkürzter Nebensatz formelhaft ist und wann nicht und warum das eine Rolle spielen könnte. 
 
Und als wären es nicht schon genug Kommas für einen Newsletter, haben wir noch für Sie nachgeschlagen, woher das Wort Komma eigentlich kommt.
 
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn man so schön im Schreibfluss ist, ärgert es einen doch arg, wenn dieser Fluss abrupt gestaut wird – zum Beispiel durch Fragen nach dem Ob, dem Wohin oder dem Warum. Gerade das Komma wirft solche Fragen immer wieder in unseren lauteren Schreibfluss. Etwas Staumaterial wollen wir in diesem Newsletter beseitigen, nämlich die Frage, wie es sich mit der Kommasetzung in Fällen wie folgendem verhält: Ein voreiliges Halleluja,[?] besonders der genannten Art,[?] ist da eher kontraproduktiv.
 
Ins Grübeln gebracht werden kann man auch durch die Frage, wann ein verkürzter Nebensatz formelhaft ist und wann nicht und warum das eine Rolle spielen könnte. 
 
Und als wären es nicht schon genug Kommas für einen Newsletter, haben wir noch für Sie nachgeschlagen, woher das Wort Komma eigentlich kommt.
 
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Komma bei Präpositional- oder Genitivattributen?
 
Nein. Ein Präpositional- oder ein Genitivattribut wird nicht in das paarige Komma eingeschlossen: Ein voreiliges Halleluja von der genannten Art ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja der genannten Art ist da eher kontraproduktiv.
Wird die gleiche Wortgruppe aber von einem Wort oder einer Wortgruppe eingeleitet wie also, besonders, das heißt, genauer, mithin, nämlich, und zwar, vor allem, zum Beispiel und ähnlichen, wird sie in das paarige Komma eingeschlossen: Ein voreiliges Halleluja, besonders von der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja, besonders der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv.
Zu empfehlen ist aber, in solchen Fällen das Bezugswort wieder aufzunehmen: Ein voreiliges Halleluja, besonders ein Halleluja der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja, besonders eines der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv.
Komma bei Präpositional- oder Genitivattributen?
Nein. Ein Präpositional- oder ein Genitivattribut wird nicht in das paarige Komma eingeschlossen: Ein voreiliges Halleluja von der genannten Art ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja der genannten Art ist da eher kontraproduktiv.
Wird die gleiche Wortgruppe aber von einem Wort oder einer Wortgruppe eingeleitet wie also, besonders, das heißt, genauer, mithin, nämlich, und zwar, vor allem, zum Beispiel und ähnlichen, wird sie in das paarige Komma eingeschlossen: Ein voreiliges Halleluja, besonders von der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja, besonders der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv.
Zu empfehlen ist aber, in solchen Fällen das Bezugswort wieder aufzunehmen: Ein voreiliges Halleluja, besonders ein Halleluja der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv. Oder: Ein voreiliges Halleluja, besonders eines der genannten Art, ist da eher kontraproduktiv.
 Treffen Sie immer den richtigen Ton
 
Nicht nur die richtige Kommasetzung trägt dazu bei, dass ein Text verständlich ist. Gleichzeitig ist der grammatisch richtige und inhaltlich sinnvolle Einsatz von Wörtern wichtig für jeden guten Text.
Egal ob Sie scherzhaft, nachdrücklich oder gehoben formulieren wollen – „Das Stilwörterbuch“ von Duden begleitet Sie bei Ihren Schreibprojekten und beabtwortet Fragen wie z. B.: Kann man nur den Zeitrahmen sprengen oder auch den verfügbaren Platz? Lebt man in oder im Einklang mit der Natur? Welche Adjektive eigenen sich zur Beschreibung von Ironie? – bitter, zart, leise, fein, beißend, unverhüllt ...?
 
„Das Stilwörterbuch“ macht es Ihnen leicht, Stilblüten und Wiederholungen zu vermeiden – gleichzeitig entdecken Sie die Ausdrucksmöglichkeiten der deutschen Sprache.
 
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 Treffen Sie immer den richtigen Ton
Nicht nur die richtige Kommasetzung trägt dazu bei, dass ein Text verständlich ist. Gleichzeitig ist der grammatisch richtige und inhaltlich sinnvolle Einsatz von Wörtern wichtig für jeden guten Text.
Egal ob Sie scherzhaft, nachdrücklich oder gehoben formulieren wollen – „Das Stilwörterbuch“ von Duden begleitet Sie bei Ihren Schreibprojekten und beabtwortet Fragen wie z. B.: Kann man nur den Zeitrahmen sprengen oder auch den verfügbaren Platz? Lebt man in oder im Einklang mit der Natur? Welche Adjektive eigenen sich zur Beschreibung von Ironie? – bitter, zart, leise, fein, beißend, unverhüllt ...?
 
„Das Stilwörterbuch“ macht es Ihnen leicht, Stilblüten und Wiederholungen zu vermeiden – gleichzeitig entdecken Sie die Ausdrucksmöglichkeiten der deutschen Sprache.
 
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Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Formelhafte verkürzte Nebensätze
 
Formelhafte verkürzte Nebensätze können, müssen aber nicht in das paarige Komma eingeschlossen werden: Sagen Sie[,] wenn möglich[,] jetzt nichts. Falls erforderlich[,] ziehen wir das gnadenlos durch.
Die Frage ist nur: Wann ist ein verkürzter Nebensatz formelhaft, wann nicht? Bei Zweiwortformeln ist das Formelhafte oft ziemlich klar: Wie besprochen[,] holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische[,] wie abgemacht[,] ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Auch ziemlich deutlich dürfte sein, dass es sich in folgenden Beispielen zwar um verkürzte, aber durchaus nicht um formelhafte Nebensätze handelt, Kommas also zu setzen sind: Wie heute morgen schon mit Ihrer Frau Gerster detailliert besprochen, holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische, wenn im Vorfeld mit dem Importeur so abgemacht, ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Bei allem, was dazwischenliegt, ist einerseits die Urteilskraft des Schreibers gefragt und liegt dieser andererseits mit Kommas eher auf der sicheren Seite: Wie heute morgen besprochen, holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische, wenn so abgemacht, ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Formelhafte verkürzte Nebensätze
 
Formelhafte verkürzte Nebensätze können, müssen aber nicht in das paarige Komma eingeschlossen werden: Sagen Sie[,] wenn möglich[,] jetzt nichts. Falls erforderlich[,] ziehen wir das gnadenlos durch.
Die Frage ist nur: Wann ist ein verkürzter Nebensatz formelhaft, wann nicht? Bei Zweiwortformeln ist das Formelhafte oft ziemlich klar: Wie besprochen[,] holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische[,] wie abgemacht[,] ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Auch ziemlich deutlich dürfte sein, dass es sich in folgenden Beispielen zwar um verkürzte, aber durchaus nicht um formelhafte Nebensätze handelt, Kommas also zu setzen sind: Wie heute morgen schon mit Ihrer Frau Gerster detailliert besprochen, holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische, wenn im Vorfeld mit dem Importeur so abgemacht, ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Bei allem, was dazwischenliegt, ist einerseits die Urteilskraft des Schreibers gefragt und liegt dieser andererseits mit Kommas eher auf der sicheren Seite: Wie heute morgen besprochen, holen wir die reklamierten Waren am Dienstag wieder ab. Denken Sie daran, die Labyrinthfische, wenn so abgemacht, ohne Sauerstoffzusatz zu transportieren?
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Komma
 
Die Bezeichnung des Satzzeichens wurde im 17. Jahrhundert aus lateinisch comma entlehnt, das seinerseits aus griechisch kómma „Schlag; Abschnitt, Einschnitt“ übernommen ist. Dies ist eine Bildung zu dem griechischen Verb kóptein „stoßen, schlagen, hauen“, das wohl zu der unter schaben dargestellten indogermanischen Wortfamilie gehört.
 
Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 6. Auflage, Berlin 2014
 
Komma
Die Bezeichnung des Satzzeichens wurde im 17. Jahrhundert aus lateinisch comma entlehnt, das seinerseits aus griechisch kómma „Schlag; Abschnitt, Einschnitt“ übernommen ist. Dies ist eine Bildung zu dem griechischen Verb kóptein „stoßen, schlagen, hauen“, das wohl zu der unter schaben dargestellten indogermanischen Wortfamilie gehört.
 
Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch, 6. Auflage, Berlin 2014
Wir sind ganz Ohr
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Vollpfosten-und-Auslassungspunkte-Juni-2017">Vollpfosten und Auslassungspunkte (Juni 2017)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
ein wahrer Dauerbrenner in unserer Sprachberatung ist die Frage nach der Handhabung der Auslassungspunkte. Lesen Sie alles Wissenswerte darüber im ersten Teil unseres heutigen Newsletters.
 
Warum unser beliebtes Wörtchen toll einst so toll gar nicht war, erfahren Sie dann.
 
Und nachgeschlagen haben wir, was es mit dem blauen Dunst auf sich hat.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
ein wahrer Dauerbrenner in unserer Sprachberatung ist die Frage nach der Handhabung der Auslassungspunkte. Lesen Sie alles Wissenswerte darüber im ersten Teil unseres heutigen Newsletters.
 
Warum unser beliebtes Wörtchen toll einst so toll gar nicht war, erfahren Sie dann.
 
