Thema - Freitod, Tötung auf Verlagen, Verzicht auf Lebenserhaltung

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 [ 10 Beiträge ]  [ Thema gestartet von: Tanja ]
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BeitragVerfasst: 17.02.2017, 13:09 
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Eingezogener
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Spannende Diskussionen und Ratgeber in allen Lebenslagen

Registriert: 15.07.2014, 18:04
Beiträge: 1321
In dem Thread über Demenz war es ja schon mal kurz Thema und bei uns hier immer mal wieder, seitdem vor 2 1/2 Jahren eine gute Freundin mit 34 an Krebs (Leber, Magen, Lunge war betroffen) gestorben ist.

Seitdem hab ich viel über das Thema/den Themenbereich nachgedacht und seitdem ich die Erkrankung und den Tod besagter Freundin mitbekommen hab, sehe ich einige Dinge grundlegend anders.

Bei ihr wurden durch Zufall Krebsgeschwüre im/am Magen entdeckt (da sie an Verdauungsproblemen litt) und nach einigen Tests stellte sich heraus, dass der Krebs bereits großräumig gestreut hatte, sprich mehrere Organe betroffen waren.
Bei ihr wurde dann auch sofort das ganze Programm an Chemotherapie gestartet, obwohl die Ärzte keine Hoffnung auf Heilung bei ihr sahen.

Um die Sache nicht so auszudehnen...Nina war immer eine absolut fröhliche, lebensbejahende, positiv-denkende Person; wenn sie irgendwo in den Raum kam musste man einfach gute Laune haben...spätestens wenn sie loslachte.
Davon hatte sie auch noch ganz viel nachdem sie von ihrer Erkrankung wusste und als es ihr durch die Therapien immer schlechter ging.
Für mich war es schlimm zu sehen, wie sie während der Therapien immer mehr abbaute und die Nina, wie wir sie kannten, immer mehr verschwand.
Die ganzen Nebenwirkungen der Chemotherapie setzten ihr derart zu, dass ich mich bis heute fragen, warum die Mediziner ihr das antaten. Sie sprachen selbst davon, dass eine Heilung ausgeschlossen werden kann.

Seitdem steht für mich die Frage im Raum, ob ich bei einer solchen Erkrankung eine solche Therapie haben möchte, die zwar mein Leben um eine unbestimmte Zeit verlängern könnte, aber mich meiner Lebensqualität beraubt.
Und derzeit ist meine Antwort dazu einfach NEIN.
Ob ich eine solche Erkrankung durchleben und daran sterben möchte oder frei entscheide zu gehen, weiß ich nicht.
Das sind halt alles Dinge, die so irreal wirken, wenn man darüber nachdenkt...zumindest ist es bei mir so.

Wie ist es bei Euch?
Macht Ihr Euch über solche Dinge Gedanken?
Wenn ja, wie sehen sie dazu aus?
Therapien bei Erkrankungen um jeden Preis oder Ablehnung eben dieser?
Freitod oder das Sterben annehmen?



I would rather be morally right
than politically correct



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BeitragVerfasst: 17.02.2017, 17:53 
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Inventar
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Registriert: 02.09.2009, 15:58
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Sehr schwierig :roll:
Aber wie sagt man, die Hoffnung Stirbt zuletzt.
Natürlich würde ich jetzt sagen, das will ich so nicht.Aber wenn man vor dieser Situation steht :? sieht es warscheinlich anders aus.
Ich weis es nicht :roll:



Vielleicht kann ich die Wahrheit finden, indem ich die Lügen vergleiche.
Leo Trotzki


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BeitragVerfasst: 17.02.2017, 18:10 
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Eingezogener
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Registriert: 01.09.2009, 12:07
Beiträge: 1457
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Ich habe die Qualen die mein Mann ertragen musste 5 Jahre hilflos mit ansehen müssen. Er hat sie aber geduldig ertragen weil er immer wieder die Hoffnung hatte das man dochn noch über kurz oder lang das ultimative Mittel findet um dieser schrecklichen Erkrankung den garaus zu machen. Fünf Jahre lang eine OP nach der anderen immer wieder Hoffnung immer wieder der tiefe Fall. Ich habe ihn sehr bewundert und auch irgendwie Demut vor dem Leben bekommen. Gestoppt wurde er letztendlich durch eine Aspirationslungenentzündung die letztendlich zu seinem Tod geführt hat. Ich weiß, das ich seinen Weg niemals gehen werde. Wenn man bei mir diese fürchterliche Krankheit feststellt würde ich meinen Nachlass regeln und nichts machen lassen. Ich denke er hat diese Qualen nur auf sich genommen weil er von uns allen geliebt und getragen wurde und irgendwie Angst hatte uns weh zu tun wenn er aufgibt.



Ich würde gerne in die Vergangenheit reisen – nicht um Fehler zu vermeiden,sondern um jemanden zu umarmen,der heute nicht mehr da ist …


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BeitragVerfasst: 17.02.2017, 20:54 
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Registriert: 02.09.2009, 23:10
Beiträge: 713
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Bei diesem Thema fällt mir ein Tagesgast von uns ein. Sie ist nur noch eine lebende Hüllle. Offenbar hat sie keine Patientenverfügung abgeschlssen. Daher wird sie durch eine Sonde ernährt. Und das schon seit vielen Jahren. Da bedaure ich sehr das man sie nicht erlösen kann, zumal ich nicht weis ob sie überhaupt noch etwas denken und fühlen kann. Das sind meine Gedanken als Mensch.