Und nachgeschlagen haben wir, was es mit dem blauen Dunst auf sich hat.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
Auslassungspunkte
 
Drei Auslassungspunkte werden gesetzt, wenn in einem Wort, Satz oder Text Teile ausgelassen worden sind, beispielsweise, wenn eine Rede abgebrochen oder ein Gedankengang nicht weiter ausgeführt wird (Viele Märchen beginnen mit den Worten „Es war einmal …“), oder auch, wenn ein kritisches Wort nur angedeutet werden soll (Du bist ein solches A…).
Stehen die Auslassungspunkte hierbei für ein oder mehrere Wörter, muss ein Wortzwischenraum gesetzt werden, bei Auslassung eines Wortteils sind sie direkt an den Rest des Wortes anzuschließen.
Hinter den Auslassungspunkten wird kein Schlusspunkt mehr gesetzt. Auslassungspunkte in einer Klammer allerdings machen den Schlusspunkt nicht überflüssig: Sein größter Erfolg war ein Buch über Haustiere (Auswahl, Ernährung, Pflege …).
Auch Ausrufezeichen, Fragezeichen und Abkürzungspunkte müssen gesetzt werden: Bist du denn noch …? Das ist ja wohl das …! Er sagt, er sei Regierungsrat a. D. …
Zu beachten ist auch, dass der Schlusspunkt eines vorangehenden Satzes nicht in die Auslassungspunkte am Anfang des nachfolgenden Satzes einbezogen werden darf. Diäten fallen mir ungemein schwer. … das Fleisch ist schwach.
Auslassungspunkte
Drei Auslassungspunkte werden gesetzt, wenn in einem Wort, Satz oder Text Teile ausgelassen worden sind, beispielsweise, wenn eine Rede abgebrochen oder ein Gedankengang nicht weiter ausgeführt wird (Viele Märchen beginnen mit den Worten „Es war einmal …“), oder auch, wenn ein kritisches Wort nur angedeutet werden soll (Du bist ein solches A…).
Stehen die Auslassungspunkte hierbei für ein oder mehrere Wörter, muss ein Wortzwischenraum gesetzt werden, bei Auslassung eines Wortteils sind sie direkt an den Rest des Wortes anzuschließen.
Hinter den Auslassungspunkten wird kein Schlusspunkt mehr gesetzt. Auslassungspunkte in einer Klammer allerdings machen den Schlusspunkt nicht überflüssig: Sein größter Erfolg war ein Buch über Haustiere (Auswahl, Ernährung, Pflege …).
Auch Ausrufezeichen, Fragezeichen und Abkürzungspunkte müssen gesetzt werden: Bist du denn noch …? Das ist ja wohl das …! Er sagt, er sei Regierungsrat a. D. …
Zu beachten ist auch, dass der Schlusspunkt eines vorangehenden Satzes nicht in die Auslassungspunkte am Anfang des nachfolgenden Satzes einbezogen werden darf. Diäten fallen mir ungemein schwer. … das Fleisch ist schwach.
Du A...! Sie V...! So ein M...!
Sagen Sie zu Ihrem Mann „Du Horst“, obwohl er Manfred heißt? Oder betiteln Sie einen Berliner Fiesling als „Hundsbua“? Dann lassen Sie sich inspirieren von über 200 Schimpfwörtern, passend für alle ätzenden Situationen und nervenden Mitmenschen.
In „Sie Vollpfosten!“ erfahren Sie, wer wem am liebsten was an den Kopf wirft: in der Beziehung, unter Jugendlichen, unter Kollegen, im Straßenverkehr, unter Bayern und Sachsen und überall sonst auf der Welt.
 
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Du A...! Sie V...! So ein M...!
Sagen Sie zu Ihrem Mann „Du Horst“, obwohl er Manfred heißt? Oder betiteln Sie einen Berliner Fiesling als „Hundsbua“? Dann lassen Sie sich inspirieren von über 200 Schimpfwörtern, passend für alle ätzenden Situationen und nervenden Mitmenschen.
In „Sie Vollpfosten!“ erfahren Sie, wer wem am liebsten was an den Kopf wirft: in der Beziehung, unter Jugendlichen, unter Kollegen, im Straßenverkehr, unter Bayern und Sachsen und überall sonst auf der Welt.
 
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Was Sie schon immer wissen wollten
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Toll
 
Das Adjektiv toll (mhd. tol, dol, ahd. tol „dumm, töricht“) gehört im Sinne von „getrübt, umnebelt, verwirrt“ zu der Wortgruppe, der auch das Nomen Dunst zuzuordnen ist. Diese ursprüngliche Bedeutung „trübe, verwirrt“ spiegelt sich in Begriffen wie Tollhaus wider (veraltet für „psychiatrische Klinik“), Tollkirsche (der Genuss der Beeren dieses Nachtschattengewächses ruft beim Menschen Erregungs- und Verwirrtheitszustände hervor) oder Tollwut (eine Viruserkrankung, die einen Zustand der Übererregtheit auslöst). Und bevor sich jemand tollkühn verhält, sollte er über sein Agieren vielleicht noch einmal gründlich nachdenken …
Auch im Mittelhochdeutschen trat das Adjektiv aber schon in der Bedeutung „ansehnlich, bewundernswert“ auf, im Frühneuhochdeutschen dann auch im Sinne von „erstaunlich, sehr stark“. Auf dieser Schiene fahren wir auch heute noch, wenn wir von einem tollen Mann, einer tollen Figur oder tollen Autos schwärmen.
Toll
Das Adjektiv toll (mhd. tol, dol, ahd. tol „dumm, töricht“) gehört im Sinne von „getrübt, umnebelt, verwirrt“ zu der Wortgruppe, der auch das Nomen Dunst zuzuordnen ist. Diese ursprüngliche Bedeutung „trübe, verwirrt“ spiegelt sich in Begriffen wie Tollhaus wider (veraltet für „psychiatrische Klinik“), Tollkirsche (der Genuss der Beeren dieses Nachtschattengewächses ruft beim Menschen Erregungs- und Verwirrtheitszustände hervor) oder Tollwut (eine Viruserkrankung, die einen Zustand der Übererregtheit auslöst). Und bevor sich jemand tollkühn verhält, sollte er über sein Agieren vielleicht noch einmal gründlich nachdenken …
Auch im Mittelhochdeutschen trat das Adjektiv aber schon in der Bedeutung „ansehnlich, bewundernswert“ auf, im Frühneuhochdeutschen dann auch im Sinne von „erstaunlich, sehr stark“. Auf dieser Schiene fahren wir auch heute noch, wenn wir von einem tollen Mann, einer tollen Figur oder tollen Autos schwärmen.
Für Sie nachgeschlagen
Für Sie nachgeschlagen
Jemandem blauen Dunst vormachen
 
umgangssprachlich: „jemandem etwas vortäuschen“. Die Zauberer ließen früher bei ihren Tricks oft blauen Rauch aufsteigen. Die Zuschauer sollten dadurch am genauen Beobachten gehindert werden. Da aber „blau“ vor allem in der älteren Sprache die Farbe der Täuschung, Verstellung und Lüge ist und „Dunst“ nach Grimms „Deutschem Wörterbuch“ u. a. „das Nichtige, Vergängliche, Betäubende, Täuschende, Betrügliche in vielfachen Beziehungen“ ausdrückt, muss man nicht unbedingt die Zauberer bemühen. Für Grimm ist daher „blauer Dunst“ so viel wie „falscher Schein, lügenhafte Vorspiegelung“.
 
Aus: Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? Redensarten: wo sie herkommen, was sie bedeuten. Berlin 2014.
Jemandem blauen Dunst vormachen
umgangssprachlich: „jemandem etwas vortäuschen“. Die Zauberer ließen früher bei ihren Tricks oft blauen Rauch aufsteigen. Die Zuschauer sollten dadurch am genauen Beobachten gehindert werden. Da aber „blau“ vor allem in der älteren Sprache die Farbe der Täuschung, Verstellung und Lüge ist und „Dunst“ nach Grimms „Deutschem Wörterbuch“ u. a. „das Nichtige, Vergängliche, Betäubende, Täuschende, Betrügliche in vielfachen Beziehungen“ ausdrückt, muss man nicht unbedingt die Zauberer bemühen. Für Grimm ist daher „blauer Dunst“ so viel wie „falscher Schein, lügenhafte Vorspiegelung“.
 
Aus: Duden – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? Redensarten: wo sie herkommen, was sie bedeuten. Berlin 2014.
Wir sind ganz Ohr
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Verantwortlich im Sinne von § 55 Abs. 2 RStV: Olaf Carstens
© 2017, Dudenverlag, Berlin
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Nicht-lange-herumdoktern-sondern-clever-texten-Mai-2017">Nicht lange herumdoktern, sondern clever texten (Mai 2017)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
unser Newsletter widmet sich zu Beginn dem Thema, welche Pronomen angebracht sind, wenn bei einem Substantiv Genus und Sexus nicht übereinstimmen. Heißt es also das Mädchen und sein Hund oder das Mädchen und ihr Hund?
 
Danach sehen wir uns an, wie die immer häufiger auftretende Kombination in 2017 zu bewerten ist.
 
Die Antwort auf die häufig gestellte Frage, wie man mehrere Doktoren auf einmal anredet, finden Sie unter der Rubrik „Für Sie nachgeschlagen“.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
 
Ihre Duden-Sprachberatung
Liebe Leserin, lieber Leser,
unser Newsletter widmet sich zu Beginn dem Thema, welche Pronomen angebracht sind, wenn bei einem Substantiv Genus und Sexus nicht übereinstimmen. Heißt es also das Mädchen und sein Hund oder das Mädchen und ihr Hund?
 
Danach sehen wir uns an, wie die immer häufiger auftretende Kombination in 2017 zu bewerten ist.
 
Die Antwort auf die häufig gestellte Frage, wie man mehrere Doktoren auf einmal anredet, finden Sie unter der Rubrik „Für Sie nachgeschlagen“.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Das Fräulein und sein Begleiter – Pronomenverwendung
 
Bereits Mark Twain beklagte den Umstand, dass in der deutschen Sprache die Rübe weiblich und das Mädchen sächlich ist. Diese Beobachtung gilt natürlich nur für das Genus, also das grammatische Geschlecht. Davon gibt es im Deutschen bekanntlich drei: männlich/maskulin, weiblich/feminin und sächlich/neutral.
Das Genus bestimmt den Artikel, den man mit dem Substantiv zusammen verwendet, die Flexionsklasse und eben auch die verwendeten Pronomen: er/sein, sie/ihr, es/sein. In der Regel funktioniert das problemlos. Ich habe es (das Auto) in die Werkstatt gebracht. Sie (die Zündung) hat nicht mehr richtig funktioniert. Am Samstag hole ich ihn (den Wagen) wieder ab. Je nachdem, welches Wort verwendet wird, kann ein Gegenstand das Genus fröhlich wechseln: das Auto, der Wagen, die Karre. Manche Wörter haben auch von vornherein mehr als ein Genus.
Doch uns geht es um ein anderes Problem. Was tun, wenn ein Wort ein festgelegtes Genus hat, wie z. B. die Person, das Mädchen, dieses aber nicht mit dem Sexus, also dem natürlichen Geschlecht, übereinstimmt? Immer auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie das grammatische Geschlecht wählen, also: Das Fräulein und sein Begleiter. Die Person legte ihren Mantel ab. Ist das grammatische Geschlecht weiblich und das natürliche männlich, ist dies sogar die einzige richtige Lösung: Die Geisel Hans Müller war zwei Stunden in der Gewalt ihrer Entführer. Anders liegt der Fall, wenn das natürliche Geschlecht weiblich ist. Dann kann zwar auch das grammatische Geschlecht gewählt werden: Das Mädchen hatte gewonnen. Zufrieden ging es nach Hause. Doch immer häufiger wird in solchen Fällen das natürliche Geschlecht gewählt. Die Wahrscheinlichkeit dafür wächst, je weiter das aufnehmende Pronomen vom Bezugswort entfernt steht: Das Mädchen packte seine Sachen zusammen und ging weg. Dabei pfiff sie fröhlich vor sich hin.
Das Fräulein und sein Begleiter – Pronomenverwendung
Bereits Mark Twain beklagte den Umstand, dass in der deutschen Sprache die Rübe weiblich und das Mädchen sächlich ist. Diese Beobachtung gilt natürlich nur für das Genus, also das grammatische Geschlecht. Davon gibt es im Deutschen bekanntlich drei: männlich/maskulin, weiblich/feminin und sächlich/neutral.
Das Genus bestimmt den Artikel, den man mit dem Substantiv zusammen verwendet, die Flexionsklasse und eben auch die verwendeten Pronomen: er/sein, sie/ihr, es/sein. In der Regel funktioniert das problemlos. Ich habe es (das Auto) in die Werkstatt gebracht. Sie (die Zündung) hat nicht mehr richtig funktioniert. Am Samstag hole ich ihn (den Wagen) wieder ab. Je nachdem, welches Wort verwendet wird, kann ein Gegenstand das Genus fröhlich wechseln: das Auto, der Wagen, die Karre. Manche Wörter haben auch von vornherein mehr als ein Genus.
Doch uns geht es um ein anderes Problem. Was tun, wenn ein Wort ein festgelegtes Genus hat, wie z. B. die Person, das Mädchen, dieses aber nicht mit dem Sexus, also dem natürlichen Geschlecht, übereinstimmt? Immer auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie das grammatische Geschlecht wählen, also: Das Fräulein und sein Begleiter. Die Person legte ihren Mantel ab. Ist das grammatische Geschlecht weiblich und das natürliche männlich, ist dies sogar die einzige richtige Lösung: Die Geisel Hans Müller war zwei Stunden in der Gewalt ihrer Entführer. Anders liegt der Fall, wenn das natürliche Geschlecht weiblich ist. Dann kann zwar auch das grammatische Geschlecht gewählt werden: Das Mädchen hatte gewonnen. Zufrieden ging es nach Hause. Doch immer häufiger wird in solchen Fällen das natürliche Geschlecht gewählt. Die Wahrscheinlichkeit dafür wächst, je weiter das aufnehmende Pronomen vom Bezugswort entfernt steht: Das Mädchen packte seine Sachen zusammen und ging weg. Dabei pfiff sie fröhlich vor sich hin.
Was Sie schon immer wissen wollten
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In mit einer Jahreszahl
 
Vor allem in Geschäftsberichten, aber immer öfter auch in Zeitungs- oder Zeitschriftentexten findet sich die Kombination aus der Präposition in mit einer Jahreszahl: in 1998, in 2017, womit ausgedrückt wird, dass etwas in dem entsprechenden Jahr stattgefunden hat. Wie viele andere sprachliche Ausdrücke kam auch dieser aus dem Englischen zu uns. Dort ist dies die gängige Art, eine Jahreszahl als Zeitpunkt eines Geschehens zu kennzeichnen.
Im Deutschen verwendet man standardsprachlich die Jahreszahl allein oder mit dem Zusatz im Jahr(e). Nun kann natürlich die bloße Jahreszahl gerade in einem Text, in dem noch andere Zahlen vorkommen, bei raschem Lesen zu Verwirrung führen: Die Ausgaben stiegen von 2500 € 2016 um 10 % auf 2750 € 2017. Das Einfügen von im Jahr(e) löst dieses Problem und klingt auch eleganter, doch ist stilistische Schönheit meist nicht erstes Ziel eines Geschäftsberichts. Da in 2017 die Jahreszahl ebenfalls eindeutig charakterisiert und zudem deutlich kürzer ist als im Jahr(e), ist es auf dem besten Weg, sich auch im Deutschen zu etablieren.
In mit einer Jahreszahl
Vor allem in Geschäftsberichten, aber immer öfter auch in Zeitungs- oder Zeitschriftentexten findet sich die Kombination aus der Präposition in mit einer Jahreszahl: in 1998, in 2017, womit ausgedrückt wird, dass etwas in dem entsprechenden Jahr stattgefunden hat. Wie viele andere sprachliche Ausdrücke kam auch dieser aus dem Englischen zu uns. Dort ist dies die gängige Art, eine Jahreszahl als Zeitpunkt eines Geschehens zu kennzeichnen.
Im Deutschen verwendet man standardsprachlich die Jahreszahl allein oder mit dem Zusatz im Jahr(e). Nun kann natürlich die bloße Jahreszahl gerade in einem Text, in dem noch andere Zahlen vorkommen, bei raschem Lesen zu Verwirrung führen: Die Ausgaben stiegen von 2500 € 2016 um 10 % auf 2750 € 2017. Das Einfügen von im Jahr(e) löst dieses Problem und klingt auch eleganter, doch ist stilistische Schönheit meist nicht erstes Ziel eines Geschäftsberichts. Da in 2017 die Jahreszahl ebenfalls eindeutig charakterisiert und zudem deutlich kürzer ist als im Jahr(e), ist es auf dem besten Weg, sich auch im Deutschen zu etablieren.
Für Sie nachgeschlagen
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Sehr geehrte Doktoren ...?
 
Da muss nicht lange herumgedoktert werden: Wenn Sie mehrere Doktorinnen und Doktoren, beispielsweise in einer Gemeinschaftspraxis, anschreiben möchten, lautet die Anrede Sehr geehrte Damen und Herren Doktoren. Handelt es sich ausschließlich um Männer, heißt die Anrede Sehr geehrte Herren Doktoren. Setzt sich die Gruppe aus promovierten Frauen zusammen, redet man jede einzelne Person in alphabetischer Reihenfolge mit dem Namen an: Sehr geehrte Frau Dr. Angerer, Frau Dr. König und Frau Dr. Müller.
 
Hat eine Person mehrere Doktortitel, werden diese in der Anschrift hintereinander ohne Komma aufgeführt: Dr. phil. Dr. med. Helga Schneider. Anders sieht es bei der Anrede aus, denn hier wird der Doktortitel nur einmal genannt: Sehr geehrte Frau Dr. Schneider.

Aus: Duden – Wolke sieben. Warum es dort so schön ist und andere wunderbare Sprachgeschichten. Berlin 2016

So bringen Sie Ihr Unternehmen zum Glänzen
 
Ob Sie Ihre eigene Praxis gründen, ein Restaurant eröffnen, eine Tischlerei betreiben oder sich gerade als Grafikerin selbstständig gemacht haben – eine gut gestaltete und getextete Webseite, ein aktiv bespielter Facebook-Auftritt oder ein Blog, in dem Sie Ihr Fachwissen präsentieren, trägt entscheidend zu Ihrem Erfolg bei.
Petra van Laak zeigt Ihnen, wie Sie Onlinetexte schreiben, die bei Ihrer Zielgruppe ankommen und wirken. Ihr Ratgeber ist anders als andere – er ist ein „Tatgeber“ aus der Praxis für die Praxis. Mit vielen prägnanten Beispielen und anschaulichen Berichten aus dem Agenturalltag.

Das Buch im Dudenshop

Sie finden das Thema spannend und wohnen in Berlin?

Dann können Sie die Autorin Petra van Laak persönlich erleben:
 
Buchpräsentation „Clever texten fürs Web“
Sie sind herzlich eingeladen, am 12. Mai um 17 Uhr in die Agentur „text: vanlaak“ zu kommen.
 
Ein Buch entsteht nicht von allein; es sind viele Menschen beteiligt. Zu Wort kommen

Juliane von Laffert, Lektorin Dudenverlag,
Mia Zmija-Maurice, Fachlektorat Ocular Online
... und die Autorin selbst.
 
Die Details
 
Veranstaltungsort:
Agentur text: vanlaak
Gewerbehof Bülowbogen, Hof D, Aufgang 3, 1. OG
Bülowstraße 66, 10783 Berlin-Schöneberg
U-Bahnhof Bülowstraße, S-Bahnhof Yorckstraße
Parken auf dem Hof möglich
 
Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 7. Mai 2017 an. Schreiben Sie einfach eine Nachricht an clever-texten@text-vanlaak.de.
 
Der Blog zum Buch:
www.clever-texten-fuers-web.de
 

Sehr geehrte Doktoren ...?
Da muss nicht lange herumgedoktert werden: Wenn Sie mehrere Doktorinnen und Doktoren, beispielsweise in einer Gemeinschaftspraxis, anschreiben möchten, lautet die Anrede Sehr geehrte Damen und Herren Doktoren. Handelt es sich ausschließlich um Männer, heißt die Anrede Sehr geehrte Herren Doktoren. Setzt sich die Gruppe aus promovierten Frauen zusammen, redet man jede einzelne Person in alphabetischer Reihenfolge mit dem Namen an: Sehr geehrte Frau Dr. Angerer, Frau Dr. König und Frau Dr. Müller.
 
Hat eine Person mehrere Doktortitel, werden diese in der Anschrift hintereinander ohne Komma aufgeführt: Dr. phil. Dr. med. Helga Schneider. Anders sieht es bei der Anrede aus, denn hier wird der Doktortitel nur einmal genannt: Sehr geehrte Frau Dr. Schneider.

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Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Aus Deutschland: 09001 870098
(1,99 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus Österreich: 0900 844144
(1,80 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus der Schweiz: 0900 383360
(3,13 CHF pro Minute aus dem Festnetz)
Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/Keltische-und-etruskische-%C3%9Cberraschungen-April-2017">Keltische und etruskische Überraschungen (April 2017)</a>

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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
 
der stete Fluss der deutschen Sprache hat schon so manches fremde Wort so deutsch geschliffen, dass man ihm seine fremde Herkunft kaum noch oder gar nicht mehr ansieht. Das gilt – man könnte es sich fast denken – für viele Wörter aus dem Lateinischen wie Käse, Laune oder Mauer. Aber wären Sie auch davon ausgegangen, dass sich noch etliche Wörter aus dem Keltischen im Deutschen tummeln?  
 