Als Betreuer und Pflegekraft unterhalte ich mich selbstverständlich viel mit ihr und gehe davon das das sie zumidestens noch alles versteht was um sie herum vorgeht. Auch an der Betreuung nimmt sie selbstverständlich teil.

Angela


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BeitragVerfasst: 18.02.2017, 11:02 
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Sofabesitzer
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Registriert: 25.06.2011, 13:16
Beiträge: 2761
Zu diesem Thema habe ich eine ganz klare Meinung. Sollte es mich treffen, dann keine Behandlung, nur Schmerztherapie.
Ich hab das hautnah schon zwei Mal erlebt. Die Qualen, der Verlust an Lebensqualität...nee mit mir nicht.
Ob ich mein Leben selbst beenden würde lass ich mal offen, das wäre dann situationsbedingt.



Ein kleiner Hund - ein Herzschlag zu meinen Füßen.
Edith Wharton


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BeitragVerfasst: 18.02.2017, 19:11 
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ich glaub' nicht, daß man die mentale Verfassung in der man sich dann befindet, daß man die voraus ahnen kann bzw. auch nur ansatzweise sich wirklich vorstellen kann.
deswegen könnte ich da jetzt keine Aussage dazu treffen
weil ich es einfach nicht weiß (so wie Maritta) wie ich im Fall der Fälle entscheiden würde
Im Grunde genommen weiß man vorher überhaupt nichts Konkretes - nichts darüber wie es einem durch die Behandlung ergeht und auch nicht wie es ohne ist.
Nur eins weiß ich - Tod auf Verlangen käme für mich nie in Frage. Ich könnte Keinem diese Verantwortung für meinen Tod aufbürden.
Schon gar nicht einem Menschen der mir lieb und teuer ist. Und ich hoffe inständig daß man auch mich nicht in eine solche Situation bringt, indem man mich darum bittet.


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BeitragVerfasst: 19.02.2017, 16:10 
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Registriert: 16.09.2009, 19:54
Beiträge: 6237
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Ich mache mir keine Gedanken drüber. Allein weil es keine pauschale Aussage geben kann.
Da sind so viele Fragen offen. Wie sind überhaupt die Chancen? Sprich habe ich nur noch ein paar Monate die ich mit Glück etwas verlängern kann? Dann würde ich eine stark einschränkende Behandlung womöglich ablehnen. Habe ich Heilungschancen sieht das doch alles ganz anders aus.
Genauso die äußeren Umstände. Ich habe keine Kinder und hätte aktuell perspektivisch kaum Termine die ich unbedingt miterleben möchte. Hätte ich Kinder wäre ich wiederum deutlich bemühter mehr Zeit rauszuholen. Aktuell stünde Qualität vor Quantität... das kann sich je nach Lebenslage aber ändern.

Aus diesem Grund warne ich vor pauschalen Entscheidungen. Entscheiden möchte ich mich wenn es soweit ist (und wenn ich es nicht mehr kann, dann jemand der sich zu dem Zeitpunkt die Situation anschauen kann)



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Erwachsen sein bedeutet keine Nachsicht mehr zu erhalten


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BeitragVerfasst: 20.02.2017, 00:12 
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Registriert: 20.04.2009, 12:40
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florika hat geschrieben:
Nur eins weiß ich - Tod auf Verlangen käme für mich nie in Frage. Ich könnte Keinem diese Verantwortung für meinen Tod aufbürden.

Bin ganz deiner Meinung, florika.
Tod auf Verlangen ist in meinen Augen eindeutig Mord und gehört bestraft.



Der Mensch glaubt, weil er zum Wissen zu blöd ist - Dieter Nuhr


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BeitragVerfasst: 20.02.2017, 07:20 
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Inventar
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Registriert: 02.09.2009, 15:58
Beiträge: 24677
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Mord :?
Das würde ich niemanden zu muten, wenn dann alleine :wink:



Vielleicht kann ich die Wahrheit finden, indem ich die Lügen vergleiche.
Leo Trotzki


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BeitragVerfasst: 11.09.2017, 16:38 
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Beiträge: 8
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Also ich bin der Meinung, dass es nicht richtig ist, dass man über seinen Tod nicht selbst entscheiden darf, gerade in Hinblick auf die Tatsache, dass man sonst in fast jeden Lebensbereich frei entscheiden darf. Sprich: ich befürworte den Freitod. Natürlich muss er an Auflagen gebunden sein wie zB ausführliche physische und vorallem psychologische Gutachten. So ist zB für einen Depressiven der Tod ein leichter Ausweg und sollte nicht einfach und offiziell "durchgeführt" werden dürfen. Wenn aber die physischen und damit auch psychologischen Prognosen so schlecht aussehen, sollte jeder das Recht haben frei über sein Leben entscheiden zu dürfen. Das ist meine Meinung.


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 [ 10 Beiträge ]  [ Thema gestartet von: Tanja ]

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