Und es geht noch wilder: Selbst aus dem längst untergegangenen Etruskischen haben sich Wörter ins Deutsche gemogelt, die wir entweder fast täglich oder doch hie und da fachsprachlich verwenden. Hätten Sie’s gewusst?
 
Und da es in der Wortgeschichte so viele spannende Geschichten gibt, von denen man nicht so recht weiß: „Sind sie wahr oder nur gut erfunden?“, haben wir eine davon für Sie nachgeschlagen – und zwar anlässlich des kuriosen Welt-Pinguin-Tags am 25. April 2017.
 
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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der stete Fluss der deutschen Sprache hat schon so manches fremde Wort so deutsch geschliffen, dass man ihm seine fremde Herkunft kaum noch oder gar nicht mehr ansieht. Das gilt – man könnte es sich fast denken – für viele Wörter aus dem Lateinischen wie Käse, Laune oder Mauer. Aber wären Sie auch davon ausgegangen, dass sich noch etliche Wörter aus dem Keltischen im Deutschen tummeln?  
 
Und es geht noch wilder: Selbst aus dem längst untergegangenen Etruskischen haben sich Wörter ins Deutsche gemogelt, die wir entweder fast täglich oder doch hie und da fachsprachlich verwenden. Hätten Sie’s gewusst?
 
Und da es in der Wortgeschichte so viele spannende Geschichten gibt, von denen man nicht so recht weiß: „Sind sie wahr oder nur gut erfunden?“, haben wir eine davon für Sie nachgeschlagen – und zwar anlässlich des kuriosen Welt-Pinguin-Tags am 25. April 2017.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Lehnwörter aus dem Keltischen
 
Normalerweise vertreiben sich ja die gallischen Recken Asterix und Obelix die Zeit damit, römische Legionäre zu vermöbeln. Heute soll Asterix aber mal einen Bildungsauftrag erfüllen – und wenn es auch nur ein Wortbildungsauftrag ist. Und der betrifft den zweiten Teil seines Namens: -rix.
Denn von keltisch (gallisch) rix – „Herrscher, Fürst, König“ – sind unsere Wörter „Reich“ und „reich“ abgeleitet. Indoeuropäisch damit verwandt ist etwa lateinisch rex – „König“.
Ebenfalls aus dem Keltischen (Gallischen) abgeleitet ist Amt, und zwar von amb[i]aktos – „Diener, Bote“, das gallolateinisch als ambactus überliefert ist, eigentlich „Herumgeschickter“ heißt und sich z. B. auch im Niederländischen als Ambacht(sman) – „Handwerk(er)“ findet oder im Schweizerischen als Ammann – „Vorsteher einer Exekutivbehörde“.
Weitere Wörter des Deutschen, die aus dem Keltischen stammen, sind etwa Eid, Flanell, Geisel, Gladiole (über lat. gladius – „Schwert“, vgl. altirisch claideb oder kymrisch, d. h. walisisch cleddyf), Glocke, Mergel, Kai, Pferd, Vasall. Dazu kommen noch die Bestandteile von Ortsnamen wie -magen von magos – „Feld“ (Dormagen, Remagen).
Mehr oder weniger stark verdächtigen, aus dem Keltischen zu stammen, darf man: Heide, Laus, Beton, Bock, Leder, Mähre, Dam[wild], dick, Eisen, Mine, Tonne. Zu diesen Wörtern fand man bisher nur im Keltischen verwandte Wörter, und man fragt sich für jedes einzelne: Wer hat's von wem? Oder gibt es in dem einen oder anderen Fall vielleicht ein indoeuropäisches Ursprungswort, das sich dann nur bis ins Germanische und Keltische, nicht aber bis in andere indoeuropäische Sprachen durchgearbeitet hat? Genaues weiß man nicht ...   
Lehnwörter aus dem Keltischen
Normalerweise vertreiben sich ja die gallischen Recken Asterix und Obelix die Zeit damit, römische Legionäre zu vermöbeln. Heute soll Asterix aber mal einen Bildungsauftrag erfüllen – und wenn es auch nur ein Wortbildungsauftrag ist. Und der betrifft den zweiten Teil seines Namens: -rix.
Denn von keltisch (gallisch) rix – „Herrscher, Fürst, König“ – sind unsere Wörter „Reich“ und „reich“ abgeleitet. Indoeuropäisch damit verwandt ist etwa lateinisch rex – „König“.
Ebenfalls aus dem Keltischen (Gallischen) abgeleitet ist Amt, und zwar von amb[i]aktos – „Diener, Bote“, das gallolateinisch als ambactus überliefert ist, eigentlich „Herumgeschickter“ heißt und sich z. B. auch im Niederländischen als Ambacht(sman) – „Handwerk(er)“ findet oder im Schweizerischen als Ammann – „Vorsteher einer Exekutivbehörde“.
Weitere Wörter des Deutschen, die aus dem Keltischen stammen, sind etwa Eid, Flanell, Geisel, Gladiole (über lat. gladius – „Schwert“, vgl. altirisch claideb oder kymrisch, d. h. walisisch cleddyf), Glocke, Mergel, Kai, Pferd, Vasall. Dazu kommen noch die Bestandteile von Ortsnamen wie -magen von magos – „Feld“ (Dormagen, Remagen).
Mehr oder weniger stark verdächtigen, aus dem Keltischen zu stammen, darf man: Heide, Laus, Beton, Bock, Leder, Mähre, Dam[wild], dick, Eisen, Mine, Tonne. Zu diesen Wörtern fand man bisher nur im Keltischen verwandte Wörter, und man fragt sich für jedes einzelne: Wer hat's von wem? Oder gibt es in dem einen oder anderen Fall vielleicht ein indoeuropäisches Ursprungswort, das sich dann nur bis ins Germanische und Keltische, nicht aber bis in andere indoeuropäische Sprachen durchgearbeitet hat? Genaues weiß man nicht ...   
Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Lehnwörter aus dem Etruskischen
 
Auch die ganz, ganz alte Toskanafraktion, die Etrusker, hat ihre Spuren in der deutschen Sprache hinterlassen, d. h., eigentlich haben das die Römer getan, denn die haben etruskische Wörter, die sie selbst dem Etruskischen entlehnt hatten, mit in unsere Gegend gebracht – und damit einen gewissen Stil. Wenn jemand Stil hat, dann hat er den (so skurril das klingen mag) in gewisser Weise von den Etruskern. Denn unser Substantiv Stil geht (über lateinisch stilus – „Griffel, Schreibstil“) genauso auf das Etruskische zurück wie das Adjektiv skurril (über lat. scurrilis – „absonderlich“ und scurra – „Spaßmacher, Witzbold“). Auch die Person verdanken wir dem Etruskischen (über lat. persona – „Maske des Schauspielers“ von etruskisch phersu – „Maske“). Apropos Schauspieler: Auch der psychologische Fachbegriff „histrionische Persönlichkeit“ hat nicht nur mit Persönlichkeit, sondern auch mit histrionisch etwas Etruskisches (über lateinisch histrio – „Schauspieler“). Aufs Etruskische zurück gehen zudem unsere Wörter Atrium, Element, Grieche, populär.
Stark im Verdacht, etruskische Ursprünge zu haben, stehen zum Beispiel Fenster, Ginster, Satellit.

Ob mit oder ohne Lehnwörter* – nur richtige Texte können richtig gute Texte sein
 
Eine gute Nachricht für alle, die professionell schreiben: Gemeinsam mit dem deutschen Journalistenverband haben wir ein Nachschlagewerk entwickelt, das schneller und zuverlässiger als jede Internetrecherche Ihre Zweifelsfälle zu Zeichensetzung, Grammatik, Stil und Rechtschreibung klärt.

* So zum Beispiel auch die Frage, ob in Verbindungen wie mit oder ohne Lehnwörter am Ende der Dativ oder der Akkusativ stehen muss.
 
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Lehnwörter aus dem Etruskischen
Auch die ganz, ganz alte Toskanafraktion, die Etrusker, hat ihre Spuren in der deutschen Sprache hinterlassen, d. h., eigentlich haben das die Römer getan, denn die haben etruskische Wörter, die sie selbst dem Etruskischen entlehnt hatten, mit in unsere Gegend gebracht – und damit einen gewissen Stil. Wenn jemand Stil hat, dann hat er den (so skurril das klingen mag) in gewisser Weise von den Etruskern. Denn unser Substantiv Stil geht (über lateinisch stilus – „Griffel, Schreibstil“) genauso auf das Etruskische zurück wie das Adjektiv skurril (über lat. scurrilis – „absonderlich“ und scurra – „Spaßmacher, Witzbold“). Auch die Person verdanken wir dem Etruskischen (über lat. persona – „Maske des Schauspielers“ von etruskisch phersu – „Maske“). Apropos Schauspieler: Auch der psychologische Fachbegriff „histrionische Persönlichkeit“ hat nicht nur mit Persönlichkeit, sondern auch mit histrionisch etwas Etruskisches (über lateinisch histrio – „Schauspieler“). Aufs Etruskische zurück gehen zudem unsere Wörter Atrium, Element, Grieche, populär.
Stark im Verdacht, etruskische Ursprünge zu haben, stehen zum Beispiel Fenster, Ginster, Satellit.

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* So zum Beispiel auch die Frage, ob in Verbindungen wie mit oder ohne Lehnwörter am Ende der Dativ oder der Akkusativ stehen muss.
 
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Für Sie nachgeschlagen
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Pinguin
 
Der seit der Zeit um 1600 in Reisebeschreibungen bezeugte Name des in der Antarktis beheimateten flugunfähigen Meeresvogels mit flossenähnlichen Flügeln ist etymologisch dunkel. Ganz fraglich ist die Herleitung aus dem Keltischen als „Weißkopf“ (walisisch pen „Kopf“ und gwyn „weiß“). Danach müsste „Pinguin“ zunächst den Alk bezeichnet haben, der weiße Flecken um die Augen hat. Näher läge die Herkunft aus lateinisch pinguis „fett, feist“, doch auch dies ist nicht gesichert.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage, Berlin 2014
Pinguin
Der seit der Zeit um 1600 in Reisebeschreibungen bezeugte Name des in der Antarktis beheimateten flugunfähigen Meeresvogels mit flossenähnlichen Flügeln ist etymologisch dunkel. Ganz fraglich ist die Herleitung aus dem Keltischen als „Weißkopf“ (walisisch pen „Kopf“ und gwyn „weiß“). Danach müsste „Pinguin“ zunächst den Alk bezeichnet haben, der weiße Flecken um die Augen hat. Näher läge die Herkunft aus lateinisch pinguis „fett, feist“, doch auch dies ist nicht gesichert.

Aus: Duden – Das Herkunftswörterbuch. 5. Auflage, Berlin 2014
Wir sind ganz Ohr
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Wenn Sie es mit einem besonders kniffligen Fall zu tun haben oder Soforthilfe bei Ihrem Schreibprojekt brauchen: Die Kolleginnen und Kollegen der telefonischen Duden-Sprachberatung beantworten Ihre Fragen rund um die deutsche Sprache – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Aus Deutschland: 09001 870098
(1,99 € pro Minute aus dem Festnetz)
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(1,80 € pro Minute aus dem Festnetz)
Aus der Schweiz: 0900 383360
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Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
über den geschlechtergerechten Sprachgebrauch haben wir Sie in unserem Newsletter schon verschiedentlich informiert. Lesen Sie heute, was es auf diesem Gebiet an interessanten neuen Entwicklungen gibt.
Nachgeschlagen haben wir für Sie, was die Bezeichnung Gästin mit den Brüdern Grimm zu tun hat.
 
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Hätten Sie’s gewusst?
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Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – der Schrägstrich
 
Die Doppelnennung femininer und maskuliner Formen (Kolleginnen und
Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Assistentin oder Assistent, jede und jeder)
ist die höflichste und eindeutigste Variante der sprachlichen Gleichstellung. Sie ist vor allem in der Anrede üblich.
Die häufigste und zugleich von den amtlichen Rechtschreibregeln abgedeckte verkürzte Form der sprachlichen Gleichstellung der Geschlechter war bisher die Variante mit Schrägstrich und Bindestrich: Mitarbeiter/-innen, Lektor/-in, Buchhalter/-innen. Dabei ist zwar der Bindestrich den amtlichen Rechtschreibregeln zufolge nach wie vor vorgeschrieben, allerdings wurde und wird aus typografischen Gründen häufig auf ihn verzichtet: Mitarbeiter/innen, Lektor/in.
Der Verwendung der Schrägstrichvariante sind aus grammatischen Gründen jedoch häufig Grenzen gesetzt. Wortpaare, bei denen die feminine Form nicht nur durch Anhängen einer Endung an die maskuline gebildet wird, lassen sich nicht einfach durch den Schrägstrich verkürzen. In solchen Fällen sollten alle Formen ausgeschrieben werden: Kollegen und Kolleginnen, Beamte und Beamtinnen, Bischöfe und Bischöfinnen.
Zu beobachten ist auch, dass sich der Sprachgebrauch in letzter Zeit von starren Regeln loslöst. Aus praktischen Gründen werden Doppelformen häufig wie ein Gesamtwort behandelt und entsprechend unkompliziert flektiert: den Mitarbeiter/innen, den Kolleg/innen.
Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – der Schrägstrich
Die Doppelnennung femininer und maskuliner Formen (Kolleginnen und
Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Assistentin oder Assistent, jede und jeder)
ist die höflichste und eindeutigste Variante der sprachlichen Gleichstellung. Sie ist vor allem in der Anrede üblich.
Die häufigste und zugleich von den amtlichen Rechtschreibregeln abgedeckte verkürzte Form der sprachlichen Gleichstellung der Geschlechter war bisher die Variante mit Schrägstrich und Bindestrich: Mitarbeiter/-innen, Lektor/-in, Buchhalter/-innen. Dabei ist zwar der Bindestrich den amtlichen Rechtschreibregeln zufolge nach wie vor vorgeschrieben, allerdings wurde und wird aus typografischen Gründen häufig auf ihn verzichtet: Mitarbeiter/innen, Lektor/in.
Der Verwendung der Schrägstrichvariante sind aus grammatischen Gründen jedoch häufig Grenzen gesetzt. Wortpaare, bei denen die feminine Form nicht nur durch Anhängen einer Endung an die maskuline gebildet wird, lassen sich nicht einfach durch den Schrägstrich verkürzen. In solchen Fällen sollten alle Formen ausgeschrieben werden: Kollegen und Kolleginnen, Beamte und Beamtinnen, Bischöfe und Bischöfinnen.
Zu beobachten ist auch, dass sich der Sprachgebrauch in letzter Zeit von starren Regeln loslöst. Aus praktischen Gründen werden Doppelformen häufig wie ein Gesamtwort behandelt und entsprechend unkompliziert flektiert: den Mitarbeiter/innen, den Kolleg/innen.
Was Sie schon immer wissen wollten
Was Sie schon immer wissen wollten
Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – Asterisk und Unterstrich
 
Zwei weitere, recht kreative verkürzte Schreibvarianten zur Gleichstellung der Geschlechter finden sich immer häufiger, und zwar der Asterisk (das Sternchen) und der Unterstrich: Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen; Besucher_innen, Händler_innen.
Das Sternchen – ursprünglich überwiegend im universitären Umfeld verwendet – findet man oft in Kontexten, in denen aufgrund aktueller Transgender- und Intersexualitätsdebatten nicht mehr von einem rein binären System der Geschlechter ausgegangen wird. Ähnliches gilt für den Unterstrich, den sogenannten „Gendergap“. Beiden Formen gemein ist, dass sie das herkömmliche Schriftbild bewusst irritieren.
Empfohlen werden können Asterisk und Unterstrich seitens der Dudenredaktion nicht, da sie vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind – wer sich jedoch nicht im amtlichen Kontext bewegt, wird sich mit einer dieser Lösungen vielleicht anfreunden können.

Rotzlöffel, Denkzettel, Morgenland

Es gibt wohl keine Einzelperson in der Geschichte, die unsere Sprache so geprägt hat wie Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung. Vor ihm gab es keine einheitliche deutsche Sprache. Er aber schaute „dem Volk aufs Maul“ und wählte sorgsam Wörter und Formulierungen aus, die sich nach und nach in ganz Deutschland durchsetzten und bis heute in unserer Alltagssprache präsent sind.
Erfahren Sie die überraschende Geschichte von Wörtern und Redewendungen, die auf den großen Reformator zurückgehen.

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Geschlechtergerechter Sprachgebrauch – Asterisk und Unterstrich
Zwei weitere, recht kreative verkürzte Schreibvarianten zur Gleichstellung der Geschlechter finden sich immer häufiger, und zwar der Asterisk (das Sternchen) und der Unterstrich: Lehrer*innen, Mitarbeiter*innen; Besucher_innen, Händler_innen.
Das Sternchen – ursprünglich überwiegend im universitären Umfeld verwendet – findet man oft in Kontexten, in denen aufgrund aktueller Transgender- und Intersexualitätsdebatten nicht mehr von einem rein binären System der Geschlechter ausgegangen wird. Ähnliches gilt für den Unterstrich, den sogenannten „Gendergap“. Beiden Formen gemein ist, dass sie das herkömmliche Schriftbild bewusst irritieren.
Empfohlen werden können Asterisk und Unterstrich seitens der Dudenredaktion nicht, da sie vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind – wer sich jedoch nicht im amtlichen Kontext bewegt, wird sich mit einer dieser Lösungen vielleicht anfreunden können.

Rotzlöffel, Denkzettel, Morgenland

Es gibt wohl keine Einzelperson in der Geschichte, die unsere Sprache so geprägt hat wie Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung. Vor ihm gab es keine einheitliche deutsche Sprache. Er aber schaute „dem Volk aufs Maul“ und wählte sorgsam Wörter und Formulierungen aus, die sich nach und nach in ganz Deutschland durchsetzten und bis heute in unserer Alltagssprache präsent sind.
Erfahren Sie die überraschende Geschichte von Wörtern und Redewendungen, die auf den großen Reformator zurückgehen.

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Für Sie nachgeschlagen
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Ist die Bezeichnung „Gästin“ korrekt und was hat sie mit den Brüdern Grimm zu tun?
 
Längst hat die weibliche Emanzipation auch in die Märchenwelt Einzug gehalten – sprachlich zumindest. In der Geschichte von Ingo Siegner über den „kleinen Drachen Kokosnuss“, der in die Schule kommt, begegnen uns neben vielen kleinen Drachenjungen auch Drachinnen. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf eine spannende Sprachfrage, die die korrekte Bildung des weiblichen Pendants zu einem männlichen Wesen betrifft. Das ist einfach, solange wir uns mit dem üblichen Anhängen eines -in behelfen können. So wird aus dem Zuhörer die Zuhörerin und aus dem Kunden die Kundin. […]
 
Wie aber sprechen wir von einem weiblichen Gast? Auch hier die übliche in-Form zu wählen und sich über eine Gästin zu freuen, wird von allerhöchster Sprachwahrerinstanz als korrekt bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch aber irritiert diese Form. Dabei ist sie keineswegs weiblicher Sprachemanzipation geschuldet – ganz im Gegenteil: Gästin gehört zu den weiblichen Formen, die – wie auch die Engelin oder die Geistin – bereits im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm aufgeführt und mit zahlreichen Belegstellen unterfüttert wurden. Auf dem Weg vom späten 19. ins 21. Jahrhundert war sie aus der Alltagssprache verschwunden: Umso erfreulicher, dass sie jetzt wiederentdeckt wurde und ihren Sprachplatz wiedererobert.
 
Aus: Duden – Du hast das Wort, Schätzchen! Berlin, März 2017
Ist die Bezeichnung „Gästin“ korrekt und was hat sie mit den Brüdern Grimm zu tun?
Längst hat die weibliche Emanzipation auch in die Märchenwelt Einzug gehalten – sprachlich zumindest. In der Geschichte von Ingo Siegner über den „kleinen Drachen Kokosnuss“, der in die Schule kommt, begegnen uns neben vielen kleinen Drachenjungen auch Drachinnen. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf eine spannende Sprachfrage, die die korrekte Bildung des weiblichen Pendants zu einem männlichen Wesen betrifft. Das ist einfach, solange wir uns mit dem üblichen Anhängen eines -in behelfen können. So wird aus dem Zuhörer die Zuhörerin und aus dem Kunden die Kundin. […]
 
Wie aber sprechen wir von einem weiblichen Gast? Auch hier die übliche in-Form zu wählen und sich über eine Gästin zu freuen, wird von allerhöchster Sprachwahrerinstanz als korrekt bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch aber irritiert diese Form. Dabei ist sie keineswegs weiblicher Sprachemanzipation geschuldet – ganz im Gegenteil: Gästin gehört zu den weiblichen Formen, die – wie auch die Engelin oder die Geistin – bereits im Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm aufgeführt und mit zahlreichen Belegstellen unterfüttert wurden. Auf dem Weg vom späten 19. ins 21. Jahrhundert war sie aus der Alltagssprache verschwunden: Umso erfreulicher, dass sie jetzt wiederentdeckt wurde und ihren Sprachplatz wiedererobert.
 
Aus: Duden – Du hast das Wort, Schätzchen! Berlin, März 2017
Wir sind ganz Ohr
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Aus Deutschland: 09001 870098
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Aus der Schweiz: 0900 383360
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Die Tarife für Anrufe aus Mobilfunknetzen können davon abweichen.
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/%C3%9Cber-Konjunktionen-Semmeln-Schrippen-und-Wecken-Februar-2017">Über Konjunktionen, Semmeln, Schrippen und Wecken (Februar 2017)</a>

Header
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Liebe Leserin, lieber Leser,
 
diesmal beginnen wir den Newsletter mit zwei guten Freunden, nämlich sowohl und als auch. Ob die beiden tatsächlich immer gemeinsam auftauchen und ob man sie auch mal durch ein Komma trennen darf, erfahren Sie gleich.
 
Im zweiten Teil geht es um die Frage, ob Formulierungen wie er hatte ziemlich einen über den Durst getrunken gehabt korrekt sind.
 
Und zum Abschluss bringen wir etwas Licht in die morgendliche Sprachverwirrung beim Kauf von kleinen, runden gebackenen Teigstücken.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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diesmal beginnen wir den Newsletter mit zwei guten Freunden, nämlich sowohl und als auch. Ob die beiden tatsächlich immer gemeinsam auftauchen und ob man sie auch mal durch ein Komma trennen darf, erfahren Sie gleich.
 
Im zweiten Teil geht es um die Frage, ob Formulierungen wie er hatte ziemlich einen über den Durst getrunken gehabt korrekt sind.
 
Und zum Abschluss bringen wir etwas Licht in die morgendliche Sprachverwirrung beim Kauf von kleinen, runden gebackenen Teigstücken.
 
Gute Unterhaltung wünscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
Hätten Sie’s gewusst?
Hätten Sie’s gewusst?
sowohl – als auch
 
Die Konjunktionen sowohl und als auch machen es dem Sprecher bzw. Schreiber in vielerlei Hinsicht nicht einfach. Zunächst ist da die Unfähigkeit von sowohl, allein zu stehen. Doch was seine Gesellschaft anbelangt, ist das Wort recht wählerisch. Am liebsten tritt es zusammen mit als auch auf, gelegentlich auch mit wie auch. Geduldet werden auch wie oder als ohne zusätzliches auch: Sowohl der Kater wie/als die Katze verweigerte[n] das Dosenfutter.
Sicher haben Sie im Beispielsatz das eingeklammerte n bemerkt, das gleich auf eine weitere Schwierigkeit hinweist. Sollte das Verb in einem Sowohl-als-auch-Satz im Singular oder im Plural stehen? Nun, beides ist denkbar und beides ist richtig. Sie können hier Kater und Katze als mehrteiliges Subjekt auffassen, was den Plural rechtfertigt. Oder Sie können hinter der Konstruktion zwei Einzelsätze erkennen, von denen einer nur noch elliptisch vorliegt: Sowohl der Kater [verweigerte das Dosenfutter] als auch die Katze verweigerte das Dosenfutter. Diese Sichtweise spricht für den Singular beim Verb.
Schließlich ist noch die Kommasetzung zu betrachten. Vor als auch steht, da es sich um eine nebenordnende Konjunktion handelt, kein Komma. Wenn sowohl eine Infinitivgruppe einleitet, folgt die Kommasetzung den Regeln für die Infinitivgruppen: Der Kater versuchte [,] sowohl an das Hühnchen zu gelangen als auch die Katze fernzuhalten. Gehören sowohl und als auch jedoch zum Hauptsatz und verbinden Nebensätze miteinander, müssen Kommas gesetzt werden: Der Kater bemerkte sowohl, dass er zu kurz gesprungen war, als auch, dass die Katze ihm zuvorgekommen war.

Sowohl lernen als auch Spaß haben
 
Schwünge, Bogen, Arkaden und Girlanden nachfahren, das Abc kennenlernen und erste Buchstaben schreiben – „Das hasenstarke Abc für die Vorschule“ bereitet Vorschulkinder spielerisch und mit viel Witz auf das Schreibenlernen in der Grundschule vor.
Vorlesegeschichten, Übungen und Ausmalspaß in einem!

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sowohl – als auch
Die Konjunktionen sowohl und als auch machen es dem Sprecher bzw. Schreiber in vielerlei Hinsicht nicht einfach. Zunächst ist da die Unfähigkeit von sowohl, allein zu stehen. Doch was seine Gesellschaft anbelangt, ist das Wort recht wählerisch. Am liebsten tritt es zusammen mit als auch auf, gelegentlich auch mit wie auch. Geduldet werden auch wie oder als ohne zusätzliches auch: Sowohl der Kater wie/als die Katze verweigerte[n] das Dosenfutter.
Sicher haben Sie im Beispielsatz das eingeklammerte n bemerkt, das gleich auf eine weitere Schwierigkeit hinweist. Sollte das Verb in einem Sowohl-als-auch-Satz im Singular oder im Plural stehen? Nun, beides ist denkbar und beides ist richtig. Sie können hier Kater und Katze als mehrteiliges Subjekt auffassen, was den Plural rechtfertigt. Oder Sie können hinter der Konstruktion zwei Einzelsätze erkennen, von denen einer nur noch elliptisch vorliegt: Sowohl der Kater [verweigerte das Dosenfutter] als auch die Katze verweigerte das Dosenfutter. Diese Sichtweise spricht für den Singular beim Verb.
Schließlich ist noch die Kommasetzung zu betrachten. Vor als auch steht, da es sich um eine nebenordnende Konjunktion handelt, kein Komma. Wenn sowohl eine Infinitivgruppe einleitet, folgt die Kommasetzung den Regeln für die Infinitivgruppen: Der Kater versuchte [,] sowohl an das Hühnchen zu gelangen als auch die Katze fernzuhalten. Gehören sowohl und als auch jedoch zum Hauptsatz und verbinden Nebensätze miteinander, müssen Kommas gesetzt werden: Der Kater bemerkte sowohl, dass er zu kurz gesprungen war, als auch, dass die Katze ihm zuvorgekommen war.

Sowohl lernen als auch Spaß haben
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Was Sie schon immer wissen wollten
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Vergangenheitsformen – doppeltes Perfekt und doppeltes Plusquamperfekt
 
Normalerweise bildet man im Deutschen die zusammengesetzten Vergangenheitsformen mit einer Form von haben und dem Partizip II. Für das Perfekt wird haben in den Präsensformen verwendet (ich habe geschrieben), für das Plusquamperfekt, also die Vorvergangenheit, in den Präteritumsformen (ich hatte geschrieben).
Nun gibt es aber durchaus Situationen, in denen die ‚Vorvorvergangenheit‘ ausgedrückt werden soll, wenn z. B. eine Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen ist, bevor die nächste Handlung in der Vergangenheit beginnt. Dazu kann das sogenannte Doppelplusquamperfekt verwendet werden: Ich hatte das Haus bereits verlassen gehabt und war ein Stück weit gegangen, als ich ein merkwürdiges Geräusch hörte. Diese Formen tauchen durchaus in geschriebener Sprache auf.
In gesprochener Sprache trifft man hingegen häufig das sogenannte Doppelperfekt, das anstelle des Plusquamperfekts gebraucht wird: Wir haben uns gestritten gehabt, aber danach haben wir uns gleich wieder versöhnt. Diese Doppelformen bieten auch einen Ausweg, wenn man Vorzeitigkeit im Konjunktiv ausdrücken möchte, da dies mit den üblichen Konjunktivformen nicht möglich ist: Sie sagte, er habe ihr die Ehe versprochen gehabt, sei dann aber wortbrüchig geworden. Stilistisch sind die Doppelformen aufgrund der Wiederholung von haben sicher nicht besonders schön, aber von Zeit zu Zeit erweisen sie sich als ganz nützlich, um Lücken im System zu füllen.
Vergangenheitsformen – doppeltes Perfekt und doppeltes Plusquamperfekt
Normalerweise bildet man im Deutschen die zusammengesetzten Vergangenheitsformen mit einer Form von haben und dem Partizip II. Für das Perfekt wird haben in den Präsensformen verwendet (ich habe geschrieben), für das Plusquamperfekt, also die Vorvergangenheit, in den Präteritumsformen (ich hatte geschrieben).
Nun gibt es aber durchaus Situationen, in denen die ‚Vorvorvergangenheit‘ ausgedrückt werden soll, wenn z. B. eine Handlung in der Vergangenheit abgeschlossen ist, bevor die nächste Handlung in der Vergangenheit beginnt. Dazu kann das sogenannte Doppelplusquamperfekt verwendet werden: Ich hatte das Haus bereits verlassen gehabt und war ein Stück weit gegangen, als ich ein merkwürdiges Geräusch hörte. Diese Formen tauchen durchaus in geschriebener Sprache auf.
In gesprochener Sprache trifft man hingegen häufig das sogenannte Doppelperfekt, das anstelle des Plusquamperfekts gebraucht wird: Wir haben uns gestritten gehabt, aber danach haben wir uns gleich wieder versöhnt. Diese Doppelformen bieten auch einen Ausweg, wenn man Vorzeitigkeit im Konjunktiv ausdrücken möchte, da dies mit den üblichen Konjunktivformen nicht möglich ist: Sie sagte, er habe ihr die Ehe versprochen gehabt, sei dann aber wortbrüchig geworden. Stilistisch sind die Doppelformen aufgrund der Wiederholung von haben sicher nicht besonders schön, aber von Zeit zu Zeit erweisen sie sich als ganz nützlich, um Lücken im System zu füllen.
Für Sie nachgeschlagen
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Semmeln, Schrippen oder Wecken
 
Wer im Urlaub morgens zum Bäcker geht, sollte sich vorher informieren, wie man in jener Gegend das Backwerk aus Weizenmehl nennt, auf das man seine Marmelade streichen möchte. Am sichersten ist man, wenn man ein Brötchen verlangt. Das ist zwar vor allem in Nord- und Mitteldeutschland gebräuchlich, aber die Verkleinerungsform von Brot ist sicher auch im süddeutschen Raum verständlich. In Bayern und auch in Österreich ist allerdings der Ausdruck Semmel gebräuchlicher, was von lateinisch simila für „fein gemahlenes Weizenmehl“ kommt. Nicht auf die Zutaten, sondern auf die Form nehmen der südwestdeutsch-österreichische Wecken oder das Weckla (schweizerisch Weggli) und die berlinerische Schrippe Bezug. Der Wecken geht auf althochdeutsch wecki = „Keil“ zurück, die Schrippe auf frühneuhochdeutsch schripfen = „(auf)kratzen“; sie bezeichnet also die Einkerbung auf der Oberseite des (länglichen) Gebäcks. Runde Brötchen ohne oder mit sternförmigen Einkerbungen heißen auch in Berlin Kaisersemmel. Welcher Kaiser hier Pate stand, ist allerdings ungeklärt. Ein Preuße war es wohl nicht.
 
Aus: Duden – Die Tomate und das Paradies. Berlin 2016
Semmeln, Schrippen oder Wecken
Wer im Urlaub morgens zum Bäcker geht, sollte sich vorher informieren, wie man in jener Gegend das Backwerk aus Weizenmehl nennt, auf das man seine Marmelade streichen möchte. Am sichersten ist man, wenn man ein Brötchen verlangt. Das ist zwar vor allem in Nord- und Mitteldeutschland gebräuchlich, aber die Verkleinerungsform von Brot ist sicher auch im süddeutschen Raum verständlich. In Bayern und auch in Österreich ist allerdings der Ausdruck Semmel gebräuchlicher, was von lateinisch simila für „fein gemahlenes Weizenmehl“ kommt. Nicht auf die Zutaten, sondern auf die Form nehmen der südwestdeutsch-österreichische Wecken oder das Weckla (schweizerisch Weggli) und die berlinerische Schrippe Bezug. Der Wecken geht auf althochdeutsch wecki = „Keil“ zurück, die Schrippe auf frühneuhochdeutsch schripfen = „(auf)kratzen“; sie bezeichnet also die Einkerbung auf der Oberseite des (länglichen) Gebäcks. Runde Brötchen ohne oder mit sternförmigen Einkerbungen heißen auch in Berlin Kaisersemmel. Welcher Kaiser hier Pate stand, ist allerdings ungeklärt. Ein Preuße war es wohl nicht.
 
Aus: Duden – Die Tomate und das Paradies. Berlin 2016
Wir sind ganz Ohr
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* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *



duden.de - Aktuelle Meldungen

Hier finden Sie Neuigkeiten aus den Dudenbereichen Wörter- und Sachbücher, Kinderbücher, Lernhilfen und Software sowie zu Veranstaltungen, Preisen, Jubiläen etc.

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duden.de - Sprachratgeber

Ob Grammatik, Rechtschreibung, Wortherkunft oder guter Stil: Der Sprachratgeber gibt Hintergrundwissen zur deutschen Sprache, von wichtigen Regeln bis zu kuriosen Phänomenen.

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Wort-und-Unwort-des-Jahres-Deutschland">Wort und Unwort des Jahres in Deutschland</a>

Eine Liste der Wörter und Unwörter in Deutschland aus den Jahren 2003 bis heute

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Schreibung-der-Zahlwoerter-hundert-und-tausend">Schreibung der Zahlwörter „hundert“ und „tausend“</a>

Wer vom Hundertsten ins Tausendste kommt, verzettelt sich leicht. Verzetteln kann man sich aber auch bei der Schreibung der Zahlwörter „hundert“ und „tausend“. Wir zeigen Ihnen, was dabei zu beachten ist.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Fragesaetze">Fragesätze</a>

Wird hier eher rhetorisch oder bereits suggestiv gefragt? In diesem Artikel stellen wir Ihnen verschiedene Typen von Fragesätzen vor.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Gross-und-Kleinschreibung-von-gruen">Groß- und Kleinschreibung von „grün“</a>

„Grüne Insel“, „grüne Welle“, „grüne Lunge“ – die Farbe „grün“ hat so ihre orthografischen Tücken. Wir klären, wann sie in festen Verbindungen groß- und wann kleingeschrieben wird.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Pronominaladverbien">Pronominaladverbien</a>

Stellen wir uns lieber eine Welt, worin alles gut ist, vor oder eher eine Welt, in der alles gut ist? Hier erfahren Sie mehr über die Verwendung von Pronominaladverbien wie „ daran“, „ damit“, „ darüber“, „ hierbei“, „ hiermit“, „woran “, „wodurch “, „wovon “ usw.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Subjekts-und-Objektsgenitiv">Subjekts- und Objektsgenitiv</a>

Wir wollen etwas Schulwissen aufpolieren und nehmen zwei spezielle Arten von Genitivattributen, den Subjekts- sowie den Objektsgenitiv, einmal genauer unter die Lupe.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Adjektive-auf-ig-isch-lich">Adjektive auf -ig, -isch, -lich</a>

Die unterschiedliche Wortbildung eines Adjektivs bringt gelegentlich auch Bedeutungsunterschiede mit sich. So bedeutet „kindlich“ nicht das Gleiche wie „kindisch“ und „launig“ nicht das Gleiche wie „launisch“. Wir erklären, warum.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Sortenplural-Erden-Wasser-und-Sande">Sortenplural „Erden, Wässer und Sände“</a>

„Erden, Wässer und Sände“: lesen Sie hier Näheres zu einer ganz bestimmten Pluralform, dem sogenannten Sortenplural.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Beugung-von-Bundesprasident">Beugung von „Bundespräsident“</a>

Ein Bundespräsident wirft manchmal nicht nur politische Fragen auf, sondern auch sprachliche. Wie „Präsident“ korrekt flektiert wird, klären wir in diesem Artikel.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Hauschen-Bierchen-und-Co">„Häuschen“, „Bierchen“ und Co</a>

Ein Häuschen im Grünen, davon träumt so mancher. Lesen Sie in diesem Artikel, warum es sich bei besagtem „Häuschen“ durchaus um eine ausgewachsene Villa handeln kann.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/zu-Hause-oder-Zuhause">„zu Hause“ oder „Zuhause“</a>

Zu Hause ist es doch am schönsten! Ist es aber „mein Zuhause“ oder „mein zu Hause“? Welche orthografischen Tücken auch das schönste Zuhause aufweisen kann, zeigen wir Ihnen hier.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Anrede-mit-Hallo">Anrede mit „Hallo“</a>

Wir wollen „Hallo/hallo“ sagen und klären dabei neben der Groß- oder Kleinschreibung auch gleich noch die Kommasetzung bei der Anrede mit „Hallo“.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Funktionen-von-als">Funktionen von „als“</a>

Ein kleines Wörtchen, das wir mehrmals täglich verwenden, hat viele praktische Funktionen, aber wenn man nicht aufpasst, kann leicht etwas schiefgehen. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Funktionen von „als“.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Bildung-des-Imperativs">Bildung des Imperativs</a>

Was ist richtig: „Zieh dich warm an!“ oder „Ziehe dich warm an!“? Wissenswertes zur Bildung des Imperativs lesen Sie in diesem Artikel.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Gross-oder-Kleinschreibung-von-sieSie">Groß- oder Kleinschreibung von „sie/Sie“</a>

Bei der Anrede mit „Sie“ stößt man schon mal auf den ein oder anderen Stolperstein. Hier lesen Sie alles Wichtige zur Schreibung der Höflichkeitsanrede.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Gross-oder-Kleinschreibung-von-duDu-und-ihrIhr">Groß- oder Kleinschreibung von „du/Du“ und „ihr/Ihr“</a>

Manch einer macht sich um die Groß- oder Kleinschreibung der Anredepronomen beim Duzen vielleicht gar keinen Kopf. Wer es aber doch genauer wissen möchte, der kann hier etwas über die Groß- oder Kleinschreibung von „du“ bzw. „ihr“ erfahren.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Feinheiten-der-Adjektivbeugung">Feinheiten der Adjektivbeugung</a>

Warum ein kühles Bier in Verbindung mit einem knurrenden Hund ganz schön viel Verwirrung stiften kann, erklären wir in diesem Artikel.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Pluralformen-von-Milch-Wasser-Wort-Mutter-und-Band">Pluralformen von „Milch, Wasser, Wort, Mutter“ und „Band“</a>

Die Pluralbildung bestimmter Substantive ist im Deutschunterricht eine beliebte Übung, die so manchen Schüler oder Studierenden vor recht große Probleme stellt. Warum dies so ein heikles Thema sein kann, erklären wir hier.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/wohlgestaltwohlgestaltet-missgestaltmissgestaltet">„wohlgestalt/wohlgestaltet–“, „missgestalt/missgestaltet“</a>

Sind Ausdrücke wie „eine missgestalte Form“ oder „eine wohlgestalte Form“ korrekt? Oder muss es eher „eine missgestaltete Form“ bzw. „eine wohlgestaltete Form“ heißen? Das klären wir in diesem Artikel.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Verben-mit-der-Vorsilbe-miss">Verben mit der Vorsilbe „miss-“</a>

Die Verben mit der Vorsilbe „miss-“ können einen ganz schön ins Grübeln bringen, denn grammatisch einheitlich verhalten sie sich nicht. Wir erklären Ihnen, was Sie beachten müssen.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Substantivierungen-von-Adjektiven">Substantivierungen von Adjektiven</a>

Verbindungen, die aus Präposition und Adjektiv gebildet werden, wie z. B. „„aufs Ganze gehen““ oder „„vor Kurzem““ wecken häufig Zweifel an ihrer Schreibweise. Hier erfahren Sie mehr.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Perfektbildung-mit-haben-oder-sein">Perfektbildung mit „haben“ oder „sein“</a>

In Anlehnung an ein berühmtes Shakespeare-Zitat steht dieser Artikel unter dem Motto „„haben oder sein, das ist die Frage“.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Klammern-und-Bindestrich-bei-der-Worttrennung">Klammern und Bindestrich bei der Worttrennung</a>

Was zusammengesetzt ist, muss gelegentlich auch wieder getrennt werden, z. B. zusammengesetzte Wörter am Zeilenende. Wie man dabei Wörter mit eingeklammertem Bestandteil behandelt, erklären wir in diesem Artikel.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Klammern-und-Bindestrich">Klammern und Bindestrich</a>

Manchmal weiß man ja gar nicht mehr, was man schreiben soll. Zum Beispiel wenn sowohl das Ganze als auch ein Teil davon einen gewissen (Sinn-)Gehalt hat. Was beim Zusammentreffen von Klammern und Bindestrich zu beachten ist, erfahren Sie hier.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Zusammengesetzte-Substantive">Zusammengesetzte Substantive</a>

Hier widmen wir uns einem Klassiker – der Frage nach der Schreibung zusammengesetzter Substantive.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/schwerer-fallen-oder-schwererfallen">schwerer fallen oder schwererfallen?</a>

Es gibt Entscheidungen, die auch der Dudenredaktion schwerfallen. Manche fallen schwerer als andere. Ob sie dann schwerer gefallen oder schwerergefallen sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Feste-Verbindungen">Feste Verbindungen</a>

Wir rennen offene Türen ein und haben dann eine schöne Bescherung. Lesen Sie mehr über die Groß- oder Kleinschreibung von Adjektiven in sogenannten festen Verbindungen.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Substantivierte-Adverbien-Prapositionen-u">Substantivierte Adverbien, Präpositionen u. a.</a>

Hin und wieder kommt es ja mal zu einem ständigen Hin und Her. Doch müssen bei solch einem „Hin und Her“ nicht Bindestriche her? Wie es dabei mit der Groß- oder Kleinschreibung aussieht, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Ein-Dorado-oder-ein-Eldorado">Ein Dorado oder ein Eldorado?</a>

Wir machen uns auf die Suche nach dem goldenen Land, dem Eldorado. Oder stehen die Chancen besser, wenn wir nach dem Dorado suchen? Hier erfahren Sie mehr.

* * * 1 January 1970 | 1:00 am * * *

<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Komma-zwischen-Adjektiven">Komma zwischen Adjektiven</a>

Ob Sie eine Vorliebe für dunkles bayerisches Bier oder eher für leichte, herbe Rotweine haben, ist natürlich Geschmacksache. Für die Kommasetzung in solchen Verbindungen gilt dies allerdings nicht. Hier erfahren Sie mehr.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Beugung-von-Abkurzungen">Beugung von Abkürzungen</a>

Abkürzungen und Kurzwörter sind zweifellos ein Phänomen unserer Zeit, wenn auch die Idee, Wörter abzukürzen, nicht gerade neu ist. Probleme bereitet dabei manchmal die Beugung. Dass man im Grunde gar nichts falsch machen kann, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Kommas-bei-sowohl-als-auch-und-weder-noch">Kommas bei „sowohl als auch“ und „weder noch“</a>

Manche Kommas vagabundieren schon einmal gern ziellos durch den Satz, ohne sich auf Anhieb für eine feste Heimstatt entscheiden zu können. Lesen Sie mehr zur Kommasetzung bei Sowohl-als-auch- oder Weder-noch-Konstruktionen.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Besonderheiten-von-sondern">Besonderheiten von sondern</a>

In diesem Artikel sehen wir uns einmal die Besonderheiten des Wörtchens sondern genauer an.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Verben-wie-abhandenkommen-vorliebnehmen-usw">Verben wie abhandenkommen, vorliebnehmen usw.</a>

Einer der großen Problembereiche bei den Verben ist die Getrennt- und Zusammenschreibung. Wir stellen Ihnen eine Gruppe von Verben vor, die besonders treu sind und sich mit Elementen verbinden, die es ohne sie gar nicht mehr gäbe, wie z. B. abhandenkommen oder vorliebnehmen.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Das-Semikolon">Das Semikolon</a>

Das Semikolon führt unter den Satzzeichen der deutschen Sprache gewissermaßen ein Schattendasein. Wir bringen hier mehr Licht ins Dunkel.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Duzen-oder-Siezen">Duzen oder Siezen?</a>

Mit dem Duzen und dem Siezen ist das so eine Sache – nicht selten tritt man ganz ordentlich ins Fettnäpfchen. Wir verraten Ihnen, welche grundsätzlichen Regeln dabei zu beachten sind.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Manager-und-managen">Manager und managen</a>

Bei einigen Fremdwörtern im Deutschen, wie z. B. Manager oder managen, erschließt sich vielleicht nicht sofort, dass sie auf das Lateinische zurückgehen. Dabei liegt das irgendwie auf der „Hand“, wie wir Ihnen in diesem Artikel verraten.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Herkunft-von-kaufen">Herkunft von &quot;kaufen&quot;</a>

Wer sich verraten und verkauft fühlt, ist deshalb mit seinem Latein noch lange nicht am Ende, zumindest nicht, was das Verb "verkaufen" bzw. das darin enthaltene "kaufen" angeht. Erfahren Sie mehr über die Herkunft von "kaufen".

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Weise-und-Waise">Weise und Waise</a>

In diesem Artikel klären wir, weshalb im Deutschen Wörter wie Weise und Waise nebeneinanderstehen.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Bindestrich-als-Erganzungsstrich">Bindestrich als Ergänzungsstrich</a>

Der Bindestrich kann nicht nur Wörter verbinden, sondern er hat auch noch andere wichtige Funktionen. So kann er beispielsweise auch das Wörtchen bis ersetzen.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Starke-und-schwache-Verben">Starke und schwache Verben</a>

Fällt Ihnen auch manchmal auf, dass neben den Formen du kaufst, er kauft oft auch die Formen du käufst, er käuft verwendet werden? Warum diese umgelauteten Formen des Verbs kaufen nicht korrekt sind, lesen Sie in diesem Artikel.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/verkaufenveraussern">verkaufen/veräußern</a>

Verschachern, verscherbeln, verkloppen – seit das Kaufen und Verkaufen von Waren einen großen Teil des menschlichen Lebens bestimmen, kennen Sprachen unzählige Ausdrücke für diese Vorgänge.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Worttrennung-bei-geografischen-Namen">Worttrennung bei geografischen Namen</a>

Danach geht es um das, was eigentlich zusammengehört, aber gelegentlich doch getrennt werden muss, zum Beispiel am Zeilenende. Die Frage ist nur, wie?

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Ableitungen-geografischer-Namen-auf-er-und-isch">Ableitungen geografischer Namen auf –er und –[i]sch</a>

Was politisch oder geografisch zusammengehört, ist ja nicht selten umstritten. Das gilt auch für die Getrennt- oder Zusammenschreibung oder die Schreibung mit Bindestrich von geografischen Bezeichnungen wie Französisch-Guayana, Vierwaldstätter See o. Ä.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Gesprochene-Sprache">Gesprochene Sprache</a>

Die meisten Menschen sind überrascht, wenn man ihnen Originalaufnahmen ihrer eigenen spontanen Gespräche vorspielt. Klingen wir wirklich so anders, als wir schreiben? Ja, denn gesprochene Sprache folgt anderen Gesetzmäßigkeiten als geschriebene. Einige Besonderheiten des gesprochenen Deutsch werden in der Dudengrammatik ausführlich dargestellt.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Zum-Umfang-des-deutschen-Wortschatzes">Zum Umfang des deutschen Wortschatzes</a>

Zahlen und Fakten zum Umfang des deutschen Wortschatzes

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Auflosung-von-Partizipgruppen">Auflösung von Partizipgruppen</a>

Wenn in der Schule (oder auch später) aus Fremdsprachen übersetzt wird, gibt es meist eine Konstruktion, die deutschen Muttersprachlern besondere Schwierigkeiten bereitet, nämlich die Partizipgruppe.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Beugung-von-Nachbar">Beugung von Nachbar</a>

Lesen Sie ein paar Bemerkungen zu Ihren Nachbarn.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Intonation-des-Deutschen">Intonation des Deutschen</a>

Wenn es um die „Intonation” und damit „die melodische Gestalt einer Äußerung” geht, ist das Internet mit seinen multimedialen Möglichkeiten der ideale Informationsträger. Deshalb hat die Dudenredaktion alle Beispiele aus dem Kapitel „Intonation” der Dudengrammatik für Sie hörbar gemacht. Gesprochen sind sie von Tagesschausprecher Marc Bator.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Die-Grundlagen-der-Intonation">Die Grundlagen der Intonation</a>

Traditionelle Grammatiken beschreiben die geschriebene Sprache ausgehend vom Laut bzw. Buchstaben bis hin zum Satz. Die Dudengrammatik hingegen erläutert auch den Aufbau und die Eigenschaften von Texten, und sie widmet der Grammatik der gesprochenen Sprache und der Intonation jeweils ein eigenes Kapitel.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/beispiele-zur-neuen-rechtschreibung">Beispiele zur neuen Rechtschreibung</a>

Eine umfangreiche alphabetische Liste von Beispielen der geltenden neuen gegenüber der alten Rechtschreibung

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Crashkurs-25-Schritten-zur-neuen-Rechtschreibung">Crashkurs: In 25 Schritten zur neuen Rechtschreibung</a>

Ein Crashkurs zur Vertiefung der Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Die-Stichwortzahlen-der-Dudenauflagen">Die Stichwortzahlen der Dudenauflagen</a>

Eine Statistik über die Umfangsentwicklung der Dudenauflagen von 1880 bis 2009

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Grammatische-Fachausdrucke">Grammatische Fachausdrücke</a>

Ein Überblick über grammatische Fachausdrücke von A bis Z

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Wort-und-Unwort-des-Jahres-der-Schweiz">Wort und Unwort des Jahres in der Schweiz</a>

Eine Liste der Wörter und Unwörter aus den Jahren 2003 bis heute in der Schweiz

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Wort-und-Unwort-des-Jahres-Osterreich">Wort und Unwort des Jahres in Österreich</a>

Eine Liste der Wörter und Unwörter aus den Jahren 1999 bis heute in Österreich

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Die-haufigsten-Worter-deutschsprachigen-Texten">Die häufigsten Wörter in deutschsprachigen Texten</a>

Wir zeigen eine Übersicht der häufigsten Wörter in deutschsprachigen Texten, auch nach Wortarten unterteilt.

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<a href="https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Pluralbildung-von-Mal">Pluralbildung von Mal</a>

Am häufigsten begegnen wir dem Wort Mal im Deutschen als Zähleinheit, es hat aber natürlich noch eine weitere, völlig andere Bedeutung.

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